Nur weil ich gerade Langeweile habe...
Zunächst einmal der Hinweis: Eigensicherung beachten! Man sollte natürlich nie auf dem Felde stehen, wenn die Gewitterzelle direkt auf einen zukommt usw... bitte informieren. Es gibt auch online entsprechende Wetterkarten, wo man so etwas verfolgen kann.
Beim Blitze fotografieren gibt es zwei Komponenten im Bild, welche entscheidend sind für die endgültige Bildkomposition. Der Blitz und die Landschaft. Für die Intensität des Blitzes, ist der Blendenwert und der ISO-Wert maßgebend. Die Verschlusszeit spielt keine Rolle, nur eben für die Trefferwahrscheinlichkeit. Der Blitz selbst ist ja nur einen Bruchteil einer Sekunde zu sehen, Je länger man also belichtet, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einen Blitz zu erwischen.
Wenn man zu lange belichtet, kann es passieren das die Umgebung durch Restlicht und zuviel Blitzlicht (im wahrsten Sinne) überbelichtet bzw. ausgebrannt wird. Öffnet man die Blende zu weit, oder stellt den ISO-Wert zu hoch ein, dann hat man das gleiche Problem und zusätzlich können Blitze nicht optimal abgelichtet werden und brennen ebenso aus. Lieber konservative Werte einstellen, da es eher unwahrscheinlich ist, dass je ein Blitz auf einem Bild zu dunkel sein wird. Es kommt hier also darauf an, einen optimalen Wert zwischen Blende und ISO zu finden.
Wenn man keine ausgeleuchtete Landschaft im Bild haben möchte, sollte man eher kürzere Verschlusszeit (niedrigere Trefferwahrscheinlichkeit) wählen und/oder eben Blende/ISO entsprechend anpassen.
Als Objektive eignen sich natürlich sämtliche Weitwinkel und Superweitwinkel. Je kleiner die Brennweite, desto höher wieder die Trefferwahrscheinlichkeit.
Grundsätzlich wird zunächst manuell auf unendlich fokussiert und im M-Modus fotografiert. Ob der Fokus sitzt, kann man in einem Testbild überprüfen. Manchmal ist es auch hilfreich via Liveview auf erleuchtete Wolken zu fokussieren. Sitzt der Fokus, bloß nicht mehr verstellen! Als Blende würde ich für den Anfang 5.6 bis 8 nehmen, maximal aber 11 bis 13. Beim ISO-Wert sollte der niedrigste ausgewählt werden (auch um das Rauschen zu minimieren) und nur bei Bedarf erhöht werden. Verschlusszeit für den Anfang 10-20 Sekunden und dann herumexperimentieren.
Im Prinzip kann es dann auch schon losgehen. Kamera auf Stativ (Bohnensack geht auch) ausrichten, auslösen und warten. Sobald ein Blitz dabei war, sollte man das Ergebnis überprüfen und ggf. Anpassungen vornehmen.