X3F Rohdaten *wirklich* sichten und analysieren - WIE macht Ihr das?

Waldschrat

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Liebe Sigmarianer!

Wie analysiert Ihr eigentlich X3F-Rohdaten "wenn man es mal genau wissen will".
Welche - mir noch nicht bekannte - Software kann das leisten?
Gibt es nicht, oder?

Herzliche Grüße!
 
17.12.2019
#1

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gewa13

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Moin Schrat,

was Du mit Analyse meinst weiß ich nicht ...
automatische Entwicklung mit Adobe Camera Raw sieht beispielhaft bei Deinem Bild so aus:

screenshot_129.jpg
 

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gewa13

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Moin Schrat ...
ohje, da braucht man bestimmt einen Editor und Programmierkenntnisss ...
 
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oz75

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Wie analysiert Ihr eigentlich X3F-Rohdaten "wenn man es mal genau wissen will".
Welche - mir noch nicht bekannte - Software kann das leisten?
Hallo Schrat,

ich nutze Rawdigger (Research Edition). Damit kann ich mir die Rohdaten jeder Sensorlage (als Luminanzwerte) separat ansehen. Da wird wirklich das ausgelesen, was ins File geschrieben wurde.
 
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Hi Oz!

Nein, leider nicht. Genau bei der (wiedermal) Beschäftigung mit dem Rawdigger hat sich meine Frage frisch entzündet. Ich dachte auch mehrere Jahre lang, dass der Rawdigger bei Foveon "Rohdaten" anzeigt. Aber nein. Was Rawdigger bei Foveon-Kameras anzeigt, ist ein aus den Rohdaten bereits errechnetes RGB. Nach meinen Recherchen nutzte Rawdigger bis zu irgend einem Zeitpunkt in der Vergangenheit wohl dcraw zum "Vorkochen" des Foveon RGB aus dem X3F. Dann wurde der Rawdigger wohl von dcraw auf Kapalnika als integriertes Frontend zum Einlesen der X3F und deren RGB-Interpretation umgestellt.

Und ich bin halt neugierig, was wirklich von der Kamera quantisiert und ausgegeben wird, noch vor jedweder Verwurstung.

Herzlicher Gruß!



PS: Alles im Netz zusammengesuchtes Wissen. Ich hab den Rawdigger ja nicht selbst programmiert. 😉
 
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oz75

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Hi Schrat,

natürlich kann Rawdigger RGB anzeigen - und dann stecken da irgendwelche Engines hinter. Was beim Foveon aber wirklich von Interesse ist, sind die unterschiedlichen Kanäle, d.h. die Readouts der unterschiedlichen Sensorlagen. Und genau jene sind seit ehedem Rohdaten.

Hier ein paar Screenshots:

#01: RGB RENDER
2019-12-18_061803.png

#02: RGB RAW COMPOSITE (das ist im Prinzip das, was DCRAW ausspuckt)
2019-12-18_061835.png

#03: "ROT"-Luminanzkanal = unterste Sensorlage
2019-12-18_061847.png

#04: "GRÜN"-Luminanzkanal = mittlere Sensorlage
2019-12-18_061906.png

#05: "BLAU"-Luminanzkanal = obere Sensorlage
2019-12-18_061920.png

Ich habe RAW-Digger z.B. dazu verwendet, um den Mist, den die oberste Sensorlage "blau" des Quattro-Sensors veranstaltet, zu identifizieren.
 
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Waldschrat

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Danke für Deine Antwort, Oz!

Den Anblick vom Rawdigger kenne ich natürlich (läuft ja auch auf meinem Rechner.)
Magst Du noch kurz darstellen, was Dich genau zu der Annahme bewegt, dass
Rawdigger wirklich die quantisierten Infos der Sensorlagen dargestellen kann?

Gern umreiße ich dann, was mich (erstmal, vorläufig) auf das Gleis bringt, dass dem nicht so sei.

Herzlicher Gruß!



PS: Kann sein, dass meine Antwort dann erst nach Weihnachten kommt. Reisevorbereitungen und morgen los.
 
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oz75

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Zumindest sieht man bei RAWDigger noch alle Totpixel, etc...

Andererseits ist das typische Pixelraster der obersten Sensorlage ("on-sensor" Phasendetektions-AF) der Quattro-Sensoren nicht mehr sichtbar. Dies könnte Indiz dafür sein, dass da doch etwas zusammengekocht wird. Zumindest werden jene PD-Pixel "weggerechnet".

Gern umreiße ich dann, was mich (erstmal, vorläufig) auf das Gleis bringt, dass dem nicht so sei.
Mach mal. Eilt nicht - der Thread läuft ja nicht weg. ;)
 
mischel

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@oz75: Hallo,

ich habe mir gerade mal die Testversion von Rawdigger installiert. Die kann scheinbar die von Dir gezeigten Möglichkeiten nicht. Oder täusche ich mich da und hab' das nur nicht gefunden? Kann man damit nur RAW-Bilder anzeigen lassen oder auch ändern?

Ich bin Linux-User und von daher "ein bissle eingeschränkt", was RAW-Bearbeitung anbelangt. SPP läuft zufriedenstellend unter wine (ich nutze Version 5.5 für meine SD14, die nicht totzukriegen ist), ebenso der Rawdigger. Ansonsten gibt's hier noch Ufraw, eine GUI für DCRaw und natürlich gimp.

Wenn man mit dem rawdigger die RAWs auch ändern könnte, wär' das schon "eine Sünde wert"...

Tschüß
der Michael
 
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Drickes

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Guten Morgen in die Runde!

Michael, ich nutze auch Linux. Zum verarbeiten meiner Bilder habe ich mir Darktable empfehlen lassen. Das ist ein kostenloses Programm aus dem Netz. Zum Einarbeiten gibt's Tipps bei YouTube.

Vielleicht klappt's auch beim Schrat mit der SD14. 😇

Wünsche allen einen erholsamen Feiertag
 
oz75

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@oz75:

ich habe mir gerade mal die Testversion von Rawdigger installiert. Die kann scheinbar die von Dir gezeigten Möglichkeiten nicht. Oder täusche ich mich da und hab' das nur nicht gefunden? Kann man damit nur RAW-Bilder anzeigen lassen oder auch ändern?

Ich bin Linux-User und von daher "ein bissle eingeschränkt", was RAW-Bearbeitung anbelangt. SPP läuft zufriedenstellend unter wine (ich nutze Version 5.5 für meine SD14, die nicht totzukriegen ist), ebenso der Rawdigger. Ansonsten gibt's hier noch Ufraw, eine GUI für DCRaw und natürlich gimp.

Wenn man mit dem rawdigger die RAWs auch ändern könnte, wär' das schon "eine Sünde wert"...
Hallo Michael,

wie die einzelnen Kanäle ausgewählt werden, siehst Du in u.g. Bild. Diese Funktion sollte selbstverständlich auch in Deiner Testversion vorhanden sein.

2021-06-03_075240.png

Rawdigger ist NICHT eine Software, um die Bilder "schön und gefällig" zu entwickeln.
Es geht vornehmlich darum, Bilddaten zu analysieren.

Und auch darum geht es in diesem Thread -> siehe Threadtitel.

Für Deinen Zweck (also X3F-Daten "gefällig zu entwickeln") ist SPP via wine sicher Mittel der Wahl. Die Engines (z.B. DCRAW) für die alten Sigma-Kameras (Prä-Merrill-Ära) sind recht brauchbar. Und damit gehen auch UFRAW, Darktable, o.Ä. ...

Die einzige RAW-Software, die ich aus persönlicher Erfahrung im Falle der SD14 als überlegen (ggü. SPP) erachten würde, ist Silkypix 4 Pro. Damit lässt dich das Farbrauschen der SD14 noch viel besser kontrollieren. Allerdings ist mir nicht bekannt, ob die Software unter wine läuft.
 
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mischel

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Hallo, danke für Deine Ausführungen. Jetzt hab' ich mir den Rawdigger nochmal zu Gemüte geführt und auch gefunden, was Du da gezeigt hast... Ist schon "nicht ungeschickt", das Programm...

Die anderen Linux-Sachen kannte ich schon, habe ich selbst in Benutzung, rein zum Entwickeln werde ich dann wohl aber weiter SPP benutzen. Mit der Zeit entwickelt man so seinen workflow und kann damit leben. Wine hat ja in den letzten Jahren noch deutlich weiter an Leistungsfähigkeit zugelegt.

@Drickes: darktable nutze ich auch schon, danke für den Hinweis.

Eigentlich wollte ich meine SD14 schon auf's Altenteil schicken, zum Mitnehmen hatte ich noch eine Minolta DImage A2 mit APO-Objektiv. Die machte im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit dem Objektiv ganz gute Bilder, null CAs im ganzen Bild, sehr wenig Verzeichnungen und schön scharf. Da ging vieles schneller, als mit der SD14. Dann meinte ich, es muß was zeitgemäßeres her und es wurde eine Panasonic DMC-FZ1000, die mit ihren sehr vielfältigen Softwaremöglichkeiten, ihrer durchdachten und ausgereiften Bedienung und der Geschwindigkeit sehr überzeugt. Aber das Objektiv (equiv. 25mm - 400mm) kann da nicht mithalten, knackscharfe Bilder sind damit nicht drin. Auch nicht mit deren raw-Format. Das ist sehr schade, die Kamera macht eigentlich wirklich sehr viel Spaß. Und so kam die SD14, hauptsächlich mit ihrem M42-Objektivpark, wieder zu Ehren, insbesondere "wenn's drauf ankommt". Dann ist sie bei gutem Licht unschlagbar.

Schön, daß auch noch immer andere Fotofreunde ähnlich denken über die "alte Lady".

Tschüß
der Michael
 

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