Architektur in Berlin

Diskutiere Architektur in Berlin im Architektur Forum im Bereich Bildbesprechungen; Die Berliner Architektur ist ständig im Umbruch. Sie ist nicht immer gelungen, aber meist spannend. Trotz eines anhaltenden Baubooms sind die...
  • Architektur in Berlin Beitrag #1
rod
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Die Berliner Architektur ist ständig im Umbruch. Sie ist nicht immer gelungen, aber meist spannend. Trotz eines anhaltenden Baubooms sind die Zerstörungen aus dem Zweiten Weltkrieg bis heute sichtbar. Diese Lücken werden mit Bauten unterschiedlichster Stile gefüllt, da steht die Moderne neben dem Jugendstil. Die Ost-West-Konfrontation hinterließ in den früher getrennten Stadtteilen zudem Repräsentationsbauten unterschiedlicher Baustile.

Zu den gelungenen Bauwerken nach dem Zweiten Weltkrieg gehört die Berliner Philharmonie des Architkten Hans Scharoun. Sie wurde 1963 eröffnet und gilt als eine der weltweit großen Konzertsääle. Scharoun hatte die Philharmonie von innen heraus geplant. Zu allererst sollte der Bau seine Funktion für Musiker und Zuörer als Konzertsaal erfüllen. Erst danach wurde die äußere Hülle, die Fassade geplant. Dieses Vorgehen machte ihn zum Vertreter der organischen Moderne des Neuen Bauens im 20. Jahrhundert.

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Berliner Philharmonie (re.) mit Kammermusiksaal



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Kammermusiksaal



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Fassade Kammermusiksaal



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Kammermusiksaal mit Blick auf Philharmonie (li.)



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Berliner Philharmonie



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Berliner Philharmonie​


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Beste Grüße, Uli
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #2
Ein markantes Gebäude steht in Kreuzberg unweit des Checkpoint Charlie: Das GSW-Hochhaus (1999). Das Architektenbüro Sauerbruch Hutten zeichnete eine schlanke Hochhausscheibe mit einem auffälligen Flugdach. Sie steht auf einem Altbau mit einem runden Aufbau, der "Pillbox", neben einem älteren Gebäude. Das leicht konkave Hochhaus ist rund 85 Meter hoch und die rötlich gefärbten Sonnenschutzlamellen geben dem Flügel einen besondeen Reiz.

Die 22 Stockwerk hohe Fassade ist zwei Meter vom Haus abgesetzt und erzeugt mit dem oberen Flügel einen ständigen Luftstrom, der die verbrauchte Büroluft absaugt. Die Energieersparnis soll bei 40 Prozent liegen. In dem Hochhaus war ursprünglich die Hauptverwaltung der Wohnungsbaugesellschaft GSW, deshalb GSW-Hochhaus. Aktuell gehört es laut Wikipedia einem "Konsortium internationaler Fondsgesellschaften unter dem Dach von Whitehall". Heute hat das nicht unumstrittene Start-Up-Unternehmen Rocket International seinen Sitz in dem GSW-Hochhaus.

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GSW-Hochhaus



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Flachbau mit Pillbox, älteres 17-stöckiges Hochhaus und der GSW-Flügel



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GSW-Hochahsus mit gegenüberliegendem Haus, dort ist auch die Buchmann-Galerie untergebracht



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GSW-Flügel​



Beste Grüße, Uli
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #3
Hallo Uli,

besonders für mich als Nicht-Berliner interessante Infos mit eindrucksvollen Bildern!
Danke für's Zeigen!

Werner
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #4
Auch von mir ein Danke. Ich werde Ende Monat wieder eine Woche in Berlin sein und nehme diese Bilder gerne als Inspiration mit.
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #5
Tolle Architektur und gut gestaltete Bilder davon :daumen:
Die Farben der Nachtaufnahmen gefallen und passen gut zusammen, einzig das Bild mit dem weissen Himmel fällt da aus der Rolle
und passt nicht so wirklich in die gelungene Serie hinein :eek:
Wenn Du bei den Bilder beim nächsten Mal Nummern davorschreibst kann man auch direkt sagen über welches Bild man spricht ;)





Gruss
JAN
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #6
Hallo Jan, du hast recht, das Bild mit der "Pillbox" hätte ich anpassen müssen, war zu einem anderen Zeitpunkt aufgenommen worden. War mir durchgerutscht. Und danke für deinen freundlichen Kommentar.

Beste Grüße, Uli
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #7
.... tja ... da ist alles schon gesagt, bzw. gelobt worden.:klatschen::klatschen::daumen:

Mir gefällt's auch.;)

Insbesondere die Nachtaufnahmen (zur blauen Stunde) gefallen mir sehr.

Grüße und schöne Architekturphotos

Klaus
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #8
Hallo Uli,
tolle Fotos und man sieht, Berlin ist eine Reise wert :)
:daumen::daumen:
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #9
Das Kino Babylon in Berlin Mitte ist ein architektonisches Kleinod. Der Gebäudekomplex wurde nach Plänen des Architekten Hans Poelzig im Stil der Neuen Sachlichkeit gebaut. 1929 fertiggestellt, im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, diente es in der DDR als Spartenkino. Mangels Wartung drohte der Kinosaal 1993 einzustürzen und das Kino musste schließen.

Das Babylon wurde bis 2002 rekonstruiert und die Spielstätte bekam den Deutschen Preis für Denkmalschutz. Heute laufen hier Programm-Filme und zur Berlinale steht es mit im Scheinwerferlicht. Hier werden auch Tagungen abgehalten und z. B. auch große Foto-Seminare veranstaltet. Von außen ist der der Gebäudekomplex eher was für Architektur-Liebhaber, von innen entfaltet das Babylon jedoch seinen ganzen Charme.



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Kino Babylon - Berlin-Mitte



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Kino Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz




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Eingang des Kinos




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Foyer




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Detail Treppe




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Großer Saal des Babylon



Beste Grüße, Uli
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #10
Sehr schöne dokumentiert das Ganze :daumen:
Hier in Essen gibt es auch noch die Lichtburg, auch ein altes Lichtspielhaus mit ähnlichem Charakter ;)

Solche alten Kinos gefallen mir, die haben noch Charme, fehlt nur noch die Frau die vor dem Hauptfilm
in den Kinosaal kommt und "Eiskonfekt" am Bauchladen verkauft :D






Gruss
JAN
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #11
Das Kino ist ja klasse :)
Gefällt mir sehr gut!

In München habe ich auch ein Haus dieser Baurat gesehen, ein Bild davon, Sieht sehr ähnlich aus. Ich habe allerdings keine Info zu Architekt oder Baujahr...
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #12
Berlin wird von Besuchern überrannt - mehr als 12 Millionen zog es 2016 in die Hauptstadt. Viele werden in einem architektonisch spannenden Bauwerk ankommen, dem Berliner Hauptbahnhof. Nach einem Entwurf des Architekten Meinhard von Gerkan 2006 fertiggestellt, nutzen heute rund 300 000 Reisende täglich den Kreuzungsbahnhof.

Fern- und Regionalzüge, sowie U- und S-Bahnan kommen auf mehreren übereinanderliegenden Ebenen in dem Bahhof an. Die einzelnen Ebenen sind durch eine offene Architektur mit viel Glas, Rolltreppten, Aufzügen miteinander verbunden. Freie Sichtachsen lassen Licht durch den Haupbahnhof fluten.

Teil eins



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Spree mit Moltkebrücke, dahinter der Berliner Haupbahnhof




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Haupteingang Berliner Hauptbahnhof




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Vordach am Haupteingang




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Ebenen des Berliner Hauptbahnhofes




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Blick aus dem Haupteingang, links die Reichtagskuppel, rechtes das Kanzleramt​




Weiter mit Teil zwei




Beste Grüße, Uli
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #13
Teil zwei, Berliner Hauptbahnhof



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Dach des Berliner Hauptbahnhofs




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Oberste Ebene




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Mittlere Ebenen des Berliner Hauptbahnhofs




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ICE fährt ein




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Berliner Hauptbahnhof


Beste Grüße, Uli
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #14
Für die Berliner Schnautze ist es die "Schwangere Auster", das heutige Haus der Kulturen der Welt. Die vormalige Kongresshalle war der US-Beitrag zur Internationalen Bauausstellung Interbau 1957. Sie wurde zum Ärger der Sowjets und der DDR einige Male vom Bundestag benutzt. 1980 stürzte das Außendach wegen Schlampigkeiten beim Bau und Kontruktion ein. Ihr drohte der Abriss, dann wurde sie doch renoviert.

Das Bauwerk entstand nach Plänen von Hugh A. Stubbens unter Mitwirkung von Werner Düttmann und Franz Mocken. Die spektakuläre Halle mit ihrer ausschwingenden Dachkonstruktion inspirierte mehrere Architekten.

Heute ist es ein Haus für die Künste der Welt. Kulturen sollen erkundet und Gemeinsamkeiteten entdeckt werden. In der Halle finden Ausstellungen, Kongresse und Diskussionen statt. Die Schwangere Auster ist vom Haupbahnhof leicht zu erreichen, sie liegt direkt hinter dem Kanzleramt im Bezirk Tiergarten.

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"Schwangere Auster" - Haus der Kulturen in Berlin




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Inspiration für viele Architekten




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Weite Räume im Haus der Kulturen




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Innere und äußere Gestaltung der ehemaligen Kongresshalle




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"Schwangere Auster"




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Plastik von Henry Moore vor dem Haus der Kulturen in Berlin



Beste Grüße, Uli
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #15
Mit seiner mächtigen Kuppel zieht der Berliner Dom im Zentrum der Hauptstadt die Blicke auf sich. Die evangelischen Christen sehen im Berliner Dom den zentralen Ort ihrer Kirche in Deutschland. Und zum Reformationsjubiläum steht auch die größte Kirche Berlins besonders im Mittelpunkt.

Der Berliner Dom wurde 1905 eingeweiht und geht auf die Pläne des Architekten Julius Raschdorff zurück. Sein erster Entwurf wurde verworfen, doch Kaiser Wilhelm II. ermunterte ihn zu einem neuen Plan, den der Kaiser gegen alle Widerstände durchsetzte. Der Dom gilt neben dem Reichstag als wichtigstes Werk des "wilhelminischen Barock", der als Übersteigerung von Größe und Form kritisiert wurde.

Der Berliner Dom wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Nach dem Wiederaufbau erreicht die Kuppel eine Höhe von 98 Meter (ursprünglich 114 Meter). Insgesamt hat der Dom etwa 1650 Sitzplätze.

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Berliner Dom in Berlin-Mitte




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Sauer Orgel und Hauptaltar in der Prediktkirche




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Hauptaltar des Berliner Doms




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Kuppel des Doms​




Weiter mit Teil 2


Beste Grüße, Uli
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #16
Teil 2 - Berliner Dom



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Tauf- und Traukirche des Berliner Doms




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Hohenzollerngruft - Hier wurden Mitglieder des Hauses Hohenzollern, des ehemaligen preußischen Königshauses, beigesetzt.




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Blick vom Kuppelumgang auf den Lustgarten, geradeaus Zeughaus, rechts das Alte Museum




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Blick von der Spree auf den Berliner Dom



Beste Grüße, Uli
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #17
Tolle Architekturaufnahmen Uli. Immer perfekt ausgerichtet, Licht, Farbgebung und Zuschnitt... passt alles. Besonders die Dom-/Kirchenbilder finde ich echt klasse, innen wie außen. Aber auch die anderen einfach Tippi Toppi! :)
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #18
Absoluter Augenschmaus!:daumen::klatschen::klatschen:

Da hast Du nicht nur sehr sorgfältig und hochpräzise photographiert, sondern ausnehmend gut gephotoshoppt!:ausrufezeichen:

Insbesondere die exakte geometrische Umsetzung (perfekte Achsensymmetrie, wo gegeben), die geschmackvolle Verzerrungskorrektur (Verzeichnungskorrektur mit großer Wahrscheinlichkeit auch?) und das gelungene Tone- Mapping sind genau mein Ding.;)

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #19
Die Bilder habe ich in Lightroom 6 bearbeitet. Die automatische Verzeichniskorrektur war eingeschaltet und für die Senkrechte habe ich das DxO-Plugin ViewPont 2 benutzt. Damit kann man deutlich feinfühliger steuern als mit der internen Lightroom Lösung.

Und, es freut mich, dass es Euch gefällt.


Beste Grüße, Uli
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #20
Jepp, da sind sehr gute und schöne Bilder dabei, gerade die vom Dom gefallen mir u.a. sehr :daumen:






Gruss
JAN
 
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