(Makro) Erste Versuche im Makrobereich

Diskutiere Erste Versuche im Makrobereich im Nikon Bilder besprechen Forum im Bereich Nikon (Fuji) Forum; Eine gute Idee. Die Abbildungsleistung des Tamron wird dich auch in anderen Fotosituationen begeistern. :) @Ha Si Ti: diese Fliege habe ich...
  • Erste Versuche im Makrobereich Beitrag #21
Hallo,

dann werde ich mir ein günstigeres Tele kaufen und dann sollte das mit dem Makro Objektiv auch passen.

Gruß Tim

Eine gute Idee. Die Abbildungsleistung des Tamron wird dich auch in anderen Fotosituationen begeistern. :)

@Ha Si Ti: diese Fliege habe ich mehrmals hintereinander angeblitzt. Sie zeigte sich wenig beeindruckt und hat mehrmals den Blütenkopf zwischen meiner " Blitzerei " gewechselt. Augen von Insekten funktionieren anders als unsere Augen oder von nachtaktiven Tieren. Schau mal hier:

 
  • Erste Versuche im Makrobereich Beitrag #22
Hallo Tim,


Möchte hier auch noch meine Erfahrungen und Tipps einbringen, sozusagen ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern.
In der klassischen Makrofotografie ist Blitzen verpönt, dazu gehören auch Aufnahmen im prallen Sonnenlicht (=extremer Schattenwurf) hartes Licht und Reflexionen.

Wenn man Insekten fotografiert, sollte der Fokus immer auf denAugen liegen.
Die Gestaltung und angenehmes Licht haben einen hohen Stellenwert.
Makrofotografie wird oft unterschätz, in guten Bildern steckt viel Ausdauer….und liebe zum Detail.
Die meisten guten Hobby-Makrofotografen machen ihre Aufnahmen vor oder nach Sonnenaufgang…oder bei bedecktem Himmel, oder angenehmen Licht.

Da am Abend oder morgens die Insekten weniger agil sind oder auch Schlafen, hat man natürlich mehr Zeit für ein gutes Bild.
Die meisten schneiden sehr wenig von ihren Original-Aufnahmen, die Idee ist es das Bild schon vor Ort auch gestalterisch vorzubereiten.
Eignet sich eher ein Hochformat, sollte man auch so fotografieren…
Dabei spielt die Blende eine wichtige Rolle, mit ihr kann man den HG eines Bildes massiv beeinflussen, Strukturen hervorheben, oder durch öffnen der Blende einen weichen Farbverlauf zaubern.
Zudem ist eine gute Ausrichtung zum Motiv das A und O…möglicherweise möchte man eher mit Blende 6,5 fotografieren um den HG nicht allzu dominant erscheinen zu lassen. Dadurch ergibt sich gegenüber F11 eine kleinere Schärfeebene, und das Motiv passt nicht vollständig rein. So muss man auch oft einen Kompromiss eingehen.
Je Näher ich am Motiv bin umso diffiziler wird die Ausrichtungsarbeit… hier geht es dann um Millimeter.

Daher legt man auch viel Wert auf einen Stativkopf mit einem guten Makroschlitten, habe ich selbst noch nicht…steht aber ganz oben auf meiner Wunschliste, alles andere ist sich durchwursteln.
Eine andere Möglichkeit wäre das Staking, ich mache ein Bild aus mehreren Schärfeebenen.
Aber das ist eine andere Geschichte…


Bei direktem Sonnenlicht, kann man mit diversen Hilfsmitteln das harte Licht etwas bändigen, sei es durch einen weissen Schirm, durch Abschatten, oder durch einen Polfilter…


Ich arbeite seit neustem mit einem 150 er Makroobjektiv von Sigma und bin begeistert.
Hier noch 2 Bilder mit Exif-Daten..als Beispiel
und ganz wichtig ist auch der Spassfaktor bei der ganzen Geschichte ;)

Bild 1:
Belichtungszeit: 1/40
Blende:F8 plus 0.3 Lichtwert korr.
ISO:220
Beleuchtung: Abendlicht
Bildausschnitt ca.:100
Stativ: Yes, Fern-Spiegelvorauslösung

Das Bild wurde nicht beschnitten.

1_im_doppelpack_100_584.jpg



Bild 2:
Belichtungszeit:1/30
Blende:F11
ISO:320
Beleuchtung:Abendlicht
Bildausschnitt ca.:80%
Stativ: Yes, Fern-Spiegelvorauslösung
Ca. 20% weggeschnitten

1_maerzfliege_bibio_marci_80_klein_176.jpg
 
  • Erste Versuche im Makrobereich Beitrag #23
Hallo Astrid,

guter Beitrag und zwei schöne Makros.


Was stacking angeht, würde ich persönlich aber nicht mit Insekten anfangen. Ein gutes Bearbeitungsprogramm braucht man dann nämlich auf jeden Fall.

Hier mal ein Crop bei bedecktem Himmel und Ringblitzeinsatz.

IMG_6497-2.jpg
 
  • Erste Versuche im Makrobereich Beitrag #24
Hallo Tim,


Möchte hier auch noch meine Erfahrungen und Tipps einbringen, sozusagen ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern.
In der klassischen Makrofotografie ist Blitzen verpönt, dazu gehören auch Aufnahmen im prallen Sonnenlicht (=extremer Schattenwurf) hartes Licht und Reflexionen.

Wenn man Insekten fotografiert, sollte der Fokus immer auf denAugen liegen.
Die Gestaltung und angenehmes Licht haben einen hohen Stellenwert.
Makrofotografie wird oft unterschätz, in guten Bildern steckt viel Ausdauer….und liebe zum Detail.
Die meisten guten Hobby-Makrofotografen machen ihre Aufnahmen vor oder nach Sonnenaufgang…oder bei bedecktem Himmel, oder angenehmen Licht.

Da am Abend oder morgens die Insekten weniger agil sind oder auch Schlafen, hat man natürlich mehr Zeit für ein gutes Bild.
Die meisten schneiden sehr wenig von ihren Original-Aufnahmen, die Idee ist es das Bild schon vor Ort auch gestalterisch vorzubereiten.
Eignet sich eher ein Hochformat, sollte man auch so fotografieren…
Dabei spielt die Blende eine wichtige Rolle, mit ihr kann man den HG eines Bildes massiv beeinflussen, Strukturen hervorheben, oder durch öffnen der Blende einen weichen Farbverlauf zaubern.
Zudem ist eine gute Ausrichtung zum Motiv das A und O…möglicherweise möchte man eher mit Blende 6,5 fotografieren um den HG nicht allzu dominant erscheinen zu lassen. Dadurch ergibt sich gegenüber F11 eine kleinere Schärfeebene, und das Motiv passt nicht vollständig rein. So muss man auch oft einen Kompromiss eingehen.
Je Näher ich am Motiv bin umso diffiziler wird die Ausrichtungsarbeit… hier geht es dann um Millimeter.

Daher legt man auch viel Wert auf einen Stativkopf mit einem guten Makroschlitten, habe ich selbst noch nicht…steht aber ganz oben auf meiner Wunschliste, alles andere ist sich durchwursteln.
Eine andere Möglichkeit wäre das Staking, ich mache ein Bild aus mehreren Schärfeebenen.
Aber das ist eine andere Geschichte…


Bei direktem Sonnenlicht, kann man mit diversen Hilfsmitteln das harte Licht etwas bändigen, sei es durch einen weissen Schirm, durch Abschatten, oder durch einen Polfilter…


Ich arbeite seit neustem mit einem 150 er Makroobjektiv von Sigma und bin begeistert.
Hier noch 2 Bilder mit Exif-Daten..als Beispiel
und ganz wichtig ist auch der Spassfaktor bei der ganzen Geschichte ;)

Bild 1:
Belichtungszeit: 1/40
Blende:F8 plus 0.3 Lichtwert korr.
ISO:220
Beleuchtung: Abendlicht
Bildausschnitt ca.:100
Stativ: Yes, Fern-Spiegelvorauslösung

Das Bild wurde nicht beschnitten.




Bild 2:
Belichtungszeit:1/30
Blende:F11
ISO:320
Beleuchtung:Abendlicht
Bildausschnitt ca.:80%
Stativ: Yes, Fern-Spiegelvorauslösung
Ca. 20% weggeschnitten

bravo Astrid,
Schön und eindrucksvoll geschrieben! So verstehen es auch Laien die sich noch im Anfangsstadium befinden. Meinen Respekt, auch zu den beigefügten Bildern und deren Erläuterung.:klatschen::klatschen::klatschen:
LG Norbert
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Erste Versuche im Makrobereich Beitrag #25
@ Norbert
Danke dir, habe mir auf jeden Fall Mühe gegeben... einen Einblick in dieses nicht ganz einfach Gebiet der Fotografie zu geben.

Übrigens die Fern-Spiegelvorauslöung verwende ich zur Zeit weil ich ein ziemlich kleines und leichtes Stativ verwende. Das heisst wenn ich normal auslösen würde kann mir das Stativ die Schwiengung des Spiegels nicht absorbieren, das Ergebnis wäre eine Bewegungsunschärfe im Bild...bis ich da draufgekommen bin...
Der Vorteil..des kleinen Stativs, ich kann wirklich Bodennah fotografieren... und muss keinen Bohnensack schleppen.
 
  • Erste Versuche im Makrobereich Beitrag #26
bravo Astrid,
Schön und eindrucksvoll geschrieben! So verstehen es auch Laien die sich noch im Anfangsstadium befinden. Meinen Respekt, auch zu den beigefügten Bildern und deren Erläuterung.:klatschen::klatschen::klatschen:

smilies0950.gif

Bis auf das mit dem Blitz. Erlaubt ist, was Spass macht und gefällt ( immer mit dem nötigen Respekt vor den lieben Tieren und deren Gesundheit ). " Verpönt " bedeutet Allgemeinmeinung, kein Platz für Neues oder Spass und fotografische Freiheit. Sonst würde es solch schöne Bilder aus dem dunklen Wald nämlich nicht geben! ;):D

DSC06935_1.JPG

Ob man so etwas braucht ( :eek: ), aber der Blitz ist eine legitime Metode, Licht zu schaffen bzw. zu steuern. Die meisten, so wie ich auch, scheitern allerdings meistens an der richtigen Umsetzung. Aber bitte nicht " verpönen ".

@ Tim: in erster Linie steht der Spass, dann das Ergebnis. Mit dem Spass kommt auch der Rest. Wie Du siehst, können die Meinungen ganz schön auseinander gehen. Ich hoffe, das Du mit den Tipps aus diesem Thread etwas anfangen kannst. Denn dann geht das Üben erst los, die Tiefschläge, die Erfolgserlebnisse...! Darum geht es, nicht um Meinungen! ;)
 
  • Erste Versuche im Makrobereich Beitrag #27
bravo Astrid, ...

Auch wenn ich absolut zustimme - bitte nicht immer den vollständigen Beitrag noch dazu komplett mit Bildern zitieren: das erschwert das flüssige Lesen doch ungemein, da doppeltes Lesen nicht notwendig ist :rolleyes:
 
Thema:

Erste Versuche im Makrobereich

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