Kann ich echt nicht sagen,
aber so in 3.000 Meter Höhe kann ich kaum noch von Wüste reden
Also ich dort war, hatten wir tagsüber um die +20° Grad,
nach Sonnenuntergang raste das Thermometer auf bis zu -10°
Aufgrund des tollen Sternenhimmel, habe ich mir nachts nen Jeep geschnappt und wollte aus dem beleuchteten Camp,
um dann auf der Motorhaube liegend nach oben zu schauen
und mich an dem Schauspiel erfreuen.
Kaum war ich in absoluter Dunkelheit, flitzten zwei Wölfe durch das Scheinwerferlicht.
Hmmm, habe das Fenster geschlossen und bin wieder umgekehrt.
Als Wolfsfutter bin ich eh zu mager
Krasse Geschichte. Wölfe und fauchende Warane.
Aber der Sternenhimmel da draußen war bestimmt top!
Dein Waran-Exemplar sieht
diesem hier sehr ähnlich. Daher meine Vermutung.
Auf jeden Fall ein sehr schönes Tier.
So, ich mal mal ein bißchen weiter...
Neben einem älteren skandinavischem Paar, waren wir zum Besuchszeitpunkt (Februar -also kurz nach der Regenzeit-) tatsächlich die einzigen Touristen in Loh Buaya. Die Skandinavier machten am Ranger-Camp kehrt, nachdem sie die "Camp-Warane" abgelichtet hatten.
Wir sind jedoch mit unserem Ranger Arif tiefer in die Insel vorgestoßen und haben, nach Sichtung des halbwüchsigen Exemplars am Gelege, noch nach weiteren Exemplaren Ausschau gehalten. Neben einem Wasserloch, an dem sich regelmäßig Tiere aufhalten hatten wir Glück.
Der hier

hatte sich zwischen die Steine zur Ruhe gelegt. Klein sieht er auf dieser Aufnahme aus...
...es war jedoch ein ausgewachsenes, vollgefressenes Männchen, dass durch Arif leider aufgeschreckt wurde.
Komodowarane können bis zu 80% ihrer Körpermasse auf einmal als Nahrung zu sich nehmen. Diese zähen Tiere sind dann aber auch imstande, über sehr lange Zeiträume ohne Nahrung auszukommen.
Das einzige erlaubte Verteidigungsinstrument auf der Insel ist übrigens der Gabelstock, den Arif in der Hand hält. Die Tiere haben eine recht empfindliche Schnauze (bzw. einen recht weichen Oberschädel), so dass man aufdringliche Exemplare durch anstupsen mit dem Stock auf Distanz halten kann.
Ok, ich hatte das auch noch mein Reisestativ und meine SD14, als Keule sozusagen...
Dem großen vollgefressenen Männchen waren wir wohl zu lästig. Es zog ab, jedoch nicht ohne Symbolik.
Mit Blick aus den Augenwinkeln in unsere Richtung, ließ er "einen Fallen"...

...als wolle er uns sagen "Ich sch... auf euch".
Alleine war er am Wasserloch übrigens nicht. Keine 10 Meter weiter badete genüßlich und ungerührt ein Wasserbüffel.

Von Panik keine Spur.
Daß es nicht für jeden Wasserbüffel gütlich ausgeht, zeigen Überreste, die sich finden.

Gut, diesen hier dürften wohl kaum Warane auf den Stein gelegt haben.

Aber es ist wohl so, dass Komodowarane häufig Schädelteile ihrer gerissenen Beute schmähen. Diese Teile sind wahrscheinlich zu kompakt und zu groß für die -übrigens sehr schwachen- Kiefer der Warane. Sie reißen lieber große Stücke mit ihren scharfen Zähnen aus der Beute und schlingen herunter, war durch ihren Schlund passt.
Die starken Verdauungssekrete hinterlassen nach "getaner Arbeit" eigentlich nur noch die Kalziumbestandteile der Knochen. Daher auch die weiße Farbe des Warankots...
...Gefährlich wurde uns aber...