Sonnenflecken

Diskutiere Sonnenflecken im Landschaften & Natur Forum im Bereich Bildbesprechungen; Eine wirklich passende Rubrik gibt es dafür nicht - daher unter Natur- und Landschaften. Ist ja so etwas wie eine Landschaftsaufnahme - nur von...
  • Sonnenflecken Beitrag #1
oz75
oz75
Moderator
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7.297
Eine wirklich passende Rubrik gibt es dafür nicht - daher unter Natur- und Landschaften. Ist ja so etwas wie eine Landschaftsaufnahme - nur von der Sonnenoberfläche. :D

Sonne_0002.jpg

Mit einem Maksutov-Cassegrain 1800/150mm, 9mm Okular, SD1M => 300-fache Vergrößerung. Gefiltert durch Baader-Sonnenfolie vor dem Teleskop.

Ok, das SOHO kann das besser...


...hat aber auch nicht mit der Erdatmosphäre zu kämpfen.;)
Sehr schön sind die Vergleichsgrößen von Erde und Jupiter in o.g. Link.

Gruß,
Oz

P.S.: Bitte NIEMALS ohne speziell dafür vorgesehene Filter in die Sonne schauen oder fotografieren. ERBLINDUNGSGEFAHR!!!
 
  • Sonnenflecken Beitrag #2
Angesichts der verlinkten "Vergleichsaufnehme" ist das doch ein sehr
respektabeles Ergebnis.
Mal sehen was das nächste Maximum bringt.;)
 
  • Sonnenflecken Beitrag #3
Vielen Dank, Uwe! :)
 
  • Sonnenflecken Beitrag #4
Würde ich auch wie Uwe sehen: die Aufnahme ist wirklich respektabel :klatschen::klatschen::klatschen:

Astrofotografie finde ich sowieso sehr interessant, habe mich damit aber bisher noch nicht so richtig auseinandergesetzt.
 
  • Sonnenflecken Beitrag #5
Würde ich auch wie Uwe sehen: die Aufnahme ist wirklich respektabel :klatschen::klatschen::klatschen:

Astrofotografie finde ich sowieso sehr interessant, habe mich damit aber bisher noch nicht so richtig auseinandergesetzt.


Vielen Dank, Robert! :)

Astrofotografie ist faszinierend - im wahrsten Sinne des Wortes horizonterweiternd...und "auf anspruchsvollerem Niveau betrieben" leider auch sehr kostspielig (Materialschlacht). :eek: Daher meinerseits nur ein Nebenhobby auf einfachem Niveau (Sonne, Mond, Jupiter, Saturn...).

Da ich zwar eine GoTo-Montierung habe, aber keine Guiding-Korrektur, scheiden komplexere Motive (Nebel, Galaxien) wegen der langen Belichtungszeiten meistens aus (das macht auch keine meiner Sigmas mit :rolleyes: - Astrofotografie ist festes (astromodifiziertes) Canon-Revier...).

Gruß,
Oz
 
  • Sonnenflecken Beitrag #6
... Astrofotografie ist festes (astromodifiziertes) Canon-Revier...).

Gruß,
Oz

Habe ich auch gelesen - da ich meinerseits auch nur ganz kleines Astrogerät habe und mich sonst neben Sigma vor allem im Nikon-Lager bewege, bin ich auch noch nicht so richtig daran gegangen ... aber irgendwann einmal ... :rolleyes:
 
  • Sonnenflecken Beitrag #7
Hallo oz!

Glückwunsch! Ist doch gut gelungen! :klatschen:
:idee: Wie ähnlich sich doch - zumindest auf den ersten Blick - Schwarzweiß-Filmkorn und die Granulation der Sternoberfläche sind!

...Mit einem Maksutov-Cassegrain 1800/150mm, 9mm Okular, SD1M => 300-fache Vergrößerung. ...
Verstehe Okularprojektion auf den Chip?
Kamera einfach "dahinter gehalten"? Wär wahrscheinlich zu wacklig?

Herzlicher Gruß aus Berlin vom Waldschrat!
 
  • Sonnenflecken Beitrag #8
Hallo oz!

Glückwunsch! Ist doch gut gelungen! :klatschen:
:idee: Wie ähnlich sich doch - zumindest auf den ersten Blick - Schwarzweiß-Filmkorn und die Granulation der Sternoberfläche sind!


Verstehe Okularprojektion auf den Chip?
Kamera einfach "dahinter gehalten"? Wär wahrscheinlich zu wacklig?

Herzlicher Gruß aus Berlin vom Waldschrat!

Hallo Waldschrat,

vielen Dank für die Blumen! :)

Ja, die Granulation. Ich war auch froh, sie abgebildet zu haben.:D Eigentlich braucht man für Granulation und Co. (halt für die "richtig tollen" Sonnenbilder) einen Refraktor, Herschelkeil und H-alpha-Filter. Fertig gibt es solches Equipment z.B. von Lunt für ein paar tausend Euro.:eek:

Dann sieht man aber auch Granulation, Protuberanzen usw...großes Kino! :cool:

Die Sigma einfach dahinterhalten geht leider nicht. Alles muß in Ruhe ausschwingen (der Mak wiegt alleine 6kg), dann Fernauslöser, SVA...und das viele Male (bis man einen anständigen Seeing-Zustand erwischt hat). Das obige Bild ist das beste aus einer Serie von 72 Aufnahmen. Stacking hat sich hier nicht gelohnt (da zuviel Matsche reingerechnet wurde).

Hier das Setup:

Tel_0003.jpg

Tel_0004.jpg

Tel_0005.jpg

Das 9mm-Okular steht in der Metallhülse vor der Kamera (die per T2-Adapter daran angeschlossen ist). Das Teleskop hat einen 1,25"-Auszug.

Bei Sonnenaufnahmen kommt natürlich unbedingt noch eine Kappe mit der Baader-Filterfolie vor das Teleskop (und Suchrohr). Sonst ist das Augenlicht futsch!

Grüße,
Oz
 
  • Sonnenflecken Beitrag #9
Hallo Oz!

Danke für den Einblick in Deine Gerätschaften und die Fotos davon! :daumen:

Meine Erfahrungen mit eigenem Fernrohr sind bescheiden. Hatte vor ungefähr 19 Jahren mal diverse Okulare an mein M42 Orestegor 5,6/500mm gebastelt. Alle Sterne waren wundervoll bunt, chromatische Abberation vom Feinsten... :rolleyes: :D

Finde das Astronomie-Thema seit ersten Stern- und Sternschnuppen-Fotos in meiner Jugend aber kontinuierlich interessant. :)


Danke Dir für die Vokabel
...Herschelkeil...
Kannte ich nicht. Wikipedia wusste Antwort. :cool:

Herzlicher Gruß und weiterhin viel Spaß beim Sterne gucken!
 
  • Sonnenflecken Beitrag #10
Mal wieder ein toller Einblick in die Welt der Astrofotografie, danke einmal mehr dafür. Ich finde die Ergebnisse sehr respektabel und hoffe das du uns auch weiterhin ab und an mit so etwas versorgst. Ich finde das total faszinierend!
 
  • Sonnenflecken Beitrag #11
Geiler Trümmer !!!

Seit ich diesen Sommer die Perseiden beobachtet habe, verstehe ich Astro-Fans noch mal besser. Einfach ein äusserst faszinierendes Hobby !!!
 
  • Sonnenflecken Beitrag #12
Vielen Dank euch allen für die sehr netten Worte!!! Es waren meine ersten Sonnenaufnahmen. :)

Die beiden fleckigen Kollegen (der zweite hat jetzt auch einen Namen) heißen "1579" und "1582" - und sind schlappe 3 Erddurchmesser groß. Ein interessanter Fusionsreaktor, diese Sonne. :cool:

Mal wieder ein toller Einblick in die Welt der Astrofotografie, danke einmal mehr dafür. Ich finde die Ergebnisse sehr respektabel und hoffe das du uns auch weiterhin ab und an mit so etwas versorgst. Ich finde das total faszinierend!

Danke für die aufmunternden Worte. Mach ich gerne, Achim.

Geiler Trümmer !!!

Und vor allem an meiner "Montierung" (die NEQ3 ist für Fotografie ein Witz) noch halbwegs fototauglich (der Maksutov). Ich habe mit einem Newton angefangen: Toll für die visuelle Beobachtung - fotografisch ein Alptraum an meiner schwabbeligen, billigen China-Montierung.

Seit ich diesen Sommer die Perseiden beobachtet habe, verstehe ich Astro-Fans noch mal besser. Einfach ein äusserst faszinierendes Hobby !!!

Ich kann zur Zeit jedem nur empfehlen, sich ein schönes Fernglas zu schnappen und früh morgens (so um halb fünf) bei klarem Himmel in
den Süden zu sehen:

Orionnebel
Andromeda-Galaxie
Plejaden
Jupiter

sind absolut faszinierend - und leicht zu entdecken (beim Orionnebel and Andromeda müssen sich die Augen zuvor einige Minuten an die Dunkelheit adaptieren - d.h. Licht aus...Rotlicht ist aber kein Problem...).

Das hier:



hilft dabei (und hat natürlich einen Rotlichtmodus;)). Mit dem kostenlosen Stellarium finden sich Interessierte schnell am Himmel zurecht.

Nur so als Tipp - falls sich jemand Neugier auf "diese Dinger da draußen" verspürt.

Grüße,
Oz
 
  • Sonnenflecken Beitrag #13
Danke, Stellarium habe ich mir gleich gezogen, den grossen Feldstecher werde ich bei der nächsten Gelegenheit mit klarem Himmel aus dem Koffer kramen !!!
 
  • Sonnenflecken Beitrag #14
... ein schönes Fernglas zu schnappen ...
Das hier:



hilft dabei (und hat natürlich einen Rotlichtmodus;)). Mit dem kostenlosen Stellarium finden sich Interessierte schnell am Himmel zurecht...

Reicht da ein 8-fach?
In Sachen Fernglas bin ich nur "rudimentär" bestückt: zwei ältere Gläser aus den 50ern und ein moderneres kleines Glas von Nikon.

Stellarium ist 'ne tolle Software, gibt es übrigens auch als Portable-(Stick-)Version, die nicht installiert werden muss!
 
  • Sonnenflecken Beitrag #15
Reicht da ein 8-fach?
In Sachen Fernglas bin ich nur "rudimentär" bestückt: zwei ältere Gläser aus den 50ern und ein moderneres kleines Glas von Nikon.

Aber das schöne ist doch: Fast jede(r) hat eins.:)

8-fache Vergrößerung ist sicher ok (beim Jupiter knapp bemessen) und erleichtert gerade am Anfang das Auffinden der Objekte. Den Orionnebel kann man in glasklaren Nächten mit dem bloßen Auge erkennen. Er ist groß. Andromeda ebenfalls.

Ansonsten:
Die Objektivöffnung ist wichtig für die Lichtstärke (je größer, desto besser). Und natürlich die Qualität Optik und der Prismen(!).
Aber für's erste ist eigentlich nur wichtig, dass die Gläser und Prismen sauber und klar sind (und nicht blind, wie es bei manchen alten Schätzchen leider passiert).:)

Hier einige weitere Infos:



Ich verwende mittlerweile ein Celestron Skymaster 20x80 mit Barium-Kronglas-Prismen. Das macht einerseits richtig Laune, andererseits kann man es mit der Hand nicht ruhig genug halten. :eek:

Über eine Sache sollte man sich im Klaren sein: Das erste, was das menschliche Auge bei Dunkelheit verliert ist die Farbsichtigkeit (Zapfen-Sehen).

Man sieht lichtschwächere Objekte (Galaxien, Nebel) in Grautönen (auch durch ein großes Fernrohr).



Je besser sich das Auge der Dunkelheit anpasst, desto mehr kann man erkennen. Einige Minuten sind nicht schlecht. Nach 30 Minuten Adaption ist das Auge perfekt angepasst. Dumm nur, dass häufig Straßenlaternen die Adaption stören, von der laternenbedingten Lichtverschmutzung ganz zu schweigen. :(

Rotes Licht stört die Dunkeladaption nicht.

Letzter Tipp: Bei lichtschwachen Objekten einen Tick am Hauptmotiv "vorbeisehen", da die Peripherie der Netzhaut noch lichtempfindlicher als das Zentrum ist.

Grüße,
Oz
 
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