SD-Quattro H, Entdeckungsreise

Meisterknecht

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Danke für dein Beispiel. Ich benutze auch Affinity aber habe dieses Feature noch nicht angewandt. Statt dessen benutze ich regelmäßig die Frequenztrennung. Affinity ist tatsächlich eine ernstzunehmende PS-Alternative.
Kameraintern wäre bei dieser Aufnahme möglicherweise auch der SuperfineDetailModus gegangen. Aber nur mit Stativ. Das Reduzieren des Kontrastes in SPP führt bei der Quattro nicht automatisch zu flauen Bildern. Vielmehr führt die Nullstellung zu abgesoffenen Schatten. Da kann man getrost den Kontrast reduzieren. Minus eine ganze Stufe sieht meistens immer noch recht knackig aus. Für mich war der Tipp von Peter eine Offenbarung um Licht in die Quattroschatten zu bekommen. Bei anderen Kameras geht das so nicht. Da wird es tatsächlich flau.
 
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Hallo Klaus,
vielen Dank für die Anregungen! Ich freue mich immer über solche Inputs, denn wo sonst kann man besser neue Erkenntnisse erlangen, als in einem solchen Forum! Daher danke ich Dir für die Zeit, die Du in solche Beiträge investierst.
Ich muß sagen, daß ich überhaupt kein Experte in der coputergestützen Bildbearbeitung bin. Ich bin immer froh, wenn ich hier einige Software stabil am Laufen halte....
Mir ist klar, was Du mit Tone Mapping meinst. Aber genau diese Möglichkeit bietet doch Sigma´s Raw Programm SPP. Dort heißt die Funktion "Fill-light" und macht genau dieses. Sie hellt dunkle bis schwarze Bildpartien auf und macht Strukturen sichtbar. Die hellen Bildelemente bleiben davon ausgenommen. Im Gegenteil: Hier reduziert sich die Helligkeit beim Betätigen des Reglers sogar leicht. Für mich ist dies eine absolut geniale Funktion. Ich habe einmal Vergleichsaufnahmen mit meiner SD-15 und der Nikon D-800 in Linz am Rhein gemacht. Enge, im Schatten liegende Gassen, Fachwerkhäuser auf einer Straßenseite im grellen Sonnenlicht, die andere Straßenseite in tiefem Schatten. Trotz allen Bemühungen in der Rawbearbeitung litten die Bilder der Nikon immer unter dem extrem großen Dynamikumfang des Motives, während die Raw´s der SD-15 durch das Fill-light äußerst natürlich und ausgewogen ausgeleuchtet waren.

Ich habe jetzt nochmal die Rohdatei des Baumbildes genommen und wie folgt behandelt. Alle Regler in Neutralstellung, automatischer Weißabgleich, keine Farbverschiebung. Bild 1 steht der Fill light Regler auf 0, Bild 2 auf +0,2, Bild 3 +0,4, Bild 4 +0,6, Bild 5 +0,8 und Bild 6 +1,0.
Ich denke, dies ist genau der Effekt den Du mit Tone-Mapping meinst.
Wenn man die Bilder derart behandelt macht es natürlich auch Sinn, die entsprechenden Resultate auch mit den anderen Einstellparametern zu optimieren. Dies habe ich jetzt hier unterlassen, um alleine den Fill-light Effekt darzustellen.


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Viele Grüße

Dieter
 
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Ich benutze Affinity fast jeden Tag .... macht wirklich süchtig ... und ganz sicher ist das eine wirkliche Photoshop Alternative. Der Preis für eine Lizrenz ist ein verbraucherfreundlicher Witz ... insbesondere, weil man das privat auf bis zu 5 Endgeräten nutzen darf.
Mehr BANG FORE THE BUCK geht in Sachen EBV kaum noch .... und ich komme natürlich auch von Adobe ... es gab ja jahrelang wirklich gar keine Alternative.
Spitzen EBV für alle ... eine tolle Leistung von SERIF aus Südengland! Es würde mich sehr freuen, wenn Affinity weiterhin erfolgreich am Markt bliebe .... Software mieten mag ich gar nicht und ist bei SERIF ja auch nicht Programm. Mehr habe ich für 50,-€ wirklich noch nie bekommen. Ich würde sehr gerne mal wieder 50,-€ für eine Version 2 bezahlen, nachdem jahrelang wirklich alle Updates kostenlos waren!

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
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Hallo Klaus,
vielen Dank für die Anregungen! Ich freue mich immer über solche Inputs, denn wo sonst kann man besser neue Erkenntnisse erlangen, als in einem solchen Forum! Daher danke ich Dir für die Zeit, die Du in solche Beiträge investierst.
Ich muß sagen, daß ich überhaupt kein Experte in der coputergestützen Bildbearbeitung bin. Ich bin immer froh, wenn ich hier einige Software stabil am Laufen halte....
Mir ist klar, was Du mit Tone Mapping meinst. Aber genau diese Möglichkeit bietet doch Sigma´s Raw Programm SPP. Dort heißt die Funktion "Fill-light" und macht genau dieses. Sie hellt dunkle bis schwarze Bildpartien auf und macht Strukturen sichtbar. Die hellen Bildelemente bleiben davon ausgenommen. Im Gegenteil: Hier reduziert sich die Helligkeit beim Betätigen des Reglers sogar leicht. Für mich ist dies eine absolut geniale Funktion. Ich habe einmal Vergleichsaufnahmen mit meiner SD-15 und der Nikon D-800 in Linz am Rhein gemacht. Enge, im Schatten liegende Gassen, Fachwerkhäuser auf einer Straßenseite im grellen Sonnenlicht, die andere Straßenseite in tiefem Schatten. Trotz allen Bemühungen in der Rawbearbeitung litten die Bilder der Nikon immer unter dem extrem großen Dynamikumfang des Motives, während die Raw´s der SD-15 durch das Fill-light äußerst natürlich und ausgewogen ausgeleuchtet waren.

Ich habe jetzt nochmal die Rohdatei des Baumbildes genommen und wie folgt behandelt. Alle Regler in Neutralstellung, automatischer Weißabgleich, keine Farbverschiebung. Bild 1 steht der Fill light Regler auf 0, Bild 2 auf +0,2, Bild 3 +0,4, Bild 4 +0,6, Bild 5 +0,8 und Bild 6 +1,0.
Ich denke, dies ist genau der Effekt den Du mit Tone-Mapping meinst.
Wenn man die Bilder derart behandelt macht es natürlich auch Sinn, die entsprechenden Resultate auch mit den anderen Einstellparametern zu optimieren. Dies habe ich jetzt hier unterlassen, um alleine den Fill-light Effekt darzustellen.


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Viele Grüße

Dieter

Hallo Dieter,

jaaaaa!!! Ich kenne Fill LIGHT bei SPP ja auch ... habe 2005 bis 2009 ausschließlich mit SIGMA Foveon Kameras gearbeitet.
Das Ausarbeitungspotential der SIGMA RAWs ist eine ganz eigene Sache .... weiß ich ja alles! 😊

Trotzdem ist TONE MAPPING ein ganz anderer Ansatz .... guck Dir die Unterschiede mal nebeneinander an und berücksichtige dabei, dass ich ja nur das 8-BIT JPG hatte.😊

Ich würde Dir das gerne mal live am Rechner zeigen .... geht natürlich nicht .... ich vermute aber, Du würdest anschließend die 50,-€ an SERIF überweisen und wärest für Stunden und Tage auf EBV Entdeckungsreise ... so genial finde ich Affinity!

Man (und auch ich) müsste noch mehr Zeit für das Hobby haben .... fehlt mir wirklich, um noch mehr zu entdecken, denn alles weiß auch ich noch lange nicht!

Grüße und viel Spaß mit Deinen Bildern

Klaus
 
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Hallo Klaus,

danke Dir für den Hinweis zu Affinity. Dazu sei folgendes gesagt:
Ich habe mir nochmal einige Video´s zu dem Programm angesehen. Leider wäre es mir unendlich viel zu kompliziert. Ich glaube, daß ich auch keinerlei Motivation aufbringen würde mir all diese Funktionen anzueignen. Dies liegt vor allem daran, da ich intensive Bildbearbeitung überhaupt nicht mag. Über die Qualität und den Ausdruck meiner Foto´s soll in allererster Linie meine Fähigkeit zur Nutzung der Kamera, Objektive und Filter entscheiden.
Vielfältige Manipulationen am PC mag ich überhaupt nicht! Daher sind für mich die Funktionen, die beispielsweise das SPP beim Konvertieren der Raw-Dateien bieten, schon weit mehr, als ich benötige. Und wenn darüber hinaus auch mal ein Sensorfleck entfernt werden muß, nutze ich dafür dann noch ein ganz simples Nachbereitungsprogramm. Das war es dann auch schon.
Ich bin da quasi noch im analogen Modus. Über die Qualität und den Ausdruck eines Bildes ist fast ausschließlich das entscheidend, was aus meiner Kamera kommt. Ich mache in aller Regel noch nicht einmal Größenbeschnitte. In dem Moment, wo ich den Auslöser der Kamera betätige, ist die wesentliche Entscheidung über mein Bild gefallen. Dies ist quasi die gleiche Philosophie, die ich aus Jahrzehnte langer Zeit der Diafotografie übernommen habe. Und gefällt mir dann das Endprodukt nicht, habe ich zuvor in der Nutzung von Kamera, Objektiven und Filter Fehler gemacht, die ich versuche in Zukunft abzustellen. Nur so kann ich mich in meiner fotografischen Kompetenz weiter entwickeln.
Es ist schon beeindruckend, was man am PC mit Bildern machen kann, keine Frage. Wenn aber auf die Qualität einer Aufnahme irgendeine Software größeren Einfluß hat, als der Fotograf selber, so ist dies nicht meine Art der Fotografie.
Es mag sein, daß durch diese Sichtweise sehr viele Ausdrucksmöglichkeiten eines Bildes ungenutzt bleiben. Aber, meine Bilder sind allein die Produkte des Zusammenspieles meiner Kamera, des Objektives und der genutzten Filter im Zusammenspiel mit meiner Kompetenz, diese Dinge zu beherrschen.

Das ist meine Philosophie, wie ich heute die digitale Fotografie sehe. Die größte Errungenschaft, die diese bietet ist für mich der Kostenfaktor. Ich kann unendlich viele Auslösungen tätigen um zu lernen, wie es für meinen Geschmack am besten ist. Der PC ist bei mir nur eine Krücke um die Foto´s zu visualisieren und zu speichern. Sonst nix, oder richtiger gesagt, fast nix!

Wie gesagt, daß ist meine ganz persönliche Sicht der Dinge. Und genau diese Sicht auf die Dinge bringt mir maximalen Spaß an unserem Hobby.
Ich respektiere jeden, der dies völlig anders sieht. Es ist doch das Schöne an unserem Hobby, daß es so viele unterschiedlicher Herangehensweisen ermöglicht....

Viele Grüße

Dieter
 
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Nachtrag:

Bitte versteht mich nicht falsch! Ich gehöre nicht zu der "früher-war-alles-besser- Fraktion"! Ich weiß die Vorteile der digitalen Fotografie sehr zu schätzen! Früher waren wesentliche Entscheidungen über das bildliche Endprodukt bereits vor dem Betätigen des Auslösers gefallen. Ob ich jetzt einen Kodak Ektachrome 64 oder einen Fujichrome Velvia 50 Film in die Kamera gelegt hatte, war von zentraler Bedeutung für das Endprodukt. Und war versehentlich noch ein Kunstlichtfilm in der Kamera, während man draußen bei strahlendem Sonnenschein schönste Motive ablichtete, waren die Aufnahmen unwiederbringlich verdorben. Und wollte man einfach zwischendurch mal ein paar S/W Aufnahmen machen, aber gerade eine Colorfilm eingelegt war, so ging das halt nicht.
Daher möchte ich jetzt die "digitale Flexibilität" nicht mehr missen.
Wenn aber die Virtualität der Nutzung irgendeiner Software an irgendeinem Rechner größere Entscheidung über das Endprodukt hat, als die fotografische Kompetenz des Anwenders, so ist das auch nicht mein Weg.....
 
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Gast10893

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Ich bitte um Entschuldigung, aber:

Das Foto da ist als JPG ooc vom Dieter fotografiert. Fotos als JPG ooc, mindestens mit einer Sigma Kamera fotografiert, auch mit Quattros, sind nur in 8 Bit konvertiert. :(
Und in der Dynamik viel weniger flexibel falls noch etwas ändern als RAWs, wo die Quattros ca. 11 EV in RAW erreichen können und in 12 Bits für eine Farbe , WENN das Foto richtig belichtet ist. 😉

Was das Foto leider im diesen Fall nicht richtig belichtet ist und auch in JPG ooc bei solchem Motiv nicht möglich ist und bei Sigma noch mehr unmöglich ist.

Darum ist auch, mMn, das Foto mit Postverarbeitung in richtige EV Stufen bringen. Auch wegen dem, das das JPG Foto in orig. Zustand schon unten unterbelichtet und oben überbelichtet ist.

und, mMn., speziell Bilder von Sigma Kamera`s sind als JPG ooc sehr empfindlich für weitere mögliche Verbesserungen, weil sehr begrenzten DR in EV besitzen; im Durchschnitt ca. 6,5 - 7,5 EV. ☹ Also in der Tat für ausgewogene Motive, die nicht zu viel kontrastreich sind, die keine große Lichtunterschiede besitzen. 😉

Darum ist wirklich wichtig, speziell bei Sigma Kamera`s nur in RAW fotografieren und in SPP die Bilder in Perfektion zu bringen. 😇 👍

Die andere Bilder habe nicht auf die Über-Unterbelichtung kontrolliert. 😉

Grüße,
Peter
 

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Hallo Peter,

das ist leider nicht richtig. Ich fotografiere die Sigma´s immer im Raw Format!!!
Wie ich auch schon zuvor schrieb, habe ich die erste Version des Bildes mit allen SPP Reglern in Neutralstellung dann in JPG´s konvertiert. Bei der Aufnahme übrigens das Gleiche: Mehrfeldmessung ohne Belichtungskorrektur bei allen Bildern. Das mache ich immer so, wenn ich eine Kamera kennen lernen möchte.
Bei Aufnahme und Bearbeitung schaue ich übrigens nie auf irgendein Histogramm, sondern verlasse mich nur auf meinen visuellen Bildeindruck. Und da paßt für mich die Belichtung bei diesem hohen Dynamikumfang sehr gut. Die unteren Bildteile wollte ich auch bewußt nicht aufhellen, da dann viel mehr Details sichtbar machen, die das eh schon unruhige Waldbild noch weiter mit Details überfrachten würden.
Aber das ist mein persönlicher Geschmack…..

Viele Grüße
Dieter
 
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Gast10893

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Hallo Dieter,
ist ok, was du schreibst. Ist auch ok, wenn du ein erfahrener Dia Positiv Film Fotograf bist, das man schon damals solche schwierige Motive zuerst mit Belichtungsmesser hat geprüft auf die Belizeiten für die definitive Belichtung machen soll, in diesem Fall das Motiv mindestens zwei Mal gemessen soll. Einmal oben die Lichter inkl. wo die Belichtung mindestens um 14 EV Stufen heller ist als auf dem unterem Teil des Bildes.
Und in der Tat ist unmöglich mit Fillleight das Motiv mit nur einem Bild ausgleichen. Hier sind mindestens heute 5 Bilder in einer Belichtungsreihe zu machen als HDR das Bild richtig als Ganzes haben.

Das ist holt Sigma. Ich habe manchmal auch damit Schwierigkeiten, weil ich manche Bilder verkaufe um meine Kosten zu mindern. Darum auch habe meine Sigma`s verkauft, weil mit diesen Kameras war es wie mit einer Lotterie. Was ich nicht ich, aber die Firmen erkannt/geprüft haben ob das Bild in den Verkaufskatalog genommen haben oder nicht. Weil ich auch andere Kamera hatte, habe erkannt, das die Bilder, die Bayersensor hatten, sind um mehrere Prozent gegen Foveon öffter genommen als von Sigma.

Jetzt, wenn ich die Sony A7II habe und nicht mehr die Quattro, sehe den Unterschied sehr deutlich und Kompromislos; die heutige Sonys, Canon, Nikon etc. sind viel mehr praktischer und in der Tat auch besser. Die Farbigkeit ist heute ganz gleich, manchmal sogar besser als Sigma und mit dem Schärfe ist es auch nicht so wie früher; die Sonys sind heute sehr scharf, aber nicht wie Sigma sondern irgendwie eleganter und schöner in meinen Augen; als die besten damaligen Negativfilme plus um Tik schärfer; freilich, wenn man es im Editor machen will und kann.
Für mich ist Sigma nur schöne Verangenheit und Geschichte. Alles liegt heute NUR UND NUR wie man im Editor, in einem wirklich guten Editor das Foto verarbeiten kann.

Deine Fotos, die hir gezeigt hast, die du mit der Sony fotografiert hast, ohne Ärger zu machen, sind um Meilen besser!!!!!! 👍

Grüße,
Peter
 

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Tja Peter, und das sehe ich eben ganz anders!
Meine konkreten Vergleichsmöglichkeiten zwischen Sony und Sigma sind aktuell die Sony A7 und A7R gegen die Quattro H. Es macht mir große Freude beide Systeme gegeneinander antreten zu lassen! Natürlich hängt alles vom Anwendungszweck ab. Reden wir von Actionfotografie oder Low Light Performance geht die Sache natürlich sehr klar an die Sony´s. Anders sieht es schon bei der Schärfe und Auflösung aus. Hier ist, vergleichbare Objektive vorausgesetzt, die Quattro H der A7 und auch der A7R überlegen, mal deutlich (gegen A7) und mal etwas weniger deutlich (gegen die A7R), in jedem Falle aber klar nachweisbar. Einige Quattro H Nutzer vergleichen diese bezüglich der Auflösung als annähernd vergleichbar mit Mittelformat. Allerdings nur bezogen auf ISO 100 und 200. Und dies nur bei komplett zurückgenommener Rauschunterdrückung in der Bearbeitung. Dann allerdings bemerkt man bei der Quattro H in dunklen Bildteilen bereits bei Iso 100 (!) ganz leicht beginnendes Bildrauschen, wenn man diese Passagen vergrößert betrachtet. Bei Sony ist die Abbildung da noch gänzlich rauschrei. Dabei punktet die Quattro dann in jedem Falle wieder mit dem visuellen Bildeindruck. Der Foveonsensor schafft halt dieses einmalig plastische Bild. Der Effekt war beim alten 1:1:1 Sensor zwar noch ausgeprägter, allerdings ist er auch beim Quattrosensor noch da. Das bekommt man mit dem Sonysensor eben nicht so hin, trotz aller Bemühungen in der Bearbeitung. Eine weitere Stärke der Quattro ist die Farbdifferenzierung. Fotografiere mal einfarbige Stoffflächen mit minimalsten Gewebestrukturen. Die Sony bildet die Farbe der Flächen sehr naturgetreu ab, allerdings gehen die feinen Strukturen, vor allem bei rot, fast komplett verloren. Wohingegen die Quattro auch noch die allerkleinsten Gewebestrukturen klar und deutlich abbildet.

Zusammenfassend kann man überhaupt nicht so verallgemeinernd sagen, daß das eine oder andere System besser ist. Es hängt halt alles an der Anwendung. Sind die Lichtverhältnisse halbwegs akzeptabel und gibt mir das Motiv genügend Zeit, so ziehe ich in jedem Falle die Sigma vor. Bei schwierigem Licht und Motiven, die einen schnellen Autofokus notwendig machen, ist klar die Sony der Favorit. Dazu kommt, daß die Sigma, auch in der Quattrogeneration immer noch eine Rawkamera ist. Zwar sind die Raw´s der Quattro inzwischen durchaus brauchbar, erreichen aber nicht die Qualität der Sony.
Ich bin jedenfalls froh beide Systeme zu haben. So bin ich in allen Aufnahmesituationen bestens aufgestellt.

Ich bin ab Freitag übrigens für eine Woche in der Rhön und werde beide Kamerasysteme mitnehmen. Sicher werde ich dann auch Bilder hier einstellen. Vielleicht auch einige Vergleichsaufnahmen zwischen den Systemen. Wobei es sicher sehr schwierig wird, die Unterschiede hier im Forum, bei reduzierter Auflösung, so genau wahrzunehmen, wie es am heimischen PC geht.

Viele Grüße

Dieter
 
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Gast10893

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Hallo Dieter,

ist freilich in Ordnung. 😉 😇

Viel Spaß in Rhön!!! ☺

Grüße, Peter
 
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Vielen Dank, Peter!
Ich hoffe, ich habe dort einige schöne, fotogene Tage..... 😊

Viele Grüße
Dieter