wernerimweb
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Sobald die Temperatur im Frühjahr einen gewissen Schwellenwert übersteigt, beginnen die Mauerbienen in den Nisthilfen für solitäre Hautflügler auf meinem Balkon die zähe Kokonhülle mit ihren Mandibeln aufzubeißen. Ca. seit August des Vorjahres haben sich die fertig entwickelten Mauerbienen im Inneren der Kokons befunden und auf den großen Moment gewartet.
Ziemlich nervig waren die paarungsbereiten Männchen, die das Schlüpfen der Weibchen gar nicht mehr abwarten wollten. Mitten aus dem Flug ließen sie sich auf die Kokons mit den schlüpfenden Weibchen fallen und kickten sie dabei durch Sonn und Mond, auf alle Fälle aber Lichtjahre außerhalb des Schärfentiefenbereichs meines Makroobjektives Nichts gegen Leidenschaft und romantische Affären, aber nicht ausgerechnet dann, wenn ich mein neues Makroobjektiv teste. Das ist extrem unerotisch!
Die Bienen bearbeiten zuerst einige Minuten die zähe Kokonhülle mit ihren Mandibeln, das dabei ertönende, harte Knistern, ist erstaunlich weit hörbar. Bereits der erste Versuch zu Schlüpfen ist in der Regel erfolgreich und dauert nur wenige Sekunden. Oft kippt der Kokon dabei um und die Biene gibt im Schildkrötenmodus Fersengeld.
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LG Werner
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