Schöne scharfe Blende finden

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Wolfrodo

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Hallo Foto-Lovers
Ich habe einiges an Tips von euch bekommen zum Thema Blende, Beugungsunschärfe usw. dafür ein großes Dankeschön.
Jetzt habe ich mir überlegt, dass ich meine Objektive mal auf die schönste Blende "abchecken" will.
Dazu würde ich folgendermaßen vorgehen:
- Versuchsaufbau Kamera mit Stativ, IR-Fernauslöser und Spiegelvorauslösung.
- Belichtungsmodus Zeitautomatik + Auto-ISO (wegen gleicher Bleichtungsstärke)

Dann würde ich mit jedem Objektiv eine Blendenreihe schießen von ganz auf bis ganz zu.
Bei zoombaren würde ich das auch brennweitenabhängig machen (also minZoom, maxZoom und eventuelle Zwischenschritte beim Tele (100mm, 200mm).

Anschliesend würde ich dann die Ergebnisse nach ihrer Schärfe auswerten um die schönste (scharfe) Blende zu finden.

Gehe ich in dieser Weise richtig vor oder was sollte ich ändern?
Muß ich mit dem Makro-Objektiv wirklich ein Makro machen oder ist die Schärfe des 90mm auch auf Distanz aussagekräftig?

Meine Ziele wären fürs 50mm und das 18-55 der gegenüberliegende Balkon (Tannenzweige im Fokus; Rauputz an der Wand für Randbereich-Kontrolle)
etwa so:
50.jpg

Fürs Tele gehts dann am Nachbarn vorbei zum Fensterladen in der Paralellstraße etwa so:
tele.jpg

und das 90mm Makro würde ich auch auf den Balkon ausrichten (wenns keine Rolle spielt) ... etwa so:
90.jpg

Was meint ihr zu meinem "Vorhaben"
 
03.02.2016
#1

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dj69

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Wenn Du so etwas machen möchtest, solltest du es unter gleichbleibenden, reproduzierbaren Bedingungen machen. Sonst ist die Arbeit (und es ist viel Arbeit) für die Katz.
Sprich, festes Fokusziel (ein Siemensstern oder anderweitiges Testchart), gleichbleibende Beleuchtung, kein Wind, fester, niedriger ISO-Wert.

ISO-Automatik geht garnicht, die versaut dir nämlich die Bildschärfe mehr als eine offene Blende. :eek:

Ideal ist da wohl ein separater Raum oder der Kellerflur wenn du mit einem Tele arbeiten möchtest.
Naheinstellgrenze vermeiden!

Warum möchtest du wissen, bei welcher Blende die maximale Schärfe zu holen ist? Willst du dann immer mit dieser Blende arbeiten? Welchen Sinn würde das machen?
Ich pers. blende meine Objektive nur soweit ab wie es sein muss, bzw. wie die Bild-Situation es erfordert. Ein Portrait mit Blende 8 ist doch nicht so der Burner...
 
Waldschrat

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Grundsätzlich wird vielleicht viel zu viel getestet und zu wenig fotografiert... ;)
Aber mach mal! Es geht nichts über selbst erarbeitetes Wissen, und ein präzises Gefühl für die eigene Ausrüstung. :daumen:
Nimm doch noch ein ausgedehntes, also nicht plattes Objekt im Nahbereich mit dazu. Blumenstrauß, ein paar Küchenutensilien,
irgend sowas. An Stoffen, Rasterdrucken, Sandkörnchen... lassen sich Schärfe und Schärfeverlauf prima sehen.

Viel Spaß!
 
Wolfrodo

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Natürlich will ich nicht alles mit der einen besten Blende dann machen.
Es geht mir dabei hauptsächlich um ein Gefühl für die Blende zu bekommen; um die "schnellen" Fotos mal eben unterwegs. Quasi die Schnappschüsse für die ich mir dann nicht noch lange Zeit nehmen will/kann um die ideale Einstellung zu finden. Wenn ich dann z.B mein 50mm drauf hab und sich ne Schnappschusssituation ergibt, dann weis ich, dass zb mit ner 8er Blende ne gute Schärfe habe.
 
Wolfrodo

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Natürlich ist das alles sehr situationsabhängig .. ist mir auch klar, aber irgendwie muss ich ja einmal einen Anhaltswert haben um mich weiter zu entwickeln. Quasi ne Ausgangsbasis.
 
Waldschrat

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...
Es geht mir dabei hauptsächlich um ein Gefühl für die Blende zu bekommen; ...
Genau darum geht es.


um die "schnellen" Fotos mal eben unterwegs. Quasi die Schnappschüsse für die ich mir dann nicht noch lange Zeit nehmen will/kann um die ideale Einstellung zu finden. Wenn ich dann z.B mein 50mm drauf hab und sich ne Schnappschusssituation ergibt, dann weis ich, dass zb mit ner 8er Blende ne gute Schärfe habe.
Nee, dafür dann eher nicht. Schnappschüsse aus der Hand heißt vor allem: Belichtungszeit kurz halten.
 
Wolfrodo

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Ich wurde gefragt, ob ich auf dem Weißen Sonntag meiner Nichte den Foto-Part übernehmen würde, da ich der einzige in der Verwandschaft mit ner gscheiten Knipse bin. Jetzt versuche ich mich halt so gut wie eben möglich auf allerlei Situationen einzustellen, damit der Ausschuss so gering wie möglich ist.
Ich bin in solchen Situationen auch nicht abgeneigt, die Automatiken (P,A,S oder volle Auto) zu nutzen. Lieber ein durchschnittliches Automatik-Bild als gar kein Bild oder ein verratztes manuelles Bild.
Ich wills halt so gut wie möglich machen und versuche mich jetzt sinnvoll vorzubereiten.
 
Janni

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Die ganze Arbeit und Mühe würd ich mir heutzutage sparen, das haben schon viele andere gemacht und
sogar veröffentlicht, warum sollte man das alles (für sich selber) nochmal machen (es sei denn man hat
die Vermutung ein Montagsmodell zu besitzen)
:confused:

Es gibt genügend Webseiten die sich mit den ganzen techischen Firlefanz eines Objektives beschäftigen
und das sogar besser können als Max Mustermann in seinen eigenen 4 Wänden :p

Um mal nur 2 Beispielseiten zu nennen :

http://www.photozone.de/all-tests

...da findet man solche Grafiken : http://www.photozone.de/images/8Reviews/lenses/canon_35_14_2/mtf.png

Oder auf folgender Webseite kann man auch die einzelnen Blenden durchexerzieren :
http://www.the-digital-picture.com/Reviews/ISO-12233-Sample-Crops.aspx?Lens=113&Camera=453&Sample=0&FLI=0&API=0&LensComp=965&CameraComp=0&FLIComp=0&APIComp=0

Hab vor einiger Zeit auch noch Testcharts abfotografiert um Fehler oder die Grenzen der Auflösung zu
finden, kann aber heute sagen das ich damit eindeutig zuviel Zeit verschwendet habe und hätte lieber
raus gehen sollen um Bilder zu machen :D :ups:
Wenn ich heute Bilder in einer Situation mache, denke ich nicht über die schärfeste Blende nach sondern
nehm bei Schummerlicht direkt ein sehr offenblendiges Objektiv und verwende auch die Offenblende um
entsprechend scharfe und verwacklungsfreie Bilder zu bekommen, da isses mir völlig wurscht ob das
Objektiv dabei 138,43 Linien weniger an Schärfe darstellt oder nicht :p

Objektive die bei Offenblende zu unscharf sind taugen für mich nix und würd ich mir eh nicht zulegen, von
daher mach ich mir keine Sorgen um irgendeine "schärfste Blende", meist pass ich die Situation über die
Gestaltungsmöglichkeit der Blende an und nicht über eine Schärfe die man eh nur mit der Lupe bei einem
100%-Crop unterscheiden kann :D

Dennoch kann man sagen :
Schärfste Blende = Offenblende + 2 Stufen abgeblendet (kommt zu 95% bei allen Objektive hin) :daumen:


....da ich der einzige in der Verwandschaft mit ner gscheiten Knipse bin.
Eine "gescheite Knipse" garantiert noch lange keine gescheiten Bilder ;)
Der gute Fotograf regelt soetwas über die Gestaltungsmöglichkeiten, in so einer Situation meist über
die Blende und Freistellung.
Wenn Du dort die "volle Automatik" nimmst werden die Bilder oft genauso wie von Frau Meier mit der
Kompaktknipse im Automatikprogramm :D








Gruss
JAN
 
dj69

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Natürlich will ich nicht alles mit der einen besten Blende dann machen.
Es geht mir dabei hauptsächlich um ein Gefühl für die Blende zu bekommen;
Guter Ansatz, allerdings bedeutet das dann nicht nur Schärfe, auch Freistellung ist ein Thema das unmittelbar mit der Blende zusammenhängt.

um die "schnellen" Fotos mal eben unterwegs. Quasi die Schnappschüsse für die ich mir dann nicht noch lange Zeit nehmen will/kann um die ideale Einstellung zu finden. Wenn ich dann z.B mein 50mm drauf hab und sich ne Schnappschusssituation ergibt, dann weis ich, dass zb mit ner 8er Blende ne gute Schärfe habe.
Nee, bis du dann deine Blende eingestellt hast ist alles vorbei ;) siehe Post vom Waldschrat :)

Natürlich ist das alles sehr situationsabhängig .. ist mir auch klar, aber irgendwie muss ich ja einmal einen Anhaltswert haben um mich weiter zu entwickeln. Quasi ne Ausgangsbasis.
Vielleicht ist die bessere Herangehensweise dann, dir zu überlegen welche Situationen dir häufig begegnen und diese gezielt zu analysieren.
Nimm Dir jemanden mit und mache Fotos draußen, Portrait oder andere Bilder, beachte auch den Hintergrund, oder suche Dir bestimmte Gegenstände als Versuchsobjekt.
Hauswände sind denkbar undankbar und wenn die Kamera nicht wirklich exakt parallel zur Wand steht (ist fast unmöglich) ist eine Beurteilung der Randschärfe sowiso nicht machbar. Der Balkon ist z.B. einen guten Meter weiter vorn als die Wand, Beurteilung der Randschärfe bei offener Blende unmöglich.

Ich bin der Meinung, dass die Randschärfe eines Objektivs doch stark überbewertet wird. Wichtiger ist doch, das das Motiv scharf abgebildet ist und dein Bild eine gewisse Wirkung erzielt.

Wie gesagt, alles nur meine bescheidene Meinung, vielleicht ein Denkanstoß?
Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Spaß beim Testen und bitte suche den Fehler bei unscharfen/unpassenden Bildern zuerst in deinem Versuchsaufbau. Das Objektiv ist meist unschuldig :D
 
Wolfrodo

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Janni und Dirk, ich muß euch vollkommen Recht geben.
Mag sein dass ich jetzt halt etwas nervös werde, wenn ich dran denke, dass sich jemand auf meine Künste verlässt. Ich schalt einmal einen Gang zurück in Richtung relaxen .. der Tag ist ja lang und ich kann ja auch viele Foto machen an diesem Tag. Wir schon nicht alles doof aussehen.
Und danke für diese Faustformel, denn dann kann ich mir wirklich die Arbeit sparen. Warum das Rad ein zweites mal erfinden ... grml ... ich wieder ... viel Luft um nix.
Ich wills doch nur gut machen ... und als blutiger Anfänger macht man sich halt dann selber den Druck.
 
dj69

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Ich wurde gefragt, ob ich auf dem Weißen Sonntag meiner Nichte den Foto-Part übernehmen würde, da ich der einzige in der Verwandschaft mit ner gscheiten Knipse bin. Jetzt versuche ich mich halt so gut wie eben möglich auf allerlei Situationen einzustellen, damit der Ausschuss so gering wie möglich ist.
Ah, jetzt wird es doch konkret :)
Kommunion bedeutet in der Regel, dunkle Kirche, Blitzverbot (geblitzte Bilder sehen eh sch... aus), je nach Wetter auch wechselndes Licht durch bunte Fenster. Habe schon einige Kommunionen fotografiert und weiß wovon ich rede.
Was du brauchst sind lichtstarke Linsen die bei (fast) offener Blende gut abbilden. Du wirst fast nur mit offener oder fast offener Blende arbeiten können, sonst versaut Dir die zu hohe ISO das Bild.
RAW ist pflicht! Ein entsprechendes Programm wie z.B. Lightroom auch.


Ich bin in solchen Situationen auch nicht abgeneigt, die Automatiken (P,A,S oder volle Auto) zu nutzen. Lieber ein durchschnittliches Automatik-Bild als gar kein Bild oder ein verratztes manuelles Bild.
Ich wills halt so gut wie möglich machen und versuche mich jetzt sinnvoll vorzubereiten.
Mache Dich mit der manuellen Steuerung deiner Kamera vertraut, Automatiken oder gar Vollautomatiken taugen in solchen Situationen nicht die Bohne, glaub mir.
 
Wolfrodo

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Also 90% meiner Bilder mache ich schon im reinen M-Modus. Gespeichert werden die Bilder als Raw+Jpg.
Lightroom habe ich auch, aber verwende das nur mit der Sony. Adobe schafft es leider nicht das Nikon-Nef anständig umzusetzen. Da bin gezwungen das Capture NX-D zu verwenden, weil es der einzige Konverter ist das farbtreu entwickelt.
Von dem her bin ja gerüstet. Ich werd halt noch viel üben und dann auf mein Hefühl setzen. Habe ja auch noch 2-3 Monate Zeit.
 
dj69

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Also 90% meiner Bilder mache ich schon im reinen M-Modus. Gespeichert werden die Bilder als Raw+Jpg.
:daumen: dann hast du ja schon Erfahrung :)

Lightroom habe ich auch, aber verwende das nur mit der Sony. Adobe schafft es leider nicht das Nikon-Nef anständig umzusetzen. Da bin gezwungen das Capture NX-D zu verwenden, weil es der einzige Konverter ist das farbtreu entwickelt.
:confused::eek: Echt jetzt? Also ich nutze seit vielen Jahren den LR mit meinen Nikon Kameras und habe da noch keinerlei Probleme gehabt.
Was nimmst du denn als Farbreferenz? Ist dein Monitor Kalibriert?

Von dem her bin ja gerüstet. Ich werd halt noch viel üben und dann auf mein Hefühl setzen. Habe ja auch noch 2-3 Monate Zeit.
Eben, keep cool und fleißig üben und dann wird das.
 
Wolfrodo

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Echt jetzt? Also ich nutze seit vielen Jahren den LR mit meinen Nikon Kameras und habe da noch keinerlei Probleme gehabt.
Was nimmst du denn als Farbreferenz?
Dann empfehle ich dir mal ein NEF in Lightroom zu betrachten und dann das gleiche in Capture NX-D. Da brauchst du keinen kalibrierten Monitor um den Unterschied der Farben zu erkennen.

Zitat aus einem Artikel:
Grundsätzlich ist es so, Nikon hat eine eigene Software (View NX und Capture NX) für die Bildbearbeitung entwickelt und die entsprechenden Information für einen absolut einwandfreien Import des eigenst entwickelten NEF Formates gibt Nikon der Welt nicht preis.

Und endlich kann ich auch mal was schlaues verlinken :D
Hier der Bericht: Link

Also bleibt nur der einzig logische Workflow
-Import mit ViewNX-i
-Dort das gewünschte RAW ins Capture NX-D schicken
-RAW in Capture NX-D entwickeln und/oder per 16-bit-Tiff ins Photoshop bzw. andere Bildbearbeiter exportieren.
Nur aus diesem Wege hast du den einwandfreien Bildumfang.

Ich hoffe ich konnte jetzt auch mal "zurückhelfen"
 
Waldschrat

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Ich wurde gefragt, ob ich auf dem Weißen Sonntag meiner Nichte den Foto-Part übernehmen würde,
...
Idee: :idee: Spezialisiere Dich doch auf lebendige Porträts, und überlasse die
ohnehin eher mäßigen Übersichtsaufnahmen der restlichen knipsenden Meute. ;)
Spezialisierung senkt die Komplexität der Situation. Du musst einfach nur
interessante Leute herauspicken, die Gesichter formatfüllend
ins Bildfeld setzen, und am besten unbeobachtet drauf los fotografieren.

Für die Porträts: Festbrennweite mit 50mm oder auch ein kurzes Tele auf die Kamera.
Offenblende 1,8 oder 1,4. Fokus immer auf die Augen. Viele Bilder
machen (paar hundert), und hinterher Spreu vom Weizen trennen.
Üben kannste das jetzt sofort vor der Haustür am Gebüsch, so vorhanden
auch mit dem Stubentiger, oder Eurem Wuffelduffel. Notfalls Gartenzwerg. ;)


Los geht's, und viel Spaß dabei...
wünscht Dir der Waldschrat! :)
 
Peter_M

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Dann empfehle ich dir mal ein NEF in Lightroom zu betrachten und dann das gleiche in Capture NX-D. Da brauchst du keinen kalibrierten Monitor um den Unterschied der Farben zu erkennen.
Hallo,

dann geht es aber um ein Verständigungsproblem und nicht um ein Problem von LR.
NX zeigt das NEF mit dem voreingestellten Picturestyle und den in der Kamera vorgenommenen Feineinstellungen.

LR zeigt dies nicht, dazu nimmt man den gewollten Picturestyle unter Kamerakalibrierung und dann sieht es schon wieder fast gleich aus.
Nach kurzer Umgewöhnung wird man mit LR sehr gute oder bessere Ergebnisse als mit NX erzielen und kann sich oft einen Umweg wegen Retusche etc.in eine andere Software sparen.

Ich finde das gerade bei einem NEF, LR ein super Partner ist, das schränke ich bei anderen RAW-Formaten aber ein.
 
Wolfrodo

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Gute Idee Waldschrat. Das könnte ich tatsächlich mal probieren. ich hab ja ein gutes 50mm im Sortiment.
Danke für den Tip