Tüten töten

Diskutiere Tüten töten im Fotografie Tipps & Tricks Forum im Bereich FOTOGRAFIE FORUM; Hallihallo! Ein anderer Titel fiel mir gerade trotz intensivem Nachdenkens nich ein. ;) Also, worum geht es: Ich selbst bin ja so ein...
  • Tüten töten Beitrag #1
Waldschrat
Waldschrat
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Hallihallo!

Ein anderer Titel fiel mir gerade trotz intensivem Nachdenkens nich ein. ;)
Also, worum geht es:

Ich selbst bin ja so ein "Spezialist", der gerade die Dinge, welche aktuell
nicht gebraucht werden, gern in Tütchen packt, um bösen Stäubchen keine
Chance zu geben. :rolleyes:

Wie an anderer Stelle schon erzählt, lösen wir gerade die Wohnung des Vaters
einer Freundin auf. Das Thema war schon bekannt, aber jetzt wird nochmal
offenkundig, dass Kunststoffe nach Jahren, spätestens Jahrzehnten
untereinander "komisch" werden können. Kamerateile interagieren mit ihrer
Kunst"leder"tasche, Kabel-Isolationen kleben auf Plexiglas und greifen dieses
schlimm an, vermutlich die Weichmacher aus umtüteten Tüten macht das Plaste der
darin eigentlich geschützten Utensilien klebrig, seltsam, und hinfällig.

Eine Lösung kenne ich jetzt auf den Schnelle auch nicht, außer vielleicht
ein Problembewusstsein dafür zu entwickeln, Sachen nicht arglos über
Jahre einer Plastetüte anzuvertrauen. Also Jute statt Plastik? ;) :D


Wollte ich einfach mal mit Euch teilen!
Wünsche lange Freude an den Fotosachen!
der Waldschrat... :)







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  • Tüten töten Beitrag #3
Ich weiß nicht, wie es bei Kamera/-zubehör ist, aber wenn ich etwas wegpacken möchte, das (für mich) von Wert ist, dann wickle ich es zunächst mal in ein Stück Seide o.ä. und danach erst in Kunststoff.
Vielleicht wäre das eine Möglichkeit für dich.
 
  • Tüten töten Beitrag #4
Hallo Schrat,

chemische Reaktionen aller Art (insbesondere auch Korrosion an Metallteilen und Pilzbildung) vermeidest Du mit drei Parametern.

-kühl
-trocken
-dunkel

Genau dann sind auch Kunststoffe in aller Regel problemlos.

UV-Strahlung und Wärme können die allermeisten Kunststoffe nicht dauerhaft vertragen.

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
  • Tüten töten Beitrag #5
Gummibänder um Kabel gewickelt ergeben auch eine nette Verbindung ...
LG Jens
 
  • Tüten töten Beitrag #6
Also Jute statt Plastik? ;) :D
(...)

Klappt dann, wenn die oben genannten Parameter Stimmen!;) Jute schafft keine Isolierung gegen Umgebungseinflüsse aller Art (Licht vielleicht noch teilweise);)

Metalldosen!

Weiß jemand, ob Plexiglas geht?

Metalldosen sind zwar ziemlich "dicht" ... wobei es aber darauf ankommt, welche Atmosphäre man da nun dauerhaft einschließt. Packt man die Metalldose bei zu hoher Luftfeuchtigkeit ein und verschließt sie, dann war's das z.B. leider auch.

Plexiglas (Acrylglas) gehört zu den Thermoplasten und ist (bei zulässigen Temperaturen) chemisch sehr stabil. Zu überlegen wäre aber, lichtundurchässige Thermoplaste zu verwenden, die eben auch gegen UV-Starhlung schützen.

Nicht umsonst aber lese ich bei alten gebrauchten Sachen sehr gerne "Dachbodenfund";) Das ist fast immer besser, als "Kellerfund". Sachen, die so "luftig" über die Jahrzehnte kamen, zeigen kaum Alterung.

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
  • Tüten töten Beitrag #7
Für mich lerne ich da erstmal zwei Aspekte:
- Sachen nicht arglos über längere Zeiträume in Folien/Tüten lassen.
- Beim Einlagern darauf achten, was womit Kontakt hat.


Mein ansonsten noch neuwertiger Plattenspieler aus DDR-Zeiten zeigt z.B. eine
vollkommen verunstaltete Acrylhaube, weil er ca. 15 Jahre lang in einer
Bananenkiste bei Wohnraumbedingungen schlummerte, und dabei die Kabel
oben auf der Haube lagen. Die Kabelisolierungen haben sich regelrecht
"eingebrannt" in die Klarsicht-Haube. :eek:


Grüße, und lange Freude an den Dingen, die Euch wichtig sind!
der Waldschrat... :)





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  • Tüten töten Beitrag #8
Die Grenzwerte für die sogenannten Weichmacher wurden in den letzten zwei Jahrzehnten massive gesenkt, neuere Kunststoffe sind also weniger problematisch. Generell bei den meisten Kunststoffteilen bleibt die Tatsache, dass sie aus Erdöl hergestellt wurden. Erdöl hat die Eigenschaft, sich wieder in eine Urform binden zu wollen. Desshalb "verschmelzen" gewisse Kunststoffe mit der Zeit miteinander. Sogenannte Duroplaste, also Kunststoffe, die erst durch Zuführen eines "Härters" sind weniger Anfällig, als Thermoplaste, die jederzeit wieder eingeschmolzen und erneut verarbeitet werden können.
Wie Klaus bereits erwähnt hat: Feuchtigkeit und besonders höhere Temperaturen beschleunigen den Materialzerfall.
Optimale Aufbewahrung in kühler, trockener und dunkler Umgebung währe Glas. Glas fördert die Korrosion durch unterschiedliche elektrische Potentiale nicht so stark, wie Metall oder Kunststoff. Luftdicht sollten die Behältnisse NICHT verschlossen sein, da Kunststoffe über Jahre hinweg ausgasen.

@Waldschrat
Plattenspieler-Hauben findet man zuweilen im Netz ... oder alternativ bei einem Kunststoffverarbeiter eine Massanfertigung. Mit etwas Glück kriegst Du ne schöne Haube vom Azubi hergestellt zum freundlichen Preis ;-)
 
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