VEB Pentacon Dresden ... VIDEO Reportage ...

  • Autor des Themas Klaus-R
  • Erstellungsdatum
22.02.2017
#1

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Guest

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Harald

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Stimmt, sehr sehenswert. Danke für den Tipp!
Eine Praktica habe ich auch in meiner Sammlung. :)
 
dj69

dj69

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Sehr informativer Bericht, danke für den Link!

Das die Pentacon sterben musste ist natürlich bitter, bei den vielen Milliarden der Treuhand, die in zum teil auch in sehr fragwürdige Projekte geflossen sind, wären die Mittel zur Sanierung und zum Erhalt dieser Industrie sicherlich vorhanden gewesen.
Und man bekommt sehr anschaulich gezeigt, wie schnell falsche Entscheidungen (hier vom zuständigen Minister) ein innovatives und rentable Unternehmen kaputt machen.

Habe gerade meine Pentacon Objektive aus dem Schrank geholt... :)
 

Harald

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Nunja, wie unrealistisch die Fortführung des Unternehmens nach der Wende noch war, wussten ja ihrer eigenen Aussage nach auch die Verantwortlichen. Auch wenn es natürlich schade um das Wissen und die mühsam unter widrigen Verhältnissen aufgebaute Fabrikation war.

Ich habe mich mal etwas in die Produkthistorie eingelesen: Bis in die späten 1970er war Pentacon auch international durchaus konkurrenzfähig und zeitweise sogar technologisch führend.
Danach wurden sie (nicht nur sie) von den innovationsfreudigen Japanern langsam abgehängt. Sicher auch wegen der finanziellen Beschränkungen von Staats wegen und dem Zwang, alles selbst entwickeln und herstellen zu müssen. Klingt ja auch im Bericht an: Um elektronisch mithalten zu können, hätten sie Zulieferer gebraucht. Vor allem Autofokus konnten sie nicht mehr bieten.

Es wurde halt nichts in Pentacon investiert, das Geld hatte der Staat nicht mehr. Potential wäre vorhanden gewesen.
Ich sehe meine MTL jetzt jedenfalls mit etwas anderen Augen ;)

Vielleicht lege ich mir mal noch eine kleine Praktica B**-Ausrüstung zu.
Weiß jemand, welche empfehlenswert ist? BCA? B100?
 

sw-labor

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Danke Klaus für den Link.:daumen:
War natürlich für diese Stadt und deren Umfeld eine Tragödie das alles aus ist.
Mit der rasanten Kameraentwicklung in anderen Ländern konnten sie einfach da nicht mehr mithalten.
Was die Treuhand aber genau "veranstaltet" hat würde mich stark interessieren.
Vor allem als alles versteigert wurde.
Nach der Wende war doch mal noch Schneider in Dresden.
Da hieß es nicht mehr Pentacon sondern Schneider, z.B. die BXs 20 Kamera trägt das s für Schneider im Namen..
Auch Objektive wurden mit Schneider Verpackung verkauft.
Was ist eigentlich aus den Namensrechten und den Patenten geworden?
Da gab es in dem Film leider auch keine Infos.

Kamera kann ich keine Empfehlung geben da zu wenig mit denen fotografiert.
Meine BX20 hat einen satten Spiegelschlag.
Das Pentacon Prakticar 1.8/50mm mit 33cm Einstellgrenze ist gut und dann wie bei M42 alle Carl Zeiss Jena Objektive.
Bei den Prakticaren sind angeblich welche von Sigma gelabelt und welche andere in Rumänien gefertigt.
Für richtig Pentacon suche Dir eine Pentacon Six tl mit ein bis drei Carl Zeiss Objektiven, 80/120/180mm.
 
Klaus-R

Klaus-R

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Hallo zusammen,

ich habe natürlich meine Praktica L sofort wiedererkannt, mit der ich (nicht nur aus Geldmangel) immer noch photographiert habe, als andere schon längst mit 'ner CANON A1 "bewaffnet" waren. Natürlich waren die gleichen Kameras auch als Revueflex bei uns "Im Westen;)" unterwegs. Ganz zurecht hatten sie einen beachtlichen Marktanteil. Insbesondere die DDR-Optik war einfach wirklich gut und zwar auch dann noch, als der VEB Pentacon technologisch nicht mehr mithalten konnte.

Als 1990 Schluss war, war der Rückstand aber schon so groß, dass man den Schritt in das digitale Zeitalter (spätestens 8 Jahre später hätte man starten müssen) auch nicht mehr hätte schaffen können. Schade natürlich, dass auch der Westen diesen Anschluss verloren hat.

Grüße

Klaus
 
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Klaus-R

Klaus-R

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Ja, es ist immer wieder traurig, wenn Menschen alles geben, was menschenmöglich ist, und trotzdem verlieren, weil die Umstände leider nicht zu ändern sind.

Die Mitarbeiter des VEB Pentacon haben fast Unmögliches geleistet und gerade im Westen Leuten astreine Kameras beschert, die ansonsten nicht finanzierbar gewesen wären. Ich jedenfalls habe mich dafür zu bedanken ... nicht nur für damals, sondern immer noch. Auch wenn die Kameragehäuse nicht mehr zeitgemäß sind .... die Kameraoptik von damals ist noch voll digitaltauglich und von immer noch konkurrenzfähiger optischer Qualität.

Tolle Leistung, die Geschichte ist und bleiben wird!

Grüße und schöne Photos (immer noch mit ostdeutscher Phototechnik):daumen:

Klaus
 
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Waldschrat

Waldschrat

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Danke für den Link!

Zitat aus dem Filmbeitrag: "Selbst die Japaner mussten unsere Leistungen anerkennen ..." :p :D
 
L*A*B

L*A*B

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@Waldschrat:
Und auch Dir, Waldschrat, Dank für das "Ausgraben" dieses interessanten Threads.
Vieles geht leider unter, wenn man nicht regelmäßig die neuen Beiträge scannt...


Und natürlich auch Dir, my old friend klaus, Dank für diesen Thread vom Februar 2018. (y)
Das ist für mich pure Nostalgie.


Es war nicht Alles "schlecht" in der ehemaligen DDR...
 
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MuFTi

MuFTi

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Dank für diesen Thread vom Februar 2018.
<Besserwisser> 2017. </Besserwisser>
Darf mich mit dem beidseitigen Dank gleich anschließen und bin gespannt auf den Beitrag!
Ungelogen: Neben mir liegt auf dem Schreibtisch die Praktika LTL3, mit der ich in die "richtige" Photographie eingestiegen bin. Drauf sitzt noch ein Pentacon 50/1.8. Das probiere ich demnächst an dem MFT-Adapter aus, dass ich vom @muezin bekommen habe. :cool:

VG, Uwe
 
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