Whiskyfässer

Diskutiere Whiskyfässer im Schwarz/Weiss Forum im Bereich Bildbesprechungen; Vor drei Wochen war hier in der Region der Tag des deutschen Whiskys. Um genau zu sein fand dieses Event in den Räumlichkeiten der Schlitzer...
  • Whiskyfässer Beitrag #1
dj69
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5.482
Vor drei Wochen war hier in der Region der Tag des deutschen Whiskys. Um genau zu sein fand dieses Event in den Räumlichkeiten der Schlitzer Destillerie statt, was die älteste, durchgängig produzierende Destille in Deutschland ist.

Es war ein sehr angenehmer Tag, der zugegebenermaßen sehr beschwingt zu Ende ging... ;)

Diese Fässser konnte ich in einem Fasslage aufnehmen.

XT5F1879.jpg

Fuji X-T5 + XF23/1.4
 
  • Whiskyfässer Beitrag #2
Schöne Aufnahme! 😊

ABER .....🤣..... (bitte nicht ganz Ernst nehmen jetzt!).... und ehe Robert Dir das schreibt!🤣
Das ist doch Bourbon .... eine amerikanische "Richtung"!🤣 Und dann musst Du"Whiskey" mit "e" schreiben.....

Egal! Warum nicht Whisky aus Deutschland?!😊 Da kommt man zwar eher NICHT 'drauf....
Ist der denn dreifach gebrannt?

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Whiskyfässer Beitrag #3
Schöne Aufnahme! 😊

ABER .....🤣..... (bitte nicht ganz Ernst nehmen jetzt!).... und ehe Robert Dir das schreibt!🤣
Das ist doch Bourbon .... eine amerikanische "Richtung"!🤣 Und dann musst Du"Whiskey" mit "e" schreiben.....

Egal! warum nicht Whisky aus Deutschland?!😊 Da kommt man zwar eher NICHT 'drauf....
Ist der denn dreifach gebrannt?

Grüße und schöne Photos

Klaus
Also, das ist tatsächlich deutscher Whisky, destilliert in Schlitz, das ist ca 20km von hier weg, und eingelagert in einem Bourbon-Fass. Wenn er fertig ist wird er sicherlich Frucht- und Vanillearomen haben und bestimmt ziemlich lecker schmecken :)
Und ja, der ist dreifach destilliert, so wie sich das für einen richtigen Whisky gehört.
:)
 
  • Whiskyfässer Beitrag #4
Also, das ist tatsächlich deutscher Whisky, destilliert in Schlitz, das ist ca 20km von hier weg, und eingelagert in einem Bourbon-Fass. Wenn er fertig ist wird er sicherlich Frucht- und Vanillearomen haben und bestimmt ziemlich lecker schmecken :)
Und ja, der ist dreifach destilliert, so wie sich das für einen richtigen Whisky gehört.
:)
Zitat:

"Und ja, der ist dreifach destilliert, so wie sich das für einen richtigen Whisky gehört."

Da bin ich mir nicht GAAAANZ sicher .... aber mein Freund und MOD-Kollege Robert weiß alles über Whisky .... ich bin nur
INTERESSIERT und Genießer!

Die Schotten destillieren meiner Info nach "Doppelt" und das reicht offensichtlich für anerkannte "Spitzen-Lebenswässerchen"
wohl aus.

Die Iren destillieren "Brennen" traditionell dreifach "trippel" ..... das macht den Whiskky wohl "bekömmlicher" .....🤣 👍

Für mich gilt (egal ob Scotsch oder Irish) EINER IST GUT! ZWEI SIND GUT, der Dritte schmeckt auch aber der nächste Morgen ist nur mit maximal zweien (ob nun doppelt oder dreifach gebrannt🤣) noch gut ... deswegen belasse ich es i.d.R. bei zweien!

Grüße und ich verlinke das hier mal an einen wirklichen Whisky Liebhaber .... ehe ich hier zu viel Quatsch schreibe!

Grüße und schöne Photos

Klaus

P.S. Whiskey mit (e) .... also amerikanisch .... ist gar nicht meins .... beide ... die Schotten und die Iren verdrehen bei dem Thema die Augen .... die Deutschen auch???🤣
 
  • Whiskyfässer Beitrag #5
..... noch ein "Erfahrungsbericht" aus Irland ..... zum Thema Eichenfässer .....

Als es noch genug Eichenholz gab, wurden gebrauchte Fässer GERNE zu Brennholz gemacht, und es wurde "argumentiert", dass ein guter "Brand" NUR mit neuer Eiche ausreifen und (über viele Jahre) eingelagert werden könne!

Heute ist Eichenholz sooo wertvoll und teuer geworden, dass gebrauchte Fässer kaum noch aufgegeben werden, sondern aufgearbeitet und immer wieder verwendet werden (wobei wir hier von vielen Jahren reden!)
Dabei wird der "Geschmack", den die alten Fässer vom alten Brand mitbringen, inzwischen nicht mehr negativ, sondern durchaus positiv "verkauft" ..... ich geb's mal so weiter, wie ich's in Irland erzählt bekam.

Grüße

Klaus
 
  • Whiskyfässer Beitrag #6
Für mich gilt (egal ob Scotsch oder Irish) EINER IST GUT! ZWEI SIND GUT, der Dritte schmeckt auch aber der nächste Morgen ist nur mit maximal zweien (ob nun doppelt oder dreifach gebrannt🤣) noch gut ... deswegen belasse ich es i.d.R. bei zweien!
Sei froh, dass du so viel noch verträgst! Bei mir wird das mit zunehmendem Alter immer weniger. Schon einer stört meinen Nachtschlaf und am nöchsten Morgen spüre ich meinen Kopf.

Den Alkohol ganz wegzulassen ist sicherlich besser für die Gesundheit, aber da geht mir schon ein gutes Stück Genuss flöten.
 
  • Whiskyfässer Beitrag #7
also ich trinke auch schon mal gerne ein oder zwei Gläser Whisky! Ihr seht schon an der Schreibweise ein Ire oder Schotte muß es sein! Canadier geht gerade noch aber Amerikaner geht gar nicht 🤬
 
  • Whiskyfässer Beitrag #8
Schreiben die Iren nicht auch Whiskey, und nur die Schotten Whisky?
 
  • Whiskyfässer Beitrag #9
Also das mit der Destillation ist so eine Sache. Es gibt zwei verschiedene Brennblasen, eine große Brennblase, die sogenannte "Wash-Still" und eine kleinere Brennblase, die als "Spirit-Still" oder ähnlich bezeichnet wird.
Die Ergebnisse der ersten Destillation in der "Wash-Still" gehen vollstandig in die zeite Destillation in der "Spirit-Still".
Während dieser zweiten Destillation wird in Vorlauf (foreshots), Hauptlauf (middle-cut oder main-run) und den Nachlauf (feints oder after-shots) getrennt.
Der Hauptlauf wird für die weitere Verarbeitung und Lagerung genutzt, Vor- und Nachlauf der nächsten Destillation wieder zugeführt. Somit ist es keine richtige dreifache Destillation sondern nur teile werden dreifach gebrannt.
Vergl.:
Gleiches wurde bei mehreren Tastings erläutert. Ich habe auch mehrere Tastings bei Ronnie Palmer, dem ehemaligen Brennmeister (Stillman) von Glengoyne genossen. Er hat den herstellungsprozess auch so erklärt.
Die Schlitzer Destille macht es meines Wissens auch genau so.

Am Tag des deutschen Whiskys waren viele, vielleicht sogar alle deutschen Destillen vertreten und zeigten ihre Produkte, wobei auch probieren möglich und erwünscht war. Es war allerdings unmöglich alle interessanten Whiskys zu probieren... ;)

Und die amerikanischen Whiskeys mag ich auch nicht... :D
 
  • Whiskyfässer Beitrag #10
Im Grunde ist alles schon richtig geschrieben worden 👍

Die ursprüngliche Schreibweise war Whisky, so wird er auch heute noch in Schottland bezeichnet und nur dort gebrannte Whiskys dürfen als "Scotch" (überwiegend Blended oder Single Malt) vermarktet werden.

In Irland kam alternativ die Schreibweise "Whiskey" auf. Wie Klaus & Dirk das prima beschrieben haben, werden dort überwiegend dreifach gebrannte Blended Whiskeys produziert, die oft mild-süßlich schmecken und im Ruf stehen, fast nie Kopfschnmerzen am nächsten Morgen zu bereiten - natürlich macht auch da die Menge das "Gift" 🥴😁

Wie in Irland schreibt man in den USA den Straight-Whiskey mit "e", egal ob Bourbon (überweigend aus Mais gebrannt) oder Rye (aus Roggen gebrannt) oder bei diversen Mix-Varianten, die in Europa nicht als Whisk(e)y bezeichnet werden dürften. Letztere lagern oft nur sehr kurze Zeit in Fässern und können auch andere Alkohole wie z.B. Wodka enthalten), Straight Bourbon oder Rye muss hingegen 2 Jahre in neuen Fässern aus Weißeiche lagern, die von innen ausgebrannt worden sind.
Straight bedeutet, dass der Whiskey aus einer Destillerie stammt, Blended Whiskeys sind in den USA eher selten vertreten.

Anders ist es in Kanada: dort prodzuziert man überwiegend Blended Whisky, geschrieben wie in Schottland ohne "e", der allerdings auch schon mal mit geringen Anteilen an Wein/Sherry oder Fruchtsäften ergänzt wird - die Geschmäcker sind halt weltweit verschieden.

Aus Deutschland kommen einige gute Whiskys, als Produzenten mit nenneswerten Mengen lassen sich noch Japan und Indien nennen: auch von dort kommen interessante Whisk(e)ys.

Was nun Fässer generell anbelangt: es ist einfach so, dass es davon in Europa zu wenige gibt.
Dort werden daher gebrauchte Wein-, Sherry-, und auch Fässer aus amerikanischer Weißeiche (dort steht dann oft "Bourbon" auf den Fässern) wiederaufbereitet, von innen ausgebrannt und dann für die langjährige Lagerung verwendet. Erst dadurch nimmt ein frisch gebranntes eigentlich klares Whisk(e)y-Destillat im Laufe der Jahre (mindetens 3 Jahre sind in Europa vorgeschrieben) seine typischen Farben und Geschmacksnoten an.
Die Lagerung in Fässern aus Weißeiche führt z.B. zu Vanille-Noten, während die Sherry-Fässer dem Whisky süßliche Sherrynoten verleihen. Es ist auch gar nicht so selten, dass Whisky nach einer gewissen Lagerzeit in andere Fässer umgefüllt wird, um verschiedene Geschmacksnoten miteinander zu kombinieren. Und genau deshalb gibt es so viele leckere Whiskys 😋

In diesem Sinne: Slainte Mhath 🥃
 
  • Whiskyfässer Beitrag #11
Ich sach' doch! Warum "rumeiern", wenn wir einen Fachmann haben 🤣 👍 👍 👍
Vielen Dank an Robert für den Klartext!

Grüße und "Slàinte Mhath" 🤣

Klaus
 
  • Whiskyfässer Beitrag #12
Zum Whisky (wie auch immer die schreibweise ist) selber kann ich nix zu schreiben, mag ihn nicht, trinke hauptsächlich Birnenbrand, mal einen Calvados oder Moorgeiste (hauptsache sehr hochprozentig, am liebsten wenn er anzündbar ist) zum Genuss, nicht zum betrinken 😉

Das Bild selber finde ich gut, schön rustikal, schöner Schärfeverlauf und passend bearbeitet 👍
Kritikpunkt wäre bei mir nur der blöde weisse Zettel an den Fässern, aber den konntest Du ja nicht abnehmen 😆
 
  • Whiskyfässer Beitrag #13
Kritikpunkt wäre bei mir nur der blöde weisse Zettel an den Fässern, aber den konntest Du ja nicht abnehmen 😆
Doch, doch.
Die KANN man schon abnehmen.
Genau 2 Mal.
(zum ersten und zum letzten Mal)

Immer wenn ich irgendwas mit Scotch zu tun habe muss ich sofort an Angel's Share denken.
Kennt den Film noch wer?
 
  • Whiskyfässer Beitrag #14
Ja, wie Robert schon schreibt, es gibt zu wenige Fässer.
Aber aus der Not wurde eine Tugend, Whisky ist aus solchen Fässern ein echter Leckerbissen. Finde ich jedenfalls. Ausserdem ist so ein vielfältiger Geschmack möglich und es werden Aromen frei, die man sonst wohl nie hätte schmecken können.
Am leibsten mag ich Whisky aus Sherry- oder Portweinfässern.
Aber Burbonfässer sind auch gut ;)
Und ja, den Zettel hätte man abmachen können, es wäre aber so gewesen wie Thomas das ausdrückte :)

Den hier habe ich sehr gerne getrunken, leider ist er leer...

G10D1500.jpg
Islay Whisky aus dem Sherryfass, in dem er m indestens ein Jahr gefinisht wurde.
Geiles Zeug!

Zum Glück ist mein 15 Jahre alter Springbank noch nicht leer...G10D1502.jpg
Kein besonderes Finish, einfach 15 Jahre im Burbonfass.
Super lecker! Und er wird nicht mehr produziert... :(

In diesem Sinne, Slainte Mhath :) und vielen Dank für eure zahlreichen Rückmelungen 👍👍
 
  • Whiskyfässer Beitrag #15
Oh, ja. Den Laphroaig bitte.
In der Quarter Cask Edition. Aus gaaaanz kleinen Fässchen.
#sabber#
 
  • Whiskyfässer Beitrag #16
🤣 Also .... man kann den Zettel schon "abnehmen" .... halt eben nicht erwischen lassen!😊

XT5F1879b.jpg

Grüße und viel Spaß😊

Klaus
 
  • Whiskyfässer Beitrag #18
Rum-stehen?
RUM?
Häresie! Ganz klar.
 
  • Whiskyfässer Beitrag #19
Habe den ganzen Thread aufmerksam gelesen, denn das erste Bild mit den Fässern weckt eine Lust.
Bin kein theoretischer Whiskykenner, aber trinken und genießen kann ich ihn.
Habe noch eine Flasche 'Redbreast 12 Years Old Pure Pot Still Irish Whiskey' stehen, ist nicht mehr viel drin.

Jedoch bemerkenswert ist, der Ansatz mit Hagebutten und reinem Alkohol ist nach einem Jahr vom Aroma her dem Irischen Whiskey sehr ähnlich.

 
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