Smartphone Kamera vs. herkömmliche Kamera

RoToR

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Es wurde hier schon andiskutiert.

Möchte die Diskussion hier gerne weiterführen, da uns das in Zukunft immer öfter beschäftigen wird.

Durch ein Video von Pavel in Youtube bin ich auf das iPhone 12 Pro Max aufmerksam geworden, das wirklich eine hervorragende Bildqualität liefert und teilweise eine herkömmliche Kamera ersetzen kann.
Die Kameras anderer Smartphone Hersteller werden wahrscheinlich ähnlich gut sein.
Was haltet ihr von der Leistungsfähigkeit der Kamera in den aktuellen Smartphones, und können herkömmliche Kameras irgendwann durch Smartphone Kameras ersetzt werden?

Hierzu ein paar Links zum Aufwärmen, die auch schon in dem verlinken Thread ganz oben gepostet wurden:


iPhone 12 Pro Kamera im Test - wie gut ist sie wirklich? — Lichter der Welt

Bilder des iPhone 12 Pro Max auf Flickr:
Flickr Search — “iphone 12 pro max”
 
15.04.2021
#1

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Dirk72

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Hallo, also zuerst muss ich mal sagen für den Preis bekommst Du auch ne gute Kamera. Die Kameras von Smartphones werden zwar immer besser, ich glaube aber nicht das sie jemals Digital oder Spiegelreflex Kameras ersetzen können. Bis heute hab ich noch kein Bild mit zoom von einem Smartphone gesehen das nicht verpixelt oder unscharf war. Kein Zweifel, die Smartphone Kameras haben sich in den letzten Jahren wirklich sehr stark verbessert, aber an die Profi Kameras kommen sie nicht dran. Bis jetzt zumindetens, vielleicht in ein paar Jahren, aber da bin ich mir auch nicht sicher, den Smartphone Gehäuse haben ihre Grenzen. Und ganz ehrlich, ich möchte an meinem Handy keine halbe Kamera dran hängen haben, das hat dann wirklich nichts mehr mit einem Smartphone zu tun. Aber, wie es immer so ist, jeder hat da seine eigene Vorstellung und Meinung.
 
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Eben, dafür ist dieser Thread ja da, damit wir das mal diskutieren können. 👍

Ich sehe das eher so, dass man mit dem Kauf des Smartphones eine gute Kamera mitbekommt, bzw. etwas mehr bezahlt und dafür eine Kamera mit sehr guter Qualität bekommt, die man vielleicht zu 70% hauptsächlich nutzen kann.
Ob man sich nun auf die Qualität der Bilder aus dem Smartphone verlassen will, oder nicht, das ist eben die Frage.
Die Smartphones stellen auch RAW Formate zur Verfügung. Aber reicht das aus?

Ich fotografiere auch lieber mit einer richtigen Kamera. Aber wie gesagt, die aktuellen Berichte über das iPhone 12 Pro Max haben mich schon nachdenklich gestimmt. Und wenn ich die Bilder auf Flickr so anschaue, dann fällt es mir schwer, diese Technik zu ignorieren. Die Bilder dort sind teilweise hochauflösend, so dass man hineinzoomen und die Qulailtät beurteilen kann.

@Dirk72, wie du es auch schon gesagt hast, kenne ich auch keine Bilder mit Zoom, die an die Qualität von Kameras mit entsprechenden Objektiven heran kommt. Aber es gibt ja auch herkömmliche Kameras mit Festbrennweiten. 🙂
 
Dirk72

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Da bin ich auch ganz bei Dir, aber ich überlege mir warum ich 1149€ für ein Smartphone ausgeben soll, das nach einer bestimmten Zeit keine Updates mehr bekommt und dann so wieso ersetzt werden muss. Nur wegen der Kamera? Nein! Für den Preis bekommst Du sicherlich eine sehr gute Kamera z.b eine;

Sony »ILCE-7M2B - Alpha 7 II E-Mount« Systemkamera (24,3 MP, Exmor CMOS Vollformatsensor, 7,5 cm (3 Zoll) LCD Display, Full HD Video, NFC, WLAN (Wi-Fi), nur Gehäuse) Preis 1039€

Die dich viele Jahre begleiten kann wenn man sie gut Pflegt. Ok Du kannst das Phone dann zum Fotografieren behalten, aber ob einen das auf die Dauer Glücklich macht ist eben die Frage.
 
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Absoult richtig, auf keinen Fall würde ich soviel Geld für ein Smartphone ausgeben!
Vorher würde ich mir eine gebrauchte VF Kamera kaufen.
 
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Ein weiteres Beispiel auf Flickr, was mit dem Smartphone möglich ist.

Das ist echt bewundernswert. Selbst mit der besten Kamera muss man das mal hinbekommen.
Zumindest für Landschaftsfotografie und Nachtaufnahmen scheint es hervorragend geeignet zu sein.
Btw., ich habe selbst aus Überzeugung seit vielen Jahren keine Apple Produkte mehr (längere Geschichte), soll also keine Werbung für Apple sein.
 
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Apropos Langzeitbelichtung.
Das iPhone überlagert einfach mehrere Bilder aus einer kurzen Videosequenz und macht daraus eine Langzeitbelichtung. Ein ND Filter ist somit überflüssig.

Je mehr ich mich damit beschäftige, umso genialer finde ich die Möglichkeiten, die man mit einem Smartphone hat. Vorausgesetzt die Optik taugt etwas und man hat keinen hohen Anspruch an eine lange Brennweite.

Aber ich stelle mir auch die Frage, wieso das eine normale Kamera nicht auch kann.

 
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So beeindruckend die Bilder mit dem IPhone sind die Du hier zeigst, mir ist eine "normale" Kamera lieber.
Undich will jetzt kein Spielverderber sein, aber - sind die gezeigten Bilder aus flickr von Dir? Könnte sonst eventuell Probleme mit den Rechten geben.
 
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@Foto-Adept, mir geht es momentan auch so wie dir. Eine normale Kamera ist mir auch lieber.

Ich möchte nur das Thema hier ansprechen, da uns das wahrscheinlich zukünftig mehr beschäftigen wird, als wir denken. Alleine die Software zur Bildverarbeitung in den Smartphones wird nach und nach in die normalen Kameras wandern.
Man sieht ja jetzt schon ganz gut an dem Beispiel mit der Langzeitbelichtung, was auch in den normalen Kameras Sinn machen würde.

Die Flickr Bilder sind nicht von mir, aber offiziell verlinkt und nicht kopiert. Das Weiterleiten per Link ist vom Ersteller der Bilder erlaubt.
 
Foto-Adept

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Also für mich wird nie ein Smartphone eine "echte" Kamera ersetzen können, mag sie noch so gute Bilder machen. Alleine die Möglichkeit durch diverse Filter (ND-Filter, Polfilter) die Fotos anzupassen wird es bei einem Smartphone nie geben und wenn dann nur durch "Tricks" wie bei Dir oben beim IPhone beschrieben.. Und wenn doch dann eventuell nur durch Aufsätze die das Phone dann aber wieder nicht "Hosentaschen tauglich" machen. Mein Smartphone (Huawei P10 lite) ist ja schon etwas älter, reicht aber noch vollkommen aus um damit zu telefonieren 😊, denn dazu habe ich mir das damals hauptsächlich angeschafft.
 
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Da kommt schon meine nächste Frage. Wie sieht die Foto Community das?
Foto-Adept hat es schön formuliert. Sind das "Tricks", wenn man am Beispiel der Langzeitbelichtung per Software mehrere Bilder über die Zeit überlagert, oder wird das eine legitime Funktion einer jeder zukünftigen Kamera sein, die z.B. die physischen ND Filter ersetzen kann?

Ich meine wir bekommen mit den Softwarefunktionen unendlich viele Hilfsmittel zur Verfügung gestellt. Was spricht dagegen diese zu nutzen, wenn das Ergebnis dadurch besser wird?
Bsp. Langzeitbelichtung bei Tag, einfach ND Funktion an der Kamera aktivieren und ohne Filter zu montieren und ohne große manuelle Berechnung bekommt man ein perfektes Ergebnis. Ist doch eine extreme Erleichterung, oder?
Ähnliches wird ja beim Stacking, HDR oder der Bildstabilisierung bereits gemacht.
Die künstliche Tiefenunschärfe ist wieder ein anderes Thema, aber mal schauen, wie sich das entwickelt. Ich stelle es mir interessant vor, das Bokeh nach Geschmack auswählen zu können.

Wenn die physikalische Bildqualität trotz der vielen Algorithmen immer besser wird, wäre ich der letzte, der darauf verzichten würde.
 
Robert

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@RoToR : Hallo Roland, die Bilder in deinem Beitrag musste ich leider entfernen, da du die Rechte an den Bildern nicht hast.

@all: Bitte generell keine Bilder veröffentlichen, wenn man nicht die Rechte dazu hat, das zieht viel Ärger nach sich. Links zu solchen Bildern sind als Alternative ok, es sei denn, der Rechteinhaber verbietet das ausdrücklich!
 
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@RoToR : Hallo Roland, die Bilder in deinem Beitrag musste ich leider entfernen, da du die Rechte an den Bildern nicht hast.

@all: Bitte generell keine Bilder veröffentlichen, wenn man nicht die Rechte dazu hat, das zieht viel Ärger nach sich. Links zu solchen Bildern sind als Alternative ok, es sei denn, der Rechteinhaber verbietet das ausdrücklich!
Kein Problem. Muss und werde ich so akzeptieren.

Aber ich verstehe es trotzdem nicht. Die Bilder sind ja nicht von mir kopiert und eingefügt.
Es ist ein Direktlink zu den Bildern, der ausdrücklich von dem Ersteller der Bilder und von Flickr dafür freigegeben wurde (kann man bei Flickr als Ersteller der Bilder so einstellen).
Das hast du als Alternative ja auch beschrieben.
Das ist das Gleiche wie der Link zu einem YouTube Video, etc. Dafür gibt es ja sogar die Funktion hier im Editierfeld, um genau diese Flickr Links einzufügen. Das sind die drei Punkte und darunter kann man Medien auswählen und dann diese Links, die ich über die Weiterleiten Funktion des Bildes unter Flickr herangezogen habe, verknüpfen.
Rein rechtlich auf jeden Fall i.O.. Wenn das hier nicht gewünscht ist, dann sollte man diese Funktion hier sperren.
 
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Danke Robert. Werde das auf jeden Fall bis auf Weiteres berücksichtigen. 👍
 
crazy

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Vorab: Ich möchte niemandem zu Nahe treten noch meine ich irgendwen persönlich und schon mal garnicht jemanden hier im Forum.

Dieses Thema hat nur mein mittlerweile tiefsitzendes, allgemeines Unbehagen beim Thema Fotografie angesprochen - genauer gesagt: einen Teilaspekt, über den ich mir seit längerem Gedanken mache und der sich leider mit der immer weiteren Verbreitung der Smartphonefotos manifestiert. Ich mach' das mal an zwei Zitaten fest:

...Alleine die Software zur Bildverarbeitung in den Smartphones wird nach und nach in die normalen Kameras wandern.
....
Ich meine wir bekommen mit den Softwarefunktionen unendlich viele Hilfsmittel zur Verfügung gestellt. Was spricht dagegen diese zu nutzen, wenn das Ergebnis dadurch besser wird? ....
Wenn denn die Software direkt in die Kamera wandert, braucht man wenigstens keine nachträgliche Bildbearbeitung und Filtereffektprogramme mehr, um die Fotos so dermaßen brachial überoptimiert aussehen zu lassen, daß keine noch so wunderbare Wirklichkeit jemals dagegen bestehen könnte.

Ich bestreite einfach mal, daß diese ganzen Hilfsmittel ein Bild sozusagen automatisch besser machen und sage es ganz sarkastisch: Wir bekommen mit den Softwarefunktionen unendlich viele HIlfsmittel aufgenötigt um den Bildinhalt automatisch so verwursten zu lassen, daß die Form endgültig über den Inhalt siegt. Irgendwie scheint mir das über den fotografischen Teilaspekt hinaus sowieso die grundlegende Tendenz dieser Smartphones zu sein...

Vertiefend empfehle ich mal nach der Herr Keuner Geschichte von Bertolt Brecht aus dem Jahre 1949 mit dem Titel "Form und Stoff" zu suchen - sind nur ein paar Zeilen.

Und ja, ich hatte die verlinkten Smartphonefotos hier noch gesehen: Das hat vor Ort niemals wirklich so ausgesehen, man hat diesen Fotos die hinzu gedichteten Aspekte recht deutlich angesehen (wobei das nun kein Privileg allein der Smartphonefotografie ist, es gibt ja -wie gesagt- noch diverse Filterpakete und Programmregler, an denen man ausgiebig drehen kann und -wie ich fast täglich sehen muss - auch dreht).

Wenn ich so auf das Titelbild eines meiner Lieblingsbildbände schaue (Josef Koudelka, "Exiles") frage mich, was aus dieser Situation wohl mit einem automatisch bildverschlimmbessernden Smartphone geworden wäre - oder entsprechend implementierter Kamerasoftware. Ich will's gar nicht wissen...

Ich stoppe mein Traktat mal, bevor es noch länger wird.

Viele Grüße
Karsten
 
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Ich bestreite einfach mal, daß diese ganzen Hilfsmittel ein Bild sozusagen automatisch besser machen und sage es ganz sarkastisch: Wir bekommen mit den Softwarefunktionen unendlich viele HIlfsmittel aufgenötigt um den Bildinhalt automatisch so verwursten zu lassen, daß die Form endgültig über den Inhalt siegt. Irgendwie scheint mir das über den fotografischen Teilaspekt hinaus sowieso die grundlegende Tendenz dieser Smartphones zu sein...
Danke für deinen interessanten Beitrag, hätte ruhig noch länger sein können. 😉
Ich denke, das was du beschreibst ist die Befürchtung vieler Fotografen, dass die Software zu sehr in die eigentliche Aufnahme eingreift und die Realität verfälscht.

Aber das ist das, was der Konsumer bzw. Laie von diesen Kameras erwartet. Er/sie möchte ein Bild machen und den größtmöglichen Effekt herausholen. Am besten soll es sofort so aussehen, als hätte es ein Profifotograf gemacht, was ja auch bedingt durch die automatische und intelligente Einstellung aller Parameter (künstliche Dynamik, Schärfentiefe, Fokus auf Augen, etc.) in die Richtung geht.
Ich hatte das letztes Jahr schonmal in einem Thread geschrieben, dass es erstaunlich ist, welche tollen Fotos aus Smarthphones in Flickr eingestellt werden, die von Gelegenheitsknipsern gemacht wurden.

Die verlinkten Bilder von "iPhone-Fotograaf" auf Flickr sind stark nachgearbeitet und kommen nicht so direkt aus der Kamera App.

Natürlich sollte es immernoch möglich sein, die RAW Daten abzugreifen, bzw. die Softwareeingriffe steuern zu können.
Wir werden aufgrund physikalischer Gesetze die Bildqualität eine VF Kamera mit dem Smartphone wohl nie erreichen, aber sie kann bis zu einem gewissen Qualitätsanspruch und mit gewissen Einschränkungen simuliert werden.
Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass aus einer Kompaktkamera und entsprechender Software, wie sie in Smartphones verwendet wird, viel viel mehr herausgeholt werden kann.
Wenn schon jetzt aus der Minioptik der Smartphones bereits solche Ergebnisse gezaubert werden können, was wäre dann wohl mit einer Kompakten oder eine APS-C noch alles möglich?

Was Profifotografen von der Fotografie mit dem Smartphone halten, habe ich in diesem interessanten Artikel gefunden:
Smartphones in der Profi-Fotografie
 
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Der Bü...

Der Bü...

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Hej...

die Frage ist doch, was will der Nutzer einer Kamera mit seinen Bilder machen? Ein Großteil der heute gemachten Bilder wird mit Smartphone aufgenommen, um Sie dann auf Smartphones in Social Media Apps oder im Web auf reduzierten Fenstern anzusehen. Mit den ganzen Apps gibt es unendliche Möglichkeiten zur kreativen Bildgestaltung. Dazu hat das Smartphone den Vorteil, dass viele mit dieser Technik aufwachsen und es automatisch lernen. Man kann ja damit auch Ausdrucke oder Fotobücher erstellen. Dafür reicht die Qualität auch aus. Für den Konsumenten ist das, dass die einfachste Möglichkeit sich fotografisch darzustellen.

Eine Spiegelreflex Kamera mit größerem Sensor ist meines Erachtens auf Jedenfall besser und liefert bessere Bildergebnisse. Dafür ist es wieder ein zusätzliches Gerät, dass man herumtragen muss. Man muss lernen damit umzugehen und die Bildbearbeitung korrekt umzusetzen.

Keine Frage, dass sich die DSLR für Bloggergeknipse nie durchsetzen wird. Doch jeder der eine DSLR in die Hand nimmt, will auch etwas anderes.

Ich habe mal eine Bloggerin fotografiert und auch Sie hat den qualitativen Unterschied bemerkt.

Für Social Media und Familien-Knipserei ist ein Smartphone absolut gerechtfertigt, doch es wird nie die professionelle Fotografie ersetzen können.

Gruß, der Bü...
 
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