Hallo zusammen,
zunächst einmal .... gute Photos!

:klatschen:
Dass Vergasermotoren grundsätzlich Spritfresser waren/sind, stimmt so nun auch wieder nicht.
Begründung: Beim Kraftstoffverbrauch werden häufig zwei Begriffe verwechselt ...
a) spezifischer Kraftstoffverbrauch ... dieser sagt aus, wieviel g Kraftstoff ein Motor zur Erzeugung einer Kilowattstunde mechanischer Arbeit benötigt.
b) Kraftstoff-Streckenverbrauch ... sagt aus, wieviel Liter Kraftstoff ein Fahrzeug auf z.B. 100km Fahrstrecke verbraucht.
Moderne Gemischbildungssysteme haben zwar Punkt a) moderat verbessern können, Punkt b) lässt wirkliche Fortschritte aber leider vermissen.
Grund: Unsere Fahrzeuge sind leider in einem Maße schwerer geworden, das die Erfolge in der Motoren- und Gemischbildungstechnik gegenkompensiert.

Hätten wir die Motorentechnik von heute in Kombination mit den Fahrzeuggewichten der 70er Jahre .... dann könnten wir wirklich von "sparsam" sprechen. Möglich ist es .... gekauft wird leider anderes....
Unpopulär es zu erwähnen ... aber ....
Die Notwendigkeit beim Einsatz des geregelten Abgaskatalysators mit einer stöchiometrischen Gemischzusammensetzung von 14,7 Massenanteilen Luft auf einen Massenanteil Ottokraftstoff zu arbeiten kostet uns Kraftstoff.
Zu Vergaserzeiten gab es die damals übliche "Teillastabmagerung" noch. Man hat den Vergaser also so ausgelegt, dass er bei Teilmotorleistung ein besonderes mageres (kraftstoffarmes) Gemisch erzeugt hatte. Katalysator-geregelte Motoren dürfen das nicht mehr, da sich nur bei stöchiometrisch optimaler Gemischzusammensetzung (14,7:1 eben) optimal umgewandelte (damit giftfreie) Abgase machen lassen.
Könnte man das mit modernen Motoren heutzutage (ohne Rücksicht auf die Abgaswerte also) immer noch machen, dann wären unsere Ottomotoren (Benziner) um mehr als 10% sparsamer.
Grüße und sorry für den OT ... hoffe es interessiert dennoch.
Grüße
Klaus