Stativ-Berater-Thread

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Robert

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Neuer Thread: kommt von hier

... So bin ich nach einiger Sucherei auf
das Marumi TRI-2240 mit Kugelkopf gestoßen und habe es geordert...
Schade - das wäre zu klein für mich :cool:

Kennt denn jemand ein Stativ, dass nicht allzu schwer ist und trotzdem eine hinreichend stabile Höhe von etwa 170cm erreicht?

Mein Manfrotto ist auf Dauer mit seinen 4,5 KG manchmal doch ziemlich schwer :rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:
05.12.2010
#1

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crazy

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Schade - das wäre zu klein für mich :cool:

Kennt denn jemand ein Stativ, dass nicht allzu schwer ist und trotzdem eine hinreichend stabile Höhe von etwa 170cm erreicht?

Mein Manfrotto ist auf Dauer mit seinen 4,5 KG manchmal doch ziemlich schwer :rolleyes:
Hallo Robert,

Bilora Perfect Pro C324: 1,80 maximal, 22cm minimal, 10kg Belastbarkeit, nicht ganz 2,2 kg. Gibt es als A324 auch in Aluminium, dann wiegt es bei ansonsten gleichen Daten knapp 2,9 kg. Abgesehen von der Gewichtsfrage: Karbonfasern haben das sehr viel bessere Schwingungsverhalten als Alu - von daher sowieso zu empfehlen.

Gruß, Karsten
 
frenk

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Ich weiß zwar nicht, ob wir das hier zu einem Stativberater-Fred machen sollen, aber ich habe ja nicht angefangen, dafür mache ich weiter ;):

Ich suche eine Stativempfehlung mit Kopf, für ein

1) stabiles (z.B. mit Sigmas 70-200 / 2.8) und schwingungsarmes
2) nicht unbedingt transportables
3) aber hohes (170 cm)
4) bezahlbares (also im Idealfall unter 100 Euro?)
Stativ.

Benutzen würde ich es wohl zuhause und in "unmittelbarer/tragbarer Autonähe".
Für den Stativteil klingt ja das Bilora Perfect Pro A324 klingt ja schon nicht schlecht, erfüllt es auch 1)? Wenn ja, mit welchem Kopf.

Vielen Dank
Frank.
 
Robert

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Hallo Robert,

Bilora Perfect Pro C324: 1,80 maximal, 22cm minimal, 10kg Belastbarkeit, nicht ganz 2,2 kg. Gibt es als A324 auch in Aluminium, dann wiegt es bei ansonsten gleichen Daten knapp 2,9 kg. Abgesehen von der Gewichtsfrage: Karbonfasern haben das sehr viel bessere Schwingungsverhalten als Alu - von daher sowieso zu empfehlen.

Gruß, Karsten
Sehe ich mir an, danke Karsten :)
 
crazy

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...Für den Stativteil klingt ja das Bilora Perfect Pro A324 klingt ja schon nicht schlecht, erfüllt es auch 1)?
Hallo Frank,

ja, es erfüllt die Stabilitätskriterien - sonst würde ich das hier nicht empfehlen. Wie schon geschrieben: Karbon hat das eindeutig bessere Schwingungsverhalten...

...über die Anforderung "am Besten unter 100 Euro" würd' ich mir aber noch ganz verschärft Gedanken machen - das kann nicht wirklich was werden...


Triopo B3

EDIT: Low-Budget Tip: Bilora 2258. Haben wir selber auch im Einsatz, ist immer wieder mal für 50 Euro neu zu erstehen - Preis-Leistung ist bei dem Bilora nicht zu schlagen. Und die Leistung dieses Kugelkopfes ist erstaunlich gut....Fotokollegen aus dem Nikonforum haben da mal eine D3 samt 500/4 VR draufgepackt - war kein Problem...EDIT ENDE

Gruß, Karsten
 
Robert

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Hab jetzt mal etwas gegoogelt: macht einen guten Eindruck!

Jetzt hat das Bilora wohl eine Transportlänge von rund 66cm - gibt es da Alternativen, die kleiner zusammenlegbar sind?
 
frenk

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Hallo Karsten,

das mit den 100 Euronen habe ich ja nicht umsonst mit einen Fragezeichen versehen. Weil ich mich kenne und somit weiß, dass ich es selten einsetze, möchte ich nicht viel investieren. Wenn es so ist, dass jedes sinnvolle Stativ (auch gebraucht und oder alt) deutlich jenseits dieser Grenze ist, würde ich es sonst wohl erst einmal wieder lassen.

Viele Grüße
Frank.
 
skynyrd

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Für wenig Geld am besten was Gebrauchtes von der Bucht ... da ist das Preis/Leistung-Verhältniss sicher gut. Beim Material ist Karbon sicher eine hervorragende Wahl, da leicht und schnell ausschwingend. Alternativ ist sicher Basalt eine ausgezeichnete Lösung! Gebrauchte Gitzo und Manfrotto sind oft zu finden! Gitzo baut schon seit längerem Stative aus Basalt und die "Älteren" sind auch oft in günstigen Auktionen zu finden.

Achtung !!! Karbon altert schneller wie Basalt und Alu oder Stahl !!! Karbon wird irgendwann "spröde" bezw. es bilden sich kleine Haarrisse in der Stuktur. Durch diese Risse kann Feuchtigkeit und Staub in die Säulen eindringen ... Wer also ein Stativ über mehrere Jahre (10 Jahre und mehr) sollte trotz Allem ein Alu- oder Stahl-Stativ kaufen.
Holz soll vom Ausschwingverhalten am besten geeignet sein.

Prinzipiell: Ohne Mittelsäule, direkt auf der Stativplatte ist am stabilsten. Hervorragend sind Stative, bei denen die Mittelsäule entfernt und sogar auch quer eingebaut werden kann !
 
crazy

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...Achtung !!! Karbon altert schneller wie Basalt und Alu oder Stahl !!! Karbon wird irgendwann "spröde" bezw. es bilden sich kleine Haarrisse in der Stuktur. Durch diese Risse kann Feuchtigkeit und Staub in die Säulen eindringen ... Wer also ein Stativ über mehrere Jahre (10 Jahre und mehr) ...
Hallo Olivier,

für Deine Behauptung hätte ich gerne einen tragfähigen Beleg. Nur so am Rande: das Seitenleitwerk (oder war es das Höhenleitwerk, ich verwechsele das immer) des Airbus A380 besteht fast komplett aus Kohlefaserverbundwerkstoff. Ist ja interessant, dass die Dinger nur eine Halbwertszeit von 10 Jahren haben sollen....sollte man den Airlines mal verraten...

Gruß, Karsten
 
skynyrd

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Hallo Olivier,

für Deine Behauptung hätte ich gerne einen tragfähigen Beleg. Nur so am Rande: das Seitenleitwerk (oder war es das Höhenleitwerk, ich verwechsele das immer) des Airbus A380 besteht fast komplett aus Kohlefaserverbundwerkstoff. Ist ja interessant, dass die Dinger nur eine Halbwertszeit von 10 Jahren haben sollen....sollte man den Airlines mal verraten...

Gruß, Karsten
Deine Frage ist absolut berechtigt !!!
Die Tragflächen, Höhen- und Seitenruder der A-380 sind aus Aluminium-Glasfaser-Verbundstoff (genannt "Glare") oder Karbon gefertigt. Die Material- und besonders die Herstellungsqualität im Flugzeugbau ist jedoch wesentlich höher !!!
Selbst Formel-1 Rennwagen dürfen nicht über längere Zeit im Rennalltag eingesetzt werden. Meistens crashen sie ja früher :D
Entscheidend ist auch hier, wie massive (wie viel Material) gebaut wurde. Beim Stativ: dünnwandigere Rohre = weniger Gewicht !!!

Da Flugzeuge penible Wartungsintervalle vorgeschrieben haben, werden ALLE Bauteile regelmässig untersucht und es gibt viele Teile, die spätestens nach einer gewissen Zeit getauscht werden müssen, obwohl sie technisch noch OK sind. Ein Jumbo-Jet (Boeing 747) sollte nach spätestens 20 Jahren (je nach Flugstundenbelastung auch schon früher) komplett zerlegt und "restauriert" werden. In solchen Fällen werden die Flugzeuge KOMPLETT leergeräumt und anschliessend mit neuer Innenausstattung versehen (inkl. Kabel, Schläuche u.s.w.)! Höhenruder können komplett ausgetauscht werden!
Die Höhenruder sind die zwei kleineren, waagerechten Flügel am Heck. Das Seitenruder ist die senkrecht stehende "Hekflosse". Bei den russischen Tupolev sind meistens sogenannte T-Leitwerke anzutreffen. Die Funktion ist die selbe, nur sind die Höhenleitwerke ganz oben an der Heckflosse angebracht. H-Leitwerke sind eher selten (Antonow A225 "Cossak"). Hier ist je ein Seitenruder am äusseren Ende des Höhenleitwerks angebracht, um die Verwirbelung des Rumpfes, der hukepak mitgeführten Buran-Raumfähre, auszuweichen.
Falls du noch mehr über Aviatik wissen möchtest, stehe ich Dir gerne zur Verfügung ;)

Fazit: Wenn ein Karbon-Stativ in der selben Qualität wie die A-380 gefertigt würde, würde dieses Stativ wohl mehrere tausend Euros kosten :idee:
 
rotweintrocken

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hmm ... denke auch wie Oliver schon schreibt auf die Qualität kommt es an .... Carbon aus Prepreg (Endlosfasern) und einem geringen Harzanteil sind langlebig, günstiges Carbon ist aus Faserstücken. Was jetzt die Stativbauer verwenden, keine Ahnung.
Negativ für Carbon sind UV Strahlen und natürlich die Empfindlichkeit gegen die äußere Kerbwirkung.

Im Segelsport wird schon seit Jahren auf Carbon gesetzt (z.B. Mast) beim Thema Lastwechsel hat Carbon Vorteile gegenüber ALU.
 
skynyrd

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Schönes Beispiel mit den Segelmasten !!! Beim Americas-Cup wurde auch dem Gewicht zuliebe auf Materialstätke verzichtet = ein paar spektakuläre Mastbrüche waren zu sehen !!!

Die Karbonrohre werden "gewickelt". Ein Grundrohr wird unter stetigem drehen mit Karbonfasern umwickelt. Ähnlich wie man etwa ein Verband um ein Bein oder Arm legt. Anschliessend wird das ganze gebacken. Am besten in Vakuum-Backöfen. Je nach Hersteller werden die Grundrohre entfernt oder drinnen gelassen.
Die Verarbeitung/Herstellung, das Hartz und der Backvorgang/Backofen sowie die Konstruktion/Materialeinsatz sind entscheidend !!!
Die neuen Eurocopter (Nachfolger der berühmten Bölkow) haben auch eine, komplett aus Verbundwerkstoff hergestellte, Kanzel. Da hier die Fertigungs und Materialqualität sehr hoch ist und die Konstruktion entsprechend sorgfältig gemacht wurde, wird die Einsatzzeit sicher bei 50 Jahren liegen. Aber die Dingens kosten auch mehrere Millionen !!!
 
Robert

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Ahja - dann sollte ich doch mal bei EADS anrufen, ob die nicht ein paar Rohre übrig haben :D

Scherz beiseite: ich wüßte auch gerne, ob man die Lebensdauer von Carbon-Stativen wirklich auf einen so engen Zeitraum begrenzen kann ...
 
skynyrd

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Scherz beiseite: ich wüßte auch gerne, ob man die Lebensdauer von Carbon-Stativen wirklich auf einen so engen Zeitraum begrenzen kann ...
Die "Lebenserwartung" hängt natürlich von verschiedenen Faktoren ab.
Wer ein Karbonstativ oft Schlägen aussetzt (fallen lassen, ins Auto schmeissen u.s.w.) zieht natürlich die Lebenserwartung herunter. Wer das Stativ immer im Haus stehen hat, bei konstanter Temperatur und konstanter Luftfeuchtigkeit und stets sauber hält und ordentlich pflegt, wird das Stativ sicher länger im Einsatz haben.
Wer das Stativ im heftigen Outdoor-Einsatz hat (Natur/Tierfotografie, Trekking, im Urwald, in der Wüste, Meerwasser, Schlammige Motocrosspisten u.s.w.) wird das Stativ in drei Jahren "gekillt" haben.

Die Achilles-Ferse der Karbonkonstruktion ist meistens das Rohrende. Hier beginnen die Rohre sehr gerne "aufzufasern", sofern die Rohrenden nicht ordentlich bearbeitet wurden.
Ein gutes Beispiel sind Eishockey-Stöcke aus Karbon. Die beginnen nach ein bis zwei Jahren aufzufasern.
 
Saturn

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Ich weiß zwar nicht, ob wir das hier zu einem Stativberater-Fred machen sollen, aber ich habe ja nicht angefangen, dafür mache ich weiter ;):

Ich suche eine Stativempfehlung mit Kopf, für ein

1) stabiles (z.B. mit Sigmas 70-200 / 2.8) und schwingungsarmes
2) nicht unbedingt transportables
3) aber hohes (170 cm)
4) bezahlbares (also im Idealfall unter 100 Euro?)
Stativ.

Benutzen würde ich es wohl zuhause und in "unmittelbarer/tragbarer Autonähe".
Für den Stativteil klingt ja das Bilora Perfect Pro A324 klingt ja schon nicht schlecht, erfüllt es auch 1)? Wenn ja, mit welchem Kopf.

Vielen Dank
Frank.
Manfrotto 055xprob
ist zwar schwer aber immerhin 180cm ausziehbar.
Ich nutze die Vorgängerversion und mein 150-500 steht wie eine Eins,
auf dem kleinen Dreiwegeneiger (414RC ? )
Habe ich gebraucht gekauft, etwa 110.-- bezahlt, mit Neiger!
 
rotweintrocken

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Je kürzer die Transportlänge, um so mehr Rohrelemente haben die Säulen = instabiler wenn voll ausgezogen !!!

Die Eierlegende Wollmilchsau gibts leider nicht, da suche ich bereits seit über neunundzwanzig Jahren danach :D:D:D
eben ....


.... also brauchen wir ja idealerweise 2 Stative und 2 Threads :D:D

- eins für Zuhause und in "unmittelbarer/tragbarer Autonähe

- und eins für unterwegs, also eine Traveler Stativ
 
crazy

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...Wer ein Karbonstativ oft Schlägen aussetzt (fallen lassen, ins Auto schmeissen u.s.w.) zieht natürlich die Lebenserwartung herunter. Wer das Stativ immer im Haus stehen hat, bei konstanter Temperatur und konstanter Luftfeuchtigkeit und stets sauber hält und ordentlich pflegt, wird das Stativ sicher länger im Einsatz haben.
Wer das Stativ im heftigen Outdoor-Einsatz hat (Natur/Tierfotografie, Trekking, im Urwald, in der Wüste, Meerwasser, Schlammige Motocrosspisten u.s.w.) wird das Stativ in drei Jahren "gekillt" haben....
Oh oh - drei Jahre? Mist, dann müssen wir unsere Sachtler Speedlocks wegschmeissen, die sind schon älter und kommen gebraucht aus der Filmbranche :D

Im Ernst: wer einmal gesehen hat, wie z.B. die Kamerastative von Profis grade bei Outdoordrehs malträtiert werden (ich garantiere Euch, dass wagt sich niemand von uns - die Jungs sind da zu 100% schmerzfrei), der weiß auch, dass die Dinger selbst bei harter Beanspruchung sehr lange halten.

Oder anders: ich hab' noch keine Berichte gefunden, dass irgendwem sein Karbonstativ zerfasert, zerplatzt oder in Stücke gebrochen wäre (ausser mal Anfangs die Gitzos bei Extremtemperaturen unter Null - das lag aber an der Fertigung der Rohre, die haben das Inlett dringelassen, tun sie meines Wissens heute nicht mehr).

Übrigens verwendet z.B. der Tierfotograf und Filmer Andreas Kieling seit Jahren ausschließlich Karbonstative von Sachter - und dass bei allen nur erdenklichen Witterungsbedingungen (u.a. auch bei seinem Eisbärendreh bei unter 60 Grad Minus). Die sind immer noch voll einsatztauglich...

Wollte nur sagen: drei Jahre sind eher Panikmache bis Märchen...

Gruß, Karsten