Tasche voll mit Zubehör geerbt - Objektive, Kamera, Filter

paulwi

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Guten Abend alle Zusammen! Ich bin Paul und Student aus Dortmund, ich hoffe hier ein paar Antworten auf einige meiner Fragen zu finden und euch nicht übermäßig damit zu belasten. Ich habe die Tage zwei Taschen voll mit Kamera Zubehör bekommen, ein indirektes Erbe meines Opa´s.
Mein Opa war damals sehr Kameraaffin, sollte also nicht den größten Ramsch gekauft haben. Ebenso war er immer sehr bewandert, was Qualität angeht, weshalb ich denke, dass auch vornehmlich Canon Objektive dabei sind. Außerdem eine Leica DBP Analog Kamera und ein paar Filter, Stative und Co.
Leider habe ich aber nicht sonderlich viel Ahnung von der Materie, weshalb ich mich an euch wenden wollte. Mich komplett einzulesen und mit jedem einzelnen Objektiv zu befassen finde ich im Moment nicht sinnvoll, da mit leider die Zeit dafür fehlt. Eine kurze Recherche bzgl. der Objektive habe ich aber schon betrieben. Trotzdem sind mir 95% aller Fototechnischen Begriffe noch unklar.

Was ist also der Sinn von meinem Foren Beitrag? Ich würde gerne zwei oder drei gute Objektive behalten und mir eine passende Kamera (DSLR/DSLM/SLR o.Ä. was auch immer empfehlenswert ist) dazu kaufen. Den Rest würde ich an Liebhaber (?) oder einfach Interessierte verkaufen. Da ich (noch!) nicht weiß, was davon Substanz hat, würde ich im Folgenden jetzt einfach mal ein paar Bilder einstellen. Durch das wahrscheinlich höhere Alter der Objektive wäre es schön, wenn ihr mir Hinweise zu eventuellen Liebhaberstücken dalasst, Preisvorstellungen abgebt, oder mir empfehlt, etwas davon zu behalten!
Auch wenn es viele Bilder sind, lohnt es sich vielleicht einmal drüber zu schauen. Vielleicht erkennt der ein oder andere ja etwas wieder.

Sei gewarnt... ich habe alles so übernommen und noch nichts gereinigt!🙄

20201202_205830.jpg20201202_205905.jpg20201202_205923.jpg20201202_205947.jpg20201202_210013.jpg20201202_210026.jpg20201202_210249.jpg20201202_210300.jpg20201202_210450.jpg20201202_210515.jpg20201202_210734.jpg20201202_210744.jpg20201202_210828.jpg20201202_210836.jpg20201202_210904.jpg20201202_211031.jpg20201202_211049.jpg20201202_211158.jpg20201202_211251.jpg20201202_211418.jpg20201202_211540.jpg20201202_211729.jpg20201202_212447.jpg20201202_212455.jpg20201202_212539.jpg20201202_212859.jpg

Wenn euch etwas auffält, was ich besser machen könnte, besser beschreiben könnte oder sonst was, lasst es mich wissen!
Lieben Dank vorab und schöne Grüße
Paul
 
02.12.2020
#1

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Robert

Robert

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Hallo Paul, willkommen hier bei uns im freundlichen Forum.

Was Du auf Deinen Bildern zeigst, sind im wesentlichen Objektive mit Canon FD-Bajonett (=Kameraanschluss).

Aktuell kann man die ohne Adaption gar nicht und mit Adaption nur beschränkt am heutzutage erhältlichen (und seit vielen Jahren etablierten) Canon EF-Bajonett nutzen (erkennt man auch an der Bezeichnung EOS). Digitale Canon-Kameras mit FD-Bajonett gibt es überhaupt nicht.

Interessanterweise erlebt die Fotografie mit Kleinbild-Film ("analog") zur Zeit eine Renaissance.
Dir bietet sich hier also die Möglichkeit, Dich auf dem Gebrauchtmarkt nach einer analogen Canon Kamera mit FD-Bajonett umzusehen (z.B. Canon AE1 oder A1) und künftig mit Kleinbildfilm zu fotografieren. Deren Belichtungsautomatiken arbeiten recht gut, nur auf einen Autofokus (automatische Entfernungseinstellung)
musst Du hier verzichten: den gab es damals nicht.
Das macht trotzdem tatsächlich viel Spaß und bietet den Vorteil, dass man sich quasi ganz nebenbei die Grundlagen der Fotografie aneignet ;)

Dafür würde ich, wenn ich an Deiner Stelle wäre, den kompakteren Blitz sowie die Canon-Objektive 24mm, 50mm & 85mm behalten, vielleicht auch noch das Canon 100mm.
Das sind sogenannte Festbrennweiten, die in der Regel eine gute bis sehr gute Bildqualität liefern.
Behalten würde ich außerdem ganz bestimmt noch die Leica: das ist eine ausgezeichnete und praktisch unverwüstliche Kamera mit ebensolchem Objektiv (das kann man übrigens auch wechseln).

Was sonst an Objektiven, Vorsatzlinsen oder Filtern übrig bleibt, würde ich wohl verkaufen, wobei die auf dem Markt zu erzielenden Preise nicht sonderlich hoch sein werden.
Immerhin: FD-Objektive verkaufen sich noch ganz gut und sind keine Ladenhüter! Für eine Preisvorstellung wirf einfach mal einen Blick in eine große Onlineversteigerungsplattform.
 
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Hallo Robert, vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Das hat mir bereits gut geholfen!

Ich würde deinem Ratschlag folgen und die von dir genannten Objektive behalten und mir die Kunst der Retrofotografie aneignen. Da stellen sich mir jedoch noch weitere Fragen...
Was hat es mit den Convertern auf sich? Wofür sind diese zu gebrauchen?
Außerdem war bei dem Zubehör noch einiges mehr dabei:20201202_213418.jpg

Das Canon Data Back war z.B. für eine Canon F1 vorgesehen, was mich auch zu meiner nächsten Frage bringt - auch wenn diese nicht viel mit Objektiven zu tun hat, sondern eher nach einer Empfehlung eurerseits fragt:
Du hattest die AE-1 und die A-1 erwähnt, aufgrund der erweiterten Features bei der A1 würde ich eher dazu tendieren, jedoch steht ja scheinbar auch noch die F1 im Bilde, wäre diese auch zu empfehlen? Da sich die Preise bei diesen alten SLR´s nicht sostark auf den Geldbeutel ausüben, vertraue ich da auf eure Erfahrungen und würde mir soetwas zum Lernen aneignen!

Liebe Grüße
Paul
 
ThomasRS

ThomasRS

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Jepp.
Die Leica ist FAST unverwüstlich.
Wenn die länger liegen "verharzt" gern der Verschluss.
Dann war's das wirtschaftlich gesehen.
Eine von meinem Vater hat leider das gleiche Schicksal erlitten.

Probier mal aus, ob sie sauber auslöst.
Wenn ja, alles gut.
Wenn nicht, hmmm.
 
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Auslösen tut sie sauber! Also soweit ich das verstehe.. aufziehen und Auslöser drücken. Das Geräusch hört sich gesund an.
Kann man mit der Kamera noch was anfangen? Wofür ist die Leica gut geeignet?
 
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ThomasRS

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Cool.
Anfangen? Klar. Fotografieren.
Alles, was man mit anderen Knippsen auch knippsen kann.

Das Ding war mal der Traum jeden Reporters.
Sozusagen der Goldstandard.
Klein, kompakt und mörderstabil.
Für die M39 Schraubfassung gab es seinerzeit (und auch heute noch)
einen ganzen Stall voller erstklassiger(!!!) Objektive.
 
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Robert

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Die Canon F1 ist ganz sicher auch eine sehr gute Kamera, die es in verschiedenen Ausstattungs- und Aufrüstvarianten bis etwa Anfang der 1980er Jahre gab.

Zum Zubehör oben: von den Konvertern (die ändern den Blickwinkel eines Objektivs - Tele für näher heranholen und Weitwinkel für rundherum mehr aufs Bild) würde ich eher abraten, weil sie die Bildqualität häufig deutlich reduzieren. Andererseits sind die häufig schwer bis gar nicht verkäuflich; also spricht auch nichts dagegen, damit einfach mal zu experimentieren ;)
Das gilt sinngemäß dann auch für Effektfilter, die vorne ans Objektiv geschraubt werden (wenn der Durchmesser passt, sonst hilft vielleicht ein(er der) Adapterring(e), orange Packung(en) auf dem Foto.
Bei den Filtern sieh mal nach, ob da UV-Filter bei sind: in der analogen Fotografie machen die bei intensivem Sonnenschein durchaus Sinn, weil Filmmaterial oft mit blaustichigen Bildern auf UV-Strahlung reagiert.

Das schwarze Kabel am linken Bildrand dürfte ein Kabelauslöser für Blitzgeräte sein: der hilft, wenn man den Blitz nicht oben in den Mittenkontakt der Kamera schieben möchte, um z.B. von der Seite auf das Motiv zu blitzen (dafür braucht man dann noch eine Blitzschiene, die unten am Stativgewinde der Kamera angeschraubt wird und einen Mittenschuh für die Aufnahme des Blitzgeräts hat). Diese Schiene mit dem Kabel hast Du am Rollei-Stabblitz schon mit dabei: damit würde ich dann auch mal experimentieren. Die Blitzautomatik stellst Du für eine am Objektiv zuvor gewählte Blende direkt am Blitz ein.

Praktisch ist noch der Drahtauslöser mit dem schwarzen Kunststoffgriff: den Draht kann man von oben in den Auslöser schrauben und damit die Kamera dann besonders sanft auslösen, wenn sie auf einem Stativ steht. Außerdem kann man damit (wenn ich mich bei diesem Modell nicht irre) die Kameraauslösung beliebig lange fixieren: gut für Nachtaufnahmen.
 
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Bei den excellenten FD-Optiken die Dir da zugefallen sind geht eine Empfehlung auf jeden Fall in Richtung Sony Alpha-Kameras und zwar die Spiegellosen. Adapter für FD auf Alpha bekommt man für um die 20 Euro.
Du kannst sie an die Alpha 6xxx-Serie hängen (kleiner Sensor (APSC)) und hast dann einen Cropfaktor von 1,5 oder Du nimmst die "Vollformat"-Alphas aus der 7er Serie, da ist der Sensor so groß wie ein Kleinbild-Film-Negativ. Wenn es finanziell darstellbar ist solltest Du eine Kamera mit eingebautem Stabilisator wählen (Alpha 6500 und 6600 bzw. A7 II und Nachfolgemodelle).
Auf jeden Fall beneidenswert gute Objektive, Gratulation!
 
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In der Canon A1 hast Du diverse Automatiken direkt integriert, ohne Zusatzteile zu benötigen.
Bei der F1 muss man unterscheiden: die F1 alt ist eine robuste Kamera mit der Du auch mal einen Nagel in die Wand schlagen kannst, bleibt aber ansonsten in ihren Möglichkeiten hinter der A1 zurück und war beim Erscheinen der A1 schon etwas angestaubt.
Eine F1 new war immer mein Traum, eine für den Profibetrieb ausgelegte Kamera, die modular aufgebaut war. Heißt, dass sie zwar auch Zeitautomat oder Blendenautomat usw, "konnte", aber diese Fähigkeiten waren an bestimmte Zubehörteile gekoppelt. Mit dem einen Sucher hatte sie die eine Automatik, mit dem Motor oder Winder (weiß es nicht mehr im Detail) hatte sie dann die andere Automatik. Dies nur zum groben Prinzip; da musst Du Dich erst schlau lesen, gibt aber reichlich Webseiten mit Infos.
Noch ein Unterscheid zur A1: der Sucher der A1 ist fest verbaut, Mattscheibenwechsel ließ sich machen aber nur in der Fachwerkstatt. Die F1 hat mehrere Suchersysteme und auch verschiedene Mattscheiben. Über die Mattscheiben legte man soweit ich mich erinnere auch die Art der Belichtungsmessung (Spot, Intgral usw.) fest. Die A1 hingegen konnte z.B. unter keinen Umständen Spotbelichtungsmessung, ein Feature das ich immer vermisst habe....
Ich hör mal auf, dieser grobe Überblick sollte schon reichen um den Kopf erstmal zum Rauchen zu bringen ;-)
 
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Das 1,2 85mm ist ein sehr hochpreisiges Objektiv aus der L-Serie, quasi das Spitzenmodell (es gab noch ein 1,8 85mm -schon das ist sehr fein ;-) ) und auch die anderen FD-Optiken sind erstklassige und damals immens teure Gläser -für die teils auch heute noch erstaunliche Preise gezahlt werden.
Das 1,2 85mm L wechselt auch heute noch sehr oft für um die 1000 Euro den Besitzer,
das 24er ist mit rund 100 Euro zahm dagegen, aber das 24-35 liegt meist im Bereich von 200-300 Euro.
Alle Preise hängen natürlich auch sehr vom Zustand ab und preisliche Ausreißer nach unten oder oben kommen auch gelegentlich vor. Aber hätte ich das Paket geerbt würde ich auf keinen Fall verkaufen ... 😆
 
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@Robert Danke! :) Wenigstens EINER würdigt meine Expertise! 😁😊
 
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Ich bin begeistert von eurer tollen Hilfe und euren guten Kommentaren!

Bei den excellenten FD-Optiken die Dir da zugefallen sind geht eine Empfehlung auf jeden Fall in Richtung Sony Alpha-Kameras und zwar die Spiegellosen.
Hier bin ich jedoch noch etwas ins stocken geraten. An für sich finde ich die A1 schon eine wirklich klasse Kamera. Habe auch schon etwas recherchiert und nach guten Angeboten auf Kleinanzeigen gesucht, da hier auch das Budget definitiv nicht gesprengt wird - wie gesagt... Student 😁 .
Was hat es mit den Sony´s auf sich? Von der alpha Serie hört man doch schon immer wieder mal was und natürlich, sie sind digital, aber welches Argument ist das prägnanteste um mich vom 35mm Film abzuhalten?

Ich denke, dass ich so oder so Richtung A1 gehen werde, da ich noch nie der große Photoshop bzw. GIMP Bastler gewesen bin und man mit 35mm einfach Substanz in den Händen hält.
 
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Das Schöne ist, es ist kein Entweder - Oder-Weg, sondern Du könntest analog (A1) und digital (z.B. Sonys wie beschrieben) nutzen.
Die A1 ist in der Anschaffung natürlich günstiger als eine Digitalkamera, aber jedes Bild auf Film kostet Dich Geld. Film, Entwicklung und ggf. Abzug. Oder die Negative einscannen (lassen, am Besten von dem Labor wo Du entwickeln lässt). Aber als Scan hast Du dann auch ein digitales Bild ;-)
 
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Das Schöne ist, es ist kein Entweder - Oder-Weg, sondern Du könntest analog (A1) und digital (z.B. Sonys wie beschrieben) nutzen.
Die A1 ist in der Anschaffung natürlich günstiger als eine Digitalkamera, aber jedes Bild auf Film kostet Dich Geld. Film, Entwicklung und ggf. Abzug. Oder die Negative einscannen (lassen, am Besten von dem Labor wo Du entwickeln lässt). Aber als Scan hast Du dann auch ein digitales Bild ;-)
Das ist natürlich gut zu hören und war bereits ein Teil meiner Gedanken.
Das schönste ist sicherlich ein "echtes" Foto in der Hand zu halten und nicht nur Bilder zur digitalen Bibliothek hinzuzufügen (alleine mein Handy hat 20.000+ Bilder). Natürlich macht es sich digital aber auch schön als z.B. Hintergrundbild o.Ä.!
Lassen sich die 35mm Bilder nach Entwicklung - ich kenne es nur so: zum Laden hin, Film abgeben, bald wiederkommen und Umschlag erhalten - auch zuhause mit entsprechender Qualität einscannen? Und was kostet sowas? Natürlich gibt es dann keine Metadaten & Co.

Und generell kann ich mich auch nicht mehr an die Preise erinnern. Wenn du dich doch auskennst @Wiedereinsteiger, was kostet es mich 35 Bilder (oder sind es nur 32 auf einer Rolle? 🤔) entwickelt zu haben? Also vom neuen Film kauf in der Drogerie/ dem Fachgeschäft bis hin zum Umschlag aus dem Labor.
Wenn du mir nur eine ungefähre Zahl sagen könntest, wäre ich schon durchaus zufrieden!

Liebe Grüße und vielen Dank 😊
Paul
 
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Tut mir leid, mein letzter Ausflug in die analoge Fotowelt ist rund 10 Jahre her, da hilft Dir nur selber ein bissl recherchieren. ;-)
 
Klaus-R

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Frage 1: Interessierst Du Dich überhaupt für ernsthafte Photographie?😊

Wenn ja, würde ich diese schönen Sachen gar nicht verkaufen, denn sie sind sehr wohl digital nutzbar.
CANON FD Und OLYMPUS OM sind für mich die besten Kleinbild Kamerasysteme ihrer Zeit.

Diese schönen Objektive lassen sich problemlos an den spiegellosen Vollformat-Kameras SONY-A7-Serie und an CANON-R oder CANON RP Kameras nutzen. Adapter dafür sind nicht teuer.

Natürlich auch an jeder spiegellosen APS-C Kamera ..... würde ich aber nicht empfehlen .... Kleinbild bietet sich einfach an, denn das sind Kleinbild-Objektive.

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
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Das schönste ist sicherlich ein "echtes" Foto in der Hand zu halten und nicht nur Bilder zur digitalen Bibliothek hinzuzufügen (alleine mein Handy hat 20.000+ Bilder). Natürlich macht es sich digital aber auch schön als z.B. Hintergrundbild o.Ä.!
Lassen sich die 35mm Bilder nach Entwicklung - ich kenne es nur so: zum Laden hin, Film abgeben, bald wiederkommen und Umschlag erhalten - auch zuhause mit entsprechender Qualität einscannen? Und was kostet sowas?
Das schöne an digitalen Bildern ist, dass man "echte" Bilder daraus machen kann. Und zwar sehr "straightforward" und in brillianter Qualität.

Ganz ernsthaft: Wenn mich jemand heute fragte, ob ich einem Einsteiger den Weg in die analoge Photographie - und damit den Weg über die chemische Entwicklung + Scan empfehlen würde - um, sofern erwünscht, das Bild wieder mit den Mitteln des 21. Jahrhunderts präsentieren und bearbeiten zu können - und um, wie von Dir angedeutet, ein paar Mäuse zu sparen - so wäre die Antwort klar nein.

Natürlich finden sich Afficionados, die ganz Tolles über diesen Weg zaubern. Auch bei uns im Forum. Manche entwickeln ihre Filme selbst und digitalisieren sie anschließend. Ein "neuer" Retro-Hype, der vielleicht auch die etwas digitalmüden und fortgeschritteneren Semester anfixt - ein neuer (alter) Kick halt.

Und wie war das doch schön, so früher im Labor, als man jung und knackig ....😁
Natürlich gibt es auch jüngere Semester, die Feuer fangen fürs Analoge - Retro ist halt in.

Aber: Praktisch alle, die das tun, beherrschen zumeist bereits alle Register der Photographie und suchen meist eine ergänzende Herausforderung in Verbindung mit Retro-Nostalgie. Sie wissen genau, was sie tun, wie es sie einschränkt und andererseits bereichert.

Und praktisch alle diese Nutzer arbeiten weiterhin schwerpunktmäßig mit Digital-Hochleistungskameras, weil damit so viel mehr, soviel schneller und besser geht.

Zum Geldeutel:

Eine "asthmafreie" Canon A-1 (tolle Kamera, habe ich auch) kriegst Du für 150€.
Für einen Digitalscanner, der halbwegs etwas taugt, legst Du noch locker 200€+ drauf.

Eine Canon F-1 geht bei 350 € los. Ohne Scanner - der kommt noch drauf.

Für das Geld kriegst Du bereits gebraucht die Sony A7 und einen EF-FD Adapter, mit dem Du Opa's eindrucksvolles Objektiv-Konvolut ausprobieren kannst.
Die A7 hat einen tollen digitalen Sucher, welcher gerade die Arbeit mit manuellen Objektiven enorm vereinfacht und fasst sich ähnlich an wie eine A-1. Sie hat einen sehr empfindlichen und rauschfesten Sensor und erschließt Dir damit eine Arbeitsbandbreite, die analog nie geht. Nur ein Beispiel.

Also des Geldes wegen von hinen durch die Brust ins Auge (Analog, Labor, digitalisieren, bearbeiten, ...) - nein, das kannst Du vergessen. Da sparst Du rein gar nichts.
 
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Das schöne an digitalen Bildern ist, dass man "echte" Bilder daraus machen kann. Und zwar sehr "straightforward" und in brillianter Qualität.

Ganz ernsthaft: Wenn mich jemand heute fragte, ob ich einem Einsteiger den Weg in die analoge Photographie - und damit den Weg über die chemische Entwicklung + Scan empfehlen würde - um, sofern erwünscht, das Bild wieder mit den Mitteln des 21. Jahrhunderts präsentieren und bearbeiten zu können - und um, wie von Dir angedeutet, ein paar Mäuse zu sparen - so wäre die Antwort klar nein.
[...]
Also des Geldes wegen von hinen durch die Brust ins Auge (Analog, Labor, digitalisieren, bearbeiten, ...) - nein, das kannst Du vergessen. Da sparst Du rein gar nichts.
Das ist gut formuliert, jedoch habe ich mich vermutlich falsch ausgedrückt. Um die digitale Nutzung geht es mir eben nicht. Davon habe ich mittlerweile genug. Da ist es mir vollkommen ausreichend, mal ein paar kleine Bilder mit meinem Smartphone zu machen, die dann irgendwo auf einem Datenträger verstauben.

Deshalb bin ich etwas begeistert von der analogen Fotografie, auch, wenn es vermutlich schwieriger oder länger dauern wird, bis man den Clou rausgefunden hat! Damit meine ich vor allem, dass man ja nicht direkt das geschossene Ergebnis sehen kann und dementsprechend die Einstellung ändern kann. Da wird bestimmt viel Learning-by-Doing und lesen mit involviert sein.

Deshalb habe ich heute kurzerhand eine gebrauchte A1 auf Kleinanzeigen gekauft.
Mit Motor Set glatte 100€. Weder ein Asthma Geräusch noch sonst was konnte ich bis jetzt mit meinen naiven Augen feststellen:
WhatsApp Image 2020-12-06 at 14.24.24.jpeg
Außer das gekritzel in den Schriftzügen, sieht die Kamera top aus.

Mein nächster Schritt wird sein, dass ich mich nach passenden 35mm Filmen umgucken werde, das Battery Pack ausstatten werde und dann einfach mal ein oder zwei Rollen herum spielen werde.

Wie sind eure Meinungen dazu?🥰

Einen schönen zweiten Advent in die Runde!
 
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