escho
- Beiträge
- 761
Es ist nun schon wieder einen Monat her, da ging ich auf Planetenjagd. Die Luft war zwar ziemlich unruhig, für mein Vorhaben würde es aber schon reichen. Weltklassebilder waren aber nicht zu erwarten. Als die Sonne gerade hinter dem Horizont verschwand, baute ich das Teleskop auf, direkt vor dem Kakushügel.

Das Spiegelteleskop hat eine Brennweite von 2000mm bei einer Öffnung von 10 Zoll. Hinten hab ich dann noch einen 5fach Telekonverter und die Kamera drangeschraubt. Effektive Brennweite des Ganzen war also 10 Meter! Nachdem ich das Systen ausgerichtet und eingestellt hatte, ging es mit dem ersten Planeten los, mit der Venus

Viel Details sind nicht zu sehen. Die konnten auch nicht erwartet werden, da sich die Venus dank ihrer dichten Athmosphäre dem geneigten Beobachter sehr eintönig darbietet. Immerhin konnte ich die Phase der Venus darstellten. Ist gerade Halbvenus.
Venus ist der Planet mit der größten scheinbaren Helligkeit. Hier strahlt er vom Himmel mit einer Helligkeit von -4,3 mag. So hell würde uns auch die ISS erscheinen, wenn sie über unsere Köpfe hinwegzieht. Der Planet war bei der Aufnahme etwa 100 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.
Jupiter, der größte Planet des Sonnensystems brachte es an diesem Abend immerhin noch auf -1 mag bei einer Entfernung von 850 Millionen Kilometern.

Der Gasriese wird von einem Haufen Monden umkreist, von denen zwei auf dem Bild zu sehen sind. Der innere Mond ist Europa, der Mond außen im Eck ist Io. Der schwarze Fleck auf Jupiter ist der Schatten von seinem Mond Europa.
Fehlt noch Saturn, den ich nun ins Visier nahm.

Ist schon eine imposante Erscheinung, der Ringplanet. Mit 0,1 mag war er schon deutlich dunkler als Jupitor und vor allem die Venus. Er war aber immer noch hell genug, um zwischen den Sternen auch aufzufallen. Er war 1,3 Milliarden Kilometer von meinem Telekop entfernt, als ich auf den Auslöser der Kamera drückte.
Die ersten beiden Planeten, Venus und Jupiter, hab ich mit der EOS6D aufgenommen (3 Minuten Video). Bei Saturn hab ich eine kleine Astro-Farbkamera, die ASI120MC ausprobiert (Videoaufnahme über den Laptop). Die Einzelbilder aus den Videos hab ich mit autostackert gestapelt, mit fitswork bearbeitet und mit darktable den letzten Schliff gegeben. Hier noch eine kurze Tabelle der scheinbaren Durchmesser der Planeten zum Aufnahmezeitpunkt:
Venus: 23 arcsek (Bogensekunden)
Jupiter: 34 arcsek
Saturn: 18 arcsek
Ringsystem: 43 arcsek
Zum Grössenvergleich:
Vollmond: 30 arcmin = 1800 arcsek
Edgar

Das Spiegelteleskop hat eine Brennweite von 2000mm bei einer Öffnung von 10 Zoll. Hinten hab ich dann noch einen 5fach Telekonverter und die Kamera drangeschraubt. Effektive Brennweite des Ganzen war also 10 Meter! Nachdem ich das Systen ausgerichtet und eingestellt hatte, ging es mit dem ersten Planeten los, mit der Venus

Viel Details sind nicht zu sehen. Die konnten auch nicht erwartet werden, da sich die Venus dank ihrer dichten Athmosphäre dem geneigten Beobachter sehr eintönig darbietet. Immerhin konnte ich die Phase der Venus darstellten. Ist gerade Halbvenus.
Venus ist der Planet mit der größten scheinbaren Helligkeit. Hier strahlt er vom Himmel mit einer Helligkeit von -4,3 mag. So hell würde uns auch die ISS erscheinen, wenn sie über unsere Köpfe hinwegzieht. Der Planet war bei der Aufnahme etwa 100 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.
Jupiter, der größte Planet des Sonnensystems brachte es an diesem Abend immerhin noch auf -1 mag bei einer Entfernung von 850 Millionen Kilometern.

Der Gasriese wird von einem Haufen Monden umkreist, von denen zwei auf dem Bild zu sehen sind. Der innere Mond ist Europa, der Mond außen im Eck ist Io. Der schwarze Fleck auf Jupiter ist der Schatten von seinem Mond Europa.
Fehlt noch Saturn, den ich nun ins Visier nahm.

Ist schon eine imposante Erscheinung, der Ringplanet. Mit 0,1 mag war er schon deutlich dunkler als Jupitor und vor allem die Venus. Er war aber immer noch hell genug, um zwischen den Sternen auch aufzufallen. Er war 1,3 Milliarden Kilometer von meinem Telekop entfernt, als ich auf den Auslöser der Kamera drückte.
Die ersten beiden Planeten, Venus und Jupiter, hab ich mit der EOS6D aufgenommen (3 Minuten Video). Bei Saturn hab ich eine kleine Astro-Farbkamera, die ASI120MC ausprobiert (Videoaufnahme über den Laptop). Die Einzelbilder aus den Videos hab ich mit autostackert gestapelt, mit fitswork bearbeitet und mit darktable den letzten Schliff gegeben. Hier noch eine kurze Tabelle der scheinbaren Durchmesser der Planeten zum Aufnahmezeitpunkt:
Venus: 23 arcsek (Bogensekunden)
Jupiter: 34 arcsek
Saturn: 18 arcsek
Ringsystem: 43 arcsek
Zum Grössenvergleich:
Vollmond: 30 arcmin = 1800 arcsek
Edgar
