Was ist und bringt Bokeh?

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rhinero

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Eine kreisrunde Blende mit ca. 16 Lamellen?
http://www.zeiss.de/C12567A8003B8B6F/EmbedTitelIntern/CLN_35_Bokeh_DE/$File/CLN35_Bokeh_de.pdf
 
08.10.2012
#1

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Guest

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oz75

oz75

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Eine sehr interessante Frage - die Du im Kontext einiger interessanter Threads (Pentacon, AutoRevuenon, Cyclop) sicher nicht ohne Absicht in der Raum stellst.

Was es ist...:
Technisch gesehen, das Resultat der Ausprägung und Wichtung der sphärischen Aberration, wie "Bruder Zeiss" in o.g. (m.E. wirklich schönen) Dokument darlegt.

Die Blendenform beeinflußt die "Ausformung" der Zerstreuungs"kreise" außerhalb der Fokusebene. Spannend wird dies zunehmend bei defokussierten Spitzlichtern (wie man im Cyclop-Thread an der Stern- und Kreisblende erkennen kann).

Die Wirkung:
Welches Bokeh ist schön - welches nicht?
Eine Frage subjektiver Präferenzen plus eine ordentliche Portion Wahnehmungspsychologie. Was empfindet ein Mensch als "schön"?

Begrifflichkeiten wie Creme-Bokeh, (un)ruhiges Bokeh, Swirl-Bokeh, Donut-Bokeh (gerne zitiert bei den (m.E. zu unrecht) vielgeschähten Spiegelteleobjektiven)...spiegeln dies wohl gut wieder.

Was bringt Bokeh?
Sicherlich bringt es Stoff für lange Diskussionen. Aber letztendlich gilt: Über Geschmack kann man vortrefflich (oder auch nicht) streiten. ;)

Grüße,
Oz
 

rhinero

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@ Oz
Gewöhnlich betrachte ich "Geschmacksache" als Rettungsinsel und Totschlagargument für Unkenntnis. Nicht in Deinem Beitrag. "Danke!"

Für mich hat Optik-Design etwas mit kochen gemeinsam nämlich die so gewollte wie gekonnte Abstimmung von Zutaten zu einem Ergebnis mit individuellem "Charakter" und ideal für einen bstimmten Verwendungszweck.

Als einst z.B. das rattenscharfe Tessar mit seiner hohen Kantenschärfe gerechnet wurde, wurde es für Jahrzehnte für Journalisten, in der Reprotechnik und Luftbildphotographie zum idealen Werkzeug.
Portraitphotographen und anderen Lichtbildnern war es jedoch zu "hart" und sie erhielten fast gleichzeitig das "weichere" Heliar mit weniger Kanten -und mehr Flächenschärfe.
Neuere KB-Heliare besitzen diesen Charakter übrigens nicht mehr sondern sollten sich sich über dessen Mythos verkaufen.
Das "echte" Heliar brauch mehr Aufnahmeformat als KB, um sich zu entfalten.

Nicht grundlos verwenden heute noch Photographen gerne alte, unvergütete Optiken, weil Vergütung zwar den Kontrast steigert aber auch Flächenschärfe nimmt. Wichtig, dass unvergütete Optiken möglichst wenig Glas-Luftflächen haben und besonders gut vor Fremdlicht von außerhalb ihres Aufnahmeformats geschützt werden. Dann werden diese Optiken zu wahren "Leckerbissen". Die aktuellen Preise z.B. von Heliaren für Großformat belegen dies.

Viele Grüße,
rhinero