Luminanz-Tonung-Grundlagen ...
Eine gute Kamera (hier im Einsatz!) versucht immer, möglichst alle Tonwerte (dunkelste Schatten und hellste Lichter) aufzuzeichnen.
Jetzt kann es sein, (wie hier), dass nur sehr wenige (einzelne und gar nicht motivrelevante extrem überstrahle Pixel) den Belichtungsmesser dazu motivieren, für das individuelle Motiv "ZU KNAPP" zu belichten.
Genau das ist hier passiert, weil das Spiegellicht der Pfütze eben diesen Effekt zur Folge haben muss ... ganz egal, welche (wertige) Knipse da nun gerade im Einsatz gewesen wäre.
So sieht's also aus:
Hier mal bitte so nachklicken!
und hier das Luminanzhistogramm betrachten ...
Man sieht, dass es nur sehr wenige Pixel gibt, die maximale Helligkeit (Tonwert 256) haben. Der sog. Weißpunkt liegt hier viel zu niedrig und kann (ohne Zeichnungsverluste in den Lichtern) eingerückt werden.
Der Schwarzpunkt hingegen liegt optimal .... nur wenige Pixel haben maximale Schwärze (Tonwert Null). Gibt es eine Häufung am Schwarzpunkt, legt das z.B. nahe, dass ganze Bildbereiche "flächig" im schwarz "absaufen" ... hier -wie gesagt- kein Thema.
Das vorliegende Histogramm ist also zu stark in den lichtern "komprimiert" und führt zu der IMHO flauen und nicht optimal brillanten Bildwirkung, die es zu optimieren gilt.
Wenn man nun per EBV den Weißpunkt "einrückt" und dafür sorgt, dass das Histogramm auch in den Lichtern harmonisch ausläuft, dann gewinnt das Bild an Brillanz und Kontrast OHNE das Zeichnungsverluste (ausgebrannte Lichter) drohen bzw. die Folge wären.
Und so geht das:
Hier mal bitte den weißen Pfeil mit der Maus anklicken und nach links ziehen, bis er den "schwarzen Berg

" so gerade eben tangiert.
Die Tonwertverteilung wird jetzt insgesamt gestreckt, der Weißpunkt optimiert.
Auf "OK" klicken und alles wiederholen ... das "NEUE" Histogramm betrachten!
So ist es (diesem Motiv entsprechend) ausgewogen optimiert. Sowohl Schwarz-wie Weißpunkt sind so gesteuert, dass sich maximaler Kontrast bei uneingeschränkter Zeichnung einstellen. Die Bildwirkung ist "leuchtender/brillanter/kontrastreicher"
Und hier das Bildergebnis:
VORHER - NACHHER:

Das ist das, was auch Jan (an anderer Stelle) meinte. Natürlich kann eine Bildwirkung auch (absichtlich!!) düster ausfallen .... genau dann muss umgekehrt vorgegangen werden ... hier gafällt es mir (mit optimiertem Weißpunkt) eben besser ... NUR ein Vorschlag eben ... leicht umzusetzen, wenn's gefällt.
Grüße und schöne Photos
Klaus