Nu! Foahrzeusch vum Fähnsten! - (SD9)

gewa13

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Moin Schrat,

.... das tut mir in der Seele weh .... kannst Du den nicht wieder Aufbauen?

ein schönes aber trauriges Foto ...
 
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LuckyJan

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Hallo Waldschrat, da hast du einen echten DDR Klassiker erwischt 👍👍😀
Was man so alles im Wald findet... 🤔😳

LG
Jan
 
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Waldschrat

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Um die Emotionen, lieber Gerhard, zu glätten: Nein dieser Trabbi gehört mir nicht.
Icke lebe seit nun schon gut 20 Jahren bewusst ohne Automobil.

Am Beginn einer Wanderung frohlockte dieser wunderbare Gelbton mit Grünanteil aus der Ferne. Das ist doch ein Trabbi!!! 😎 Einen Personenkraftwagen ;-) dieser exzellenten Farbigkeit hätte ich wohl früher auch gern gefahren! 😍 Ach, und hätte mir vor dreißig Jahren Jemand erzählt, ich würde dereinst über hundert Meter vom Weg abweichen, nur um einen Trabbi anzugucken, wäre es mir schwer gefallen, dieser Weissagung zu glauben. 😂

Der momentane Besitzer kam aus dem Haus. Wir waren daraufhin längere Zeit im Gespräch. Er berichtete von einem konkreten Plan, diesen Trabant (bzw. das was davon noch übrig ist), in Kürze an einen autobastelnden Freund weiter zu reichen. Wohl nach dem Motto " aus drei mach eins" soll das geschundene Gefährt dann wieder zumindest in Einzelteilen an einem fahrbereiten Trabant beteiligt noch was von der Welt sehen. 👍😎

Danke für das Interesse und Grüße in die Runde!
 
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dj69

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Coles Bild :)
Wenigstens rostet er nicht..... :D :D

In den 90ern hatte ich mal Gelegenheit einen Trabbi zu fahren, war nicht so einfach, die Charakteristik des 2-Takters ist doch ganz anders als beim 4-Takter und die Schaltung.... oha... ;)
 
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ekin06

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Ein Trabbi verwittert schneller als man denkt. Wir haben nun unser gutes Stück generalüberholen lassen, weil er 1 oder 2 Jahre draußen stand... Wind und Wetter ausgesetzt. Das hat ihm nicht gut getan. Er wurde jetzt vom Experten aus dem Nachbardorf geheilt und hat auch wieder die TÜV-Prüfung bestanden. Ab jetzt darf er nur noch in der Garage geparkt werden.

Das Fahren ist übrigens auch nicht kompliziert... alles eine Frage der Übung. :)
 
ekin06

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Mahlzahl Gerhard!
Gibt es in deiner Gegend eigentlich auch noch Tankstellen wo man mit Trabbi tanken kann? Wir haben hier noch eine, da wird direkt 1:50 und 1:33 angeboten. 😏
 
gewa13

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Moin Johannes,

1:50 in Waldenburg beim Agro Service, am Muldental-Radweg .... sonst weiß ich keine im Umkreis von Chemnitz ... aber das ist mir zu weit ... ich muß jetzt immer selber mischen, deshalb ist meine Jahreskilometer Leistung dieses Jahr 67 km gewesen ...
 
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Waldschrat

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Bekam gar nicht mit, dass Ihr hier noch kräftig weiter diskutiert habt!



Dann passt vielleicht auch noch meine ganz persönliche "Trabant 601 S deluxe" - Geschichte. Einmal muss sie ja aufgeschrieben werden: 😉

Die Großeltern erhielten ihren werksneuen PKW Trabant 601 S deluxe so 1986 oder 1987? Irgendwem aus der Nachbarschaft hatten sie für mehrere tausend DDR-Mark (!) eine bald Zuteilungs-reife PKW-Anmeldung für Trabant 601 "schwarz" abgekauft. Nur das Papier der Anmeldung! Der irgendwann danach zugeteilte, daraufhin unverzüglich im Werk persönlich abzuholende, PKW kostete natürlich nochmal extra.

Oha, Opa war sauber! 🤠 Bei etwaigen Mitfahr-Allüren mussten die möchtegern-Fahrgäste sich vor dem Einsteigen die Straßenschuhe draußen ausziehen, und auf der Straße zurücklassen. Und gerade sitzen, nicht aufmucken, eine der Situation angemessene Würde zeigen! 😀 Nee, Schmarrn! Sieben mal gründlich die Schuhe abputzen und gewissenhaft nachschauen, ob kein Sandkorn mehr in der Sohle klemmt, ging wohl auch irgendwie, war aber erkennbar schon eine Grenzüberschreitung jenseits der Komfortzone. Dem frisch in die Familie geborenen Kraftwagen verlangte es nunmehr nach einer angemessenen, sauberen, trockenen, windgeschützten Kraftwagenhalle. So wurde ihm eine Garage für viel Geld gekauft. Und der Trabbi selbst wurde gepflegt und gehätschelt und gegossen und geputzt und gewachst und geschmiert, und ihm exklusiv ein warmes Fell über alle Sitze gezogen, damit er nicht frieren möge, der Gutste. Das vierrädrige Vehikel hatte sogar einen Kose-Namen, (welchen ich leider leider nicht mehr erinnere). Soweit ich weiss, wurde der PKW ausschließlich im nahen Umkreis der Heimatstadt meiner Großeltern bewegt. Gerne schön langsam, damit man was von der Gegend sieht. Eine Urlaubsfahrt über mehrere hundert Kilometer oder ähnlich fand meines Wissens durch meine Großeltern nie statt. (Für Reisen war, und ist, ja auch die Eisenbahn da! 😉 ).

Dann kam der überraschende Anschluss der DDR an die BRD. Prompt verlor die Arbeiter-Edelkutsche aus Zwickau von einer Woche auf die andere ihren Nimbus! Mein Großvater wollte jetzt ganz vornehm einen Audi, suchte sich einen Audi, kaufte sich einen gebrauchten Audi.

Da ich Anfang 1991 gerade meinen PKW-Führerschein gemacht hatte, ging der entliebte, enthätschelte, entfolgte, seit Monaten nur noch herumstehende, nachwievor neuwertige Trabbi vollkommen unprätentiös durch Übergabe des Zündschlüssels und der Papiere in meinen Besitz über. Bin dann ungefähr ein Jahr und etliche tausend Kilometer damit gefahren! Oft mit Frau und Kind. Es war unsere alltägliche Familienkutsche. Als (damals ganz schlimm dabei) Funkamateur mussten natürlich dringendst mehrere Antennen an den PKW angebaut, mehrere Funkgeräte(halterungen) und eine zweite Autobatterie eingebaut werden. Zusätzlich zu den üblichen Familienfahrten, Einkaufsfahrten, usw. mutierte unser Trabbi für mich zu einem Amateurfunk-Expeditionsmobil. Er brachte mich nebst Funkkram, Antennen, und Antennenmasten immer zuverlässig auf diverse Hügel in meiner vorpommerschen Heimat und im westlichen Polen. Unwegsame Waldwege, Feldwege, hoppelige Stoppelfelder, ... Kein Thema. Nur mit den am Fahrzeug angebauten Antennen und den üblicher Weise mitgeführten Funkgeräten wurde damals aus dem Auto auch über Satelliten gefunkt. Vielleicht war dieser Trabant der einzige Trabant aller Trabanten, aus welchem heraus regelmäßig Funkkontakte über Amateurfunksatelliten gepflegt wurden? Who knows ... Überwiegend über den 2m-auf-10m Lineartransponder des sowjetischen Amateurfunksatelliten RS-10/11. Auch die Nutzung des japanischen Fuji Oscar 20 mit seinem von 2m auf 70cm umsetzenden Lineartransponder funktionierte, war aber etwas frickeliger wegen des enormen Doppler-Effekts auf 70cm. Den Kosmonauten auf der Raumstation MIR wurde regelmäßig zugehört. Ach ja, Trabant ist übrigens auch nur ein anderes Wort für Satellit oder in weiterem Sinne Mond ... So modern waren wir mal. 😀


Einmal kam ich auf nassem Kupferschlackepflaster bei vermutlich 50km/h (Ortschaft) ins Rutschen, das Auto drehte sich schlitternd um 180°, und knallte rückwärts in eine kleine Gartenmauer am Straßenrand. Die Radaufhängung hinten rechts nahm die Energie des Aufpralles auf, und zeigte sich danach leider übelst verbogen. Auf einem Schrottplatz durfte ich mir für glaube zwanzig Mark in die Kaffeekasse das komplette Hinterrad nebst Radaufhängung eines anderen Trabbis abschrauben. War ja alles nix mehr wert. Bei mir rangeschraubt, selbstverständlich auch die Bremsleitung verbunden, Bremsprobe positiv, fährt. Abstoßungsreaktionen waren nach dieser Organtransplantation keine zu bemerken. Ich glaube, solch eine pragmatische Herangehensweise an Unfallschäden ist heutzutage kaum mehr üblich. 🤔


Das Bessere ist der Feind des Guten! 1992 kaufte ich mir dann einen Subaru Libero Kleinbus mit Allradantrieb, dem ich heute noch manchmal nachtrauere. Der bis auf die grobmotorisch getauschte Hinterradmimik und einen kleinen Karosserieschaden aus dem gleichen Unfall ansonsten noch exzellentest erhaltene Trabbi, deluxe hin, deluxe her, war nun wiederum überzählig. Damals in den 1990er Jahren auch leider total unverkäuflich, bzw. man musste sogar Geld bezahlen (!!!) (Größenordnung ca.300 Mark?) um so ein Auto loszuwerden. Glaubt einem heutzutage kein Mensch! Das obsolete Fahrzeug stand bei Schwiegervattern dann ein oder zwei Jahre auf dem Bauernhof herum und setzte Moos und Algen an. Final zerschlug ich ihn mit Beil und Vorschlaghammer, einmal komplett die Duroplastkarosserie runter, dazu Scheiben und Türverkleidungen usw. abgerissen, ausgebaut. Das entfernte bzw. zerkloppte Drumherum wurde kleinstückig im Hausmüll versenkt. Jene grobe vorab-"Mülltrennung" am Objekt war Bedingung des Schrotthändlers, welchen der Schwiegervater angeheuert hatte, um seinen Hof von tonnnenweise obsoletem eisernen Landwirtschaftsgerät zu befreien. Der Schrotthändler lud dann auch das traurige, nach seinen Wünschen zubereitete, Trabbi-Gerippe kostenfrei mit auf. Da fuhr er hin und ward nie mehr gesehen.

Hach ja! Ist traurig, aber so war es halt.


Soweit ein paar meiner ganz persönlichen Trabant-Erinnerungen.

Herzliche Grüße in die Runde!
der Waldschrat
 
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Klaus-R

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Anhang anzeigen 162010

SD9 - Olympus G.Zuiko auto-W 2,8/35mm offen




Hab nach einem halben Jahr Dornröschenschlaf mal wieder eine SD9 aus der Schublade befreit. 😀

Hallo Waldschrat,

ich kenne alles .... Die Kamera, mit der ich abertausende Aufnahmen machte, das gute Objektiv, das ich an der Sony A7r II gerne nutze und das Auto, das ich (nicht als KOMBI) auch schon gefahren habe.

Wer sich heute ein Bild vom "Trabanten" machen möchte, ist mit dieser Reportage ganz gut orientiert:


Bei aller Nostalgie muss bedacht werden, dass er (der TRABANT) im Westen der Republik (und ja ..... bin ja Wessi) sehr sehr gemischte Gefühle verursacht hat!!!

Zweitaktmotoren gingen 1989 "umweltgedanklich" schon gar nicht mehr!!!

Im "Westen" wurde in Sachen "Abgaswerte" seit Mitte der 1980er kräftig auf die Bremse getreten!
1990 ging nichts mehr unter einem "ungeregelten KAT", wobei der Lambda-gteregelte Abgaskatalysator
schon neuzulassungspflichtig wurde.

Zweitaktmotoren haben einen "offenen Gaswechsel" .... was bedeutet, dass sie 25 bis 35 % des Frischgases (also des zugeführten Kraftstoffes) völlig unverbrannt in den Auspuff schmeißen, was zu katastrophalen HC-Werten im Abgas führt.
Zudem die Gemischschmierung, die als "Verlustschmierung" den kompletten Schmierbedarf der Maschine
ebenfalls zum Auspuff heraus in die Natur entsorgt.

So sehr mir ja NOSTALGISCHE Photos gefallen ....😊😊 .... so auch dieses ...., sehe ich gerade den Trabbi lieber auf Photos, denn auf der Straße.

PKWs .... egal, wie abgasgereinigt .... sind aber so oder so eine Umweltbelastung!

Insofern ..... wie Du oben schreibst .... 20 Jahre ohne Auto zu leben .... das ist schon sehr löblich und maximal nachhaltig ..... ich selber bin da leider weniger "stark".😞 .... nicht jeder kann sich sein Leben
so einrichten und natürlich gibt es auch zwingende Gründe, ein Auto zu betreiben.

Vor vier Jahren habe ich meine persönliche Reißleine gezogen und pendele mit Bussen und Bahnen zur Arbeit ..... nicht aus finanzieller Not, sondern, weil ich was tun will!!!
Ehrlich gesagt ..... ich kann jeden verstehen, der sich öffentlichen Verkehrsmitteln verweigert .....
ES IST NICHT ZUMUTBAR, was der ÖPNV den Menschen zumutet an Unzuverlässigkeit, Gleichgültigkeit, Vollversagen und Menschenunwürdigkeit!!!
Die allerletzte Schrottkarre ist besser, komfortabeler und zuverlässiger als die Bahn!!!
Was das "umweltbewusste Deutschland" berufstätigen Menschen an öffentlichen Verkehrsmitteln zumutet, ist wirklich peinlich mies und keine menschenwürdige Alternative zum Individualverkehr ..... aber ..... ich werde durchhalten ... ich halte immer durch!😟😟

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
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Waldschrat

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Hallo Klaus!

Vielen Dank für Deine ausführlichen Ausführungen und Meinungen.
Ich komme darauf zurück.

Grüße und einen schönen Sommer!