Hallo Tom!
Um das klar zu kriegen: Keinesfalls möchte ich Dir den Spaß verderben!
Wollte nur die Testmethode - Auflösung am Mond probieren - als solche hinterfragen!
Der Mond ist ziemlich klein, und die Berge und Krater darauf noch kleiner.

Wegen der starken Vergrößerung bringen Dir minimale Vibrationen Unschärfen rein, die einen Vergleich der Aufnahmen hinsichtlich Auflösung schwierig machen.
Mondlicht muss durch die ganze Atmosphäre. Allein die Luftunruhe kann unabhängig von Setup, Kamera, Megapixeln... die Aufnahme in einem schlechten Moment so verreissen, wie es Dein D3-Foto zeigt, und in einem guten Moment drei Sekunden später ein scharfes Bild liefern. Die gegenwärtige typische April-Wetterlage - ein Tief jagt das Nächste - ist geprägt von überdurchschnittlicher Luftunruhe.
Versierte Amateurastronomen umschiffen dieses Problem durch Aufnahme von vielen (evtl. vielen hundert, tausend) Aufnahmen hintereinander. Es gibt Software, die automatisch die schärfsten Fotos daraus selektieren und Kombinieren ("stacken") kann. Dazu könnte Dir ein Spezialist auf dem Gebiet sicher mehr erzählen.
Frag doch mal Andreas hier aus dem Forum :idee:
http://www.bilderforum.de/t9195-siebengestirn.html
http://www.bilderforum.de/t908-unsere-nachbarn-m31.html
Ich habe mir einige Mondaufnahmen angesehen und festgestellt, dass die Belichtungszeit doch in der Regel recht lang ist. Wie machst Du das mit Deinen?
Ich besitze kein "langes Rohr" für Mond-Details. Baue aber sehr gern den Mond weitwinklig in Landschaftsfotos und Dämmerungs-Himmel ein. Das läuft dann meist darauf hinaus, eine starke Überbelichtung des Mondes hinzunehmen.
Auf dem Mond selbst scheint knallig die Sonne. Eine korrekte Mondbelichtung wäre ungefähr bei Zeit/Blende/ISO-Kombis wie auf der Erde in der Mittagssonne.
Grüße und weiterhin viel Spaß wünscht Dir der Waldschrat!