Architektur in Berlin

Diskutiere Architektur in Berlin im Architektur Forum im Bereich Bildbesprechungen; Sehr geile Bilder Uli!! Ich muss unbedingt nach Berlin... Der Bahnhof ist der Knaller, wahnsinns Bauwerk... Aber auch der Dom und ... Super :D
  • Architektur in Berlin Beitrag #21
Sehr geile Bilder Uli!!
Ich muss unbedingt nach Berlin...

Der Bahnhof ist der Knaller, wahnsinns Bauwerk...
Aber auch der Dom und ...
Super :D
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #22
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Der Amtssitz des Bundespräsidenten: Schloss Bellevue in der Abenddämmerung​



Bellevue gilt als erster klassizistischer Schlossbau in Preußen. 1785/86 entstand unter der Leitung von Philipp Daniel Boumann der Bau mit seiner strengen klassizistischen Fassade. Bis 1918 wurde es von den Hohenzollern bewohnt. Danach u. a. als Völkerkunde-Museum genutzt und durch Paul Baumgarten umfangreich umgebaut. Im Zweiten Weltkrieg brannte vollständig aus.

Schloss Bellevue wurde In den 50er Jahren als Berliner Amtssitz des Bundespräsidenten wieder aufgebaut und 1986/1987 erneut halbherzig renoviert. Roman Herzog, der als einer der wenigen Bundespräsdidenten in der 94 Qadratmeter großen Schloss-Wohnung auch lebte, nannte Bellevue "eine Bruchbude", in der es wegen der maroden Sanitäranlagen immer stinke.

Darunter litt nicht nur Herzog. Bei Besuchen platzten Wasserrohre, Fahrstühle blieben stecken, ein Bundespräsident musste mit dem norwegischen König bei Kerzenlicht tafeln, die Elektrik war mal wieder ausgefallen. Für Berliner eigentlich alles nomal, aber die Gäste ... 2004/6 machte man dann Nägeln mit Köpfen, sanierte Schloss Bellevue und brachte es auf den neuesten technischen Stand. Besucher kommen nur einmal im Jahr in das Schloss, meist im September.


Beste Grüße, Uli
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #23
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Hotel Park Inn am Alexanderplatz​



Bei passendem Licht kann man selbst dem früheren Interhotel Stadt Berlin, heute Park Inn, was abgewinnen. Der kastige Bau wurde zum 21. Jahrestag der Gründung der DDR am 07.10.1970 eröffnet. Mit Antennen ist es heute fast 150 Meter hoch und hat rund 1000 Zimmer.


Beste Grüße, Uli
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #24
Nach langer Planungs- und Bauzeit steht er endlich, der Würfel.

Seit Anfang 2020 spiegeln sich vor dem Berliner Bahnhof Menschen und Gebäude in der gebrochenen Fassade von "The Cube". Innen überwachen - helfen? - mehr als 3800 Sensoren die Menschen. Sie öffnen Türen, versorgen einem mit Informationen und die Fahrstühle bringen die Nutzer automatisch auf die richtige Etage der elf Ebenen.

Die dänischen Architekten vom Büro 3XN aus Kopenhagen entwickelten ein digitales Konzept für die "Smart-Offices" auf dem Washingtonplatz. Ob das der Work-Live-Balance oder dem High-Tech Lifestyle der Nutzer nutzt, bleibt abzuwarten.

Bislang erfreuen sich zumindest die vielen Besucher des Berliner Hauptbahnhofes an dem Vexierspiel der reflektierenden Fassaden des Würfels.


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"The Cube" vor dem Berliner Hauptbahnhof



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Die Fassade ist hinterlüftet und hat Außenterrassen



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Trotz Verspiegelung kommt reichlich Tageslicht in die Büros




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Eine Skulptur mit 42,5 Metern Kantenlänge und 19.500 Quadratmeter Nutzfläche




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Kaleidoskop



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„Smart Commercial Building“, die Zukunft des Büros?

Beste Grüße, Uli
 
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  • Architektur in Berlin Beitrag #25
Inspirierend, überraschend oder gar visionär ist die Architektur in Berlin eher selten. Ernüchternd zu sehen am 2013 eröffneten Vier-Sterne-Hotel Riu Plaza in Schöneberg. In den 70er Jahren beherbergte es die Zentrale der Philips-Gruppe und stand vor dem Umbau leer.

Dem Gebäude mit dem 73 Meter hohen Turm wurde eine Glasfassade und grafische Strukturelemente verpasst. Der kantige Aussichtsturm verleiht dem 4-Stern-Hotel eine optische Unwucht.

Für die Aufnahme drehte das Wetter auf Sturm und bescherte den passenden optischen Rahmen für das Ungetüm.

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Riu Plaza Hotel in Berlin

Beste Grüße, Uli
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #26
Sehe ich gerade das erste Mal, klasse abgelichtet, gefällt mir gut 👍 👍
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #27
In Berlin kann man ein Sammelsurium an Baustilen entdecken. Während der DDR-Zeit entstanden neben den unzähligen Plattenbauten auch einige markante Bauten der sozialistischen Moderne, wie die 1979 eröffnete heutige Tschechische Botschaft.

Das von dem Architektenpaar Věra und Vladimír Machonin entworfene Gebäude wird auch dem Brutalismus zugeordnet. Wobei sich der Begriff Brutalismus auf die Nutzung von rohen Beton bezieht. Gut, es schaut auch etwas brutal aus.



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Mit 48 x 48 Metern Grundfläche ein mächtiges Gebäude




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Die frühere CSSR-Botschaft wurde nach der Wende von Tschechien übernommen




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Die Obergfeschosse kragen über das Untergeschoss hinaus, was dem Gebäude etwas Leichtigkeit verschafft​


Beste Grüße, Uli
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #28
Den Zukunftswillen Berlins sollte die Interbau 1957 demonstrieren. Ein neues Wohnviertel entstand zwölf Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs auf dem völlig ausgebombten Hansaviertel.

Für das Projekt „Neues Bauen“ hatte man 53 Architekten aus 13 Ländern eingeladen. Ihre moderne Architektur stand gegen die monumentalen Bauten im Osten der Stadt. Dort zog man seit 1952 nach sowjetischen Vorbild die Stalin-Allee (heute Karl-Marx-Allee) hoch. Ein kleiner Ausschnitt von der Interbau 1957:



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Schwedenhaus - Architekten: Fritz Jaenecke, Sten Samuelson





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Moderne Wohnungen nach skandinavischem Vorbild​

Die leichten Zwischenwände der Wohnungen konnten weggenommen oder verschoben werden. So konnten Familien ihre Räume gestalten, wie sie es wünschten. Das Wohnzimmer war ein offener „Allraum“ ohne Türen, in Deutschland damals fast unbekannt. Auch eine Fußbodenheizung war für diese Zeit neu.





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Zehn Geschosse​


Das Schwedenhaus ist eine Beton-Skelettkonstruktion mit offenen Fassaden hinter Loggien (Südseite) und Laubengängen (Nordseite). Südseite mit blauen, Nordseite mit roten Brüstungen. Im Erdgeschoss sind teilweise offene Durchgänge sowie Gewerbe und ein Café. 1. bis 8. Geschoss je 8 Vier-Zimmer-Wohnungen mit nahezu identischem Grundriss.





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Schwedenhaus im Berliner Hansaviertel






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Gropiushaus - Architekten: Walter Gropius, Wils Ebert​

Das Gropiushaus mit seiner geschwungenen (genauer geknickten) Fassade. Schlafzimmer und Bäder liegen nach Norden, Wohnräume und Küchen nach Süden. Die Balkonbrüstungen haben die Form von im Wind geblähten Segeln. Die Wohnungen an der Ost- und Westecke des Hauses sind gedreht, ihren Balkone wirken wie aus dem Haus herausgezogen.





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Gropiushaus, ein Bauwerk der Interbau 1957 Berlin​


Folgt Teil 2

Beste Grüße, Uli
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #29
Da sind starke Aufnahmen dabei. 👍
Wenn nix dazwischen kommt,dann bin ich im Sommer auch ein paar Tage dort.
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #30
Da sind starke Aufnahmen dabei. 👍
Wenn nix dazwischen kommt,dann bin ich im Sommer auch ein paar Tage dort.
Berlin ist nicht schön, aber interessant.

Architektonisch mehr 08/15 bis gruselig, Da wir aber groß sind - Weltniveau! - gibt es doch einige spannende Bauwerke.

Beste Grüße, Uli
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #31
Auf der Interbau 1957 entstanden nicht nur Wohnblöcke, sondern auch Einfamilienhäuser. Die Architekten bauten mit luftigen Innenhöfen und großen Fenstern oder planten das Haus nach dem Tagesablauf seiner Bewohner.



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Lichtes Haus mit Arztpraxis​

Das Büro Klaus Kirsten und Heinz Nather bauten ein lichtdurchlässiges Haus mit einer Arztpraxis. Im Inneren öffnet es sich fächerartig zum Garten. Das Obergeschoss verfügt über eine Terrasse, die ebenfalls zum Garten ausgerichtet ist. Die Betonwände wurden zum Teil aus dem Schutt der kriegszerstörten Gebäude des alten Hansaviertels hergestellt.





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Atriumhaus​

Architekt Arne Jacobsen baute dieses Atriumhaus. Es wirkt nach außen geschlossen, öffnet sich aber zu einem Innenhof, dem „Zimmer im Grünen“. Um den offenen Hof gruppieren sich die Räume, wie drei Flügel. "Der Westtrakt mit Wohnküche und großen Fenstern zum Hof, der Nordtrakt mit Bad und Schlafräumen (und einer Schrankwand, die das Haus akustisch gegen die Straße abschirmt), sowie der Südtrakt mit großem Wohnraum, hinter dem sich der Garten in voller Grundstücksbreite erstreckt." (Hansaviertel-Webseite)





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Fast ohne rechte Winkel​

Das Haus von Wolf von Möllendorff und Sergius Ruegenberg hat kaum rechte Winkel. "Ruegenbergs Ziel war es nicht nur die Wohnqualität des Einzelnen zu verbessern, (...) sondern er stellte den Menschen mit seinem Tagesablauf in den Vordergrund seiner Planungen. Der verwinkelte Grundriss und die Anordnung der Fenster folgen dem Sonnenstand und den spezifischen Nutzungen der Räume. Die komplexe Gestaltung soll eine Lebendigkeit und Vielfalt ermöglichen, in der sich der Mensch frei entfalten kann. (...) Die Formensprache des Hauses ging in ähnlicher Weise als Dekonstruktivismus Ende der 1980er Jahre in die Architekturgeschichte ein und wurde von Ruegenberg vorweggenommen. Er war seiner Zeit architektonisch um 30 Jahre voraus." (s. o.)





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Eternithaus​

Paul Baumgarten wollte nicht einfach nur Reihenhäuser bauen. Er entwarf „Wohnschiff“, das auf Ständern über einem verglasten Erdgeschoss schwebt. Oben sieht man eine Gangway, Relings, Kajüten und Wohnkabinen. Statt Reihenhäuser entstanden "sieben Maisonettes mit verglasten Wohnstudios im Dachgeschoss und privaten Dachterrassen anstelle der Gärten. Die klassisch-moderne Formensprache, die zahlreichen Glasflächen, die Farbgebung und die schrägen Pultdächer verleihen dem Gebäude eine Heiterkeit und Luftigkeit, wie sie für Baumgartens Architektur typisch war" (s.o.)



Beste Grüße, Uli
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #32
Schöne Reise durch die Architektur-Experimente in Berlin, danke für's Mitnehmen 👍 😉
 
  • Architektur in Berlin Beitrag #33
Brutalismus – Klinik am Urban in Berlin



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Klar und ohne jegliche Verzierungen

Ohne jegliche Schnörkel und Zierrat, das Klinikum am Urban in Berlin Kreuzberg zeigt, dass es aus Beton und Stahl gebaut ist.







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eigenwillig

Das Klinikum am Urban war der erste Krankenhausneubau in Berlin (1966-1970) nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Architekt Peter Poelzig hat es im Stil des Brutalismus gebaut.







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kompromislos

Keine glatte Verblendung schmeichelt dem Auge. Die Nutzer sollen von außen die Funktion des Hauses erkennen.







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Klare und starke Formen

In den 1960er und 1970er Jahren entstanden weltweit die meisten Bauten im Stil des Brutalismus. Er ist heute verpönt und wird oft als Architekturvandalismus geschmäht. Seine Verteidiger sagen, die heutige Architektur sei beliebig und austauschbar.


Beste Grüße, Uli
 
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