Sensorreinigung an den SIGMA SDx Modellen....

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Klaus-R

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EDIT: Ausführliche Anleitungen gibt es inzwischen für die SIGMA SD-Gehäuse auch

HIER:

Hallo zusammen,

früher oder später muss es sein ... man sollte es können ....;)


Sensorreinigung: (meine Meinung aus Handhabung SD9/10/14)

- Muss man selber beherrschen - ist sehr einfach!!!
Das kann man nicht immer machen lassen! (teuer und dauert!)

- Trockenreinigung ist Murks! Funktioniert einfach nicht und gefährdet die Sensoroberfläche! Abblasen ist Unsinn, funktioniert bei keiner Kamera!

- Wattestäbchen mit (wenig!!) Isopropanol klappt sehr gut, wenn ...:

1) -die Kamera eine sichere Stromversorgung während der Reinigung hat!

Hier verwende ich frische Akkus UND das Netzteil gleichzeitig. Wenn nämlich der Netzstrom ausfällt oder die Akkus schlappmachen, schnackt der Verschluss zu und ist zerstört ... das ist leider schon mehrmals berichtet worden

2) -der Reinigungsvorgang nicht unnötig lange dauert ... nicht hastig, aber zügig in möglichst staubfreier Umgebung arbeiten. Den Sensorschutz möglichst schnell wieder montieren.

3) -die Kamera bei der Reinigung NICHT auf dem "Rücken" sondern senkrecht steht .... Wenn man die Kamera beim Abwischen des Bildsensors auf die Displayseite legt, dann rieselt schon während der Reinigung neuer Staub von oben auf die Sensor-Oberfläche. Das habe ich lange selber falsch gemacht! Die Kamera also auf die Unterseite stellen und von vorne reinigen ... auch, wenn's unbequemer ist ... das lohnt sich sehr.

4) -man darauf achtet, die Halteschraube des Sensorschutzglases nur leicht festzuschrauben (nur SD9/10), um das Gewinde nicht zu zerstören .... sonst hat man ein ziemliches Problem ...

Sollten nach der Reinigung Schlieren, Wellen oder Flecken auf den Photos zu sehen sein, dann keine Panik bekommen, da ist nichts kaputt gegangen, sondern da war dann nur zu viel Isopropanol im Rennen. Die Reinigung also einfach wiederholen! Die Gefahr, den Bildsensor bei einer "vorsichtigen" Nassreinigung zu beschädigen gebe ich hier mal locker mit NULL an! Ich bin mit Sensordreck ziemlich pingelig und habe meine SIGMAs schon sehr oft so gereinigt ... da passiert nix!

EIGENTLICH verdunstet das Zeug zwar rückstandsfrei .... ABER in der Praxis ist es nie ganz wasserfrei. Die Wasseranteile verdunsten stark verzögert und bilden dann die Schlieren. Isopropanol ist ferner hygroskopisch (wasseraufnehmend) und bindet leider auch ganz schnell Luftfeuchtigkeit. Das Fläschchen also möglichst schnell wieder verschließen!


Sensorschutzglas:

Ich find's 'ne tolle Idee, die zumindest EINEN unbestreitbaren Vorteil gegenüber allen anderen D-SLRs bietet, nämlich den, dass man bei SIGMA ohne jede Staubgefahr die Objektive wechseln kann. Beim Objektivwechsel kann definitiv KEIN Staub in den Spiegelkasten eindringen! Ferner bin ich sehr sicher, dass es Wirkung zeigt, zumal alle anderen Sensorreinigungssysteme nicht wirklich funktionieren ... die anderen Kameras also auch gereinigt werden müssen!

Erfahrungswerte:

Nach einigen tausend Auslösungen sind die Verschlusslamellen der SIGMAs "eingerieben" und der weitere Abrieb beschränkt sich auf ein Minimum. Nach einer Reinigung hat man dann schon recht lange Ruhe vor neuem Dreck. Wenn's dann doch mal passiert ist, habe ich da eine geniale Software ... da brauche ich den Fleck nur anzuklicken und er ist weg! Das klappt sogar, wenn im Bereich des Fleckes Details liegen. Man sieht wirklich nichts mehr davon! 25 Flecken pro Bild möchte ich soo aber auch nicht beseitigen müssen!

Grüße und einen sauberen Bildsensor

Klaus
 
Zuletzt bearbeitet:
18.06.2009
#1

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Guest

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Eyvindur

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Klaus

was sind schon 25 Sensorflecken ..... smile

ich muß zu meiner Schande gestehen das ich immer noch nicht zum reinigen gekommen bin, geht eigentlich auch Single Malt anstatt dieses komische Zeug aus der Apotheke ?

Duck und wech
 
rotweintrocken

rotweintrocken

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eine Super Beschreibung von Klaus, ich habe schon 2 mal nach dieser Methode den Sensor gereinigt, es gab nie Problem, Super, Danke Klaus

[SCHILD]:klatschen: :klatschen: :klatschen:[/SCHILD]
 
Stephan_B

Stephan_B

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Hallo Klaus,

wie immer erste Sahne Dein Bericht jetzt sollte keiner mehr Angst haben seinen Sensor zu reinigen.

Viele Grüße

Stephan
 
Klaus-R

Klaus-R

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Klaus

was sind schon 25 Sensorflecken ..... smile

ich muß zu meiner Schande gestehen das ich immer noch nicht zum reinigen gekommen bin, geht eigentlich auch Single Malt anstatt dieses komische Zeug aus der Apotheke ?

Duck und wech
Geht nicht! Der Foveon gewöhnt sich zu schnell an hochwertigen Sprit. Nach der zweiten Reinigung wird er süchtig und säuft Dir alles weg! Also lieber lassen!

Wir machen das anders ... ich komm mit meinem Isopropanol vorbei und bezgl. Single Malt ...äh ... nehmen wir dann mal eine Sensorreinigung bei mir persönlich vor ...:D:D:D

Grüße

Klaus
 

Eyvindur

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Hab ich schon vermutet, das es so läuft

Also, Du bringst den Isopro mit, reinigst meine Sensoren und dann saufen wir uns durch meine Bar

Gruß Wolfgang
 
netzuser

netzuser

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Hallo Olli,
wegen so einer Winzigkeit würde ich mich nicht groß sorgen.
Das ist ein Stäubchen auf dem Sensor.
Bei welcher Blende ist das Bild entstanden?
Wenn es nur der eine Fleck ist kann man ihn leicht wegstempeln.
Aber es werden sicher noch mehr werden und dann lohnt sich die Reinigung.
So nach 3000 bis 5000 Aufnahmen kommt dann meistens kein Dreck mehr.
Jedenfalls nicht vom Verschluß und vom Spiegel.
Was von aussen kommt ist eine andere Sache.

Gruß
Uwe
 
Olli

Olli

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Hallo Uwe,

hier die Daten des Bildes : F-Nummer: F/9
Brennweite: 51 mm
Belichtungszeit: 1/125 Sek.
ISO 100

Die Sigma SD14 ist meine erste Digitale Spiegelreflexkamera und war nur etwas verunsichert, da ich gerne perfekte Bilder mache. Sensorflecken kannte ich bislang noch nicht. Bei meiner Sigma DP1 hatte ich bislang noch keine Sensorflecken entdeckt.

Nun bin ich zumindest etwas beruhigter. Hab schon vermutet es sei etwas an der Kamera defekt.

Vielen Dank für die Info Uwe:klatschen:

Gruß
Olli
 
DonParrot

DonParrot

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Hi Klaus, danke für den Exkurs, der dürfte auch mir mit meiner G1 helfen - zumal der Sensor bei ihr ja während des Objektivwechsels offen liegt. Kommt also schneller Staub ran, aber andererseits muss ich mir beim Reinigen keine Gedanken um den Verschluss machen.
 
wpau

wpau

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Hi Klaus, danke für den Exkurs, der dürfte auch mir mit meiner G1 helfen - zumal der Sensor bei ihr ja während des Objektivwechsels offen liegt. Kommt also schneller Staub ran, aber andererseits muss ich mir beim Reinigen keine Gedanken um den Verschluss machen.
Um den Verschluss wohl, nur nicht um den Spiegel.
Also immer volle Batterie oder Netzgerät.

Wenn der Verschluss herunter geht wird wohl auch eine Reparatur fällig sein.
 
Daniel

Daniel

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Hallo zusammen,

ich schiebe das Thema Sensorreinigung schon seit einiger Zeit erfolgreich vor mir her. Für die SD9 und SD10 habe ich ein Netzteil, für die SD14 nicht.

Da die SD14 es am nötigsten hat hier mal meine Frage in die Runde, ob jemand auch ohne Netzteil an der SD14 erfolgreich gewesen ist. Den Thread vom Alternativ-Netzteil für die 14 von Klaus habe ich natürlich schon entdeckt.

Ich will aber heute einen sauberen Sensor haben :eek:, sonst schiebe ich es wieder auf die lange Bank...

Grüße
Daniel
 

Digitalios

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Also, ich habe auch kein Netzteil. Den Akku lade ich vorher auf, dann gibts kein Problem. Anfangs hatte Sigma für die Reinigung das Netzteil vorgeschrieben. Es ging auch gar nicht ohne. Irgendwann kam dann ein FirmwareUpdate, nachdem es dann auch ohne Netzeil möglich ist, den Sensor zu reinigen.
Man sollte sich aber über den Zustand des Akkus im Klaren sein. Wenn der nichts mehr taugt, wirds wohl gefährlich.
 
netzuser

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Hallo Daniel,
ein geladener Akku ist allemale in der Lage den Verschluß für die 2-3 Minuten offen zu halten.
Gruß
Uwe
 
Robert

Robert

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Wie lange braucht man denn typischerweise für die Reinigung?
 
rotweintrocken

rotweintrocken

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hmm ...

ich habe noch nie die Zeit gemessen da ich mit dem Netzteil arbeite aber ich würde mal schätzen für einen Durchgang nicht länger als 30sec. (also die Zeit in der man mit dem Q-Tips den Sensor streichelt :D). Ich benötigte bisher immer 2 - 3 Durschgänge. Sicherheitshaber kann man ja zwischendurch den Akku Wechseln.
 
Daniel

Daniel

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Schonmal Danke für die Tipps! Wieviel Isopropanol ist denn wenig? Ein Tröpchen auf eine saubere Oberfläche, dieses dann verreiben und dann eine Längsseite vom Q-Tipp kurz eindippen und damit befeuchten?

Die Wiederholungen resultieren ja aus einem zu stark befeuchteten Q-Tipp, oder?

Gruß
Daniel