Im Grunde ist alles schon richtig geschrieben worden
Die ursprüngliche Schreibweise war Whisky, so wird er auch heute noch in Schottland bezeichnet und nur dort gebrannte Whiskys dürfen als "Scotch" (überwiegend Blended oder Single Malt) vermarktet werden.
In Irland kam alternativ die Schreibweise "Whiskey" auf. Wie Klaus & Dirk das prima beschrieben haben, werden dort überwiegend dreifach gebrannte Blended Whiskeys produziert, die oft mild-süßlich schmecken und im Ruf stehen, fast nie Kopfschnmerzen am nächsten Morgen zu bereiten - natürlich macht auch da die Menge das "Gift"

Wie in Irland schreibt man in den USA den Straight-Whiskey mit "e", egal ob Bourbon (überweigend aus Mais gebrannt) oder Rye (aus Roggen gebrannt) oder bei diversen Mix-Varianten, die in Europa nicht als Whisk(e)y bezeichnet werden dürften. Letztere lagern oft nur sehr kurze Zeit in Fässern und können auch andere Alkohole wie z.B. Wodka enthalten), Straight Bourbon oder Rye muss hingegen 2 Jahre in neuen Fässern aus Weißeiche lagern, die von innen ausgebrannt worden sind.
Straight bedeutet, dass der Whiskey aus einer Destillerie stammt, Blended Whiskeys sind in den USA eher selten vertreten.
Anders ist es in Kanada: dort prodzuziert man überwiegend Blended Whisky, geschrieben wie in Schottland ohne "e", der allerdings auch schon mal mit geringen Anteilen an Wein/Sherry oder Fruchtsäften ergänzt wird - die Geschmäcker sind halt weltweit verschieden.
Aus Deutschland kommen einige gute Whiskys, als Produzenten mit nenneswerten Mengen lassen sich noch Japan und Indien nennen: auch von dort kommen interessante Whisk(e)ys.
Was nun Fässer generell anbelangt: es ist einfach so, dass es davon in Europa zu wenige gibt.
Dort werden daher gebrauchte Wein-, Sherry-, und auch Fässer aus amerikanischer Weißeiche (dort steht dann oft "Bourbon" auf den Fässern) wiederaufbereitet, von innen ausgebrannt und dann für die langjährige Lagerung verwendet. Erst dadurch nimmt ein frisch gebranntes eigentlich klares Whisk(e)y-Destillat im Laufe der Jahre (mindetens 3 Jahre sind in Europa vorgeschrieben) seine typischen Farben und Geschmacksnoten an.
Die Lagerung in Fässern aus Weißeiche führt z.B. zu Vanille-Noten, während die Sherry-Fässer dem Whisky süßliche Sherrynoten verleihen. Es ist auch gar nicht so selten, dass Whisky nach einer gewissen Lagerzeit in andere Fässer umgefüllt wird, um verschiedene Geschmacksnoten miteinander zu kombinieren. Und genau deshalb gibt es so viele leckere Whiskys
In diesem Sinne: Slainte Mhath
