Zikade

Diskutiere Zikade im Makro Forum im Bereich Bildbesprechungen; Ein neuer Stackversuch in freier Natur am lebenden Objekt. Aufgenommen mit 105 Makro plus Raynox 250 Achromat; 4 Bilder mit jeweils F/36...
  • Zikade Beitrag #1
CorvusNiger
CorvusNiger
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Ein neuer Stackversuch in freier Natur am lebenden Objekt.
Aufgenommen mit 105 Makro plus Raynox 250 Achromat; 4 Bilder mit jeweils F/36. Eigentlich warens 6 Bilder, doch bei zweien hatte sich das Tier bewegt, so daß Doppelkonturen beim Stacken entstanden sind.

Die Bilder wurden synchron als 16 bit Tiff entwickelt und mit CombineZP gestackt.
Beim Verkleinern des Bildes fürs Forum sind leider noch die Tonwertabrisse im Hintergrund erst entstanden.

Zikade_Stack.jpg
 

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Re: Zikade
  • Zikade Beitrag #2
Moin Thomas,

offensichtlich hat sich nicht nur das Tierchen bewegt, sondern der Halm, auf dem es sitzt auch (siehe obere und linke Bildkante).
Das Hauptmotiv ist aber schön scharf und detailreich abgelichtet. Respekt. :daumen::klatschen:
 
  • Zikade Beitrag #3
Moin Thomas,

offensichtlich hat sich nicht nur das Tierchen bewegt, sondern der Halm, auf dem es sitzt auch (siehe obere und linke Bildkante).
Das Hauptmotiv ist aber schön scharf und detailreich abgelichtet. Respekt. :daumen::klatschen:


Au shit ja, Du hast recht, das hab ich gar nicht gesehen. Das kommt aber nicht von einer Bewegung, das fabriziert CombineZP in den Randbereichen immer, da hab ich beim Schneiden nicht aufgepaßt.

Aber schön, daß Dir der Rest gefällt:D
 
  • Zikade Beitrag #4
Ich finde es super :)
Gute Schärfe die Zikade und die Farben sind auch klasse.
 
  • Zikade Beitrag #5
Hallo Thomas,

hast die Zikade gut gestackt :daumen:
Wenn ich richtig sehe hast Du sogar 2 Motive im Bild, da sitzt nämlich noch eine Raubmilbe an der Zikade :D

Zum Bildrand wurde ja schon alles gesagt, "Combine" verursacht diese Ränder ringsherum und hier hast Du
nur vergessen den Rand wegzuschneiden.

Für mich ein gelungener Stack trotz extremer Blende 36, gute Arbeit ;)






Gruss
JAN
 
  • Zikade Beitrag #6
Vor kleinen Blenden hatte ich noch nie Scheu. Das einzige auf was man auspassen muß ist, daß der Hintergund nicht zu strukturiert wird. Aber gerade mit dem Achromaten noch davor, ist das gar nicht so oft ein Problem. Und wenn ich die Wahl zwischen mehr Tierchenschärfe und etwas weicheren Hintergrund habe, entscheide ich mich oft für die Schärfe. Leider sind die Gegebenheiten oft so, daß eine eine exakte parallele Ausrichtung nicht möglich.

Bei Stacks fehlt mir allerdings die Erfahrung, welche Blende sich wie gut für einen Stack eignet. Hier hab ich's einfach probiert. Im Nachhinein bin auch ganz froh darüber. Da sich die Zikade irgendwann bewegt hat, hatte ich so mit 4 Aufnahmen das Wesentliche bereits im Kasten.
 
  • Zikade Beitrag #7
Gefällt gut!:daumen::klatschen:

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
  • Zikade Beitrag #8
Bei Stacks fehlt mir allerdings die Erfahrung, welche Blende sich wie gut für einen Stack eignet.

Allgemein ist es so das gerade bei grösseren ABM´s (Abbildungsmaßstäben), also ab 1:1, 2:1 oder 3:1, die Beugungsunschärfe
viel früher einsetzt als bei "normalen" ABM´s oder Abständen.
Kann man bei Architektur- oder Landschaftsaufnahmen noch Blende 16 oder 22 verwenden (was eigentlich auch schon unnötig
ist)
, so gelten bei Makroaufnahmen andere optische Gesetze.

Beim Stacken arbeitet man oft mit der "Förderlichen Blende", d.h. das es die Blende ist wo man einen sehr guten Kompromiss
zwischen Abbildungsqualität und Schärfentiefe eingeht. Das kann je nach APS-C oder Vollformatsensor so um Blende 8 oder 13
sein (hängt auch vom ABM ab).
Dann gibt es da noch die "Kritische Blende", d.h. das es genau die Blende ist wo das verwendete Objektiv die beste (schärfste)
Leistung ermöglicht. Das ist oft von der Offenblende aus um ganze 2 Stufen abgeblendet ;)

Das alles gilt natürlich für reine Studioaufnahmen ! In der "Freien Natur" wie es bei Deiner Zikade ja war würde ich auch auf ein
stärkeres Abblenden zurückgreifen weil man nie weiss wie lange die Insekten überhaupt so schön stillhalten, denn was nützt
einem ein qualitativ hochwertiger Stackversuch wenn man ihn nicht bis zum Ende schafft, dann war er nämlich "für die Tonne" :p






Gruss
JAN
 
  • Zikade Beitrag #9
Hallo Jan,
Das Verwenden der "Förderlichen Blende" beim Stacken leuchtet ein. Werd ich gerne mal mit experimentieren, falls ich mich mal wieder ans Stacken mit bewegungslosen Objekten mache.

Daß beim Maßstab 1:1 die Beugung früher einsetzt konnte ich bisher nicht feststellen (und ich verwende gerne F/22 bis F/36 an Vollformat). Mit größeren ABMs hab ich kaum gearbeitet kann ich nix zu sagen. Muß ich mal schauen, wo man das verständlich nachlesen kann oder hast Du da einen Link?

Auf der anderen Seite wurde bei diesem Bild zusätzlich ein Achromat mit 8 Dioptrien eingesetzt (okay insofern war ich über 1:1).
Durch den Achromaten wird die Beugung wieder (indirekt) reduziert, da dann die effektive Blende aufgrund der Brennweitenveränderung durch den Achromaten ja größer wird (ich hoffe, ich habe das noch richtig im Kopf).

Insofern setzt die (sichtbare) Beugungsunschärfe bei Verwendung von Achromaten später ein.
 
  • Zikade Beitrag #10
Hallo Thomas,

also Blende 22 ist vielleicht noch das Äusserste was man bei einem ABM von 1:1 und Vollformatsensor verwenden "könnte",
obwohl ich selber solch eine stark geschlossene Blende nicht verwenden würde.
Wenn Du selber Bildvergleiche anfertigst wirst Du den Unterschied sehen ! Ein Motiv bei 1:1 mal mit Blende 5,6 und mal mit
Blende 22 aufnehmen, dann den scharf fokussierten Bereich mal in der 100%-Vergrösserung anschauen und staunen :D
Von daher gehe ich da keine grossartigen Kompromisse ein und verwende oft die "Kritische Blende" (zumindest bei Studio-
aufnahmen)
. In "Freier Natur" auch ruhig mal Blende 13, allerhöchstens 16 weil sonst die Belichtungszeit eh zu lang wird
und mit einem zu dominanten Blitz auf das Motiv ballern geht schliesslich auch nicht ;)

Hier gibts noch ein Link wo etwas zur Beugungsunschärfe in Bezug zum ABM steht :



Da ich aufgrund der minimal reduzierten Abbildungsqualität keine Vorsatzlinsen (Achromaten) verwende, kann ich diesbezüglich
auch nix dazu sagen, aber das die Beugung dadurch wieder aufgehoben wird wäre mir neu. Das Licht muss sich doch trotzdem
durch die sehr enge Öffnung der geschlossenen Blende "quetschen", egal was vorn auf dem Objektiv draufsitzt :)





Gruss
JAN
 
  • Zikade Beitrag #11
...
Da ich aufgrund der minimal reduzierten Abbildungsqualität keine Vorsatzlinsen (Achromaten) verwende, kann ich diesbezüglich
auch nix dazu sagen, aber das die Beugung dadurch wieder aufgehoben wird wäre mir neu. Das Licht muss sich doch trotzdem
durch die sehr enge Öffnung der geschlossenen Blende "quetschen", egal was vorn auf dem Objektiv draufsitzt :)

Gruss
JAN

Hallo Jan,

hier mal ein Link zu dem Thema "Verkürzung der Brennweite durch Nahlinse" und dadurch Änderung der Effektiven Blende:

Posting #144 erklärt ganz gut was ich meine:
Durch den Achromaten wird die Gesamtbrennweite geändert. Die Blende berechnet sich aus Verhältnis von Eintrittspupille und Brennweite. Durch Änderung der Brennweite ändert sich also auch die (effektive) Blende.

Die Öffnung, durch die sich das Licht "quetschen" muß, ist die Eintrittspupille aber nicht die Blende(nzahl).

Ansonsten danke für den Link: Mit einer "Förderlichen Blende von F/22 mit Vollformat und 1:1 kann ich gut leben:D.
Ob man in der Praxis (berechenbar ist er natürlich) einen Schärfeunterschied
von F/22 zu F/32 oder gar F/36 sehen kann (bei gleichen Bedingungen) bleibt abzuwarten, mir ist da bei meine Bildern noch nix aufgefallen (die Ursache für Unschärfe saß eher hinter der Kamera:rolleyes:)

Aber Ernst beiseite, ich werd Deinen vorgeschlagenen 1:1 Test mal ausprobieren.

Schönen Gruß
Thomas
 
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