Negative von Bildbühne dublizieren

mail@andreas
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Hallo

Ausgehend von der unten verlinknten Website habe ich Negative ohne Objetktiv aus dem Strahlengang dupliziert. Ich habe von der Seite abgelichtet.

Dias abfotografieren mit Vergrößerer

Grundsätzlich geht das gut. Vermeintlich ist die Qualität eines guten Scanns jedoch besser. Es gibt da auch das ein oder andere Problem beim einstellen der Apperatur. Große Unterschiede konnte ich insbesondere nach dem verkleinern und umwandeln in JPG nicht mehr ausmachen. Ich denke mein weg zur Digitalisierung ist weiterhin das ablichten des Prints. Es geht hier ja in erster Linie um die Bildaussage welche eventuell besprochen wird.
Was natürlich möglich wird ist die optische Ausschnittsvergrößerung. Ebenso das digitale Photogramm.
Der Vorteil von MF geht natürlich hier verloren da das Negativ praktisch verkleinert wird.

Anbei ein paar Aufnahmen zum verdeutlichen.

Ilford Delta 3200, vermutlich Pusch +1 oder +2
Print:

AAA.jpg

Negativ aus Vergrößerer:


AAAb.jpg

Kodak TriX320
Print:

Aba.jpg

Negativ aus Vergrößerer:



Abb.jpg
 

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kris-kelvin

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Könntest Du erklären, wie dieses System V Color im inneren funktioniert ?
Vielen Dank
 
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Hallo Kris
Ich selber habe nicht den Farbkopf sondern den SW Kopf mit Filterschublade.
Das Prinzip ist aber grundsätzlich bei allen Vergrößerern gleich.
Von oben nach unten.
Lampenhaus - hier sitzt die Lichtquelle, Opallampe, Halogen, Led. Eventuell auch die Farbfilter welche eingedreht werden können, bei Farbvergrößerern.
Kondensator - hier wird das Licht zur Bildbühne ausgerichtet.
Eventuell die Filterschublade - hier nicht relevant.
Bildbühne - hier kommt das Negativ rein. Entweder mit oder ohne oder mit und ohne Glas.
Objektivebene - diese ist in der Höhe zum fokusieren beweglich und trägt das Objektiv.

Ich mache da gerne heute Abend Photos, denke aber Du findest dazu auch was im Netz.

Wenn Du ein Makro hast kannst Du Dir ein wesentlich einfacheren Aufbau selber machen.

Schau Mal hier.
Dias + Negative abfotografieren: Filme mittels Digitalkamera scannen

Gruß
Andreas
 
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kris-kelvin

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Bei dem System V Color sehe ich diese 3 Frabregler und ich frage mich, wie das funktionieren soll 🤔
Ich habe die Vorstellung, daß man ggf. ein bischen Cyan dazugeben will,
Es sind auch diese Drehregler zu sehen, die das vielleicht ermöglichen,
aber wie soll das technisch funktionieren 🧐
 
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kris-kelvin

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Dachte ich mir schon, doch es sieht doch so aus, als ob die Farbe stufenlos dazugemischt werden kann.
Aber ein Filter ist doch eingeschoben oder nicht ?! Oder wo ist mien Denkfehler ?
 
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Das ist richtig. Die Farbe wird stufenlos in den Strahlengang zugemischt. Wie das mechanisch genau funktioniert kann ich Dir nicht sagen da ich keinen Farbkopf mein eigen nennen.
 
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Klaus-R

Klaus-R

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Hey,

vielen Dank dafür, dass Du uns auch diese Möglichkeit des Digitalisierens von Negativen und/oder Dias
mal aufzeigst.
Zumindest ist das eine praktikabele Option.😊👍

Ich selber bin aus mehreren Gründen ein Scanner-Fan. Dabei muss ich aber einschränken, dass insbesondere die kleinen "Kleinbild" Negative auch nur dann wirklich gut gescannt werden können, wenn man auch ein darauf wirklich spezialisiertes Gerät einsetzt. Mit einem Flachbett-Scanner kann man die Mittelformate wirklich hochwertig abtasten ... KB-Vorlagen leider aber nicht.

Ich finde die Ergebnisse oben soweit ganz o.k.. Die Delta 3200 (und dann noch PUSH) Aufnahmen müssen natürlich sehr grobkörnig ausfallen .... ist ja nicht der Digitalisierung anzulasten!😊

Denke für's Zeigen!😊👍👍

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
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Vergrößerungsköpfe:

Ich hoffe, ich kriege keine Prügel .... ich will den Faden hier nicht entern ... nur weil die Frage hier gerade gestellt wird und weil ich da wirklich viel weiß.....😉

Die Farbphotographie ist viel älter, als der DIFFUSOR-Farbmischkopf, der zu Unrecht heute meist mit einem
"Farbvergrößerer" in Verbindung gebracht wird.
Ab den 1950er Jahren wurde (für horrende viel Geld) in Farbe ausbelichtet und in Ermangelung der Diffusor-Farbmischkopf-Technik mit Vergrößerern, die wir heute als Schwarz-Weiß-Vergrößerer bezeichnen.

Farbe geht mit JEDEM Gerät, das einen Kodensorkopf mit einer Filterschublade hat. Was man braucht, sind
passende Farbkorrekturfilter (CMY-System) cyan/magenta/yellow. (NEGATIV zu RGB Rot Grün Blau).

Diese Filter werden dann (genau so wie die VARIANT-Filter für Kontrastwandel-SW-Papier) in die Filterschublade gelegt, um RA4 COLOR Photopapier anzufiltern (weißabzugleichen).

Im Wesentlichen gab es bis in die 1970er (als die Diffusor-Farbmischköpfe aufkamen) drei STANDARD-Filtergrößen:

7x7cm
9x9cm
12x12cm (KING-size!)😊

Solche Filter sind heute jedem FARB-Laboranten HEILIG, wie nur sonstwas, denn sie werden seit den Mitt-70ern leider nicht mehr hergestellt, denn sie waren immer schon SAUTEUER, so dass ein Diffusor-Mischkopf schnell den Vorzug bekam.

ABER:

Ein Kleinbild-Vergrößerer mit Diffusor-Farbkopf ist heute noch einigermaßen günstig zu bekommen.
Ein 6x6er mit Color-Head wird schon teuer und ein 6x7 oder 6x9er ist nur noch vierstellig (und selten steht eine 1 vorne) bezahlbar.

Will sagen .... wer sich für einen 6x9er Vergrößerer und für Farbe interessiert, wird einen solchen Filtersatz sehr zu schätzen wissen, denn er macht "bezahlbare" sog. SW-Vergrößerer zu voll farbtauglichen Geräten.

Meine Filter:

Bild - 6.jpg

Oben links ein AGFA-7x7cm Komplettsatz (findet man schon noch gebraucht)
Oben rechts ein ILFORD CIBACHROME 9x9cm Komplettsatz (nur selten noch zu bekommen .... aber möglich mit Geduld)
Mitte: Ein ILFORD CIBACHROME 12x12cm Farbkorrektur-Filtersatz (hat Monate gedauert, den zusammenzupasseln! Der Sortimentskasten war leider unvollständig (und mehrere Filter waren leider zerschnitten. Ich hab' ihn jetzt ENDLICH komplett .... die fehlenden Filter habe ich durch KODAK-WRATTEN-Filter ergänzen können.😊
😊
12x12cm braucht man für 6x9 Profi-Vergrößerer wie den Leitz FOCOMATen oder den AGFA Varioscop 60.

Ganz rechts sind meine beiden Sätze Kontrastwandelfilter SW 7x7 und 9x9 für meine beiden Geräte.
die sind gar kein Problem, die kann man problemlos für wenig Geld überall bestellen.

Grüße und viel Spaß mit Film und Photopapier

Klaus

P.S. Sobald ich mal die Zeit habe, stelle ich mein "Wegräumlabor" wirklich auch mal vor, nachdem Andreas ja auch so nett war, uns in seines mal mitzunehmen.

Wie gesagt .... ich habe gar keinen "Farbvergrößerer" ... ich habe zwei schöne alte KISTEN die mit klassischer Kondensortechnik und Filterschubladen, die eben auch Farbe können.😊
 
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....ganz vergessen .......😊

Es ist sogar möglich mit URALTEN Geräten jede Art der Filterung (also auch Color) zu vergrößern
auch wenn diese nichtmal eine Filterschublade haben.😊

Das hier ist eine kleine Sensation .... ein vollständiger AGFA-FARBKORREKTUR Filtersatz aus glasklarem
also strahlengangtauglichem Filterglas.

Bild - 7.jpg

Unten habe ich mal einen solchen Glasfilter ausgepackt.
Diese Filter sind optisch so gut, dass man damit unter dem Vergrößerungsobjektiv anfiltern kann ...
Multigrade SW und natürlich auch RA4-Farbe.
Solche Filter wurden bis in die frühen 1960er in Großlaboren für Farbphotos eingesetzt.

Dass ich sowas habe ist viel Glück und akribische Suche .... Glück auch insofern, dass da gerade kein anderer Interessent 'dran war ..... sowas gibt niemand mehr ab, der weiß, was er da hat. Kriegt man praktisch nur noch aus Nachlässen .... und genau so und nur so werden diese Filter mal ihren Liebhaber wechseln können ...... hoffentlich nicht von Ahnungslosen weggeschmissen .... passiert leider auch .....😞

Grüße

Klaus
 
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@Klaus-R - dieses Mal habe ich leider gar nichts verstanden.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, was Du versucht hast zu erklären,
weil ich auch keine Ahnung davon habe.
Das einizige, bei dem ich mir nicht mal sicher bin,
bei dem System V gibt es keine verschiedenen Einsätze für verschiedene Negativgrößen ???
 
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@Klaus-R - dieses Mal habe ich leider gar nichts verstanden.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, was Du versucht hast zu erklären,
weil ich auch keine Ahnung davon habe.
Das einizige, bei dem ich mir nicht mal sicher bin,
bei dem System V gibt es keine verschiedenen Einsätze für verschiedene Negativgrößen ???

Doch es gibt eine sehr große Bildbühne. Da passen 6x6 Negative sehr komfortabel rein. Das wäre mit zwei Gläsern. Ich arbeite meist mit Rahmen unten und Glas oben. Rahmen gibt es für unterschiedliche Größen. Z.b. KB und 4,5x6.
Die Bildbühne verfügt über Maskenränder.
Bei Bedarf lichte ich Dir die heute Abend Mal ab.
 
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Kris jeder Vergrößerer hat eine Bildbühne. In der Regel mit verschiedenen Rahmen ausgehend vom größten Format. Wichtig ist auch, dass man das zum passende Vergrößerungsobjektiv hat. Längere Brennweite und damit einhergehender größerer Bildkreis geht immer. Mit dem Nachteil der kleineren Vergrößerung. Anders Rum geht es nicht. 50 mm leuchten ein 6x6 Negativ nicht aus. 80mm leuchtet sowohl 6x6 als auch kleinere Formate aus.
 
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kris-kelvin

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Von dieser Materie habe ich keine Ahnung und muß daher viele Anfängerfragen stellen 🧐
Bei dem Aufbau in dem Link von #1:
Ganz unten muß irgendwo eine Lichtquelle sein. Ist die in dem System V Color mit drin ? 🤔
Dann wird in diesem System V Color das Licht farblich abgestimmt mittels Farbfilter.
Hier ist offen, wie das funktioniert.
Danach kommt das, wo nur System V drauf steht. 🤔
Da drüber ein Teil mit Schiebreglern. Ich nehme an, die Aufnahme für die Negative.
Gibt es dort verschiedene Einsätze. Von KB bis ??? 🤔
Da drüber kommmt der Balg, sicher zum Scharfstellen.
Dann das Objektiv zur Projektion auf den Sensor.
Eigentlich könntest du doch auch ein Objektiv an der Kamera haben.
Was ist der Vorteil dieses am Balgen zu nutzen ?
Dann kommt die Kamera, das ist klar, nur alles davor ist für mich recht nebulös,
was die jeweiligen Teile bewirken.
Funktioniert die Belichtung von Farbfotopapier nur mit dem System V Color ?
Wenn ich einen Farbnegativfilm einlege, sehe ich doch gar nicht, welche Farben ich evtl. dazumischen muß.
Das braucht sicher eine große Portion an Erfahrung oder wie läuft das. 🤔
Bei einem Diafilm ist das sicher einfacher.
Brauche ich für einen Farbfilm dieses Teil System V Color unbedingt ?
Was ist anders, wenn ich SW-Negative auf Papier bringen will 🤔
Fragen über Fragen über Fragen ...
 
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mail@andreas
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Das verstehe ich auch wieder nicht. Bei gleichem Abstand kann ich doch mit 50mm ein größeres Negativ betrachten als mit 80mm. Der Betrachtungswinkel bei 80mm ist doch viel kleiner 🧐

Es geht um den Bildkreis. Der ist bei dem 80mm größer. Daher ist bei 6x6 80mm auch beim Aufnahmeobjektiv die Normalbrennweite entsprechend 50mm an KB.
Der Betrachtungswinkel wird ja Richtung Papier wirksam. Daher die kleinere Vergrößerung bei gleichem Abstand.
 
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Ja ich könnte auch mit einem Makroobjektiv arbeiten um das Negativ abzulichten. Da bin ich aber auf den ABM von 1:1 beschränkt.
Mir ging es in erster Linie darum das auszuprobieren weil es eine weitere Möglichkeit zum digitalisieren ist.

Für Vergrößerungen auf SW Papier reicht eine einfache Leichtquelle. Eventuell Filter für die Gradation, oder aber Papier mit fester Gradation.
Bei Farbe reichen wie von Klaus gezeigt auch Filter. Früher hat man in der Regel auch alle Aufnahmen eines Films identisch im Labor gefiltert. Man hat sich kaum die Mühe gemacht jedes Negativ genau auszufiltern. Das hat die Kunden nicht gestört weil sie es nicht besser kannten.
Ich habe hier im Verkaufsthread auch Bilder eingestellt da ich Farbpapier verschenkt habe. Dabei war auch ein Farbkalkulator um die notwendige Filterung festzustellen. Schau dir das Mal an.
Ob die Filterung im Gerät oder über Filter stattfindet ist dabei nicht relevant.
Ohne Probeabzug geht es analog eher nicht. 😉
 
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kris-kelvin

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Bis zu welcher Negativgröße kann man den dieses System V nutzen ?
 
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