Workflow und Speicherung?

Der Bü...

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Hej...

in diesem Jahr habe ich sehr viele Bilder verarbeitet und mir dabei einen Workflow angewöhnt, der für mich sinnvoll und effizient erscheint.
Nur bei der Datenspeicherung bin ich mir noch unsicher und würde gerne eure Meinung dazu hören.

Normalerweise verarbeite ich nach einem Shooting ca. 800 Bilder von denen ich ca. 80 als "gut" bezeichne und ca. 5-8 absolut Top sind.

Workflow:

Schritt 1 - Technische Vorauswahl:
Bilder in Lightroom öffnen und in einer Art schnelldurchlauf die Favoriten auswählen.
Diese markiere ich dann mit 1 Stern. Teilweise passe ich jetzt schon die Belichtung etc. an, um so eine bessere Auswahl treffen zu können.
In der Regel sind jetzt noch ca. 160 Bilder übrig.

Schritt 2 - Selektieren:
Filter in Lightroom auf "Bewertet + 1*" setzen, somit wird die Auswahl verfeinert. Jetzt schaue ich die Bilder wieder durch und fange mit der Bildbearbeitung an.
Belichtung, Weißabgleich, Beschnitt, Leichte Korrekturen.
Alle Bilder die ich jetzt noch für Erhaltenswert erachte, markiere ich mit 2 Sternen.

Schritt 3 - Bearbeitung und Selektieren:
Filter in Lightroom auf "Bewertet + 2*" setzen, somit wird die Auswahl wieder verfeinert. Jetzt sind ca. nur noch 10-15% der ursprünglich aufgenommenen Bilder übrig. Diese Bilder werden dann Final mit leichter Retusche (soweit in LR möglich), Fehlerkorrektur und Bildstil angepasst.
Alle erhaltenswerten Bilder bekommen jetzt die Markierung 3 Sterne und die Top-Favoriten 5 Sterne (Diese werden in Photoshop weiter verarbeitet.)

Schritt 4 - Export und Speicherung:
Filter in Lightroom auf "Bewertet + 3*" setzen. Dann markiere ich alle Bilder und Exportiere diese als:
- JPEG in Max. Auflösung
- DNG mit Lightroom-Entwicklungseinstellungen

Schritt 5 - Top Bearbeitung in Photoshop:
Die Top-Favoriten bearbeite ich in Photoshop weiter und diese Bilder erfahren dann eine ausführlichere Retusche und Anpassung.
Export als:
- JPEG in Max. Auflösung
- PSD-Datei

Final werden nur die max. JPEG und DNG gespeichert. Die RAW-Dateien und JPEG-OOC lösche ich dann.

Dieser Ablauf erscheint mir am Sinnvollsten. Wie ist euer Workflow oder habe ich etwas essentielles übersehen?

Freue mich auf eure Antworten.

Gruß, der Bü...
 
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Ortenauer

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Äh ja.

Da ich fürs Geschäft die Bilder von Inneneinrichtungen mache und hobbymäßig eher Landschaft und Architektur fotografiere sieht es bei mir anders aus.

Ich überlege mir vor Ort was, wie am besten aussieht. Kann sein, dass ich mal 1/4 Stunde mit dem Auge am Sucher beim Kunden durch die Wohnung hampel bis ich dann mal ein Foto mache.

So kommen bei mir pro Objekt vllt. 10-20 Bilder auf die Speicherkarte.

Am Rechner wird dann mal alles gesichtet und die Vorauswahl getroffen so, dass pro Objekt noch 5 - 10 Bilder übrig bleiben.

Die arbeite ich aus.

Dann habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, genau wie Ich es beim Entwerfen und Planen von Möblen mache:

Die Bilder einfach mal 1-2 Nächte liegen lassen und Sie dann nochmal anzusehen. Meist fallen einem dann noch ein paar Dinge auf die man nochmal nachjustiert.

Jo und dann ab dafür.


Alles in allem sehr minimalistisch mit wenig Zeitaufwand (da es ja Arbeitszeit ist und ich nicht Stunden verdaddeln kann).
 
Kangal1966

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Die Bilder einfach mal 1-2 Nächte liegen lassen und Sie dann nochmal anzusehen. Meist fallen einem dann noch ein paar Dinge auf die man nochmal nachjustiert.

Das habe ich mir schon sooo oft vorgenommen und nie kann ich warten, ist aber ein ganz wichtiger Punkt wie ich auch finde.
 
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dj69

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Die RAW-Dateien und JPEG-OOC lösche ich dann.
Genau das solltest Du auf keinen Fall tun!
Die OOC-JPGs ja, die können weg, aber NIEMALS die originale RAW Datei!!
Diesen Fehler habe ich auch schon mal gemacht und mich später sehr darüber geärgert. Ausserdem sind DNGs immer deutlich größer als RAW-Dateien.
 
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Der Bü...

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Hej...

Vielen Dank erstmal für eure Antworten...

So kommen bei mir pro Objekt vllt. 10-20 Bilder auf die Speicherkarte.
Das macht es schon etwas einfacher. Teilweise habe ich das auch, wenn wir ein festes Motiv fotografieren wollen. Bei Shooting mit Models, wechseln die Damen alle 3 Sekunden die Pose und ich die Perspektive, ob das so Sinnvoll ist, sei jetzt mal dahin gestellt. 😁 😁 😁

Die Bilder einfach mal 1-2 Nächte liegen lassen und Sie dann nochmal anzusehen. Meist fallen einem dann noch ein paar Dinge auf die man nochmal nachjustiert.
Das ist sehr richtig... Wie Peter schon sagt, juckt es meistens zu sehr in die Fingern die Bilder fertig zu machen...

Ausserdem sind DNGs immer deutlich größer als RAW-Dateien.
Hab gestern mal geschaut. DNG sind bei mir ca. 10% kleiner, wenn ich nur ins DNG konvertiere und die RAW-Datei nicht einbette. Danke für deine Anregung... Gestern habe ich mich noch etwas bzgl. DNG und RAW belesen.

Pro DNG:
Pro: DNG kann Verlustfrei hergestellt werden
Pro: Lightroom Entwicklungseinstellungen sind enthalten
Pro: ca. 10% Einsparung an Datenmenge (Who cares? Externe Festplatten gibt es für ganz kleines Geld)

Contra DNG:
Contra: Urheberrecht kann mit einer DNG nicht nachgewiesen werden, sondern nur mit der Original-Kamera-RAW-Datei...

Fazit für mich:
Auch wenn ich es "noch" nicht brauche und vielleicht nie brauchen werde, ist das Urheberrecht ein wichtiges Argument für mich. Zudem ist mir wichtig, dass die Lightroom Entwicklungseinstellungen erhalten bleiben.
Das bedeutet zukünftig werde ich die Original-Kamera-RAW behalten und mit Lightroom die XMP-Dateien zu den Bildern exportieren lassen. Dann habe ich das Original und die Entwicklungseinstellungen und selbst bei einem defekten LR-Katalog oder PC-Wechsel gehen die Daten Entwicklungseinstellungen nicht verloren.

Danke euch allen... 👏👏👏

Gruß, der Bü...
 
dj69

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Pro: Lightroom Entwicklungseinstellungen sind enthalten
Stimmt, und wenn man auf einen anderen RAW-Konverter wechselt dann schaut man in die Röhre.
So ging es mir bei meinem Wechsel von LR zu C1. Die DNGs ließen sich importieren und entwickeln, aber die Fuji-Spezifischen PArameter wie die Filmsimulationen waren weg. Die gab es einfach nicht mehr. das war echt blöd.
Wenn ich ein Fuji RAF nach DNG konvertire, das mache ich mit dem Iridient-X-Transformer, dann wird aus einem 48MB großen RAF ein ca 60MB großes DNG. Das kann aber an den Fuji RAWs liegen und der anderen Pixelverteilung.
 
Der Bü...

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Hej...

die Speicherung der Bilder hätte ich jetzt als RAW + Lightroom XMP-Dateien für mich als Fix!

Jetzt geht es weiter an die Datenspeicherung, Datensicherung, Backup!

Ich mache es mir einfach. Auf meinem Laptop habe ich die Bilder der ca. letzten zwei Jahre.
Zusätzlich habe ich zwei externe Festplatten (Master und Slave-Backup nenn ich die mal).
Sobald ich Bilder auf meinem Laptop fertig bearbeitet habe, schiebe ich diese jeweils auf die externen Master/Slave-Festplatten. Ich mache das immer Zeitnah, dann ist es nicht viel Datenmenge und geht sehr Fix.

Diese Variante hat den Vorteil, dass ich aktuelle Dateien auf dem Laptop habe und die Dateien doppelt auf externen Festplatten gesichert sind. Zudem bekommt man 2 TB Festplatten sehr günstig um die 60€, also auch kein großer Invest erforderlich.

Keine Ahnung, wie Ihr es damit handhabt.

1. Jagt Ihr alles in irgendeine Cloud? Freund Gurgle ruft für 5 TB 249,- € im Jahr auf.

2. Lasst Ihr einfach alles auf dem PC und wenn der abraucht, habt ihr einfach Pech?

3. Habt Ihr ein externes NAS-System mit 2 oder mehr Festplatten im Raidverbund zur Datensicherung?

4. Habt ihr ein RAID-Verbund im PC bestehend aus mehreren Festplatten?

Freue mich über eure Antworten...

Gruß, der Bü...
 

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