Welchen Belichtungsmesser

  • Autor des Themas six.tl
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six.tl

Guest
Hallo,

arbeitet hier jemand analog und digital mit einen Belichtungsmesser?

Ich bin auf der Suche nach einen Belichtungsmesser für Innen,Außen u. Blitz.
Hatte mir einen Gossen Sixon 2 geangelt der aber nach einen Batterietausch keine nachvollziehbaren Werte liefert.
Ersatzweise hab ich einen Weimar-Lux. Nach dessen Messwerten muß ich aber immer noch etwas an der Kamera nachregulieren.
Kann mir einer einen guten Allrounder, Speziellen oder Digitalen aus seiner Praxis empfehlen?
Habe mir Heute das Buch "Bessere Belichtungen und Farbwerte" zum Thema geholt.
Da es hauptsächlich um Belichtungsmesser von Gossen geht frage ich hier auch nach Alternativen.

Besten Dank für Eure Mühe.
 
13.07.2010
#1

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Guest

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Saturn

Saturn

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Nabend ;)

Für mich stammen die Belichtungsmesser noch aus der analogen Zeit,
Filmmaterial war und ist teuer.

Ich habe es auch mit einem Belichtungsmesser probiert
(Calumet DFM 3 - Baugleich mit Gossen Gossen Digipro F )
und nach einigen Tagen wieder verhökert.
Mit einer heutigen Digitalkamera ist man recht gut gerüstet,
denn das Display zeigt mir mehr Daten, als der Belichtungsmesser.
Das gilt für Studio und auch Outdoor.
Hilfreich ist eher eine Graukarte!
Da ich im Studio sehr viel mache, kann ich sagen, dass ich diese Dinger wirklich nicht benötige.
Kurz mal einen Klick, Bild und Diagramm betrachten, Kamera (oder Blitze) einstellen und gut ist.
Evtl. noch zwei oder drei weitere Versuche (die brauchte ich bei einem Belichtungsmesser manchmal auch)

Allerdings möchte ich noch anmerken,
dass die Aussagen, bez. Belichtungsmesser widersprüchlich sind.
Einige sind dafür,
Andere sind dagegen (weil Relikt aus der analogen Zeit)
 
@bumac

@bumac

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Ich kann zwei Beli empfehlen.

Den Sekonic L-208, weil er klein und klasse ist, für immer dabei.

Und den Gossen Profisix, etwas größer, und misst auch mitten in der Nacht zuverlässig. Außerdem brauch er die 9V Blockbaterrie, die ist überall erhältlich.
 

six.tl

Guest
@Saturn
bisher schau ich auch immer aufs Display, die Dinger lügen aber auch meist, und mache
auch weitere Aufnahmen mit Belnde oder Belichtungszeit + oder -.
Wegen den Diagramm frag ich nochmal extra.

@bumac
suche ich mir raus, die Nachtoption hatt was.
Hilft das auch in dunklen Hallen und Kellern?

Danke für die schnellen Infos
 
fluuu

fluuu

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Der Belichtungsmesser des analogen Fotografen ist so etwas wie der Pinsel beim Maler, ein Werkzeug mit dem gestaltet wird, beim Fotografen das Licht.
Im digitalen Zeitalter fast überflüssig geworden obwohl im Studio zum Blitzen nach wie vor digitale Beli verwendet werden.
Bei einer Tour mit analogem Mittelformat kommt der Gossen Lunasix 3 zum Einsatz und leistet beste Dienste für gehobene Ansprüche.
Beli mit Selenzelle funktioniert zwar ohne Batterie aber die Zelle verbraucht sich und er ist ungenau. Die bessere Lichtmesstechnik bei analogen Handbelichtungsmessern ist mit Silizium-Fotodioden wie beim Lunasix ...
Exakte Daten liefern digitale Belichtungsmesser aber sie haben ihren Preis.
 

six.tl

Guest
@fluuu
Danke für Deine Infos.
Tendiere zu einen Digitalen, für einen Profisix verlangen sie auch allerhand.
Bei den Preisen werde ich gut nachdenken ob es für den Hobbyeinsatz sein muß.
 

six.tl

Guest
Nabend,

im Fachgeschäft eine veraltete Batterie in den Sixon 2 eingebaut, diese Heute getauscht und siehe er tut was er soll.
Werde wohl die aufgezeigte Vorgehensweise von Saturn/Ulli bevorzugen, wenn ich es mit dem Diagramm geschnallt habe.

immer gut Licht
six.tl
 

Frankg

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Lunasix 3

Mein Senf auch noch dazu:
Bei „normalen” Bildern nehme ich den eingebauten Belichtungsmesser der Kamera. Falls Unsicherheiten bzgl. der Belichtung bestehen mache ich einfach eine Belichtungsreihe. Bei schwierigeren Aufnahmen wie Produktfotos nehme ich immer noch den alten Lunasix von Gossen. Denn der kamerainterne Belichtungsmesser misst ja das falsche Licht, nämlich das was in die Kamera fällt, aber nicht das was auf das Objekt fällt. Deshalb vermisst sich auch jede Kamera bei hellen oder dunklen Motiven. Da hilft auch die Spotmessung oft nicht weiter.

Gruß

Frankg
 
L*A*B

L*A*B

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Aus Nostalgiegründen habe ich vor Jahren auf dem Flohmärkt sehr günstig einen herrlichen alten Gossen Lunasix erstanden. Dabei muß man aber einen Batterieadapter einschrauben, weil es die alten Quecksilberbatterien nicht mehr gibt und neue Knopfbatterien sonst falsche Stromstärken haben.

Richtig brauchen tut man mit einer digitalen DSLR solche Belichtungsmesser aber eigentlich nicht. Bracketing kann in kniffligen Lichtsituationen eine klassische Lichtmessung mit einem Belichtungsmesser aus der analogen Photozeit angemessen ersetzen. Ich könnte mir aber vorstellen, daß z.B. bei der Akt-oder Portraitaufnahme das Herumhantieren mit einem solchen Belichtungsmesser auf das Model mächtig Eindruck macht... :D :psst:
 
ClausB

ClausB

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Bei digitalen Kameras verwende ich keinen externen Beli, ich finde das ist überflüssig.

Wenn ich an hohen Feiertagen eine der Leicas spazieren trage (!), nehme ich die DP1s als Belichtungsmesser. Ich finde ja sowieso dass eine DP1s in jede Fototasche gehört, manchmal braucht man ja wirklich gute Fotos.

In der Leica IIf benutze ich meistens den Kodak BW400CN und schätze ganz einfach die Belichtungswerte. Dieser Film ist derartig tolerant bei der Belichtung, dass der Ausschuss gegen null geht.
 

six.tl

Guest
interresanter Erfahrungsaustausch, hilft sehr gut weiter.
bei dem manuellen WB war schon zu lesen (Anleitung zum CBL-Filter) das dieser zur Lichtquelle zugewand erfolgen soll. Mit dem Belichtungsmesser ebenso verfahren?

schönen Sonntag und
 
L*A*B

L*A*B

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@six.tl:
Mit dem Belichtungsmesser ebenso verfahren?
Nein, nicht automatisch. Je nach Anliegen und Lichtsituation wird zwischen der Objektmessung oder Lichtmessung gewählt.
Vereinfacht gesagt nimmt man die Objektmessung in Alltagssituationen und die aufwändigere Lichtmessung in kniffligeren Situationen.

Aber wie bereits gesagt: Ich löse schwierige Lichtsituationen, indem ich mehrere Photos mit verschiedenen Belichtungsparametern mache und nicht per externem Belichtungsmesser. Die sofortige Rückmeldung durch das Ergebnis ist doch ein wesentlicher Vorteil der digitalen Photographie. In der Vorschau (Histogramm) sehe ich dann rasch, in welche Richtung ich will. Mein Gossen Lunasix liegt bei mir zu Hause als erotisch besetzter Nostalgie-Fetisch herum.

Danke gleichfalls! :)
 
Klaus-R

Klaus-R

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Hallo zusammen,

wer mit einer digitalen Kamera eine perfekte Belichtung anstrebt, braucht wirklich keinen separaten Belichtungsmesser mehr.

Viel besser ist eine Testaufnahme mit individueller (will sagen kameraspezifischer) Histogrammauswertung. Fast alle Kameras haben ferner einen Display "Überbelichtungswarner", der überstrahlte Bildsektoren kennzeichnet.
Wer hundertprozentig exakt machen will, kann sich auch noch die farbkanalselektiven Tonwertverteilungen (Histogramme) anzeigen lassen und so die optimale Belichtung ermitteln. So genau und kameraspezifisch arbeitet kein externer Belichtungsmesser. Ich verzichte folglich ganz darauf.

Grüße

Klaus
 
uomo

uomo

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zu Gossen gibt es kaum Alternativen. Ein Gossen ist eine Investition auf 10 Jahre und mehr. Nimm gleich ein Gerät, der Blitze messen kann, wie z.B. einen gebrauchten Lunasix F oder einen aktuellen Sixtomat F. Wenn du grundsätzlich an Fotografie herangehen willst ist es gut einen Belichtungsmesser immer dabei zu haben, um damit zu "spielen" indem du Lichtverhältnisse misst und damit dein Auge schulst. Andere schreiben ja die Camera macht alles, nein der Mensch macht das Foto. Lerne mit einem Belichtungsmesser Objekt- und Motiv-Konstraste abzuschätzen.

LG Michael
 

six.tl

Guest
Schon interresant dieses Für und Wieder.
Der Weimarlux und der Gossen Sixon 2 sind zwar immer mit bei doch hab ich Heute an der Dampflok nur nach Display und Histogramm aufgenommen.
Lese begierig hier weiter und danke nochmals für alle Eure Beiträge.
 
skynyrd

skynyrd

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Wohl etwas spät aber ... :
Ein Kumpel von mir ist Fotograf und im Studio benutzt er einen digitalen Gossen an der ALPA und der Sinar (steuert auch gleich den Verschluss der ALPA)... Was Hasselblad und Nikon angeht, braucht er die Elektronik der Kameras ... er hat schon mit nem "kleineren" digitalen Gossen und den Portablen Kameras gearbeitet aber er meinte, dass das nicht viel Sinn mache, weil die Ergebnisse identisch sind und wenns Abweichungen gibt, dann sind sie auch für Profis vernachlässigbar. Die Kameras haben den Vorteil, dass sie, TTL, also exakt im "Bild" messen. Wenn schon ein Belichtungsmesser, dann ein neuer, digitaler Gossen, sonst bringe das nur Mehraufwand und ev. schlechtere Ergebnisse.
 

six.tl

Guest
@skynyrd
Danke für Deine fachlichen Infos, inzwischen taste ich mich ohne Belichtungsmesser an die Aufnahmestuation heran.
Mir fehlt leider die nötige Zeit der Sache intensiv auf den Grund zu gehen. Merke aber so wie Heute das ich da nachholen muß.

schönen Sonntag
 
skynyrd

skynyrd

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Ja bitte, gern geschehen !!!
Ich habe mir ja dieselbe Frage auch bereits gestellt (bezw. meinem Kumpel). Seine Antwort war: "Kauf dir ne Graukarte oder wenn schon, dann Gossen!!!"

Der Digipro, wenn man mit mehreren Blitzen arbeitet (was das eine oder andere Kamera-Metering vielleicht überfordert) und wenns wirklich BESSER sein soll als ne DSLR, dann den Starlite 2 ... und der kostet dann schon fast so viel wie der Aufpreis auf die nächst teurere Kamera ... ca. 600 Euro ???

Sekonic Ciné Digital Master wird in der Film-Branche auch gerne benutzt und kostet ein paar Hunderter ... so 800 etwa ...
Sekonic hat nen schönen, analogen (wie der vom Papa) für ca. 50 Euro ... den benutzt mein Kumpel als Schlüsselanhänger :D

Ach ja ... ich habe mir ne Graukarte gekauft ... war billiger und bringt mehr ... den der Weissabgleich lässt mehr zu wünschen übrig ... :rolleyes:
 
skynyrd

skynyrd

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Also mit der "Aussprechlichen" gehts schon ordentlich besser wie mit der 14er ... aber der AutoWB ist auch nicht über alle Zweifel erhaben.
Man sollte sich auch hier die Müehe machen und auf den entsprechenden WB schalten ... der Vorteil liegt in der "Kelvin-Funktion" wo man die Lichtwährme von 2500 bis 10000 einstellen kann. Der Manuelle wird auch sehr oft und gerne benutzt ...
Das Metering der Kamera erzielt bei "korrektem" WB noch minimalst bessere Ergebnisse !