SD15 und ausgefressene Lichter

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kruegchen

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SD15 und ausgefressene Lichter

SPP spielt dabei eine große Rolle. Wie man auf den Bildern sieht, hat sogar der Weißabgleich einen großen Einfluss. Also habe ich ein wenig rumprobiert.
Die besten Ergebnisse erreiche ich mit Neutral und WB auf Schatten in diesem Beispiel. Dort gibt es am Fenster auch keine Ausgebrannten Stellen mehr. SPP zieht die Helligkeit in den anderen Modi z.B. Landschaft zu sehr auf. Die Lichter brennen dann gnadenlos aus. Ich finde das etwas befremdlich. Die Einstellungen habe ich bei den Bildern nicht wirklich geändert. Alle relevanten Daten findet ihr in den Screenshots von meinem Bildschirm. Die Letzten beiden Bilder entsprechen genau den Lichtverhältnisen, wie diese im Raum herrschten. Hier könnt ja mal euren Senf dazu geben, also eure eigenen Erfahrungen. Zumindest die User mit einer SD15.

Hier die Beispiele:

Bildschirmfoto 2010-09-30 um 08.58.59.JPGBildschirmfoto 2010-09-30 um 08.58.17.JPGBildschirmfoto 2010-09-30 um 08.58.36.JPGBildschirmfoto 2010-09-30 um 08.57.40.JPGBildschirmfoto 2010-09-30 um 08.59.49.JPG
 
30.09.2010
#1

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Guest

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Raphael

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SD15 habe ich nicht. Trotzdem eine Anmerkung zum Weißabgleich, der wird meistens stark vernachlässigt. Seit ich die CBL habe und vor Ort konsequent einsetze reicht in 90 % der Bilder die automatische Entwicklung in SPP, dann noch nachschärfen und fertig. Bei Vergleichen mit Auto - WB haben sich an der SD14 bis zu 2 EBV - Stufen +/- ergeben, meistens lag die Belichtung bei einer EBV + bei Auto - WB. Wenn die SD15 derzeit noch zum Überbelichten neigt, könnte das doch schon ein Stück weiterhelfen.

Vielleicht einfach mal mit einer Graukarte oder einem weißen Blatt Papier testen, vielleicht hilfts. Die CBL kostet ja schon ordentlich Geld, ist mittlerweile aber für mich nicht mehr wegzudenken. Sie gibt einem auch etwas mehr Sicherheit beim nachträglichen Beurteilen der Farben.

Gruß, Ralph
 

kruegchen

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SD15 habe ich nicht. Trotzdem eine Anmerkung zum Weißabgleich, der wird meistens stark vernachlässigt. Seit ich die CBL habe und vor Ort konsequent einsetze reicht in 90 % der Bilder die automatische Entwicklung in SPP, dann noch nachschärfen und fertig. Bei Vergleichen mit Auto - WB haben sich an der SD14 bis zu 2 EBV - Stufen +/- ergeben, meistens lag die Belichtung bei einer EBV + bei Auto - WB. Wenn die SD15 derzeit noch zum Überbelichten neigt, könnte das doch schon ein Stück weiterhelfen.

Vielleicht einfach mal mit einer Graukarte oder einem weißen Blatt Papier testen, vielleicht hilfts. Die CBL kostet ja schon ordentlich Geld, ist mittlerweile aber für mich nicht mehr wegzudenken. Sie gibt einem auch etwas mehr Sicherheit beim nachträglichen Beurteilen der Farben.

Gruß, Ralph
Die CBL- Habe ich schon seit zwei Jahren. Die Nutze ich auch gern. Ja die SD15 neigt zum überbelichten. Deshalb steht die Kamerabelichtung auf -1.
Die starken Überbelichtungen werden aber wohl von der Software noch verstärkt. Die SD15 ist wohl mehr auf die Schattenerhaltung statt auf die Helligkeit optimiert. Leider ist die Belichtungsmessung nicht sehr ausgewogen. Daher die starke Korrektur der Belichtung nach unten. Es sind trotdem weniger Reserven in den hellen Partien vorhanden. Die SD14 deutlich gutmütiger. Die SD15 will wesentlich genauer in der Belichtung eingestellt werden. Das Schattenrauschen kann dann aber nicht ganz vermieden werden. Das ist meine momentane Erkenntnis. in Innenräumen kann man dem Ganzen mit Aufhellblitzen entgegensteuern. In der freien Natur jedoch nicht. Deshalb ist es für mich wichtig die Grenzen zu kennen.

Gruß Sven
 

kruegchen

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Das ist gut zu Wissen. Dann ist das Arbeiten mit der SD15 ja faßt gleich wie mit der Nikon D300. Dann brauche ich mich ja nicht umgewöhnen. Auch die kleine Sony A33 belichtet reichlich über. Jedoch hat der Sensor der Sony recht viel Reserven in den Lichtern. Da war ich erstaunt. Trotzdem mußten beide Nikon/Sony doch wieder gehen. Ich wurde mit den Bildern nicht ganz warm. Im übrigen rauschen die beiden Kandidaten in den Schatten auch recht kräftig je nach Beleuchtungssituation. Die Sd15 ist aber zumindest in der Belichtung der Nikon sehr ähnlich geworden. Man kann eben nicht alles haben.

Gruß Sven
 
uomo

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Danke Sven, den Beitrag kenn ich, hatte es allerdings nicht behalten.

Michael
 
wpau

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Wie schon in einem anderen Bericht geschrieben, habe ich im Menü der SD15 von Standard auf Neutral umgestellt, wie ich es auch bei meiner Sony mache, und habe damit am 2. Tag keine überbelichteten Bilder mehr bekommen.

Mich wundert nur, das dies einen so starken Einfluss bei den RAW Aufnahmen hat.

Die schlimmste Menü Einstellung ist in der Kamera und SPP Vivid. Damit werden die Farben total verfälscht dargestellt, da funktioniert auch mein manueller WB nicht mehr.

Porträt ergibt wärmere Farben und Landschaft erhöht mir die Sättigung nach grün zu sehr. Die Spielereien würden mit einer besseren Jpeg Engine für die Fotografen der jüngeren Schnappschuss Generation vielleicht berechtigt sein, im RAW Entwickler von SPP oder auch Bibble habe ich die Funktion noch nicht verstanden. Das kann ich auch mit den anderen Reglern erreichen.

Ein Kamera AWB Weißabgleich sollte neutral belichten und dem Fotografen die Feinheiten überlassen, wenn er in RAW fotografiert. So ist es bei meiner Sony. Dort kann ich alle JPEG benötigten Einstellungen auf Null, bzw. OFF stellen. Der von Sony Besitzern zurecht bemängelte Effekt ist dann der, das RAW+Jpeg speichern dann unnütz wird, da die JPEG dann auch alle nach gearbeitet werden müssten.

Einstellungen, die für gute Jpeg aus der Kamera nötig sind, dürften im RAW nicht übernommen werden, da ich dort die Einstellungen vornehmen möchte.

Den manuellen Weißabgleich mache ich immer vor Ort und dadurch ist bei mir die Helligkeitsverteilung in 80% der Aufnahmen gleich richtig, die Farben stimmen und ich korrigiere nur leicht.

Wo der manuelle Weißabgleich nicht genommen werden soll ist bei solchen Motiven:

Blaue Stunde
Langzeitbelichtung
Natürliche Raumbeleuchtung (Kerzen, Glühbirnen, Sonnenlicht)
Morgenstimmung und Abendstimmung

Dort nehme ich grundsätzlich den AWB und korrigiere dann in SPP. Der manuelle Weißabgleich versucht ja immer die Farben zwischen 5000 - 5500 K darzustellen, die dem Licht der Vormittags- oder Nachmittagssonne entspricht und würde bei diesen Stimmungsbildern dann die Farben zu natürlich darstellen.

Eine weiße Wand wäre mit manuellem WB weiß und nicht Gelb-/Rötlich, wie wir sie für solche Momente gerne darstellen würden. Nachtaufnahmen im LaPaDu würden dann wie Tagesaufnahmen aussehen.

Hier habe ich zum Beispiel bewusst auf AWB umgestellt, da bei dieser Situation, Mittagssonne und starker Schatten, dann Überstrahlungen durch die Sonne entstehen.

In solchen Situationen hat sich die Belichtungsmessung der SD15 sehr verbessert. Bei meiner SD14 wäre in den schattigen Bereichen der Hose Farbrauschen zu sehen. Hier sind selbst diese schwierigen Zonen richtig belichtet.

SDIM0079.jpg

Für Michael, ExpoDisc

http://www.pixxsel.de/foto-blog/grundlagen/manueller-weissabgleich
 

kruegchen

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Da ich ja nun die SD15 ein paar Tage habe, konnte ich ein wenig weiter testen. Die SD15 belichtet doch ehr nicht über. Das Problem ist mehr die Matrixmessung. Diese ist extrem empfindlich bei kleinsten Änderungen im Bildausschnitt. Scheinbar werden die Außenbereiche mit den mittleren Partien nicht vernünftig gewichtet. So kann es passieren, wenn z.B. auf einen dunklen Baum fokusiert wird, wird dieser zu stark von der Belichtungszelle gewichtet wird. Wenn der Bereich nur etwas heller ist, geht es oft schon ins andere Extrem über. Die Schatten saufen ab und rauschen dann kräftigst. Die Matrixmessung reagiert nach meinem Empfinden schon fast wie die Selektivmessung. Für eine Matrixmessung also zu aggressiv. Hier wäre es schön wenn Sigma versucht, einen besseren Kompromiss zu finden. Der Modus Mittenbetonung ist etwas besser aber nicht perfekt (belichtet zum Teil schon wieder unter). Die Selektivmessung arbeitet wie sie soll bzw. man es erwartet und gewichtet die Lichtverteilung gut. Sie ist sehr gut für Blumen, Macro und Portraits geeignet (z.B. rote Blüten). Die Spotmessung funktioniert auch so wie sie soll.

Um die richtige Belichtung im Weitwinkel zu finden, besonders bei starken Kontrasten, hilft nur experimentieren. Das ist manchmal lästig. Das hat die DP1 besser im Griff gehabt. Da die Sigma bekanntermaßen in den Schatten nicht ganz so viele Reserven hat, ist also bei der Belichtung mitdenken angesagt. Eine 100% genaue Belichtungsmessung wird es nicht geben, aber ausgewogener muss diese sein. Hier hat Sigma scheinbar noch nicht die Erfahrung mit der neuen Belichtungsmesszelle.

Gruß Sven
 
rotweintrocken

rotweintrocken

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ich glaube die neue Firmware steht in den Startlöchern ... :D:D
 

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