...als relativer digitaler Neuling habe ich mich bisher standhaft geweigert im RAW Format zu fotografieren. Ich bräuchte ne viermal so große Speicherkarte, eigentlich auch ne schnellere Kamera für mein Lieblingsthema Flugaufnahmen von Vögeln und dreimal mehr Zeit um die 300-400 Bilder, die ich meist von einer Tour mit nach Hause bringe, erstmal zu entwickeln ...
Die Arbeitsweise, Berhard, leuchtet mir nicht ganz ein. Ich verstehe, dass Flugaufnahmen sehr anspruchsvoll sind, und die Ausschuss-Quote entsprechend hoch.
Sortier doch einfach rigoros schon wo es geht vor der Auslösung (!), dann weiter in der Kamera vor, noch bevor Du die Speicherkarte überhaupt in den Rechner steckst. :idee:
Ob Bildausschnitt, Lage im Bildfeld, Belichtung stimmen (Histogramm!) , siehste ohne zeitaufwändiges Einzoomen blitzschnell im Mäusekino des Kameradisplays. So kannste schonmal das meiste drittklassige Material schneller wieder löschen, als es aufgenommen wurde.
Die wenigen übrig gebliebenen Bilder untersuchst Du dann auf Schärfe, durch Einzoomen am Kameramonitor, und löscht wieder konsequent alles, was Zweifel aufkommen lässt.
Die nach dieser Prozedur von ursprünglich 400 dann übrig gebliebenen 4 Fotos lädst Du auf den Rechner, entscheidest Dich für
das Eine, welches der "Hit" ist, und dann entwickelst Du genau dieses eine RAW ganz sorgfältig und gewissenhaft...
Jaja, ich weiß, ein bisschen dick aufgetragen. Aber so ähnlich arbeite ich tatsächlich, halt mit typisch um die 20...30 Auslösungen als "Tagesausbeute", wo dann ein, zwei, oder drei "Schüsse" übrig bleiben, die ich wirklich ausarbeite. Der Rest wird hier konsequent gelöscht, das Meiste in der Kamera, die Mehrheit vom Rest
vor RAW-Aufbereitung
Allerdings bin ich mit einem einzelnen RAW derzeit 1 bis 3 Stunden beschäftigt, bis ein Bild draus entsteht. Da kommen hier mehrere Faktoren zusammen: langsamer Rechner, langsame Sigma-RAW-Software (SPP), und meine noch relative Ungeübtheit.
Anders gefragt: Warum sollte ich fünf oder gar zwanzig mittelmäßige Fotos von einer Tour nach Hause tragen und archivieren, wenn mit Sorgfalt und Geduld ein oder zwei relative (gemessen an meinen Fähigkeiten und Erfahrungen)

"Knaller" erzielbar sind?
Das ist natürlich eine durch und durch perfektionistische Grundeinstellung, die mir, klaro, selbst ab und zu im Wege steht. :ups:
So, viele Worte um nichts.

Gute Nacht, Herzliche Grüße, und vor allem weiterhin maximalen Spaß beim Fotografieren... wünscht Dir der Waldschrat!
