Möchtest also die eierlegende Wollmilchsau wenn ich das richtig verstanden habe
Deiner Beschreibung nach würde ich mich nach einer Brennweite so um die 100mm umschauen, das sind die
Allroundtalente bei der Makrofotografie

Empfehlen kann ich z.B. uneingeschränkt das alte "Canon 100mm 2,8 USM Makro", hat zwar noch keinen
Stabilisator aber die Abbildungsleistung is top und kostet gebraucht auch nich allzuviel

Andere Hersteller gehen aber auch, ob das Tokina, Tamron, Sigma oder Canon ist spielt keine Rolle, bei den
"echten" Makroobjektiven ist die Abbildungsleistung bei allen sehr gut, da gibt es keine Ausreisser :daumen:
Wenn man nur Blümchen, Briefmarken oder statische Motive knipsen möchte kann man auch weniger Brenn-
weite nehmen, also 50mm oder 60mm.
Bei lebenden Insekten sollten es schon mindestens 90 oder 100mm sein, besser noch 150mm oder mehr, dann
braucht man nicht so nah heran um einen grossen Abbildungsmaßstab zu bekommen :daumen:
Deswegen sind die Brennweiten um die 100mm die universellen Alleskönner, hat man noch mehr Brennweite
ist es zwar für scheue Insekten besser aber gleichzeitig wird mit zunehmender Brennweite die Schärfeebene
bei gleicher Blende immer knapper und das ganze Objektiv auch immer schwerer und bei Freihandaufnahmen
unpraktischer
Viele der 100mm Makroobjektive eignen sich mit ihrer sehr offenen Blende auch sehr gut als Portraitobjektiv,
weil man damit auch eine sehr gute Freistellung erzielen kann
P.S.: Mit "echten" Makroobjektiven meine ich die Objektive die einen ABM von 1:1 schaffen, nicht diese
Zoomobjektive wo "Makro" draufsteht, die schaffen meist nur einen ABM von 1:3 !
Die "echten" Makroobjektive sind immer Festbrennweiten mit Offenblende von ca. 2.8
Gruss
JAN
