Schärfen

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magician76

magician76

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Hallo Forum,

Ich bin gerade am experimentieren was das Schärfen von Bildern angeht.
Ich bin ja bekennender Schärfefreund und bei feinen Details ist maximale Schärfe gar nicht einfach (z.B. Astwerk)
Ich bin jetzt auf eine Methode gestoßen mit der dieses aber sehr fein möglich ist.
Das Geheimniss heißt LAB wenn dort nur im Helligkeitskanal geschärft wird.
Begeistert mich, probiert es aus :)
Ich nutze Photoshop, und dort gehe ich auf Bild-- Modus und stelle auf LAB um
In der Ebenenpalette auf Kanäle klicken und nur den Helligkeitskanal aktiviert lassen, das Bild wird nun in s/w angezeigt.
Dann den Filter Unscharf maskieren, mit den Werten kann experimentiert werden und sind vvon Cam zu Cam und Datei zu Datei verschieden.
Habt Ihr hier euren Wert gefunden könnt Ihr die anderen Kanäle wieder anklicken um ein Farbbild zu haben und es wieder in euren Farbraum zurückholen.

Ich fange beim Schärfen meist mit folgenden Werten an:
Beim Bild in Originalgröße vor dem verkleinern:
Stärke 500 und Radius 0,5

Und nach dem verkleinern nochmal:

Stärke 130 und Radius 0,3

Nur als grobe Orientierung.
Probierts aus, ich bin angetan :)
 
14.01.2010
#1

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Guest

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Robert

Robert

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Ich schärfe - dank einer Anregung von Wolfgang (Eyvindur) - auch bevorzugt im LAB-Modus, allerdings mit deutlich moderateren Einstellungen bei meinen Sigma-Bildern: die haben bereits eine höhere Punktschärfe durch den Foveon-Sensor!
 
ThomasRS

ThomasRS

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Wer mit Photoshop unterwegs ist, kennt vielleicht auch die Möglichkeit,
den Hochpassfilter zum schärfen zweckzuentfremden.
 
uomo

uomo

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also Bastian, deine Werte erscheinen mir auch sehr hoch. Bei über 100 von 500 gehen bei mir schon die Warnleuchten an.

Michael
 
magician76

magician76

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Es sind Werte mit denen ich das Schärfen beginne und es mir erst mal anschaue und dann langsam zurückdrehe um das Maximum zu erreichen.
Bei dem Bild in Originalgöße gehen im LAB Modus tatsächlich extrem hohe Werte.
Alleridngs dürfte diese Einstellungen bei Foveon Bildern wie schon erwähnt deutlich zu hoch sein aufgrund der von Hause aus höhern Grund/ Pixelschärfe.
 
Klaus-R

Klaus-R

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Hallo Bastian,

danke für den Tipp. :klatschen:

Was Robert und Michael geschrieben haben, kann ich für SIGMA ebenfalls bestätigen.

Ich schärfe auch gern mit RAW-PHOTO-+STUDIO bzw. ARCSOFT DARKROOM.

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
Telekomiker

Telekomiker

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Auch von mir ein

Danke für den Tipp!

Gruß
Harald
 

Eyvindur

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Da ich jetzt weiß wie "Aus dem RAW" geschärft hast ......

Für die Berge und auch sonst alle flächigen Strukturen (eigentlich kein Schärfen, eher eine Ausarbeitung der Flächenstrukturen - oft schon ausreichend)
USM, Stärke 20-80, Radius 0,3-0,9, Schwellwert nach Bedarf (idR nicht nötig)

Für die Details dunkles und helles getrennt schärfen (optimalerweise Ebene in SmartObject wandeln, Vorteile : Filter stapelbar pro Ebene, Filter jederzeit neu einstellbar, jeder Filter mit separatem Deckkraftregler)

Ebene 1, Modus Dunklere Farbe, Deckkraft 80-100
USM : 500 / 0,3-0,9 / 4-10
Staub&Kratzer 1-1 bis 2-1
Gauss 0,3 - 0,6

Ebene 2 Kopie von Ebene 1, Modus Hellere Farbe, Deckkraft um 60%

Warum beim Scharfzeichnen noch zwei Weichzeichner ?
USM mit derart kleinen Radien erzeugt neben den erwünschten feinen Halos jede Menge Rauschen und harte Kanten, mit Staub&Kratzer gehst Du dem Rauschen zu Leibe, mit Gauss machst Du die harten Kanten Weich. Da die Einstellungen von Staub&Kratzer recht grob sind (Gauss im Prinzip auch) wird das ganze per Deckkraftregler pro Filter fein ausgepegelt (Staub&Kratzer 50-100%, Gauss 70-100%).

Immer an die Ebenenmasken denken !

Mit dieser Methode schärfst Du feinste Details, gegenüber anderen Schärfungsmethoden mit deutlich weniger Rauschen. Einzig die Schärfung in CMYK ist überlegen, aber nicht gravierend.

Ich hoffe Du wandelst nicht nur wegen dem Schärfen nach Lab - auch die Farbbearbeitung funzt in Lab besser!

viel Spaß beim probieren
 
L*A*B

L*A*B

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1.455
Zum Thema "L*A*B":
Wer auf meinen Avatar guckt kann zurecht vermuten, daß ich L*A*B-Fan bin.
Sehr empfehlenswert in dem Zusammenhang: "Kelby, Scott. 2005. Photoshop - Farbkanäle. Addison-Wesley.

Bei vielen Operationen soll Photoshop übrigens sowieso automatisch intern mit L*A*B arbeiten, ohne daß der Benutzer bewußt in den L*A*B-Modus gewechselt hat.
 

Eyvindur

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smile ... wenn wir dann schon bei Buchempfehlungen sind

Dan Margulis, Photoshop Lab Color und Fotoshop Farbkorrektur

beides eher harter Tobak, aber wer die beiden Schinken durch hat sollte es kapiert haben
 

Eyvindur

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Stimmt

Dans Werke sind eher im Bereich höhere Mathematik einzuordnen und Schärfen ist ja nicht gerade sein zentrales Thema ...... und wenn man seine weitschweifiges Drumherum mal analysiert ...... da steckt jede Menge Wissen und Praxis drin, Dinge die man gerne überliest
 
khgarten

khgarten

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Meine Schärfe

kommt fast ausnahmslos von NIK Sharpener.

Sehr gezielt mit Kontrollpunkten, erspart viel Zeit als mit Hochpass, Lab in PS.
Gerade diese Software möchte ich nicht mehr missen.
Bei Raw Photostudio gibts nur einen Regler und der ist sehr unsensibel.
Mfg
Karl-Heinz
 
jazzman

jazzman

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Hmm, die Idee mit dem Schärfen über Lab kannte ich noch nicht. Generell habe ich mich mit den anderen Farbräumen (außer HSL) noch nicht beschäftigt.

Ich hab' mal einen simplen Versuch gestartet und ein experimentelles 8bf-Plugin gebaut. Da meine früheren Versuche einen Unsharp Mask Filter zu bauen nicht sonderlich gut ausgefallen sind, hab' ich mich fürs erste auf eine einfache Convolut-Schärfung des L-Anteils beschränkt. Mit USM geht das sicher noch besser.
 

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