Samsung S9

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Hallo zusammen,

da ich seit kurzem ein S9 als Diensthandy habe und von der Leistung der Kamera positiv überrascht bin, fange ich mal diesen Thread an. Gerne auch offen für Beiträge anderer S9-Eigner!

Am Heiligabend war ich zum Frankfurter Stadtgeläute gegangen. Weil es ein besinnlicher Rundgang mit Muttern werden sollte, hatte ich auch nicht meine "richtige" Kamera dabei. Das hatte ich dann schon ein wenig bereut, denn nicht nur hatte das Wetter aufgeklart, das Stadtgeläute fiel auch noch in die Blaue Stunde!
So blieb mir nur das Handy für die eine oder andere Aufnahme. Und die waren unter diesen Bedingungen ganz passabel. Hier mal ein Beispiel - das ist nicht direkt aus der Cam, sondern ein Panorama, das ich aus 3 Aufnahmen zusammengebaut habe. Das war nötig, da mir der bildfüllende Blick auf den Eisernen Steg sonst von einem Ausflugsschiff versperrt wurde:

#1 - Eiserner Steg und Dreikönigskirche zur blauen Stunde
Eiserner_Steg_S9.jpg
Klar, ein paar helle Bereiche sind ausgebrannt, und in der Ferne wird's unscharf. Aber für diese winzige Optik finde ich das schon nicht schlecht. Meine erste Digitalkamera war jedenfalls schlechter. ;-)

VG, Uwe
 
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27.12.2018
#1

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GD7

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Nicht schlecht für ein kluges Telefon mit Kamera, aber meine erste Kamera, Canon 350D mit dem 24-105L auf einem Stativ, hat das besser gemacht.
 
dj69

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In der Größe wie du es eingestellt hast sieht es ganz gut aus. Ist aber arg klein, mittlerweile kann man doch 1MB hochladen und die Bildgröße von 3000 Pixeln (lange Seite) funktioniert auch.
Lade es mal mit dieser Einstellung hoch, dann kann man es besser beurteilen, finde aber auch das es gut aussieht. Da käme so manche Kompaktkamera ins Schwitzen :)
 
GD7

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Beweise? Da könnte ja jeder kommen!!1! :p

Das bringt mich aber auf die Idee, dass ich mal ein vergleichende Bilder bei identischen Bedingungen schießen könnte. Vor allem mit Handy auf Stativ, denn die ruhigsten aller Hände habe ich auch nicht gerade.


VG, Uwe
Alleine schon das Objektiv, das wichtiger als der Sensor ist, bei der Bildqualität ist dem des Smartphones überlegen, die Sensorgröße APS-C ebenfalls.
Natürlich hat sich seither sehr viel getan, aber die optische Leistung des 24-105 L und ca. 16 mal mehr Sensorfläche, sind nicht so leicht einzuholen.

Ich habe noch ein paar Aufnahmen von damals aber nicht zur blauen Stunde.
 
Janni

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Glaube da braucht man keine großartigen Vergleiche anfertigen, soetwas hatte ich vor ca. 4 Jahren schon einmal mit einem 20MPixel-Bild eines zu der Zeit aktuellen Smartphones (Sony XZ2) und dem 20MPixel-Bild der Canon70D gemacht, beides am gleichen Motiv und tagsüber bei bestem Wetter, das Ergebnis war wie zu erwarten natürlich zugunsten der DSLR....hatte ich auch hier im Forum eingestellt, finde das nur nicht weil grad die Suchfunktion des Forums nicht funktioniert :p

Auf verkleinerter Forengrösse sahen beide Bilder fast identisch aus, aber bei den 50% oder 100% Crops sah man den Unterschied, feine Details oder Strukturen wurden selbst bei niedrigster ISO vom Smartphone nicht gut genug aufgelöst oder dargestellt, von der DSLR dagegen schon (y)
Bei Dunkelheit oder Dämmerung sind die Unterschiede noch krasser, die Smartphones haben da zwar schon wieder etwas aufgeholt, aber kommen noch lange nicht an "grössere" Sensoren dran....

Beim oberen Brückenbild sehe ich selbst in dieser verkleinerten Forengrösse schon keine feinen Details an der Mauer ganz links oder dem Haus mit Fenster ganz rechts, da braucht man gar keinen Crop mehr daraus machen um es besser zu sehen ;)
Für mal eben gemachte Bilder in bestimmten Momenten isses ja auch alles OK, ein Handy hat man öfters dabei als die Kamera und besser so ein Handyfoto zum "mal eben Zeigen" als vielleicht gar kein Foto ;) (y)
 
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GD7

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Da bin ich wohl einer der wenigen, die fast immer eine Kamera dabei haben, das Smartphone aber gerne zuhause oder im Auto vergessen.
 
MuFTi

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@GD7 : Das mit der Physik von Objektiv und Sensor ist schon alles klar. Gerade vor diesem Hintergrund bin ich immer wieder erstaunt, was die Software aktueller Phones/Tablets aus diesen Winz-Objektiven mit diesen Mini-Sensoren herausholt.

@dj69 - danke für den Hinweis, das wusste ich noch nicht!
Habe mal die Einstellungen erhöht, aber nicht bis auf 3000px. Das hätte dann zu viel Kompression erfordert, dann wären wieder Artefakte drin.
Aber auch bei 2200 px ist schon gut zu sehen, wo es an Details und Tiefenschärfe mangelt und rauscht.

#1a Eiserner Steg, jetzt mit ca. 1MB
Eiserner_Steg_S9.jpg
VG, Uwe
 
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@MuFTi wenn du die Kantenlänge von 3000 Pixeln einstellst ist die Kompression niedriger als bei einer Kantenlänge von 2200 Pixel ;)
Also wenn ich mir das Bild nun so betrachte stelle ich folgendes fest: Das rechte Viertel des Bildes ist matschig, wahrscheinlich war die Linse nicht zu 100% sauber. Das die Lichter ausfressen ist in so einer Lichtsituation normal, kann das S9 DNG? Dann könntest du noch Bildinformationen retten ;)
 
MuFTi

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Das rechte Viertel des Bildes ist matschig, wahrscheinlich war die Linse nicht zu 100% sauber.
Das ist nicht auszuschließen, zumal das Objektiv direkt über dem Fingerabdrucksensor liegt. Da von den drei Quellbildern aber nur das rechte diese Matschigkeit aufweist, scheint mir die Ursache in der Optik bzw. der richtigen Fokussierung zu liegen.

Leider nein. Hab's auch schon mit Open Camera versucht (das oft noch mehr Einstellungen verfügbar macht als die Kamera-App des Herstellers), aber auch da finde ich weder DNG noch RAW. Schade.

VG, Uwe
 
dj69

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Wäre es sinnvoll auch mal verschiedene Handykameras hier im Forum zu besprechen?
Vielleicht sucht ja jemand ein neues KnipsQuatschTatschWischundWeg-Gerät?
 
MuFTi

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wenn du die Kantenlänge von 3000 Pixeln einstellst ist die Kompression niedriger als bei einer Kantenlänge von 2200 Pixel ;)
Das war wohl als Scherz gemeint? Ich antworte trotzdem mal ernst: Mit "Kompression" meine ich die verlustbehaftete JPEG-Kompression. Bei gleicher Dateigröße und höherer Auflösung ==> höherer Verlust.

Hab mir die Quellbilder nochmal angesehen: auch links wird es matschig. Das fällt nur im Pano nicht so auf, weil ich dort links beschnitten habe.
Meine Vermutung: die Matschigkeit entspringt einer Kombination aus Optik und Software (Entzerrung, Rauschreduktion, etc).

#2 - Quellbild (Mitte)
comp_20181224_171734.jpg

VG, Uwe
 
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.... ist ja "erschreckend", wie die Bildqualität von mobilen Telephonzellen immer besser wird!(y):giggle::giggle:

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Grüße

Klaus
 
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Könnt Ihr gerne machen!:giggle:

Ich halte mich mit meinem Samsung J3 da mal geflissentlich zurück!:oops::oops:
Dass die BQ enorm zugenommen hat, ist offensichtlich .... allein die fehlenden Gestaltungsmöglichkeiten
lassen mir die "Dicke Berta" auf unabsehbare Zeit unverzichtbar erscheinen.

Grüße

Klaus

P.S.: Ich möchte gar nicht wissen, wieviel Prozent aller Aufnahmen inzwischen mit einem Telephon gemacht werden (wohl die Mehrzahl??!)
Ich frage mich alledings wirklich, ob das der Photographie generell förderlich sein kann? Aber wir diskutieren das ja gerade auch an anderer Stelle....
 
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MuFTi

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<offtopic> Hach, das ist das Schöne an der Zeit zwischen den Jahren: man nimmt sich diverse Dinge für diese Zeit vor und macht dann doch was ganz Anderes. :D </offtopic>
In diesem Fall: mit den Einstellungen der App "Open Camera" herumspielen und schauen, ob ich nicht doch noch etwas mehr aus der Handycam herausholen kann.
kann das S9 DNG? Dann könntest du noch Bildinformationen retten
Und es kann doch DNG! Chakka!!! :cool:
"Open Camera" hat in den Einstellungen einen Menüpunkt "Camera2-API verwenden", der initial ausgeschaltet ist. Wenn man den anschaltet, startet die App neu und bietet in den Einstellungen dann diverse, zusätzliche Features an. So gibt es in den "Foto-Einstellungen" die Möglichkeit, zusätzlich oder auch ausschließlich DNG zu speichern.
Zwei weitere, praktische Punkte finden sich in den "Processing Settings": dort habe ich den Edge Mode (Kantenhervorhebung) und die Noise Reduction auf "High Quality" gestellt. Diese Nachbearbeitungen kommen nur beim JPG zum Einsatz, das DNG wird nach wie vor "roh" gespeichert.

Nach ein paar Tests bin ich umso überzeugter, dass die Matschigkeit auf diese vermeintlichen Optimierungen zurückgeht.

Ich halte mich mit meinem Samsung J3 da mal geflissentlich zurück!
Aber warum denn? Das J3 ist ja keine alte Scherbe, und mit 8MP rauscht Dein Sensor bestimmt weniger als meiner mit den sinnlosen 12MP.
Sieh' es einfach als ein weiteres, kreatives Instrument, wie z.B. irgendein Altglas. Lade Dir Open Camera über F-Droid oder den Play Store, schau', ob auch DNG geht und ab dafür!

VG, Uwe
 
Janni

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Hab ja auch so´n niegalnagel-neues Schmaatfön (Sony XZ3), aber das kann leider nur (verkorkste und software-intern verschlimmbesserte ) JPG´s ausspucken, RAW´s bietet das nich an....schade :(
 
dj69

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Keineswegs :)
Ich antworte trotzdem mal ernst: Mit "Kompression" meine ich die verlustbehaftete JPEG-Kompression. Bei gleicher Dateigröße und höherer Auflösung ==> höherer Verlust.
Ich denke mal wir haben hier aneinander vorbei geredet und gedacht.
Wenn ich ein Bild welches ursprünglich eine Kantenlänge von 6000x4000 Pixel hat (24 Megapixel) auf eine Kantenlänge von 3000x2000 Pixel skaliere (6 Megapixel) muss ich ja den Bildinhalt komprimieren, also zusammenfassen, weil ja nur noch ein viertel der ursprünglichen Pixelzahl vorhanden ist. Die JPG Kompression auf 1 MB tut dann noch ihr übriges dazu.
Wenn ich mein Bild auf eine Kantenlänge von 2200x1467 Pixel (3,2 Megapixel) skaliere habe ich von vornherein weniger Bildinhalt der dann aber trotzdem noch auf 1MB via JPG-Kompression zusammengepresst wird.
:coffee:
Wenn ich jetzt so drüber nachdenke weiß ich aber ehrlich gesagt auch nicht welche der Beiden Varianten mit weniger Verlust behaftet ist... :unsure::unsure:
:coffee:
Hab mir die Quellbilder nochmal angesehen: auch links wird es matschig. Das fällt nur im Pano nicht so auf, weil ich dort links beschnitten habe.
Meine Vermutung: die Matschigkeit entspringt einer Kombination aus Optik und Software (Entzerrung, Rauschreduktion, etc).
Ja, das ist durchaus möglich.