nun will ich es auch versuchen, mit der EBV

kris-kelvin

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Schon lange staune ich immer, wie so mancher mit der EBV aus seinen RAWs für mich verblüffende Ergebnisse zu erzielen scheint.
Bisher habe ich immer die JPEGs aus der Kamera genommen,
aber nun würde ich auch gern so brillante, klare, scharfe Fotos generieren wollen, wie ich sie hier öfters bewundere.
Ich will fünf Fotos hier zeigen mit der Fragestellung, ob man so etwas per Software verbessern kann,
oder das grundlegend Murks und nichts zu retten ist.
Software würde bei mir möglich sein unter LINUX: Rawtherapee und Darktable und unter Windows Affinity und Paintshop pro.
Windows ist bei mir aber ein selten genutztes System.
Themen sind für mich die Farben, der Kontrast und der Schärfeeindruck.
Meine Selbstversuche in dieser Richtung habe ich immer wieder verworfen.
Aber vielleicht meint Ihr auch, ich muß das ganz anders angehen.
Vielleicht könnt ihr mir dabei etwas unter die Arme greifen, daß ich die ersten Schritte laufen lerne,
oder vielleicht mache/sehe ich grundsätzlich etwas falsch.

Nun die Fotos:

#1 - in der Schärfeebene finde ich die Blattkanten zu weich

IMGP2160.JPG

#2 - trotz guter Festbrennweite sieht es flau aus

IMGP2261.JPG

#3 - die Blüten in der Schärfeebene und das Fell des Schmetterlings gefallen mir nicht

IMGP2795.JPG

#4 - von diesem Motiv habe ich bestimmt 100 Fotos, aber die Blüten sind immer fluffig 🤨

IMGP2814.JPG

#5 - bei anderen sind die Härchen immer wie kleine Stacheln und die Flügel wie Drahtgestelle

IMGP3120.JPG

Bei den Farben gibt es gleich Fragen:
Das Histogramm gibt es in linear und algorithmisch - wofür ist welche Darstellung gut ?
Wie drehe ich an den einzelnen Farbreglern rum, um den Farbeindruck zu verbessern. Bei mir sieht es immer katastrophal aus, was rauskommt.


das ist nur eine Zugabe, bei der ich mich frage, wie bekommt man so etwas scharf hin ? 9 Messpunkte und AF.S
es war zu dunkel (-1,0) und ich habe es der Automatik überlassen, das Foto etwas ansehnlicher zu machen

IMGP3075a.JPG

Nun wärt ihr dran .... danke
(einiges habe ich mir schon angeschaut ohne Erleuchtung, aber vielleicht sagt ihr auch, schau Dir erstmal dieses Video an und dann sehen wir weiter. Auch da mache ich gern mit.)
 
20.08.2020
#1

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Guest

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Gast10893

Guest
Hallo Rene,

was hast du für die Kamera und Bildbearbeitungsprogramm? Du hast sicher hier gelesen, das kleinere Bilder aus Original, sind nicht aussagekräftig sie technisch beurteilen. Ich bin zwar anderer Meinung, weil kleinere Kopien vom Original Bild zwar die verschiedene TQ Fehler genauso kleiner sind, also sind weniger zu sehen, aber immer sind drinn.

Also, am Besten, wenn due ein oder mehrere Ausschnitte aus Original Bild 1:1 machst und da uns zeigst. :)

Grüße,
Peter
 

Gast10893

Guest
TQ Fehler = technische Qualität. Hast du vergessen was für Kamera und welche Marke und MP
 

Gast10893

Guest
Meine Meinung nach ist der Pentax KP kein Champion in dem Autofokus, eher langsammer und wenn es aus der Hand und nicht mit Stativ fotografiert ist, ist möglich das holt der AF nicht genau sitzen kann. Aber da auf den einigen Fotos ist die Schärfe gut, andere schlecht. Wahrscheinlich das Objektiv ist nicht besonderes, die Schärfe, wo der AF sitzt ist nicht besonderes. :( Trotz dem das die Schärfe in der Kamera auf die höchste Stufe eingestellt ist - was übrigen nur funktioniert, wenn man auf JPG OOC fotografiert. Für RAW ist es unwirksam, nicht funktioniert; Bild ist eben RAW das man noch selber bearbeiten muss.. :)

Grüße,
Peter
 
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regnal.

regnal.

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Ich arbeite mit Lightroom, aber nutze meist nur Grundfunktionen. Ich denke dass Tiefen/Lichter/Kontraste und Farbverschiebungen auch mit anderen gängigen Bildbearbeitungsprogrammen möglich sind.
Hier meine quick & dirty - Bearbeitung (mit Veränderung o. a. Parameter):

IMGP3120b.jpg

Generell würde ich Dir empfehlen nur RAW-Formate bei der Aufnahme zu nutzen. Dir bleiben bei der Entwicklung einfach viel mehr Reserven.
 
ekin06

ekin06

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Peter, das ist ein bisschen zu viel des Guten. ;)

Man kann schon Fehler beurteilen, wenn geeignete Bilder gezeigt werden.

1. Sofern du Fokuspunkte korrekt gesetzt hast, würde ich erstmal davon ausgehen das du einen leichten Backfokus hast. Wenn du selber nicht genau weißt ob die Fokuspunkte exakt da waren wo du eigentlich scharf haben wolltest, hast du möglicherweise einen technischen Fehler begangen. Ansonsten kann es natürlich auch sein, das der Autofokus zu langsam ist und du zu schnell abgedrückt hast. Manche Kameras unterstützen auch oft "Erst auslösen, wenn Fokuspunkt scharf". Vielleicht findest du sowas im Menü.

Um zu ermitteln ob du einen Fokusfehler hast, gibt es entsprechende Tests die man kaufen oder selber basteln kann. Wichtig ist beim selber basteln, dass man genau arbeitet, da es hier auf Millimeter ankommt.
Bei Traumflieger kannst du einen kostenlosen als PDF herunterladen.
Traumflieger-Report: mehr Bildschärfe mit dem Fokus-Detektor


2. Dann sollte man bei Makro vermeiden gegen das Licht zu fotografieren (Bild 5). Schatten müssen im Nachhinein angehoben werden, was zu erhöhtem Rauschen führen kann. Möchte man das Rauschen bekämpfen gehen Details verloren. Das möchte man ja bei Makro nicht. Natürlich kann man Gegenlicht künstlerisch einsetzen.

3. Rohbilder müssen geschärft werden. Bei JPGs tut das bereits die Kamera intern, bei Rohbilder aber nicht. Es kann jedoch sein, das im Bild Profile eingebettet werden und diese durch die (Hersteller)-Software am PC entsprechend interpretiert werden. Dann können Schärfung, Kontrast etc. automatisch gesetzt aber immer noch manuell angepasst werden.

4. Ein kleines Problem scheint das Objektiv auch mit Chromatischer Aberation (Längsfehler) zu haben. Das sind Farbsäume die besonders an kontrastreichen Flächen, durch Fokusdifferenzen der Lichtwellen durch deren unterschiedliche Brechung in einer Linse entstehen, zu sehen sind. Besonders sieht man das hier bei Bild 4 an der Blüte. Das lässt sich meist durch die Software beheben (bzw. abmindern) oder einfach durch abblenden. Entsprechend korrigierte Objektive sind natürlich teurer.

5. Wenn man ein bisschen zittrig ist, oder das Licht gerade nicht so toll, hilft es ein Stativ zu benutzen. Das kann auch ein leichtes Einbein sein um zumindest vertikale Wackler enorm zu veringern. Bei Bild 2 z.B. habe ich den Eindruck, das es leicht verwackelt ist.

Versuch erst einmal herauszubekommen ob dein Objektiv einen Fehlfokus hast. Denn wenn du gerne den AF benutzt und einen Fehlfokus hast, wirst du nicht glücklich.

6. Belichtungszeit so kurz wählen, dass die Bewegung des Motivs eingefroren werden kann. Bei Insekten geht das oft in die tausenstel Sekunde. Eine längere Belichtung kann natürlich auch dienlich sein, wenn man z.B. Bewegung / Dynamik darstellen möchte. Deshalb finde ich das hier bei Bild 6 gar nicht schlimm. Nur der Fokus sitzt eben meiner Ansicht nach nicht korrekt (hier zu weit vorn).


Ich habe mal Bild 2-4 im Capture One entwickelt. Natürlich kannst du vom RAW noch mehr rausholen.
Unter Linux würde ich dir z.B. Darktable, LightZone, dikiKam, RawTherapee oder GIMP (schwieriger Einstieg) empfehlen. Würde mich hier vor allem an der Unterstützung für Pentax orientieren. Evtl. haben andere noch ein paar mehr Programme auf Lager.

Bild2
Bild2.jpg

Bild3
Bild3.jpg

Bild4
Bild4.jpg

Bild 5
Bild5.jpg
 

kris-kelvin

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Zu aller erst vielen Dank für die zahlreichen Reaktionen und Tips.
Erstaunlich was ihr aus der Forengröße und -qualität noch herausgeholt habt.
Auch vielen Dank für die technischen Tips.
Die orangene Blume ist mit offener Blende und vielleicht einem lauen Lüftchen entstanden.
Der Schmetterling auf Sommerflieder ist freihändig abgelichtet worden.
Die Bartnelken sind mit dem Stativ gemacht worden.
Bei den Wespen lag die Kamera auf dem Tisch.
In der Regel nutze ich den mittleren Fokuspunkt und AF.S
Bei den Wespen hatte ich es erst auch so versucht, dann mit manuellem Fokus und
zum Ende hin mit 9 Sensoren und dem AF.C
Auslösen wenn der Fokus scharf ist, sollte gehen, habe ich aber noch nicht probiert.
Das erschien mir zu anspruchsvoll und wird als nächstes versucht - danke für den Hinweis.
Objektive waren mehrere im Einsatz: 35mm 50mm 105mm

Nun versuche ich nochmals meine Hoffnung, die ich in diesen FREDs lege, zu erklären.
Wenn ich die RAWs der Fotos von oben in z.B. Rawtherapee lade,
dann drehe/schiebe ich an den Reglern rum nach dem Motto:
Versuch macht klug, doch leider kommt nur Quark dabei raus.
So stelle ich mir vor, daß ich auf das Histogramm schaue und Rot im hellen Bereich etwas nachregeln will und Grün im dunklen Bereich, aber es ist mir ein Rätsel wie das geht und vielleicht ist das gar nicht sinnvoll ? Wofür ist die Darstellung des Histogramm linear und logarithmisch sinnvoll ?
Gibt es nicht eine SfS (Schritt für Schrittanleitung) für Dummis ?
Wie fange ich an, wenn ich die RAW-Datei geladen habe ?
Es gibt doch sicher bestimmte Grundschritte, die gemacht werden, bevor an die Feinheiten gegangen wird.
Ich hatte mir letztens verblüfft ein Video angeschaut, wie das Fell eines Hundes geschärft wird.
Dabei wurde das Fell in eine andere Ebene kopiert, bearbeitet, dann war von dem Fell in der bearbeiteten Ebene nur noch eine graue Fläche zu sehen, die dann wieder über den Hund gelegt wurde und peng war jedes einzelne Haar zu erkennen. Für mich völlig unverständlich wie man darauf kommt, daß das so funktioniert und was bei der Bearbeitung eigentlich passiert. 🧐

Erstmal n8i und am WE bin ich sicher wieder bei den Wespen und versuche diesen Catch-In-Fokus
(auslösen-wenn-scharf).
 

Gast10893

Guest
Am Besten in Internet auf die verschiedene Pentax KP Testberichte schauen und durch lesen. Wir sind keine echte Pentax KP Fotografen, also ist schwer zu deinem Fotografieren was genaues zu sagen. Leider!

1) Scharfstellen lässt sich mit der Pentax KP beim Blick durch den Sucher in ordentlichen 0,29 Sekunden, die Auslöseverzögerung fällt mit 0,08 Sekunden jedoch etwas lang aus. Beim Liveviewbetrieb verwendet die DSLR nur den Kontrast-AF. Dies wirkt sich auf die Fokussierungszeit negativ aus, mit 0,69 Sekunden ist das Ergebnis nicht mehr zeitgemäß. :( Also ausschalten! Und nur Sucher benutzen.

2) Benutzen hauptsächlich nur ISO 100 wo die Kamera ca. 10,5 EV Dynamik hat.

3) Histogramm ist sehr gut, wenn man Zeit hat alles nach Histogramm einstellen; also im Studio, Stillleben usw. Sonst lieber die Kamera selber testen, zB. bei Landschaft wie in Wirklichkeit den Himmel mi Wolken, bei 0 Beli-Einstellung auf die helle Wolken und Unten reagiert. Dann freilich die Kamera richtig in entweder + oder Minus die Belichtung einstellen. Aber bei APS-C kann es schwieriger sein wegen Rauschen. Dann lieber ein Verlauffilter.

4) Das Wichtigste überhaupt, ein Objektiv kaufen, das gut hell ist - um F 1,4 1,8 und seine Rezensionen wirklich sehr gut sind. In der Regel teuer, aber es lohnt sich! :)
APS-C Format mit 24MP ist sehr empfindlich auf die optische Qualität eines Objektiv! Es ist ca. so, das die einzelne Chips im Bildsensor nur ca. so groß sind, wie die Chips bei einem FF, wo der Bildsensor ca. 60 MP hat. Die Kit-Objektive inkl. billige Linsen zeigen viel weniger, inkl. Schärfe, was den Bildsensor überhaupt kann... !!! :)

Grüße,
Peter
 
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HellWeichei

HellWeichei

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Die besten Hilfen zu Pentax KP findest du im Pentax Forum. Das soll natürlich nicht heissen, dass die gegebenen Ratschläge hier unpassend sind. Im Gegenteil. Aber die Pentaxians sind halt die Spezialisten.

Auf jeden Fall ist es richtig, dass die Pentax Hardware in Bezug auf AF kleine Schwächen hat. Aber man kann lernen damit umzugehen und das heisst auch nicht, dass du mit einer KP keine scharfen Fotos bekommst. Allerdings ist die Grundvoraussetzung, dass die Kamera und das Objektiv gut eingestellt sind. Der Tipp von Johannes ist gut. Ich habe mir von der Traumflieger Webseite die Fokussierhilfe für meine K-50 gebastelt und so meinen Fokus überprüfen können.
 

kris-kelvin

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Danke für die weiteren Tips 🙂
Die Traumfliegerfokusdetektor ist nicht sehr brauchbar.
Dieses hier hat ein extra Feld zum Senkrechtstellen, auf das dann gut fokussiert werden kann:
Fokustarget
Dieses nutze ich gegebenenfalls.
Das es hier Fotos mit der Pentax gab, hat sich so ergeben, aber es geht mir nicht um Pentax.
Gestern in der Späte habe ich nochmals gesucht und bin nun doch fündig geworden:
RawTherapee Lehrvideo
Nach einmal durchschauen, werde ich es genau studieren und dann denke ich, bin ich ein ganzes Stück weiter. Warum mir das in meiner bisherigen Suche nicht begegnet ist, ist mir unklar. War immer alles in englisch und ein Deutsches Insel im Meer , was mir gar nicht weiter geholfen hat.
Allen gutes Licht und tolle Motive