Qualitätsverlust

Calle64

Calle64

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Hallo Zusammen, ich komme ursprünglich aus der Analogfotografie. Die Kunst ein gutes Bild zu bekommen lag in der Betrachtungsweise und dem Gespür für die richtigen Einstellungen: "What you see is what you get". Ich bin ein Gegner der nachträglichen Bildbearbeitung, aber da die Dateigröße offt ein Hinderniss darstellt muss ich mich wohl damit beschäftigen. Die Frage ist folgende: Um die Datenmenge einzuhalten, konnte ich nur kleine Ausschnitte meiner Bilder hochladen. Die Fotos verlieren dadurch aber ihre Aussage\Bedeutung. Wie kann ich mit GIMP ohne grossen Qualitätsverlust und ohne das Foto zu beschneiden die zugelassene Dateigrösse erreichen?
 
01.09.2015
#1

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Guest

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muezin

muezin

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...Ich bin ein Gegner der nachträglichen Bildbearbeitung, ...
Mit Verlaub, aber wenn ich so einen Satz höre, dann denke ich immer an jemanden, der sich damit noch überhaupt nicht beschäftigt hat.
Du kannst ein Bild nicht nicht bearbeiten. Selbst wenn Du in Deiner Kamera JPGs aufnimmst, werden die schon automatisch geschärft und mit einem Weissabgleich versehen.
Wenn Du das vorher/nacher bei einigen Bilder sehen würdest, dann wäre Deine Meinung sicherlich eine andere.
Mal die Tiefen anheben, um noch Konturen sichtbar zu machen, den Microkontrast erhöhen, entrauschen oder den komplett verfügbaren Schwarz-Weiß-Bereich ausnutzen, das verbessert ein Bild, das macht es nicht zu einem künstlichen Bild!
Es gibt meines Wissens keine Kamera, bei der DAS perfekte Bild aus der Kamera kommt...

Wie kann ich mit GIMP ohne grossen Qualitätsverlust und ohne das Foto zu beschneiden die zugelassene Dateigrösse erreichen?
Ist zwar nicht Gimp, aber versuchs mal mit dem Tool von Traumflieger!
 
Waldschrat

Waldschrat

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Hallo Calle64!

Oh, da beginnt jetzt ein großer Lernprozess. :daumen:
Bist Du eher ein Autodidakt oder gesellig-Lerner? Die Frage zielt darauf:
Es gibt an der Volkshochschule Kurse zum Thema Grundlagen der
Digitalfotografie. Natürlich existieren auch viele gute Bücher und Webseiten.

Ansonsten: Hmmm, wo anfangen? Vielleicht Dateiformate! :idee:
Lies Dich doch mal in die grundlegenden Eigenschaften von
- Rohbildformaten: https://de.wikipedia.org/wiki/Rohdatenformat_(Fotografie)
- TIFF-Format: https://de.wikipedia.org/wiki/Tagged_Image_File_Format
- JPG-Format: https://de.wikipedia.org/wiki/JPEG

Das wäre zur Fragestellung ein guter Einstieg.


Herzlich Willkommen im Bilderforum sagt der Waldschrat!




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oz75

oz75

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...ich komme ursprünglich aus der Analogfotografie. Die Kunst ein gutes Bild zu bekommen lag in der Betrachtungsweise und dem Gespür für die richtigen Einstellungen: "What you see is what you get". Ich bin ein Gegner der nachträglichen Bildbearbeitung, ...
Hallo Calle,

zum o.g. Eingangsstatement: Daran hat sich bis heute praktisch gar nichts verändert. Stimmt die Basisaufnahme nicht, so ist auch mit modernen Mitteln nur bedingt etwas zu "reißen". :)

Was die Analogfotografie und die absolute Authentizität betrifft, sollte man sich die unterschiedlichen Farbanmutungen der jeweiligen Filme, insbesondere die Bearbeitungsvariationen bei der Filmentwicklung, Ausschnittsvergrößerungmöglichkeiten, Photopapiere etc... vor Augen führen. Das ist einiges auch als "nachträgliche Bilderbearbeitung" zu werten. Und das absolut im positiven Sinne.

Nicht wenige Bearbeitungsoptionen in digitalen Bildbearbeitungsprogrammen ahmen diese analogen Methoden nach. Natürlich hat sich das Spektrum an Handlungsoptionen darüber hinaus erweitert, was sehr erfreulich ist.

Darunter sind tolle Möglichkeiten, Bilder aufzuwerten, ohne ihre Natürlichkeit zu beeinträchtigen.
Andere Methoden zielen auf die künstlerische Gestaltung in Form von Bildmontage (Composings) ab. Da ist Natürlichkeit dann halt nicht das erste Ziel.

Man muss nicht alles mögen, was die digitale Bildbearbeitung heutzutage bietet (so geht es auch mir), ohne gleich ihr Gegner zu sein. Wir schätzen hier im Forum die Vielfalt und fördern sie. Da ist genausoviel Platz für Freunde des "authentischen" analogen Films wie für Freunde der bizarrsten :psst: Bildmontagen. Dabei lernt man viel voneinander - manchmal auch, wie man es besser nicht macht. :D

Zu Deiner Hauptfrage: Günther hat eine sehr gute Lösung genannt -> TOP (Traumflieger Online Picture) ist kostenlos, extrem einfach in der Anwendung und liefert hervorragende Ergebnisse. Gimp kann da nicht mithalten.

Du gibst die Dateigröße (500kB) vor und dann die Bildgröße.TOP merkt sich diese Einstellungen. Natürlich kannst Du per "Drag&Drop" auch mehrere Bilder auf einmal (Stapelentwicklung) auf Forumsgröße anpassen.

2015-09-02_064148.jpg

Gruß,
Oz
 

Gast

Guest
Hallo Zusammen, ich komme ursprünglich aus der Analogfotografie. Die Kunst ein gutes Bild zu bekommen lag in der Betrachtungsweise und dem Gespür für die richtigen Einstellungen: "What you see is what you get". Ich bin ein Gegner der nachträglichen Bildbearbeitung,
Auch in der Analogfotografie gibt es die nachträgliche Bildverarbeitung. Nämlich in der Dunkelkammer. So habe ich zumindest angefangen: Schwarz/Weiß Filme und in der Dunkelkammer selbst entwickelt. Wie kann man denn dagegen sein? Das ist doch gerade ein wichtiger Bestandteil der Kunst!

Nun ist der Computer meine Dunkelkammer. Viel einfacher und schneller. "What you see is what you get" stimmt weder für damals noch für heute. Alleine um den Weißabgleich richtig zu setzten ist digitale Bildverarbeitung Gold wert.

Nun zu deiner Frage:
"Wie kann ich mit GIMP ohne grossen Qualitätsverlust und ohne das Foto zu beschneiden die zugelassene Dateigrösse erreichen? "

Dem sind enge Grenzen gesetzt. Um auf Dateigröße zu optimieren, bei gleicher Pixelzahl, bleibt nur die JPG Qualität herunter zu setzten. Allerdings entstehen dadurch immer auch Artefakte im Bild die unschön anzusehen sind.

In sofern bleibt dir nur, auch die Pixelzahl zu begrenzen. Also das Bild zu skalieren. Für die Betrachtung am Monitor reicht eine Bildbreite von sagen wir mal 1280 pxl locker aus. Damit kommst du bei 90% JPG Qualität auf eine Dateigröße von unter 400 kB.

Matthias
 
Robert

Robert

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Hallo Zusammen, ich komme ursprünglich aus der Analogfotografie. Die Kunst ein gutes Bild zu bekommen lag in der Betrachtungsweise und dem Gespür für die richtigen Einstellungen: "What you see is what you get"...
Das ist in vergleichbarer Form auch mit der Digitalfotografie möglich. So wie ich das verstehe, müsstest Du dann halt anschließend in der Bildbearbeitung


  • den Weißabgleich prüfen und ggf. korrigieren (entspricht im Wesentlichen der früheren Wahl des Filmmaterials und evtl. eingesetzter KB-/KR-Filter) :pfeil: alternativ kannst Du natürlich auch bereits in der Kamera den Weißabgleich manuell einstellen!
  • Schärfe und Kontrast nachregulieren: das ist sinnvoll, weil die durch das Filmmaterial bedingte Kantensteilheit im Kontrast in der Digitalfotografie i.d.R. durch Abwesenheit glänzt: Kontrastbearbeitung und Nachregulierung der Schärfe gleicht das bis zu einem gewissen Punkt aus
  • für besondere Effekte bestimmter Filmentwicklungen ggf. heute in der Bildbearbeitung erhältliche Filter einsetzen.
Für die Anpassung der Bilder auf die hier im Forum genutzten Maße empfehle auch ich das TOP-Tool. Hier findest Du mehr Informationen und auch einen Downloadlink dazu.
 
Calle64

Calle64

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Danke für die vielen Tipps und Anregungen.

Hallo Robert, Du hast meine Frage richtig verstanden und genau die Antwort gegeben die mir weiterhilft.

Noch einmal Dank an Alle!!!!!