othello8
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Werte Fotofreunde,
oft vermischen sich bei mir das historische- und fotografische Interesse. Ein ganz bezaubernder Ort hierfür ist die Doppelkirche St Maria und St. Clemens in Bonn-Schwarzrheindorf.
Bei diesem Gotteshaus, handelt es sich um eines der bedeutendsten romanischen Kirchen Deutschlands! Besonders die hervorragend erhaltenen Deckenfresken aus dem 12 Jahrhundert suchen ihres gleichen!
Zur Geschichte der Kirche:
Die Kirche wurde gegen 1145 von Arnold II. von Wied in Auftrag gegeben. Arnold war zu diesem Zeitpunkt Kanzler des Stauferkönigs Konrad III. In dieser Funktion nahm er auch am gescheiterten 2. Kreuzzug 1147 - 1149 teil. Unter dem Eindruck dieser Ereignisse, sollte eine Kirche errichtet werden, die unter anderem ihm auch später als Grabmal dienen sollte.
Nachdem er vom Kreuzzug zurück gekehrt war, wurde er Erzbischof und Kurfürst von Köln.
Die Kirche selbst, wurde als zweistöckige Doppelkirche realisiert. Zu etwas ganz besonderem wird sie, durch die noch heute in hervorragendem Zustand befindlichen Deckenfresken aus der Erbauerzeit Mitte des 12. Jahrhunderts. Sie zeigen Darstellungen aus dem alttestamentarischen Buch des Propheten Ezechiel. Der wunderbare Erhaltungszustand der Fresken ist nur dadurch zu erklären, daß sie im Laufe der Geschichte des Gotteshauses mehrfach überstrichen und damit ungewollt konserviert wurden. Mitte des 19. Jahrhunderts, wurden die gesamte Ursprungsbemalung wieder freigelegt.
Neben den Wandgemälden, ist die Kirche durch durch eine mit Säulenarkaden ausgeführte Zwerggalerie gekennzeichnet, hinter der sich ein Laufgang verbirgt, auf dem man noch heute fast um die komplette Oberkirche gehen kann.
Die Oberkirche St. Marien war übrigens dem Erzbischof und dessen Gefolge und später den Nonnen des in der Folge gegründeten Benediktinerinnenorden vorbehalten. Alle anderen Besucher mußten mit der Unterkirche St. Clemens vorlieb nehmen.
Zum Fotografischen:
Auch heute noch ist die Kirche nicht nur für Geschichtsinteressierte von Interesse. Auch bietet sie ein reiches Betätigungsfeld für unser fotografisches Hobby. Die Lichtverhältnisse im Innern sind durch schwieriges Mischlicht bei relativ geringer Ausleuchtung gekennzeichnet. Durch die relative Enge der Kirche und der Zwerggalerie, sollte man zumindest ein Ultraweitwinkel in der Tasche haben.
Meine Ausrüstung bei den folgenden Bildern:
Sony Alpha A 9 mit dem Zeiss Vario Tessar FE 4/ 16-35mm. Aufnahmen in RAW Format, Innenaufnahmen bei ISO 5000, Außenaufnahmen ISO 100, alles natürlich ohne Blitzeinsatz.
Hier nun zu den Bildern:
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oft vermischen sich bei mir das historische- und fotografische Interesse. Ein ganz bezaubernder Ort hierfür ist die Doppelkirche St Maria und St. Clemens in Bonn-Schwarzrheindorf.
Bei diesem Gotteshaus, handelt es sich um eines der bedeutendsten romanischen Kirchen Deutschlands! Besonders die hervorragend erhaltenen Deckenfresken aus dem 12 Jahrhundert suchen ihres gleichen!
Zur Geschichte der Kirche:
Die Kirche wurde gegen 1145 von Arnold II. von Wied in Auftrag gegeben. Arnold war zu diesem Zeitpunkt Kanzler des Stauferkönigs Konrad III. In dieser Funktion nahm er auch am gescheiterten 2. Kreuzzug 1147 - 1149 teil. Unter dem Eindruck dieser Ereignisse, sollte eine Kirche errichtet werden, die unter anderem ihm auch später als Grabmal dienen sollte.
Nachdem er vom Kreuzzug zurück gekehrt war, wurde er Erzbischof und Kurfürst von Köln.
Die Kirche selbst, wurde als zweistöckige Doppelkirche realisiert. Zu etwas ganz besonderem wird sie, durch die noch heute in hervorragendem Zustand befindlichen Deckenfresken aus der Erbauerzeit Mitte des 12. Jahrhunderts. Sie zeigen Darstellungen aus dem alttestamentarischen Buch des Propheten Ezechiel. Der wunderbare Erhaltungszustand der Fresken ist nur dadurch zu erklären, daß sie im Laufe der Geschichte des Gotteshauses mehrfach überstrichen und damit ungewollt konserviert wurden. Mitte des 19. Jahrhunderts, wurden die gesamte Ursprungsbemalung wieder freigelegt.
Neben den Wandgemälden, ist die Kirche durch durch eine mit Säulenarkaden ausgeführte Zwerggalerie gekennzeichnet, hinter der sich ein Laufgang verbirgt, auf dem man noch heute fast um die komplette Oberkirche gehen kann.
Die Oberkirche St. Marien war übrigens dem Erzbischof und dessen Gefolge und später den Nonnen des in der Folge gegründeten Benediktinerinnenorden vorbehalten. Alle anderen Besucher mußten mit der Unterkirche St. Clemens vorlieb nehmen.
Zum Fotografischen:
Auch heute noch ist die Kirche nicht nur für Geschichtsinteressierte von Interesse. Auch bietet sie ein reiches Betätigungsfeld für unser fotografisches Hobby. Die Lichtverhältnisse im Innern sind durch schwieriges Mischlicht bei relativ geringer Ausleuchtung gekennzeichnet. Durch die relative Enge der Kirche und der Zwerggalerie, sollte man zumindest ein Ultraweitwinkel in der Tasche haben.
Meine Ausrüstung bei den folgenden Bildern:
Sony Alpha A 9 mit dem Zeiss Vario Tessar FE 4/ 16-35mm. Aufnahmen in RAW Format, Innenaufnahmen bei ISO 5000, Außenaufnahmen ISO 100, alles natürlich ohne Blitzeinsatz.
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