Unscheinbares

  • Autor des Themas Henbe
  • Erstellungsdatum
04.10.2018
#1

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Guest

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nordhamburger

nordhamburger

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Moin Herr Kamerateur Bernhard,

auch deine Aufnahmen zeigen mir, was die Natur so hervorbringt.
Man muss es nur sehen, und das habe ich auch durchs Fotografieren gelernt.

Favorit für mich ist das Bild 3 :daumen::daumen::daumen:.
Danke für´s Zeigen der Aufnahmen
 
L*A*B

L*A*B

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Wunderbarer Minimalismus. :daumen:


Am Besten gefallen mir #3,4 und 6.
Und wie oft würde ich bei solchen Motiven wegen ihrer graphischen Anmutung ein schwarz/weiß- oder monochrom-Umsetzung ausprobieren.
 
muezin

muezin

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Ich bin auch bei der #3 :daumen:
Nur bei der #2 finden meine Augen keinen Halt. Da ist der Fokuspunkt irgendwie nicht klar.
Sonst finde ich sie auch sehr schön minimalistisch :)
 
Janni

Janni

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Hast diese filigranen Motive schön in Szene gesetzt :klatschen:

Normalerweise rennt man daran vorbei, man muss nur gezielt die Augen aufhalten,
dann merkt man das die Umwelt voller Motive steckt ;)







Gruss
JAN
 
dj69

dj69

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Bernhard, an dieser Stelle in großes Kompliment zu diesen herrlich minimalistisch wunderschönen Bildkompositionen.

Einfach nur schön!
 
Kangal1966

Kangal1966

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Klasse Bilder, die man selbst jeden Tag sieht aber selten wahr nimmt, klasse:daumen:
 

Henbe

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Moin zusammen,

danke für eure Kommentare.

Ein Bericht zur Haiku-Fotografie hat mich auch die Idee zu diesen Fotos gebracht.

Hier noch ein kleiner Zuschlag.

#2.1
Gras_2018_09_20_6848.jpg

#2.2
Gras_2018_09_20_6849.jpg

#2.3 Am seidenen Faden.
Blatt_2018_10_03_7229.jpg

#2.4
Blatt_2018_10_03_7232.jpg

#2.5
Blatt_2018_10_03_7239.jpg
 
L*A*B

L*A*B

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Ich finde Deinen Ansatz beeindruckend. :daumen:

Den Begriff "Haiku-Photographie" für solche Photos finde ich zutreffender als die Charakterisierung "Minimalismus", welche ich hierfür bisher verwendet hatte.

"Haiku": Eigentlich eine Gedichtform. Zen-orientiert. Eine kurze Momentaufnahme eines tiefgehenden Affekts, minimalistisch dargestellt.

Auch wenn es viele Leser nicht verstehen werden: Gate, gate, paragate, parasamgate, bodhi, svaha!

im-wald-i-9b1616ff-9975-4258-860d-6f1007a449af.jpg
 
HellWeichei

HellWeichei

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Sehr schöne Bilder. Die #1 ist leider etwas zu hell geworden, an dem Halm oben rechts ist die Struktur nicht mehr zu erkennen. Die 2.3 am seidenen Faden finde ich klasse. Alle Bilder sprechen mich an. Ich denke, diese Art der Naturfotografie gibt jede Menge schöne Momente und Aufnahmen. Danke auch für die Links zu dem Artikel und dem Fotografen. Sehr interessant. Darüber muss ich allerdings nicht gleich in´s Mantramurmeln verfallen. Einfach machen ist angesagt. Tolle Arbeit.
 
L*A*B

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@HellWeichei:
Darüber muss ich allerdings nicht gleich in´s Mantramurmeln verfallen.
Yep.
Das zentriert Einem aber etwas.
Und ich meine, so einen Begriff wie "Haiku" sollte man nur verwenden, wenn man sich über dessen Kontext klar ist. Daher das Zitat des Kulminativ-Mantras aus dem Herz-Sutra.

Yep.
Siehe mein angefügtes Photo in Post #9 ("Im Wald").
 
HellWeichei

HellWeichei

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Ja. Kann. Wenn allerdings das Ziel ist, dass ich erkenne Eins ist Alles und Alles ist Eins, dann brauche ich in letzter Konsequenz auch keine Fotoausrüstung mehr. Das fände ich wenig erstrebenswert. Um ab und zu mal "Funkstille" zu erhalten ist das praktikabel :D.

... wenn man sich über dessen Kontext klar ist....("Im Wald").
Das weisst du nicht, ebenso wenig wie du mit deiner vorigen Bemerkung "Auch wenn es viele Leser nicht verstehen werden" wissen kannst, ob dein Zitat nicht nur von den Wissenden gelesen wird, weil die anderen gerade wegen deiner einleitenden Bemerkung an der Stelle das Lesen abgebrochen haben :p:p

Ach ja, dein Foto im Beitrag #9 finde ich auch gut. Die Farben und das Spiel mit Schärfe und Unschärfe ist sehr schön. Praktisch daran ist auch, dass man keine Sensor- oder Linsenflecken sieht. Hat was... :daumen::daumen::D
 
L*A*B

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@HellWeichei:
Zitat von L*A*B
Das zentriert Einem aber etwas.
Ja. Kann. Wenn allerdings das Ziel ist, dass ich erkenne Eins ist Alles und Alles ist Eins, dann brauche ich in letzter Konsequenz auch keine Fotoausrüstung mehr. Das fände ich wenig erstrebenswert. Um ab und zu mal "Funkstille" zu erhalten ist das praktikabel :D.
Deine Sprache und Dein Denken empfinde ich hier als konfus. Es ist imho sinnlos zu versuchen, diese pseudologischen Fäden zu entwirren.

Zitat:
Zitat von L*A*B
... wenn man sich über dessen Kontext klar ist....("Im Wald").

Das weisst du nicht, ebenso wenig wie du mit deiner vorigen Bemerkung "Auch wenn es viele Leser nicht verstehen werden" wissen kannst, ob dein Zitat nicht nur von den Wissenden gelesen wird, weil die anderen gerade wegen deiner einleitenden Bemerkung an der Stelle das Lesen abgebrochen haben :p:p
Haiku-Gedichte entstammen der japanisch geprägten zen-buddhistischen Welt. Der Zen-Buddhismus wiederum entspringt dem Mahayana-Buddhismus. Mahayana = "großes Fahrzeug", weil es Platz hat, um Andere mitzunehmen im Gegensatz zum Hinayana-Buddhismus ("kleines Fahrzeug"), welcher glaubt, sich selbst ohne die anderen Wesen befreien zu können. Und, und, und...

Einer der Haupttexte des Mahayana ist das Herz-Sutra, mit dem Höhepunkt "Gate, gate, paragate, parasamgate, bodhi, svaha!". Dieses Mantra (eigentlich "Dharani") spricht aus der Sicht des Absoluten und ist daher für den Alltagsveratand kaum zu verstehen.

Um die Bedeutung von Haiku`s mit blitzartigen Erkennen zu verstehen, sollte man diesen Hintergrund kennen. Verstehst Du - HellWeichei - jetzt meine Absicht?
Ach ja, dein Foto im Beitrag #9 finde ich auch gut. Die Farben und das Spiel mit Schärfe und Unschärfe ist sehr schön. Praktisch daran ist auch, dass man keine Sensor- oder Linsenflecken sieht. Hat was... :daumen::daumen::D
Na ja, wenigsten hier sind wir uns einig. ;)

Dieses Photo spielt übrigens mit Zerfall (alte Blätter) und Schönheit (Farben, Bokeh etc.), also mit Yin und Yang, Leben und Tod, also dem Anliegen des Mahayana...
 
L*A*B

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@Janni:
Nein, das ist sogar nahe dran! :daumen:
Dein Link führt, wenn zwar, warum auch nicht, humorvoll an das Thema "Synästhesie" ( https://de.wikipedia.org/wiki/Syn%C3%A4sthesie ).
Damit ist das Koan zwar längst nicht erfaßt, aber die Richtung stimmt. :klatschen:

@HellWeichei:
Wenn der Baum verdorrt und die Blätter fallen?
Nein.
Das ist es, was ich Dir vermitteln wollte: Deine Spruchweisheiten helfen Dir nicht im geringsten beim Verständnis für den philosophischen Hintergrund von Haiku`s...
Aber zugegebenermaßen war das etwas unfair von mir.
Ich hätte dem Fragenden die Antwort nach der Farbe des Herbstwinds ins Gesicht geblasen, aber das geht natürlich nicht bei einer Web-Seite... :rolleyes:

Per scontato non do
Niente di quel che ho
Neanche un minimo brivido, ora no

@Janni/Hellweichei:
Schön, dass ihr das Thema sportlich und humorvoll aufgreifen könnt! :)
 
L*A*B

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Zurück zum Thread-Thema:

Ich finde nicht nur die Photos von Henbe interessant, sondern auch seine Anregung, Photographie mit der Idee von Haiku-Gedichten zu verknüpfen.

Haiku`s und Photos haben etwas Wesentliches gemeinsam: Sie stellen Momentaufnahmen dar.
Im Zen-Buddhismus ist das achtsame Erleben des "Hier und Jetzt" ein Kernanliegen.
In der Photographie ist es sozusagen zwangsläufig gegeben.

Dennoch ist es schwer, in diesem Sinn minimalistische Photos zu gestalten, welche das "pars pro toto" eines Haiku`s verwirklichen.