Rautenpython

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Die Rautenpython kommt in Queensland sehr häufig vor, sie kann im Südosten von Queensland bis zu 3,5 m lang werden und in selten Fällen auch darüber.
Man sagt, etwa unter jedem dritten Hausdach, lebt so eine Schlange.
An unserem Haus an der Gold Coast, hatte ich drei mal eine im Garten und bei der Nachbarin habe ich auch mal eine abgeholt, die auf dem Weg in ihre Garage war.
Die Tiere sind harmlos, so lage sie unter 3 m länge sind und als ich das erste mal eine eingefangen hatte, war ich erstaunt, was die so an Kraft aufbringen, schon bei einer Länge die vielleicht gerade mal so knapp 2 Meter lang sind.
Da wird die Hand relativ schnell blau und taub, wenn die am Arm zudrückt.
Sie sind zum teil recht aggressiv, vor allem wenn sie im Jagdmodus ist.
Ein Biss ist schmerzhaft je größer das Tier um so heftiger spürt man die ca. 80 Zähne.

Hier ist ein kleineres Exemplar eines Carpet Python, wie hier die Rautenpython genannt wird, in einem Baum nicht weit von unserem Haus.
Die Vögel haben mich auf die Schlange aufmerksam gemacht.
Wenn sie eine Schlange oder eine Echse entdecken machen Allfarbloris, Noisy Miner Birds und Magpie, grossen Lärm, man weiss eigentlich sofort was los ist.



Das war die erste Python, die ich gefangen und etwas weiter ausserhalb wieder frei gelassen habe, weit weg von Hunden und Autos.
Sie hing direkt neben meinem Gartenschlauch und hat wohl auf Ratten gelauert.
Nach ein paar Fotos sind wir losgefahren und haben sie wieder schlängeln lassen.
IMG_7970.JPG
 
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05.02.2018
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Diese Python der selben Gattung, war auf dem Weg in die Garage einer Nachbarin.
Auch sie wurde außerhalb vom Ort wieder freigelassen.
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Dieses Exemplar, habe ich im Carport beim Wäsche aufhängen entdeckt, sie hat sich gerade gehäutet.
Die Tiere sind normal nur nachtaktiv, am Tage sieht man sie nur, wenn die aus einem Versteckt aufgeschreckt wurden.
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Wir sind eines Abends beim Fernsehschauen, durch lautes, markerschütterndes Geschrei aufgeschreckt worden.
Eine Rautenpython hatte einen scheinbar verletzten Allfarblori, direkt am Haus, auf einer Schubkarre sitzend erwischt und war gerade dabei, das Leben aus ihm zu pressen.
Da einer der vielen Allfarbloris ums Haus schon jahrelang täglich kam und auch handzahm war, dachte ich ihr Opfer ist unser Hugo, wie wir den Lori getauft hatten.
Als ich sie hinter dem Kopf zu fassen bekam, konnte ich ihr den Vogel aus dem Mund ziehen, er hat immer noch fürchterlich geschrien.
Wir haben ihn danach gleich in unsere örtliche Tierklinik gebracht, die zum Currumbin Wildlife Sanctuary gehört.
Ich bekam aber am nächsten Tag die Nachricht, dass der Vogel eingeschläfert wurde, weil sein Rückrat gebrochen war.
Er muss wohl schon vorher verletzt gewesen sein, sonst wäre er nicht bei Dunkelheit noch auf der Schubkarre gesessen, sondern in hohen Baumwipfeln bei seinen Kollegen.
Es war zu meiner Erleichterung nicht mein Freund der Hugo, er kam noch viele Jahre jeden Tag.

Von der Schlange habe ich im Haus noch ein paar Bilder gemacht, weil es draußen schon stockdunkel war.
Auch sie wurde selbstverständlich im Currumbin Valley wieder ausgesetzt.

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1200_FrameDSC_2832.jpg


Man sieht noch die Federn von dem Alfarblori in seinem Mund.
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Den Allfarblori "Hugo" den ich fälschlicher Weise meinte, im Maul der Schlange zu sehen, will ich euch nicht vorenthalten.
Er war 10 Jahre lang ein treuer Besucher und sahs in den Jahren fast täglich auf meiner Hand.
Ich hoffe es geht ihm noch heute gut.
1024_256_1500_500_DSC03646.jpg
 

Raybin

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Urks.....und ich rege mich schon auf wenn der Hund vom Nachbarn mal wieder in meinem Garten rumtobt.
Deine Viecher, da kann ich getrost drauf verzichten. Nicht dass ich was gegen Schlangen hätte, hab ja selbst eine Kornnatter im Glaskasten. Aber meine Katzen würden sich mit den Pythons bestimmt nicht anfreunden!
Klasse Serie die du da zeigst :)
Der Lori ist mein Favorit ;)
Gruss
Ray
 
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Urks.....und ich rege mich schon auf wenn der Hund vom Nachbarn mal wieder in meinem Garten rumtobt.
Deine Viecher, da kann ich getrost drauf verzichten. Nicht dass ich was gegen Schlangen hätte, hab ja selbst eine Kornnatter im Glaskasten. Aber meine Katzen würden sich mit den Pythons bestimmt nicht anfreunden!
Klasse Serie die du da zeigst :)
Der Lori ist mein Favorit ;)
Gruss
Ray
Katzen gehören bei uns nicht in die Natur, sie haben viel zu leichtes Spiel mit den australischen Tieren, die nicht wissen was eine Katze ist.
Leider gibt es genug Leute, die ihre Katzen doch draußen wildern lassen.
 

Raybin

Guest
Naja, dafür gehören Schlangen (mit sehr wenigen Ausnahmen) nicht bei uns in die Natur. Und doch gibt es immer wieder Fälle wo Leute ihre Haustiere dann draussen "entsorgen" wenn sie sie nicht mehr wollen oder sie beherrschen.
Dass eine Python oder Boa durchaus bei uns überleben kann haben ja schon einige Fälle aus der Vergangenheit gezeigt. Zumindest wenn der Winter nicht zu streng wird.
Dass ein Haustier Verantwortung bedeutet scheinen die Leute rund um den Globus nicht wirklich zu beherzigen :(
Gruss
Ray
 
oz75

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Katzen gehören bei uns nicht in die Natur, sie haben viel zu leichtes Spiel mit den australischen Tieren, die nicht wissen was eine Katze ist.
Leider gibt es genug Leute, die ihre Katzen doch draußen wildern lassen.

Ja, Neozoen sind ein Riesenproblem. Katzen, Nager, Kröten (z.B. Bufo Bufo), etc. rotten viele endemische Arten aus. Auf kleinen Inseln kann man die Invasoren ggf. noch eindämmen - auf einem Kontinent wird es dann unmöglich.

Dein Hugo ist herzallerliebst und Python-Doku sehr informativ! Klasse! :daumen::daumen::daumen:

Grüße,
Oz
 
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Ja, Neozoen sind ein Riesenproblem. Katzen, Nager, Kröten (z.B. Bufo Bufo), etc. rotten viele endemische Arten aus. Auf kleinen Inseln kann man die Invasoren ggf. noch eindämmen - auf einem Kontinent wird es dann unmöglich.

Dein Hugo ist herzallerliebst und Python-Doku sehr informativ! Klasse! :daumen::daumen::daumen:

Grüße,
Oz
Ja das ist ein grosses Problem mit den eingeschleppten Tieren.
Die Aga-Kröte einzuführen, war grober Unfug, bzw. fatales Unwissen.
Durch sie sind einige Schlangenarten und Warane stark bedroht, sie sterben wenn sie die Kröte mit ihren üblichen Beutetieren verwechseln.
Sogar Krokodile mit bis zu einer Tonne, verenden wenn sie so eine Kröte verspeisen.
Verwilderte Hunde, Katzen (Freigänger), Karnickel, Büffel, Füchse und Kamele kosten den Staat jährlich zig. Mio. für die Bekämpfung.

Alleine Katzen töten in Australien über 1 Mio. heimische Vögel pro Tag.
http://www.abc.net.au/news/2017-10-04/cats-killing-one-million-birds-in-australia-every-day-estimates/9013960
Wer freilaufende Katzen halten will, sollte min. 5000 Dollar pro Tier und Jahr zahlen, der Vorschlag wird gerade immer lauter.
 
GD7

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Das ist eine Yellow Faced Whip Snake, wie sie auf deutsch genant wird, weiß ich nicht.
Sie gehört auch zu den Elapiden, wie ihre hochgiftigen Geschwister, Innlandtaipan, östliche Braunschlange, Küstentaipan, Tigerotter, Todesotter, und einige mehr.
Die Schlange ist zierlich, meinstens nicht länger als 40 cm und Pfeilschnell.
Sie konnte ich vor dem Pudel der Nachbarin retten, oder den Pudel vor ihr, sie waren schon fast Nase an Nase.

Für erwachsene, gesunde Menschen ist sie nicht lebensgefährlich giftig aber ihr Biss ist am schmerzhaftesten von allen Giftschlangen in Australien.
Für Tiere kann es böse ausgehen, wenn sie mit ihren kurzen Giftzähnen, Nase, oder andere unbehaarte Körperteile erwischt.
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Raybin

Guest
Der Koala soll anscheinend Tollwut übertragen, das Känguruh verteilt Kinnhaken beachtlicher Stärke, der blaugetüpfelte Minikrake bringt dich in 2 Minuten um, auch wenn er nur wenige Zentimeter gross ist.
Gibt es in Australien eigentlich indigene Tierarten ausser den Vögeln die für Menschen ungefährlich sind?
Es gibt anscheinend auch ganz fiese Zecken bei euch.
So gerne ich mir das tolle Land mal ansehen möchte...irgendwie hab ich Schiss davor so einem Killerviech zu begegnen.
Dann kuck ich mir lieber deine Bilder an und bleib hier :)
Gruss
Ray
 
Mischi

Mischi

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Eine interessante Fotogeschichte!
Offensichtlich gehört die Begegnung mit solchen Tieren
zur Normalität.
Ich glaube, wenn man in einem Land lebt,
indem für den Menschen gefährliche Tiere leben,
dann wird man sich darauf einstellen und damit umzugehen wissen.
Wir sind in Deutschland diesbezüglich etwas verwöhnt.
Und haben schon Angst vor einem einzelnen Wolf.
Dabei sind große Hunde, die nicht gut gehalten werden, ein viel größeres Risiko.
 
GD7

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Eine interessante Fotogeschichte!
Offensichtlich gehört die Begegnung mit solchen Tieren
zur Normalität.
Ich glaube, wenn man in einem Land lebt,
indem für den Menschen gefährliche Tiere leben,
dann wird man sich darauf einstellen und damit umzugehen wissen.
Wir sind in Deutschland diesbezüglich etwas verwöhnt.
Und haben schon Angst vor einem einzelnen Wolf.
Dabei sind große Hunde, die nicht gut gehalten werden, ein viel größeres Risiko.
Je nach dem wo man wohnt, sieht man Schlangen entweder nie oder ziemlich regelmäßig.
Mitten in Sydney vermutlich nie, und ausserhalb in der Nähe einer Farm für Macadamianüsse, vermutlich täglich mehrmals.
Ratten und andere Kleinsäuger mögen die Nüsse und Schlangen mögen die Nagetiere.

Schon im Kindergarten wird hier gelernt, draußen eine Kopfbedeckung zu tragen, sich mit Sonnenschutz einzucremen, nicht einfach überall hinzufassen ohne Handschuhe und zu schauen, wo man hintritt.
Natürlich auch dass man wilde Tiere nicht anfasst.

Ich bin mir aber sicher, dass sich zumindest die australischen Frauen, in großen Metropolen sicherer fühlen als Frauen im heutigen Deutschland, denn Menschen sind unter Umständen, noch immer gefährlicher als jedes Tier.
 
GD7

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Eine interessante Fotogeschichte!
Offensichtlich gehört die Begegnung mit solchen Tieren
zur Normalität.
Ich glaube, wenn man in einem Land lebt,
indem für den Menschen gefährliche Tiere leben,
dann wird man sich darauf einstellen und damit umzugehen wissen.
Wir sind in Deutschland diesbezüglich etwas verwöhnt.
Und haben schon Angst vor einem einzelnen Wolf.
Dabei sind große Hunde, die nicht gut gehalten werden, ein viel größeres Risiko.
Wir leben etwas außerhalb, etwa 20 km von der nächsten Stadt entfernt,
eine Frau die hier gerne wandert, hat immer einen großen Holzprügel mit sich.
Sie erzählte mir, dass sie in dieser Gegend mal von einem kleinen Rudel verwilderter Hunde bedroht wurde.
Zum Glück kamen noch drei andere Wanderer hinzu und konnten dann gemeinsam einen Angriff abwehren.
Da wo ich vorher wohnte, an der Gold Coast, hatte ich keine Bedenken, wenn ich mich in der Landschaft, noch in der Dunkelheit für ein Sonnenaufgangsfoto in Position gebracht habe.
Denn alle australischen Giftschlangen sind nur am Tage aktiv und um verwilderten Hunden zu begegnen, muss man in der Gold Coast Region schon weit ins Hinterland fahren.

Kängurumännchen können gefährlich werden, wenn man ihrem Rudel zu nahe kommt und sie gerade im Vermehrungsmodus sind.
Ernsthafte Angriffe sind jedoch selten.

Im Meer kommen immer noch die meisten Menschen durch ertrinken um,
meistens werden sie durch Strömungen aufs offene Meer hinausgezogen.
Strömungen sind gefährlicher als alle Meerestiere zusammen.

Die Anzahl der Menschen, die an Insektenstichen sterben, weil Malaria und andere Viren oder Bakterien übertragen wurden, übertrifft alle anderen fatalen Begegnungen mit Tieren, um ein zigtausendfaches.
Trotzdem gerät kaum jemand in Panik, wenn Stechmücken in der Nähe sind.
 
Mischi

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Offensichtlich gelingt es euch und den anderen Menschen dort
sich auf die potentiellen Gefährdungen einzustellen und mit ihnen zu leben
ohne gleich in Panik zu verfallen.
 
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@Mischi,
aber nur mit allergrößer Mühe.

Haie = ca. 10 Tote pro Jahr, in Australien zwischen 3 und 5 im Schnitt.
Hunde = ca. 25 000 Tote pro Jahr aber die Menschen schaffen es mit ihnen zu leben. ;-)
 
Mischi

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Verwilderte Hunde haben offenbar nicht die Scheu der Wölfe vor den Menschen.
In der "Welt" wurde 2012 über einen Angriff auf einen deutschen Touristen berichtet.
Er hat ihn überlebt.
Er hatte sich vom Campingplatz entfernt, verirrt und war auf einem Pfad eingeschlafen.
Wilde Tiere sollte man Ernst nehmen.
Aber auch nicht verteufeln.
Nur ist manchmal das gesunde Verhältnis abhanden gekommen.
Besonders bei uns.
Das eigene Verhalten ist meist ausschlaggebend.
Und da wissen wir zu wenig über die Tiere um richtig zu reagieren.
 

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