Nodaladapter für 50,-€ ...

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Klaus-R

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Hallo,

wer exakte Panoramen ablichten möchte, muss beim Aufnehmen der Einzelbilder sog. Paralaxefehler vermeiden und die Kamera um den sog. Nodalpunkt schwenken.

Zu diesem Thema gibt's tolle Videos im Netz:

https://www.youtube.com/watch?v=IOZcD5v6tIU

Ein unewrlässliches Werkzeug insbesondere zur Aufnahme mehrreihiger Panoramen ist ein sog. "Nodaladapter" oder auch "Nodalpunktadapter" genannt, der es ermöglicht, die Kamera exakt um beide Nodalachsen (vertikale und horizontale Nodalachse) zu schwenken. Beide Achsen müssen sich exakt mit der optischen Achse der Kamera schneiden.
Die komplette Theorie ist oben im Video sehr anschaulich und richtig dargelegt, dem ist nix hinzuzufügen.:daumen::daumen:

Das Ganze ist ein sehr teurer Spaß, weil ein solcher Nodaladapter mal ganz locker mehrere hundert Euros kostet, wenn man ihn im Handel erwirbt. Dazu kommen hohe (leider wirklich unausweichliche) Kosten für eine wirklich leistungsfähige PANO-Software. Spätestens, wenn es an 360X180 Grad Panoramen herangeht, ist mit Freeware das Ziel nicht zu erreichen .... ich habe mich da gerade von Oguzhan beraten lassen ... an dieser Stelle vielen Dank dafür.

'Ne Mark sparen lässt sich aber beim Nodaladapter.;) Weil die Dinger so teuer sind gibt's ne ganze Reihe von Bauanleitungen im Netz zu diesem Thema. Wirklich Dolles habe ich da nicht gefunden ... so einige Konstruktionen sehen wirklich billig und wackellig aus andere funktionieren meiner Meinung nach sooo, wie gezeigt gar nicht ....

Kurz ... ich habe eine LOW-Budget Idee, die ihr weniges Geld auch wert ist.

Man nehme:

http://www.ebay.de/itm/Makro-4-Wege-Einstellschlitten-Makroschlitten-f-Panoramen-Makrofotografie/261542444626?_trksid=p2047675.c100005.m1851&_trkparms=aid=222007&algo=SIC.MBE&ao=1&asc=30068&meid=20d2a50bf2a245ff91bb7cb1a23822bd&pid=100005&rk=4&rkt=6&sd=291425281696&rt=nc

http://www.ebay.de/itm/2x-Blitzschienen-Blitzschiene-4x-1-4-Zoll-Gewinde-Schraube-f-DSLR-Kamera-Blitz-/151560742460?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item2349b9663c

http://www.ebay.de/itm/Gewindebohrer-UNC-1-4-x-20-fur-Stativgewinde-Stativ-Gewindebohrer-/360690523919?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item53fad49f0f

Im Einzelnen:

Einen Makroschlitten zum Spaßpreis:

Der Makroschlitten macht das ganz genaue Einstellen des Nodalpunktes für beliebige Kameras zum Kinderspiel! Der Schlitten selber wird nicht verändert oder zerstört, kann also auch zum eigentlichen Zweck verwendet werden.

Eine Doppel-Blitzschiene mit insgesamt 4 Stativ-Griffschrauben (zwei werden benötigt).

Einen Spezial-Gewindebohrer, der ein Stativ-Muttergewinde erzeugen kann.

Das Ganze ist in 20min fertig.

Eine Blitzschiene bleibt völlig unverändert und wird einfach auf den
Makroschlitten geschraubt. Die andere Blitzschiene wird durchgesägt (ich habe einen Winkelschleifer genommen.;)

Das längere gerade Stück wird verwendet.

Für das Gelenkstück (Verbindung der beiden Schienen) muss nun ein 5mm Kernloch für das zu erzeugende Stativgewinde gebohrt werden .... beidseitig entgraten uind mit dem Gewindebohrer und etwas Ölschmierung das Stativgewinde in die gerade Schiene schneiden.

Und so sieht der (sehr komfortabel einzustellende und wirklich funktionierende) Nodaladapter dann aus:

Bild - 25.jpg

Bild - 26.jpg

Bild - 27.jpg

Ich will jetzt nicht behaupten, dass es nix Besseres gibt ... ich habe aber auch schon ganz anderen Schrott für deutlich mehr Geld gesehen ....

Das so gesparte Geld habe ich dann mal in Software gesteckt.;)

Grüße und schöne Panos

Klaus
 
15.04.2015
#1

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Schau mal hier: Nodaladapter für 50,-€ ... . Dort wird jeder fündig!
oz75

oz75

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Hallo Klaus,

Glückwunsch zum erfolgreichen Selbstbau! Sieht wirklich sehr gut aus! :daumen::daumen:

Zeig mal her, wenn Du erste Ergebnisse damit produziert hast! :)

Falls -und das muss man halt mal testen- die Kombi (mit der großen Kleinbildkiste) zu lange brauchen sollte, um auszuschwingen (bedingt durch die gebogene L-Blitzschiene - diese hat sicherlich eine gewisse Federwirkung), könnte man noch bedarfsweise eine Verstrebung in den Winkel einkleben (2-Komponenten-Kleber). Damit dürfte der Winkel sehr steif werden und auch schwere Kombis locker verpacken.

Weiterhin: Falls die Klemmung zur Höhenwinkelverstellung (Metall auf Metall?) eventuell zu rutschig sein sollte: Es hilft einfach, ein Stück griffiges+festes Gummi dazwischenzulegen. Dann kann auch die Klemmung bequem kraftschlüssig gewährleistet werden. So macht es z.B. der Hersteller des Panosaurus. Hocheffektiv und das zu Cent-Kosten...

Aber vielleicht braucht man das ganze Feintuning ja auch nicht. Die Idee ist jedenfalls großartig! :klatschen:

Grüße,
Oz
 
Steffen1207

Steffen1207

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Moin Klaus,

sehr gute Idee, danke für deinen Bericht darüber. :daumen:

Genau so einen Kreuzschlitten habe ich seit einiger Zeit. Ein Nodalpunktdingens hingegen fehlt mir noch. Da drängt es sich nahezu auf, das Gerät gelegentlich nachzubauen.

Gleich mal ne Frage: Die Verbindung zwischen gewinkelter und gerader Blitzschiene kann doch auch fest erfolgen, also so, daß ein Verdrehen dieser Verbindung ausgeschlossen ist? Exakt rechtwinklige Ausführung dieser Verbindung natürlich vorausgesetzt.

Zum Verstellen der Kameralage sind doch nur die beiden Achsen des Kreuzschlittens und das Langloch in der geraden Schiene notwendig. Oder sehe ich da was falsch?
 
ThomasRS

ThomasRS

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Jepp.
Coole Idee, die auch schon mal so umgesetzt worden ist :)
Ich hab's aber ohne Kreuzschlitten gemacht, sondern mit
einem einfachen Schlitten, dafür hatte eine "meiner"
Blitzschienen 2 Langlöcher, von denen 1 den 2. Schlitten
ersetzt hat.
Nicht so elegant, aber noch mal einen Tacken preiswerter.

Die Einzelteile sollten sogar noch existieren.......mal sehen.

Und Oz hat Recht, die Verbindung der beiden Winkel ist
einer der Schwachpunkte. Ein Bekannter hat das mit einer
"Rillung" des Materials und einer Flügelmutter statt der
"Fotoschraube" gelöst. Sieht nicht so elegant aus, hält
aber wie geschweisst.

Und die Idee mit der "Winkelverstärkung" ist auch klasse.
 
Steffen1207

Steffen1207

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Kommando zurück: Denkfehler von mir...:ups:

Natürlich geht das mit der festen Verbindung zwischen den beiden Blitzschienen nicht. Diese Verbindung muß beweglich sein...
 
Janni

Janni

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Ist ja ne schöne Bastelei für wenig Geld :daumen:

Was in Deiner guten Bastelanleitung aber nicht erwähnt wird (oder bin ich blind gewesen) : Der Makroschlitten muss hierbei auf
einem Drehteller geflanscht werden damit sich der ganze Aufbau samt Makroschlitten auch um die mittlere Achse drehen kann ;)

Da die verschiebbare Schiene vom Makroschlitten keine Mittelmarkierung um den Drehpunkt (am Stativ) hat, wie findest Du den
Mittelpunkt mit den man die Kamera ja seitlich verschieben und einstellen muss ?

Bei mehrreihigen oder Kugelpanos wäre eine seitliche Gradeinteilung oder Markierungsstriche sinnvoll damit man am Gelenk weiss
wie hoch oder tief man die Kamera für die nächste Bildreihe neigen muss ;)

Bei unterschiedlichen Brennweiten (vom Fischauge bis hin zum Tele) sind die einzuhaltenden Schwenk- und Neigewinkel jedesmal
unterschiedlich, da sollte der Drehteller unter dem Makroschlitten zumindest eine gut ablesbare Gradeinteilung besitzen....genauso
am Gelenk oben wo die Kamera befestigt wird, damit man auch dort die korrekte Neigungseinstellung entsprechend der Brennweite
vornehmen kann....ansonsten muss man gut schätzen können :p

Eine selber angefertigte Tabelle mit Schwenk- und Neigungswinkel bei den unterschiedlichen Brennweiten sollte man sich bei der
ganzen Sache eh zulegen, bzw. selber anfertigen, denn nicht immer ist es nur mit "durch-den-Sucher-schauen-und-den-Neigungs-
winkel-per-Augenmass-einstellen"
getan weil man nicht immer bequem und in jeder Position dafür durch den Sucher schauen kann
um die ca. 30% Bildüberlappung abzuschätzen ;)

Bin schon auf die ersten Pano-Ergebnisse mit dem Teil gespannt :daumen:










Gruss
JAN
 
Janni

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Hatte noch was vergessen anzumerken.....

Falls man damit mehrreihige Panos oder gar Kugelpanos machen möchte kann man den Nodalpunkt aber nicht mit dem "nach-vorn-und-hinten"
Verschieben unten Makroschlitten einstellen sondern muss ihn oben an der Schiene wo die Kamera befestigt ist einstellen, denn die Achse des
Neigungswinkels muss genau über dem Drehpunkt des Drehteller unten an der Stativbefestigung liegen, und der liegt nur auf dem Dreh-Mittel-
punkt wenn man bei der Konstruktion den Schlitten recht weit nach vorn schiebt (die L-Schiene muss über dem Drehpunkt liegen) ;)

Hoffe Du weisst wie ich das meine......











Gruss
JAN
 
muezin

muezin

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Hallo Klaus,

superklasse :daumen:
Toll und pragmatisch schnell zu machen.
Damit kann man in die Panowelt einsteigen und gucken, ob das auch was für einen ist. Und wenn man nicht jeden Tag damit unterwegs ist, dann passt das allemal!

Falls man damit mehrreihige Panos oder gar Kugelpanos machen möchte kann man den Nodalpunkt aber nicht mit dem "nach-vorn-und-hinten"
Verschieben unten Makroschlitten einstellen sondern muss ihn oben an der Schiene wo die Kamera befestigt ist einstellen, denn die Achse des
Neigungswinkels muss genau über dem Drehpunkt des Drehteller unten an der Stativbefestigung liegen, und der liegt nur auf dem Dreh-Mittel-
punkt wenn man bei der Konstruktion den Schlitten recht weit nach vorn schiebt (die L-Schiene muss über dem Drehpunkt liegen) ;)

Hoffe Du weisst wie ich das meine......
Das hab ich mir auch gedacht!
Der Versatz der Kamera nach hinten sollte ausschließlich über die Schiene, an der die Kamera befestigt ist gemacht werden.
Sprich: den unteren Schlitten weglassen! Sonst ist man nicht in beiden Achsen unter dem Nodalpunkt unterwegs! :ausrufezeichen:
Eventuell den unteren Schlitten als obere Schiene verwenden? Dann kann man auch gemütlich ein- und verstellen. Je nach verwendetem Objektiv...
 
Janni

Janni

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@Günther
....glaube Du als "auch-Kugelpano-Erfahrener" hast verstanden was ich meinte ;) :daumen:











Gruss
JAN
 
rico2007

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Interessant :daumen::daumen:,

wieder was zum basteln :daumen::rolleyes:.

Danke für die Links und die Beschreibung Klaus.
 
oz75

oz75

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Falls man damit mehrreihige Panos oder gar Kugelpanos machen möchte kann man den Nodalpunkt aber nicht mit dem "nach-vorn-und-hinten"
Verschieben unten Makroschlitten einstellen sondern muss ihn oben an der Schiene wo die Kamera befestigt ist einstellen, denn die Achse des
Neigungswinkels muss genau über dem Drehpunkt des Drehteller unten an der Stativbefestigung liegen, und der liegt nur auf dem Dreh-Mittel-
punkt wenn man bei der Konstruktion den Schlitten recht weit nach vorn schiebt (die L-Schiene muss über dem Drehpunkt liegen) ;)

Hoffe Du weisst wie ich das meine......
@Günther
....glaube Du als "auch-Kugelpano-Erfahrener" hast verstanden was ich meinte ;) :daumen:
Ich denke mal, das dürfte dem Threadersteller klar sein. Er hat schließlich den Adapter gebaut, um in den Nodalpunkt zu kommen. Das kann man ohne Kenntnis um den Nodalpunkt nur schwer hinbekommen.

Das schlimmste was sein könnte: Die Schiene am oberen Drehpunkt ist zu kurz. So what? dann kommt eine längere dran - fertig.

Gruß,
Oz
 
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Klaus-R

Klaus-R

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Hallo zusammen,

danke für das Interesse und für die Tipps.;)
Also das ganze funktioniert astrein! Ich habe das auch im Innenraum mit sehr kameranahen Motiven ausprobiert ... keine Parallaxefehler ... keine Stitchingprobleme.

Ich habe auch ein zweireihiges Pano hinbekommen ebenfalls fehlerfrei.

Wie das nach oben und unten zugemacht werden soll, ist mir noch nicht ganz klar .... dafür nimmt man wohl wirklich besser ein Fischauge. Mit meinem 10mm SWW sind dafür immer noch zu viele Einzelaufnahmen notwendig. Egal, 360 Grad Views sind IMHO auch ohne Boden und Deckel schon sehr faszinierend.

Nodallage einstellen: Die Theorie ist völlig klar. Man muss wirklich die Nodallage der Optik herausfummeln. Ich habe das ganz einfach so gemacht:

Gedreht wird über den "Drehteller" meines Billigstatives.:eek:

Die L-Schiene lässt sich übere den Einstellschlitten ganz exakt auf diesen Drehpunkt setzen. Der eigentliche Nodalpunkt (liegt i.d.Regel immer knapp hinter der Frontlinse der Optik) wird dann an der oberen Schiene justiert.

Anschließend der im Video gezeigte Pendeltest zunächst mit einem vertikalen Kameranahen Kontrollobjekt und anschließend ein Kipptest mit einem kameranahen horizontalen Kontrollobjekt.

Oder anders gesagt ... die Kamera muss exakt um den Nodalpunkt geschwenkt und gekippt werden können, dann passt alles. Schwenkachse, Kippachse und die optische Achse der Kamera müssen sich im Nodalpunkt schneiden. Das ist mit dem Aufbau problemlos möglich.;)

Grüße und schöne Panos

Klaus
 
Klaus-R

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(...)

Falls -und das muss man halt mal testen- die Kombi (mit der großen Kleinbildkiste) zu lange brauchen sollte, um auszuschwingen (bedingt durch die gebogene L-Blitzschiene - diese hat sicherlich eine gewisse Federwirkung), könnte man noch bedarfsweise eine Verstrebung in den Winkel einkleben (2-Komponenten-Kleber). Damit dürfte der Winkel sehr steif werden und auch schwere Kombis locker verpacken.

(...)

Grüße,
Oz

Hallo Oguzhan,

das Problem ist ein ganz anderes ...:D:D:D Mein 16,50,-€ Stativ hält keine Kleinbild-SLR .... der Nodaladapter ist aber schon dafür ausgelegt. Ich muss also doch mal sehen, dass ich ein solideres Stativ kriege.... bin ja Stativmuffel!

Ich überleg's mir noch .... ich habe heute mit der EOS 20D herumprobiert ... und die geht dafür prima. Mit ihren 8,4 MP entstehen ja schon Riesendateien .... ich weiß nicht ob die vielen Kleinbild-Pixel da wirklich von Vorteil wären?!

Grüße

Klaus
 
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(...)

Das schlimmste was sein könnte: Die Schiene am oberen Drehpunkt ist zu kurz. So what? dann kommt eine längere dran - fertig.

Gruß,
Oz
Ach so .. noch dazu ....;)

Das gerade Stück der zweiten Blitzschiene aus dem oben verlinkten Set ist für WW-Objektive und leichte Tele mehr als lang genug. Mit längeren Teleobjektiven (vielleicht für Gigapixel-Aufnahmen) kann ich mit meinem Billigkram sowieso nicht arbeiten. dafür bräuchte ich dann erstmal ein wertigeres Stativ.

Für normale WW-Panos ist das alles problemlos so machbar.

Grüße

Klaus
 
Steffen1207

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...das Problem ist ein ganz anderes ... Mein 16,50,-€ Stativ hält keine Kleinbild-SLR ...Ich muss also doch mal sehen, dass ich ein solideres Stativ kriege.... bin ja Stativmuffel!
Moin Klaus,

jo, mit deinem Stativ aus dünnen Alu-Beinchen und Kunststoff-Fittingen (die Bezeichnung "Klemmungen" wäre übertrieben, was nützt nämlich eine Klemmung, die nicht richtig klemmt...;)), vertrieben von HAMA und anderen Anbietern "hochwertigen" Zubehörs, gewinnste da nix. Der Hit an dem Ding: Das Ausfahren der Mittelsäule mittels dieser schwaudeligen Kunststoffkurbel und der nicht wechselbare Kopf aus Vollkunststoff...

Hier kann eine Investition in was anständiges keinesfalls schaden. Auch für nen Stativmuffel nicht. Wie du ja weißt: Gutes muß nicht teuer sein. ;)
 
muezin

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Hallo zusammen,

danke für das Interesse und für die Tipps.;)
Also das ganze funktioniert astrein! Ich habe das auch im Innenraum mit sehr kameranahen Motiven ausprobiert ... keine Parallaxefehler ... keine Stitchingprobleme.

Ich habe auch ein zweireihiges Pano hinbekommen ebenfalls fehlerfrei.

Wie das nach oben und unten zugemacht werden soll, ist mir noch nicht ganz klar .... dafür nimmt man wohl wirklich besser ein Fischauge. Mit meinem 10mm SWW sind dafür immer noch zu viele Einzelaufnahmen notwendig. Egal, 360 Grad Views sind IMHO auch ohne Boden und Deckel schon sehr faszinierend.

Nodallage einstellen: Die Theorie ist völlig klar. Man muss wirklich die Nodallage der Optik herausfummeln. Ich habe das ganz einfach so gemacht:

Gedreht wird über den "Drehteller" meines Billigstatives.:eek:

Die L-Schiene lässt sich übere den Einstellschlitten ganz exakt auf diesen Drehpunkt setzen. Der eigentliche Nodalpunkt (liegt i.d.Regel immer knapp hinter der Frontlinse der Optik) wird dann an der oberen Schiene justiert.

Anschließend der im Video gezeigte Pendeltest zunächst mit einem vertikalen Kameranahen Kontrollobjekt und anschließend ein Kipptest mit einem kameranahen horizontalen Kontrollobjekt.

Oder anders gesagt ... die Kamera muss exakt um den Nodalpunkt geschwenkt und gekippt werden können, dann passt alles. Schwenkachse, Kippachse und die optische Achse der Kamera müssen sich im Nodalpunkt schneiden. Das ist mit dem Aufbau problemlos möglich.;)

Grüße und schöne Panos

Klaus
Hallo Klaus,

mit Verlaub: das will ich so nicht stehen lassen:
Du schwenkst nicht in beiden Achsen im Nodalpunkt!
Das merkt man vielleicht nur bei ganz nahen Objekten, dürfte also nicht wirklich ein Problem sein, aber es ist optisch nicht korrekt. Ich hab das mal leicht überspritzt nachgestellt:
(Sorry für das schlechte Handybild:rolleyes:)
Ich hoffe da wird es klarer. Es sollte die Drehachse fürs Kippen genauso direkt über der 'Stativdrehachse sein.'
Wieso haben dann alle kommerziellen Nodaladapter keinen Versatz unten direkt am Stativ, sondern nur oben an der 'Kamera-'Schiene?
20150417_085328_2.jpg
 
Janni

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@Günther
Glaube Klaus hat meine o.g. Bedenken schon verstanden, er schrieb doch noch :

Die L-Schiene lässt sich übere den Einstellschlitten ganz exakt auf diesen Drehpunkt setzen.
Wenn die L-Schiene genau über dem Drehpunkt liegt passt es ja auch, nur bräuchte man auch
noch ein paar Markierungen oben an der Schiene wo die Kamera befestigt ist ;)
Der interessierte Einsteiger könnte halt anhand der Bilder glauben das man die Nodalpunktsuche
bequem unten am Makroschlitten vornehmen kann, dies ist bei der Konstruktion aber nicht so
und muss an der oberen Schiene eingestellt werden ;)



Wie das nach oben und unten zugemacht werden soll, ist mir noch nicht ganz klar .... dafür
nimmt man wohl wirklich besser ein Fischauge.
Nee, das geht auch mit einem Weitwinkelobjektiv :p


Mit meinem 10mm SWW sind dafür immer noch zu viele Einzelaufnahmen notwendig.
Mit 10mm Brennweite am Crop brauchst Du ca. 17 Aufnahmen um ein komplettes Kugelapno zu
bekommen, an Vollformat etwas weniger Bilder ;)




Der eigentliche Nodalpunkt (liegt i.d.Regel immer knapp hinter der Frontlinse der Optik) wird
dann an der oberen Schiene justiert.
Bei Weitwinkel- oder UWW´s liegt er wirklich oft hinter der Frontlinse, bei einigen Herstellern ist
der "rote Ring" nicht umsonst oft an einer bestimmten Stelle :D
Bei längeren Brennweiten kann der Nodalpunkt auch mal viel weiter hinten am Objektiv liegen :eek:

....klingt komisch, is aber so :D



.... ich habe heute mit der EOS 20D herumprobiert ... und die geht dafür prima. Mit ihren 8,4 MP
entstehen ja schon Riesendateien .... ich weiß nicht ob die vielen Kleinbild-Pixel da wirklich von
Vorteil wären?!
Ist in vielen Fällen von Vorteil ;)
Gerade bei Kugelpanos wird von der Panosoftware an den Einzelbildern recht stark "gebogen" sodass
die Pixel gedehnt oder gestaucht werden, da sind ein paar mehr Pixel vorteilhafter :p
Bei normalen Flächenpanos die höchsten ca.150° abdecken dienen mehr Pixel nur der höheren Auf-
lösung, da wird eben kaum was verbogen ;)












Gruss
JAN
 
muezin

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@Günther
Glaube Klaus hat meine o.g. Bedenken schon verstanden, er schrieb doch noch :
Die L-Schiene lässt sich übere den Einstellschlitten ganz exakt auf diesen Drehpunkt setzen.
Wenn die L-Schiene genau über dem Drehpunkt liegt passt es ja auch...
O.k. Sorry, das hatte ich wohl überlesen. :eek:
Aber eigentlich kann man den Einstellschlitten dann doch weglassen, oder?
 
oz75

oz75

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Aber eigentlich kann man den Einstellschlitten dann doch weglassen, oder?
Jein.

2x der hier würde es auch tun.

Einen unten, um den seitlichen Versatz variieren zu können (sprich: Um einfach die Flexibilität bei verschiedenen Kameras mit/ohne BG zu haben, ohne dass permanent neue Löcher in die Blitzschiene gebohrt werden müssen).

Und einen ggf. als "Goodie" oben (an der Rotationsschiene), um die Justage auf Eintrittspupille vorzunehmen. Sprich, um die Linse in den "Nodalpunkt" zu bringen.

Wer einen 4-Wege-Schlitten bereits daheim liegen hat, kann natürlich auch den verwenden.

Gruß,
Oz