Watte-Wolken

Diskutiere Watte-Wolken im Landschaften & Natur Forum im Bereich Bildbesprechungen; Wolken wie Watte und total andere Lichtstimmung innerhalb einer halben Stunde. Wir haben April :D #1 #2 #3 #4 #5 #6
  • Watte-Wolken Beitrag #1
Springfloh
Springfloh
Beiträge
96
Wolken wie Watte und total andere Lichtstimmung innerhalb einer halben Stunde. Wir haben April :D

#1
IMGP2158.jpg

#2
IMGP2163.jpg

#3
IMGP2164.jpg

#4
IMGP2166.jpg

#5
IMGP2167.jpg

#6
IMGP2176.jpg
 
  • Watte-Wolken Beitrag #2
#7
IMGP2179.jpg

#8
IMGP2180.jpg

Über (kritisches) Feedback freu ich mich!
 
  • Watte-Wolken Beitrag #3
Hallo Springfloh :)

Wenn es Dir hauptsächlich um die Wolken geht ist Bild 3 das am besten belichtetste Bild für Wattewolken :daumen:
Aus Bild 2 kann man mit EBV auch noch einiges rausholen und es an Bild 3 angleichen ;)
Die meisten Bilder sind überbelichtet, man kann je nachdem natürlich noch die Lichter abmildern aber das
hängt vom Aufnahmeformat ab, mit RAW hättest Du die besten Vorraussetzungen, JPG kannste da eher
vergessen ;)

Hab natürlich in den EXIF´s geschaut und beim Anblick der Blendenwerte hat es mich ehrlich gesagt fast
vom Hocker gehauen :eek:
Warum in aller Welt lässt Du kein Licht auf den Sensor und quetscht die Blende dermassen zu das man bei
Blende 22 natürlich auch mit Beugungsunschärfe rechnen muss :(
Hab die EXIF´s mehrerer Bilder angeschaut, überall Blende 22, 20, 10, etc. ....warum nur ? Hast Du Angst
das irgendwas nicht scharf abgebildet wird ?

Beispiel Bild 3 : Der Strauch ganz rechts im Bild ist ca. 3 Meter von Dir entfernt ! Selbst wenn Du bei der
verwendeten Brennweite mit Blende 5,6 den Baum anfokussierst ist alles ab ca. 1,50 Meter vor Dir bis ganz
hinten ins Unendliche scharf auf den Sensor gebannt !!!
smiley_emoticons_nicken.gif


Also schnür die Blende nicht so weit zu, das macht überhaupt kein Sinn und man muss sich mit nachlassender
Allgemeinschärfe im Bild herumärgern ;)

Natürlich nicht ausser acht lassen das auch der Horizont gerade oder auch mal ein nettes Motiv im Bild haben
sollte :)
Bei Landschaftsaufnahmen macht die Drittelregel auch Sinn...also entweder 2/3 Landschaft oder 2/3 Himmel ;)










Gruss
JAN
 
  • Watte-Wolken Beitrag #4
@Janni: Erstmal vielen Dank für dein ausführliches Feedback!:)

Wenn es Dir hauptsächlich um die Wolken geht ist Bild 3 das am besten belichtetste Bild für Wattewolken :daumen:
Aus Bild 2 kann man mit EBV auch noch einiges rausholen und es an Bild 3 angleichen ;)
Die meisten Bilder sind überbelichtet, man kann je nachdem natürlich noch die Lichter abmildern aber das
hängt vom Aufnahmeformat ab, mit RAW hättest Du die besten Vorraussetzungen, JPG kannste da eher
vergessen ;)
Das habt ihr mir ja schon beigebracht, dass man nicht niemals nie in JPEG fotografiert sondern immer in RAW um dann noch retten zu können, was noch zu retten ist :p Kann es sein, dass die Bilder auf meinem Bildschirm anders aussehen als auf deinem? Hier erschienen mir die Bilder nämlich zu dunkel und ich hab sie extra ein bisschen heller gemacht.

Hab natürlich in den EXIF´s geschaut und beim Anblick der Blendenwerte hat es mich ehrlich gesagt fast
vom Hocker gehauen :eek:
Warum in aller Welt lässt Du kein Licht auf den Sensor und quetscht die Blende dermassen zu das man bei
Blende 22 natürlich auch mit Beugungsunschärfe rechnen muss :(
Hab die EXIF´s mehrerer Bilder angeschaut, überall Blende 22, 20, 10, etc. ....warum nur ? Hast Du Angst das irgendwas nicht scharf abgebildet wird?
Ich hoffe du sitzt noch! Was ist Beugungsunschärfe?:confused: Ja genau, ich hatte Angst, dass dann irgendwas unscharf wird und gedacht, dass ich die Blende dann möglichst weit zu machen muss, weil ich sie ja möglichst weit auf mache, wenn ich Bokeh haben will.

Beispiel Bild 3 : Der Strauch ganz rechts im Bild ist ca. 3 Meter von Dir entfernt ! Selbst wenn Du bei der
verwendeten Brennweite mit Blende 5,6 den Baum anfokussierst ist alles ab ca. 1,50 Meter vor Dir bis ganz
hinten ins Unendliche scharf auf den Sensor gebannt !!!
smiley_emoticons_nicken.gif
Gut zu wissen! Das war mir bisher gar nicht bewusst, ehrlich gesagt. Weil bei meinem 80-200mm wird der Hintergrund ja verschwommen, wenn er weiter weg ist. Liegt das dann daran, dass ich ein eher weitwinklige Brennweiter verwende? Hab ich das jetzt richtig geschlussfolgert, oder hab ich einen Knoten im Kopf?

Also schnür die Blende nicht so weit zu, das macht überhaupt kein Sinn und man muss sich mit nachlassender Allgemeinschärfe im Bild herumärgern ;)
Ist gespeichert! :daumen:

Vielen Dank für eure Mühe, mir hilft das immer sehr weiter! :klatschen:
 
  • Watte-Wolken Beitrag #5
...Was ist Beugungsunschärfe?


Moin Springfloh,

kuckst du hier:



Für Landschaftsaufnahmen unter den Lichtbedingungen wie hier sind Blendenwerte zwischen 5,6 und 8 gut zu gebrauchen, wenn du mich fragst. ("Wenn die Sonne lacht, nimm Blende...;)").

Ach ja, Jan hat´s ja schon eingehend ausgeführt. :daumen:

Weil du auch was von Bokeh sagtest: Für ein wirklich schönes Bokeh sind die in deiner Ausrüstung haupsächlich aufgeführten Objektive wohl nicht das Richtige. Die eignen sich eher für solche Motive, wie du sie hier zeigst.
Aber hintendran in deiner Ausrüstung steht etwas diffus "ein bißchen manuelles Altglas". Ist da etwa eine Festbrennweite dabei, die die nötige Offenblende (1,8 oder dgl.) kann? Mit solchen Linsen stellt man Hauptmotive frei und läßt den Hintergrund in Unschärfe (Bokeh) dahinschmelzen...;)
 
  • Watte-Wolken Beitrag #6
Weil du auch was von Bokeh sagtest: Für ein wirklich schönes Bokeh sind die in deiner Ausrüstung haupsächlich aufgeführten Objektive wohl nicht das Richtige. Die eignen sich eher für solche Motive, wie du sie hier zeigst.
Aber hintendran in deiner Ausrüstung steht etwas diffus "ein bißchen manuelles Altglas". Ist da etwa eine Festbrennweite dabei, die die nötige Offenblende (1,8 oder dgl.) kann? Mit solchen Linsen stellt man Hauptmotive frei und läßt den Hintergrund in Unschärfe (Bokeh) dahinschmelzen...;)

Hallo Steffen,

dann wird bei dem Tele der Hintergrund einfach unscharf und ist kein richtiges Bokeh?

An lichtstärkeren manuellen Objektiven hätte da zu bieten:
Auto Revuenon 50mm, 1:1,4
Auto Revuenon 28mm, 1:2,8
Auto Revuenon 35-70mm, 1:2,8/3,8

Mit dem 50mm versuche ich mich gerade anzufreunden, weil ich gelesen habe, dass das die Brennweite ist, mit der man am meisten lernen kann und das "Zoom per feet" ist auch irgendwie interessant.

Ich hab an der Kamera auch die "Catch-in-Fokus"-Funktion gefunden, die mich beim fokussieren und scharf stellen des Objektivs unterstützt und nur dann auslöst, wenn der (vermeintliche) Fokus scharf ist.
Was mich da aber derzeit wirklich an meine Grenzen bringt ist die richtige Belichtung, weil ich ja außer Blende nichts voreinstellen kann und besonders bei weiter geöffneter Blende der richtige Fokus. Die Schärfeebene verrutscht mir da immer so leicht. Da trau ich mich noch nicht Bilder von einstellen :eek:.
 
  • Watte-Wolken Beitrag #7
Diese "Standard" und Telezooms erzeugen natürlich unter entsprechenden Voraussetzungen auch Hintergrundunschärfe (Bokeh), aber lange keine so schöne, wie das eine hochlichtstarke Festbrennweite bei offener oder fast offener Blende kann. Probiere das doch mal z.B. mit deinem 50er bei z.B. Blende 1,8 aus, dann weißt du, was ich meine. ;)
 
  • Watte-Wolken Beitrag #8
Kann es sein, dass die Bilder auf meinem Bildschirm anders aussehen als auf deinem? Hier erschienen
mir die Bilder nämlich zu dunkel und ich hab sie extra ein bisschen heller gemacht.
Nö, Bild 2 und 3 sind bei mir auch etwas dunkel, da müsste man noch etwas an den Tonwerten drehen damit
die Dynamik auch ausgennutzt wird, hab ich aber oben nicht erst angesprochen weil es darum erstmal nicht
ging....wollte Dich nicht mit zuvielen Dingen am Bild belasten ;)





Ich hoffe du sitzt noch! Was ist Beugungsunschärfe?:confused: Ja genau, ich hatte Angst, dass dann irgendwas
unscharf wird und gedacht, dass ich die Blende dann möglichst weit zu machen muss, weil ich sie ja
möglichst weit auf mache, wenn ich Bokeh haben will.
Das mit der Beugungsunschärfe hat Staffen ja schon gut verlinkt !
Ist halt oft der Fehler den Einsteiger machen weil sie mal gehört haben das dann "alles scharf wird", also
denken sie "je grösser die Blendenzahl desto schärfer das Bild"...was natürlich völlig falsch ist und sich ins
Gegenteil verändert wenn man sich die feinen Verästelungen an den Bäumen anschaut :eek:

Kann man sich als Laie in etwa so vorstellen : Das ganze Licht und die feinen Farbunterschiede (also viel
Bildinformationen)
müssen durch die Blende auf den Sensor kommen.....ist die Blende weit geöffnet (kleine
Blendenzahl)
gilt : Alles klar, genug Platz für die ganzen Bildinfos und Farbnuancen die auf den Sensor ver-
kehrtherum wieder projiziert/zusammengebaut und dargestellt werden :daumen:
Die vielen kleinen und feinen Bildinfos brauchen nicht drängeln und es ist genug Platz beim Durchgehen der
Blende :)
Ist die Blende dagegen sehr klein (grosse Blendenzahl) müssen sich die vielen Bildinfos und Farben durch ein
verdammt kleines Loch quetschen um auf dem Bildsensor wieder grösser projiziert/zusammengebaut zu werden,
dabei kommt es zu einigen Farbverschiebungen und feine Detailschärfen werden teilweise nicht mehr so richtig
dargestellt, es bleiben sozusagen Infos auf der Strecke weil verdammt viel Gedränge an der Engstelle herrscht
(alle wollen schnell durch und geraten fast in Panik) :eek: :D






Gut zu wissen! Das war mir bisher gar nicht bewusst, ehrlich gesagt. Weil bei meinem 80-200mm wird
der Hintergrund ja verschwommen, wenn er weiter weg ist. Liegt das dann daran, dass ich ein eher
weitwinklige Brennweiter verwende? Hab ich das jetzt richtig geschlussfolgert, oder hab ich einen
Knoten im Kopf?
Ist die Brennweite "lang" (also 80-200mm) wird der Hintergrund hinter dem Motiv bei Blende 5,6 noch ganz
gut unscharf.....ist die Brennweite "kurz" (also 17-50mm) wird der Hintergrund hinter dem Motiv bei Blende
5,6 eher recht scharf dargestellt !
Das liegt an den unterschiedlichen Motiventfernungen und der Brennweite, hierbei gibt es also bei gleicher
Blende entsprechend unterschiedliche Hintergrund-Unschärfebereiche (Bokehs) ;)






Probiere das doch mal z.B. mit deinem 50er bei z.B. Blende 1,8 aus, dann weißt du, was ich meine. ;)
Dann wird einem auch die Aussage "cremiges" Bokeh selber bewusst :D :daumen:











Gruss
JAN
 
  • Watte-Wolken Beitrag #9
Sorry, dass ich erst so spät zum antworten komme. Und vielen, vielen Dank für eure Mühe! Das ist echt klasse:daumen:

Nö, Bild 2 und 3 sind bei mir auch etwas dunkel, da müsste man noch etwas an den Tonwerten drehen damit
die Dynamik auch ausgennutzt wird, hab ich aber oben nicht erst angesprochen weil es darum erstmal nicht
ging....wollte Dich nicht mit zuvielen Dingen am Bild belasten ;)
Tonwerte ist die Funktion mit der ich bestimmen kann wo schwarz "anfängt" und wo weißt "aufhört"?

Kann man sich als Laie in etwa so vorstellen : Das ganze Licht und die feinen Farbunterschiede (also viel
Bildinformationen)
müssen durch die Blende auf den Sensor kommen.....ist die Blende weit geöffnet (kleine
Blendenzahl)
gilt : Alles klar, genug Platz für die ganzen Bildinfos und Farbnuancen die auf den Sensor ver-
kehrtherum wieder projiziert/zusammengebaut und dargestellt werden :daumen:
Die vielen kleinen und feinen Bildinfos brauchen nicht drängeln und es ist genug Platz beim Durchgehen der
Blende :)
Ist die Blende dagegen sehr klein (grosse Blendenzahl) müssen sich die vielen Bildinfos und Farben durch ein
verdammt kleines Loch quetschen um auf dem Bildsensor wieder grösser projiziert/zusammengebaut zu werden,
dabei kommt es zu einigen Farbverschiebungen und feine Detailschärfen werden teilweise nicht mehr so richtig
dargestellt, es bleiben sozusagen Infos auf der Strecke weil verdammt viel Gedränge an der Engstelle herrscht
(alle wollen schnell durch und geraten fast in Panik) :eek: :D
1a Erklärung, verstanden :D


Ist die Brennweite "lang" (also 80-200mm) wird der Hintergrund hinter dem Motiv bei Blende 5,6 noch ganz
gut unscharf.....ist die Brennweite "kurz" (also 17-50mm) wird der Hintergrund hinter dem Motiv bei Blende
5,6 eher recht scharf dargestellt !
Das liegt an den unterschiedlichen Motiventfernungen und der Brennweite, hierbei gibt es also bei gleicher
Blende entsprechend unterschiedliche Hintergrund-Unschärfebereiche (Bokehs) ;)
Ok, das war mir bis eben nicht bewusst.:eek: Gibts da ne Faustregel oder kann man das (pragmatisch) irgendwie berechnen, welche Blende man wählen kann/muss damit der Hintergrund scharf oder unscharf wird?
 
  • Watte-Wolken Beitrag #10
...

Kann man sich als Laie in etwa so vorstellen : Das ganze Licht und die feinen Farbunterschiede (also viel
Bildinformationen)
müssen durch die Blende auf den Sensor kommen.....ist die Blende weit geöffnet (kleine
Blendenzahl)
gilt : Alles klar, genug Platz für die ganzen Bildinfos und Farbnuancen die auf den Sensor ver-
kehrtherum wieder projiziert/zusammengebaut und dargestellt werden :daumen:
Die vielen kleinen und feinen Bildinfos brauchen nicht drängeln und es ist genug Platz beim Durchgehen der
Blende :)
Ist die Blende dagegen sehr klein (grosse Blendenzahl) müssen sich die vielen Bildinfos und Farben durch ein
verdammt kleines Loch quetschen um auf dem Bildsensor wieder grösser projiziert/zusammengebaut zu werden,
dabei kommt es zu einigen Farbverschiebungen und feine Detailschärfen werden teilweise nicht mehr so richtig
dargestellt, es bleiben sozusagen Infos auf der Strecke weil verdammt viel Gedränge an der Engstelle herrscht
(alle wollen schnell durch und geraten fast in Panik) :eek: :D
...


Das ist die mit Abstand anschaulichste Erläuterung
von Beugungsunschärfe, die mir bisher untergekommen
ist. :klatschen: :klatschen: :klatschen:



_
 
  • Watte-Wolken Beitrag #11
Und vielen, vielen Dank für eure Mühe! Das ist echt klasse:daumen:
Gern geschehen...sagt der Erklärbär




Tonwerte ist die Funktion mit der ich bestimmen kann wo schwarz "anfängt" und wo weißt "aufhört"?
So kann man es u.a. auch ausdrücken :D





Gibts da ne Faustregel oder kann man das (pragmatisch) irgendwie berechnen, welche Blende man
wählen kann/muss damit der Hintergrund scharf oder unscharf wird?
Man kann heutzutage (fast) alles berechnen, aber manches geht in Fleisch und Blut über je öfters man
es macht und Erfahrungswerte sammelt ;)
Wenn man kaum Erfahrungen oder Einschätzungen zum Verhältnis Blende --> Brennweite --> Motiventfer-
nung hat, kann man das .B. auch hier eingeben und berechnen lassen :



Es gibt sogar kleine Schiebekarten für unterwegs wo man das vor Ort schnell berechnen kann, auch fürs
Schmartföhn (Handy) gibts da Apps mit denen man das auch schnell unterwegs berechnen kann :p

Selber brauche ich solche "Berechner" nicht, das hab ich schon ungefähr im Gefühl, sozusagen ist es bei
mir schon in Fleisch und Blut übergegangen :D






Das ist die mit Abstand anschaulichste Erläuterung
von Beugungsunschärfe, die mir bisher untergekommen
ist. :klatschen: :klatschen: :klatschen:
Danke....sagt der Erklärbär


smiley_emoticons_megagrin.gif
smiley_emoticons_megagrin.gif
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Gruss
JAN
 
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