Sony A7R III Pixel Shift

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oz75

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Hallo zusammen,

da ich es auf DPReview aufgeschnappt habe, hier der Link zum interessanten Bildvergleich:

https://www.dpreview.com/news/5645755619/sony-a7r-iii-pixel-shift-lifts-a-veil-off-your-landscapes

Ich finde die Verbesserung sehr beeindruckend. "Bayer-Schmiere" weg - Mikrodetails da.

Neu das alles natürlich nicht. Pentax und andere hatten das ja auch schon vorgemacht.

Das Ergebnis kann sich ohne Weiteres mit Foveon-Resultaten messen - ohne die foveonspezifischen Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.

Es ist klar, dass diese Technik -leider- nur bei statischen Motiven zum Einsatz kommen kann, da vier Aufnahmen miteinander verrechnet werden. Architektur, Produktfotographie (still), Repro und zum Teil Landschaft (wenn statisch), fallen mir da spontan ein. Dann wäre da noch das Stativ, das benötigt wird, da der Prozess mindestens 4 Sekunden benötigt. :D

Also doch Nische. :D

Aber immerhin eine Option, die gezogen werden kann, wenn es die "Umstände erlauben/verlangen".

Gruß,
Oz
 
dj69

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Moin Oz,
interessante Technik. Habe mir gerade die Resultate angesehen, ist schon beeindruckend.

Allerdings bläst sich der Speicherbedarf solcher Bilder ordentlich auf, das von dpreview hier im Artikel gezeigte JPG ist gut doppelt so groß als das vergleichbare JPG ohne Pixelshift. Ein Tribut an die Details. :)

Die Technik ist dann meiner Meinung auch eher interessant für Menschen, die mit der Architekturfotografie ihr Geld verdienen und auch für solche, die auf kleine und kleinste Details zwecks Dokumentation angewiesen sind.

Weiter unten ist dann ein umfassend einstellbarer Vergleich mit einem Referenzbild. Beachtenswert finde ich hier besonders, dass die Nikon D850 (ohne Pixelshift) die Ergebnisse der Sony A7RIII mit Pixelshift fast erreicht (sehr nahe dran) und mit der Pentax K1 mit Pixelshift gleichzieht (bzw. fast etwas besser ist). Besonders gut am 20 Schilling Schein zu erkennen.

Das ist Pixelpeepen auf extrem hohem Niveau :) und Auflösungen, von denen ich als APS-C Nutzer nur träumen kann :D
Aber ob ich die wirklich brauche? Ich denke nein.

Trotzdem ein sehr interessanter Artikel, der wieder zeigt was technisch alles möglich ist.
Vielen Dank fürs Zeigen :daumen: :)
 
Klaus-R

Klaus-R

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Herzlichen Dank für diesen sehr interessanten Link ....;)

Es ist schon beachtenswert, dass es tatsächlich noch möglich ist, spitzen-Bildqualität irgendwie DOCH noch zu toppen ... aber naja ....

Wie ja eingangs schon zerlegt, ist es durchaus schwierig, in den Genuss dieser klitzekleinen Bildverbesserung zu kommen. Spitzenoptik -optimal abgeblendet- sowieso, Stativ und ein dafür geeignetes Motiv. Da reicht ja ein Luftzug bei Landschaftsaufnahmen, der das Laub bewegt und all das ist unmöglich.

Solche wirklich tollen Kameras (keine Ironie!) haben immer aber auch den klassischen Vorteil, dass dann das Vormodell im Preis abfallen wird .... das ist dann, was mich (realistischerweise) mal mehr interessiert.:daumen:

Zur "Bayer Schmiere" .... naja .... dass es das gibt, sieht man ja .... aber bei 36MP oder gar 42- oder 50MP relativiert sich das stark. Setzt man dann eine ultraleichte Mikrokontrast-Bildbearbeitung an die NON-Pixelshift Aufnahme an, werden die Unterschiede noch geringer .... Ich find' die Bayerschmiere inzwischen sehr erträglich ... die Farbmioré Problematik ebenso ..... man muss die Unterschiede schon wirklich sehen wollen ... klar, es gibt sie.

Grüße und schöne Photos

Klaus

P.S. Die A7rIII bringt übrigens Neuerungen, die mir weitaus interessanter erscheinen, als das "nicht ganz neue" Pixelshifting ....:daumen::daumen:
 
Towy

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Lässt sich das per Software simulieren? Wenn man z. B. mehrere Aufnahmen machen würde?
 
Klaus-R

Klaus-R

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(...)
Es ist klar, dass diese Technik -leider- nur bei statischen Motiven zum Einsatz kommen kann, da vier Aufnahmen miteinander verrechnet werden. Architektur, Produktfotographie (still), Repro und zum Teil Landschaft (wenn statisch), fallen mir da spontan ein. Dann wäre da noch das Stativ, das benötigt wird, da der Prozess mindestens 4 Sekunden benötigt. :D
(....)
Gruß,
Oz
Sehe ich eigentlich entspannter.;)

Die exakt pixelgenaue Bildaufzeichnung (ob nun Singleshot-Foveon) oder (Multishot-Pixelshift-Bayer) macht doch eigentlich auch nur bei statischen Motiven wirklichen Sinn?!;)

Auch bei guten Sportaufnahmen und kürzesten Verschlusszeiten (mal ab von der Schlitzverschlussproblematik diesbezüglich) kommt es mit Sicherheit zu Mikroverwackelungen bzw. Bewegungsunschärfen) die deutlich oberhalb des Pixelpitches der oben genannten Bildsensoren liegen müssen ... da hilft auch ein "Foveon-Single Shot" nicht viel in Sachen "pixelexakter Bildwandlung".

Grüße

Klaus
 
oz75

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Die exakt pixelgenaue Bildaufzeichnung (ob nun Singleshot-Foveon) oder (Multishot-Pixelshift-Bayer) macht doch eigentlich auch nur bei statischen Motiven wirklichen Sinn?!;)

Auch bei guten Sportaufnahmen und kürzesten Verschlusszeiten (mal ab von der Schlitzverschlussproblematik diesbezüglich) kommt es mit Sicherheit zu Mikroverwackelungen bzw. Bewegungsunschärfen) die deutlich oberhalb des Pixelpitches der oben genannten Bildsensoren liegen müssen ... da hilft auch ein "Foveon-Single Shot" nicht viel in Sachen "pixelexakter Bildwandlung".
Nun ja, das sehe ich dann doch etwas anders.
Beim kurzen Belichtungszeiten und ruhiger Hand ist das mit Mikroverwacklungen beim Foveon, so wie bei allen anderen Kameras, kein wirkliches Thema. Und es ist schon ein kleiner Unterschied, ob man mit einem Foveon, irgendwo angelehnt noch frei Hand sehr gute Mikrokontraste erntet, oder ob man mindestens (!) 4 Sekunden mit der Pixelschiebemaschine auf dem Stativ in Kauf nehmen muss.

Egal - ich finde das Sensorgeschubse dennoch mal sehr nett. ;)

Weiter unten ist dann ein umfassend einstellbarer Vergleich mit einem Referenzbild. Beachtenswert finde ich hier besonders, dass die Nikon D850 (ohne Pixelshift) die Ergebnisse der Sony A7RIII mit Pixelshift fast erreicht (sehr nahe dran) und mit der Pentax K1 mit Pixelshift gleichzieht (bzw. fast etwas besser ist). Besonders gut am 20 Schilling Schein zu erkennen.
Ja, das stimmt. Ich denke mal, dass es am fehlenden AA-Filter liegt...und vielleicht auch an einer ultraleichten, kamerainternen Mikrokontrastbearbeitung...(letzteres spekulativ:D)

Wie auch immer: Eine sehr sehr nette Kamera, die D850.

Gruß,
Oz
 
Janni

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Lässt sich das per Software simulieren? Wenn man z. B. mehrere Aufnahmen machen würde?
Klares nein! Es geht ja darum, durch minimalste Sensorverschiebung, jeden der 42 Millionen Bildpunkte einmal Rot-Grün-Blau mäßig (mit der benachbarten Photozelle also)
abzulichten. Wie willst Du das irgendwie simulieren?;)
Einspruch euer Ehren :D
Hatte vor ca. 4 Jahren noch mit so einer Software gearbeitet die aus mindestens 4 Einzelbilder ein viel grösseres Einzelbild berechnet, glaube die Kantenlänge war fast doppelt
so gross ;)
Die Software hiess "PhotoAcute" und wurde einfach nicht mehr weiterentwickelt. Mit den neueren Kameras hat das dann nicht mehr funktioniert, aber wenn man mal auf deren
Webseite geht scheinen sie wieder ein kleines Update gemacht zu haben und unterstüzen nun Kameras bis zur 5DMK3 ;)

Mit PhotoAcute lassen sich solche "Super-Resolution" Bilder produzieren, aber auch ein Entrauschen mit der Multishot-Funktion geht auch.
Die damaligen Ergebnisse für die Super-Resolution (hab teilweise auch mal 6 oder 7 Einzelbilder verrechnen lassen) waren schon detaillierter als das Einzelbild, aber gegen ein
erstelltes Mosaik-Panorama aus 4 Bildern mit identischer Auflösung kam es letztendlich nicht an, obwohl es nah dran war :p

Hier gibts ein Video wo man sich das anschauen kann :

https://www.youtube.com/watch?v=PeadGgT57Ks



Und hier die Herstellerseite mit ein paar Beispielbildern :

https://www.photoacute.com/studio/examples/mac_hdd/index.html







Gruss
JAN (der gern bayrische Schmiere produziert) :D
 
Janni

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Weiter unten ist dann ein umfassend einstellbarer Vergleich mit einem Referenzbild. Beachtenswert finde ich hier besonders, dass die
Nikon D850 (ohne Pixelshift) die Ergebnisse der Sony A7RIII mit Pixelshift fast erreicht (sehr nahe dran) und mit der Pentax K1 mit
Pixelshift gleichzieht (bzw. fast etwas besser ist). Besonders gut am 20 Schilling Schein zu erkennen.
Ist eigentlich noch jemandem aufgefallen das diese Pfauenfeder (oben rechts und unten links) bei anderen Kamerabildern nicht vorkommt :D






Gruss
JAN
 
Waldschrat

Waldschrat

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Lässt sich das per Software simulieren? Wenn man z. B. mehrere Aufnahmen machen würde?

Ja!

Ich selbst kenne mich mit den aktuellen Optionen für Amateure da überhaupt nicht aus. In der Astrofotografie ist es unter
Hobby-isten heutzutage üblich, durch Verrechnung i.d.R. tausender Einzelbilder, (Planeten-)Ansichten mit unglaublichen
Details zu erzeugen. Die "Pixelshift" wird hier einerseits durch Nachführungsfehler der Astromontierung, sowie
andererseits die ständige Luftunruhe der Erdatmosphäre beigesteuert, welche ein "Wabern" des Bildes bedingt.

Die grundsätzlich gleiche Herangehensweise wird schon seit vielen Jahrzehnten bei Weltraum-Missionen benutzt.
Habe darüber irgendwann mal eine Artikel gelesen, und es kann gut sein, dass das noch zu Zeiten der DDR war. :D
Für die "Pixelshift" sorgt hier die fliegende Sonde. Jedes sukzessive Bild zeigt die Details etwas anders auf dem Sensor platziert.
Durch Subpixel-genaue Angleichung der Bildausschnitte und anschließende Verrechnung entsteht auch hier ein
Ergebnis, welches Details zeigt, die eine Einzelbelichtung so niemals preisgegeben hätte.

Summa summarum also alter Wein in neuen Schläuchen. ;) :D

Neu ist der Umstand, dass es offensichtlich möglich ist, dafür nötigen Rechenpower direkt in Kameras zu integrieren.

Herzliche Grüße in die Runde!
 

Mike Hope

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Neu ist der Umstand, dass es offensichtlich möglich ist, dafür nötigen Rechenpower direkt in Kameras zu integrieren.
Das ist bei Sony aber gerade nicht der Fall, sondern nur bei Oly und Pana.
Die Frage ist dann aber auch, warum lässt sich die Sony soviel Zeit mit der Shifterei, wenn man das selbe Ergebnis mit einer Sekunde a 10fps und Postprocessing erzielen könnte.

Welche (Astro)Software bewerkstelligt denn das Generieren dieser Superbilder? Und ist dann sogar die herkömmliche Panoramatechnik (Stichting) überflüssig?
 
Waldschrat

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...
Welche (Astro)Software bewerkstelligt denn das Generieren dieser Superbilder? ...
Wie eingangs geschrieben, stecke ich da nicht praktisch drin. Bewundere jedoch ständig die Ergebnisse in diversen Astroforen. ;)
Nach kurzer Recherche extra für Dich (Ich kann mir die Namen solcher Programme leider nicht merken.) paar Vokabeln:

- Astrostakkert https://www.autostakkert.com/
- Giotto http://www.giotto-software.de/
- Registax http://www.astronomie.be/registax/

usw.


Grüße!
 
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oz75

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Welche (Astro)Software bewerkstelligt denn das Generieren dieser Superbilder?
Keine.

Registax, fitswork, Nebulosity...und wie sie alle heißen: Bei allen basiert das Stacking-Prinzip darauf, dass das Signal-Rausch-Verhältnis der Bilder verbessert wird. Dies ist umso wichtiger, da es sich um eine Extremanwendung handelt, bei der Sensoren minutenlang (oder stundenlang) belichten und es hierdurch wichtig wird, zahlreiche damit verbundene Probleme herauszurechnen.

Astronomische Montierungen mögen ihre Abweichungen und periodische Fehler haben. Aber man setzt entsprechend alles daran, durch hochwertige Technik und präzises Guiding (an Leitsternen), das Bild eben -nicht- wandern zu lassen.
Es ist nicht üblich, aus einem wandernden Bild, Bilder mit einer höheren Auflösung zu errechnen. Signalverbesserung und -verstärkung ist der Fokus. Nicht Auflösungserhöhung.

Gruß,
Oz
 
Waldschrat

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Es ist nicht üblich, aus einem wandernden Bild, Bilder mit einer höheren Auflösung zu errechnen.
...
Hi Oz!
Schau mal nach "Drizzle".
Es entstehen Bilder mit Details im Subpixelbereich. Das funktioniert nur, wenn die Bilder eben nicht exakt Pixel-deckungsgleich sind.
An der Stelle sehe ich schon die nahe technische Verwandtschaft zur hier besprochenen "Pixelshift",
auch wenn der Schwerpunkt der Bildverrechnung ein anderer ist, einverstanden.

Herzlicher Gruß!
 
oz75

oz75

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Cool! :cool:

Drizzle

Was Leute doch nicht alles angestellt haben, um Hubbles Schwächen auszubügeln. Wieder was dazugelernt. :daumen: Und dabei habe ich Nebulosity bei mir auf dem Rechner...

Danke für die Info!:daumen:
Oz
 
Waldschrat

Waldschrat

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Supi!

Ach, und zum dritten Mal: Ich kenne nicht ein einziges dieser Programme aus eigener Anwendung.
Gehöre einfach zum Kreis der Zuschauer, die staunen, was so alles geht und möglich ist. :eek:
 

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