für mich ist die beste Zeit Libellen zu fotografieren, wenn die Sonne nicht mehr direkt scheint. Diesige und wolkige Tage kommen da in Frage. Da kann man dann auch mal zur Mittagszeit fotografieren ohne extrem hartes Licht. Direktes (hartes) Sonnenlicht bedeutet bei Libellen oft extrem hohe Kontraste und unschöne Lichtreflexe.
Die Dynamik der Kamera reicht dann meist nicht mehr aus in dunklen Bereichen eine Struktur zu zeigen, diese Bereiche werden dann nur noch schwarze dargestellt. Helle Bereiche dann nur weiß. Bei diesem Bild hier sind die Kontraste zwar recht hoch, aber noch nicht zu extrem. Wobei weiches Licht am Abend oder im Schatten eine Libelle nochmals eleganter und brillanter aussehen lässt.
Beispiel: ein Vierfleck wie hier in der Mittagszeit, jedoch mit einem Schirm abgeschattet (siehe weiter unten).
Gute Zeiten sind dementsprechend Morgens oder Abends. Morgens bevor die Sonne aufgeht und Tautropfen die Libellen überziehen und diese nicht wegfliegen ist eine wunderbare Zeit (wenn man gerne in der Nacht aufsteht *grins*). Abends im oder nach Sonnenuntergang ist das Licht auch wunderschön und die Libellen sitzen oft schon passabel in der Wiese. Mit einem Tele oder ganz langsamen Bewegungen kommt man schon recht gut an die Tiere heran.
In der Mittagszeit sind die Libellen am Gewässer deutlich einfacher zu finden wie morgens oder abends. Scheint die Sonne, so hilft ein Diffusor (zur Not auch ein grauer oder farbloser Regenschirm) mit dem man die Libellen abschatten kann. Die Aufnahme oben ist so entstanden. Nachteil, viel zu oft fliegen diese dann beim Abschatten weg. Hin und wieder bleibt aber auch mal eine etwas länger sitzten. Mir persönlich ist eine abgeschattete Aufnahme lieber als 100 in der prallen Sonne.
Hoffe etwas geholfen zu haben.
vG
jw