Mamiya ZD DSLR Kameraportrait .... der besondere 645 Mittelformater ....

Klaus-R

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Hallo zusammen,

ich möchte hier eine sehr selten gebaute aber IMHO doch sehr interessante und gute Kamera vorstellen, auch wenn ich mir wieder sicher sein kann, dass das Interesse an ganz exotischer Photo-Hardware natürlich begrenzt sein wird.
Ich möchte dennoch ein Review zur Mamiya ZD-DSLR schreiben, weil es im Netz leider nur sehr wenige Informationen zur Mamiya ZD gibt ... das meiste in englischer Sprache und das meiste leider falsch und unangemessen, weil sich kaum jemand wirklich intensiv mit dieser Kamera beschäftigt hat.

Um die Mamiya ZD D-SLR zu verstehen ist meiner Meinung nach auch ein wenig Kamerageschichte erforderlich .... insbesondere um auch nachvollziehen zu können, warum sie leider scheiterte, wie soo viele andere Kameras und ganze Kamerasysteme in der Pionierzeit der Digitalphotographie, denn genau in dieser Zeit wurde sie auf einen Markt geworfen, der sie nicht annahm .... warum eigentlich nicht?!

Das Jahr 1999 ist meiner Meinung nach das Wendejahr zur Digitalphotographie oder (negativ formuliert) der endgültige Sargnagel der klassischen Filmphotographie.
Die CANON EOS D30 -nicht 30D!- (3,1 Megapixel) schlug ein, wie eine Bombe.
Diese APS-C DSLR mischte die Photographie so richtig auf! Viele Studiophotographen und Zeitungsphotographen stellten mit der D30 auf die neue Digitalphotographie in klassischer SLR-Systemphotographie um.
Canon hat einen Megaseller gelandet mit einem selber entwickelten C-MOS Bildsensor, der wirklich ganz weit vorne liegen sollte.
Ein Jahr später dann die D60 (6 Megapixel), dann die 10D und kurz darauf in 2003 der Durchbruch in den Prosumer Bereich mit der EOS 300D und dem ersten für APS-C gerechneten EFs Zoomobjektiv .... usw.

Bei CANON läuft es reibungslos ... die Kameras sind allesamt ausentwickelt, funktionieren völlig problemlos, setzen Maßstäbe und sichern CANON die Marktführerschaft, die zum Ende der analogen Zeit längst an NIKON verloren war.
Bei CANON hatte man aus der beinahe Pleite heraus alles auf DIGITAL gesetzt und tatsächlich gewonnen.

Ende 2002 wagte sich CONTAX (ebenfalls aus desolaten finanziellen Zuständen heraus) an einen weiteren Meilenstein. Die CONTAX ND sollte die welterste Kleinbild D-SLR werden (6 Megapixel Kodak CCD).

Die Sensorproduktion erweist sich als extrem schwierig und kostspielig. Das Problem ist die wirklich fehlerfreie Produktion der Bildsensoren. Jeder noch so kleine sichtbare Fehler eines solchen Bildwandlers hätte bei den sündhaft teuren Kameras damals zu unweigerlichen Reklamationen geführt.
Genaue Zahlen wurden nie verraten .... Experten vermuten Ausschussraten zwischen 90% und 95% bei den ersten Kleinbild-Bildsensoren der Welt.

Die CONTAX ND floppte! Sie war unausgereift und machte Probleme, die kein Kunde einer zigtausende Euros teuren Kamera akzeptierte.

Das Desaster war perfekt, Contax musste aufgeben, die ND vom Markt nehmen ....

Canon geht wenige Monate später (Ende 2002) an den Start.
Die CANON EOS 1Ds sollte sich als einzige Kleinbild DSLR behaupten können.
Mit 10.000,-€ gewiss kein Schnäppchen kam CANON der Nachfrage nicht nach.
Über das Jahr 2003 bauen sich Lieferzeiten auf .... Grund war der "Vollformat" C-MOS, der nicht in ausreichender Menge hergestellt werden konnte.

Bei KODAK schläft man derweil nicht und setzt mit einem 14MP CCD Kleinbild Sensor nach. Gleichzeitig versucht Kodak, eine eigene Kameraproduktion zu starten ..... ohne eigene Photooptik versucht man die NIKON-Lücke zu schließen, indem man eine Vollformat Kamera für NIKON Objektive startet.

Die KODAK DCS-14-n scheiterte ebenfalls an unlösbaren technischen Problemen und einer überaus zweifelhaften Bildqualität, die an die Performanz der CANON 1Ds nicht wirklich heranreicht. Zwei Nachfolgemodelle (das letzte für CANON Objektive) scheiterten ebenfalls, so dass KODAK die eigene Kameraproduktion aufgeben musste.
Das alles stelle ich hier nur knapp vor, um dann zur Mamiya ZD überzuleiten, die man aus diesen Entwicklungen heraus einfach besser verstehen kann.

Was passierte in dieser Zeit eigentlich im Bereich der Mittelformatphotographie?

Bis 2004 eigentlich NICHTS wirklich brauchbares digitales.
Es gab zwar DIGI Backs, aber eben nur mit viel zu kleinen Bildsensoren (entweder KB Vollformat oder mit FRÜHEN quadratischen 37x37mm Bildsensoren).

Wer Mittelformat wollte, kam also am klassischen Rollfilm nicht vorbei. Hinzu kam, dass diese "frühen" pseudo Mittelformat Rückteile alle nur tethered (also am Kabel) funktionierten. Kabelunabhängige Rückteile gab es vor 2004 noch nicht.

Ich muss kürzer werden!

Anfang 2004 (also gerade mal 2 Jahre nach den ersten Kleinbild Sensoren) waren zwei Firmen weltweit in der Lage 645er Mittelformat Sensoren anzubieten .... KODAK und DALSA.

Beide Chips hatten fast gleiche Pixelzahlen und gingen so jeweils mit 22 Megapixeln und einem Pixelpitch von 9 Mikron an den Start. Sowohl KODAK, wie auch DALSA setzen auf die besser beherrschbare CCD Bauweise, um die Sensorproduktion solch riesiger Bildsensoren überhaupt möglich zu machen.

Über Ausschussraten wird geflissentlich geschwiegen .... bei DALSA drangen aber nicht bestätigte Gerüchte durch, dass man sich über 95 Prozent Fehlproduktion bei dem neuen Sensor schon freuen müsse. Jeder geprüfte und einwandfreie Bildsensor ist also ein kleines Vermögen wert und kann so nur dementsprechend teuer angeboten werden.

Beide Chips werden als "Full 645" Sensoren beworben ..... was aber nicht sooo ganz ehrlich war und natürlich von Fachleuten bemerkt wurde.

Man hatte aber immerhin CROP 1.1 erreicht, war also recht nahe an wirklichem 4,5x6.
Ich sag' mal: "Kann man durchgehen lassen", ohne auf "wirkliches Weitwinkel" verzichten zu müssen ... da fehlt nicht viel!

Und so deckt ein Crop 1.1 Sensor das echte 645 Bildfeld ab:
Daneben ein Crop 1,3 Bildsensor zum Vergleich:

Sensor.jpg
Diese CROP 1.1 Sensoren sollten für 7 Jahre die weltgrößten Bildsensoren bleiben. Erst in 2011 hatte KODAK einen 61 MP MF CCD mit wirklichem 645 CROP 1.04 am Start, der im PHASE ONE P65+ Rückteil debütierte.

Ein solches gebrauchtes Phase One P65+ Rückteil kostet zur Zeit von privat ca. 5.000,-€ (ich würd's nicht machen!) und seriös mit Gewährleistung kaum weniger als 6.500,-€ ... mir reicht da wirklich Crop 1.1 mal aus!

2004 wurde es dringend Zeit! Mittelformat Kameras drohten inzwischen uninteressant zu werden, wenn nicht digitalisierbar. Viele Studiophotographen waren schon auf Kleinbild umgestiegen, als die Sensoren ENDLICH lieferbar waren.

In Rekordzeit waren die Rückteilmacher LEAF (mit DALSA) und Phase ONE (mit Kodak) marktreif und konnten schon Mitte 2004 ihre DIGI Rückteile ausliefern.

Mamiya wollte sich zunächst nicht von den beiden Platzhirschen abhängig machen und man wollte so das digitale Mittelformat selber stemmen.

Eine Zusammenarbeit mit DALSA wurde klargemacht, um die Digitalisierung des eigenen Kamerasystems selber hinzubekommen.

Mamiya wollte zweigleisig angreifen!

Zum einen stellte man in 2004 ein eigenes Kamerarückteil (MAMIYA ZD-BACK) für die damals aktuelle Komponentenkamera Mamiya 645 AFD II vor (eine Hybridkamera, die sowohl mit Filmback, als auch mit dem eigenen DIGI Rückteil betrieben werden "können sollte".
Hier das Mamiya ZD Back, das technisch in Verbindung mit einer Mamiya oder Phase One Komponentenkamera praktisch gleichwertig arbeitet, wie die integrale Mamiya ZD-Kamera:
Bild - 41.jpg

Gleichzeitig kam Mamiya mit einer ganz neuen und bahnbrechenden Idee daher ... man konstruierte in Windeseile auch noch Prototypen einer eigenen Mittelformat ALL IN ONE DSLR Spiegelreflex Kamera der MAMIYA ZD.
Die Mamiya ZD-DSLR war und bleibt bis heute die einzige ALL-IN ONE MF-Systemkamera mit einem (annähernd) 645-großen Bildsensor.

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Alle gegenwärtigen sog. MF-ALL IN ONE-Systemkameras haben kleinere CROP 1.3 Bildsensoren, insbesondere auch die PENTAX 645Z , die sich zwar 645 nennt, aber ebenfalls nur einen CROP 1.3 Bildsensor beschäftigt.

Die Debatte, ob das überhaupt (NOCH) Mittelformat ist, hängt davon ab, ob man gewillt ist, eine historisch gewachsene Definition umzudefinieren, oder nicht??!

Ich jedenfalls bin zwar dagegen ..... falle aber im Grunde ja auch schon bei CROP 1.1 damit um .... es ist eben auch nur FAST 645 ... aber natürlich näher 'dran!

Während LEAF und PHASE ONE ihre MF Rückteile also sehr zeitnah am Start hatten, verkaufen und verdienen konnten, läuft es bei Mamiya leider "unrund".

Nachdem CONTAX und KODAK mit eigener Kameraproduktion an unausgereiften Produkten scheiterten und CONTAX daran starb, will man alles, nur keinen unreifen Schrott liefern!

Über wieviel Geld reden wir hier eigentlich??

Nun ... Ein Phase One P25 Back kostete damals stramme 37.000,-€. LEAF lag mit dem APTUS 22 ähnlich astronomisch hoch.

Die Mamiya ZD war in 2004 mit 22.000,-€ "angedacht", war aber noch nicht produktionsreif, weil noch nicht ausgereift.
Prototypen litten an Instabilität der Elektronik, die ständig abstürzte und im Vergleich zu den Mitbewerbern schlechterer Bildqualität.
Es sollte leider fast drei Jahre dauern, bis Mamiya es schaffte, Anfang 2007 beides, das ZD-Back und die ZD-Kamera ENDLICH auszuliefern.

Vorweg .... beides, das Rückteil und die Kamera waren dann auch ausgereift und starteten qualitativ hochwertig mit zuverlässiger Performanz durch.

Leider war beides aber inzwischen erstens veraltet und zweitens hatten die Mitbewerber inzwischen einen Großteil des Marktes erobert.

Kurz: Die Profis (i.d.R. die Starphotographen) hatten schon ihr Mittelformat Zeugs
und für Prosumer oder sogar Hobbyisten war der Kram einfach mit Abstand viel zu teuer. Man blieb auf den teuer entwickelten und nun ausgereiften schönen Sachen einfach leider sitzen, während die Rückteilhersteller den Reibach schon gemacht hatten bzw. weiterhin machten.

Inwieweit die ZD-Baureihe (also Kamera und Rückteil) schon zu Verkaufsstart veraltet waren, zerlege ich jetzt mal, wenn es ENDLICH um die Mamiya ZD geht, die aus ihrer Kamerageschichte heraus jetzt besser Gestalt annehmen wird.

Leider stimmte, dass die "neuen" Mamiya Produkte Anfang 2007 schon veraltet bzw. von der Zeit überholt waren. Am stärksten kritisiert wurde das inzwischen veraltete viel zu kleine 1,8 Zoll Display, das nicht mehr zeitgemäß war.

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Ferner störte die Fachpresse, dass der eingebaute SD-Karten-Controller nur Standard SD-Karten bis maximal 2GB adressieren kann. Zwischen 2004 und 2007 gab es inzwischen deutlich größere Karten und die (immer noch astronomischen!) Kartenpreise waren inzwischen etwas gefallen. Vergessen wurde dabei allerdings, dass die Mamiya einen zweiten Slot für CF-Karten hat.
Bei den CF-Karten ist es so, dass der Controller in die Karten eingebaut ist, so dass auch größere CF-Karten aus späterer Produktion genutzt werden können.
Das damalige Phase One P25 Rückteil hat gar keinen Slot für SD-Karten, sondern nur einen einzigen für CF-Karten, was die Kritik für mich stark relativiert.
Ferner wurde die zu langsame Datenverarbeitungsgeschwindigkeit der Kamera beanstandet.

Richtig ist, dass die ZD sehr lange braucht, um ein 22 Megapixel RAW auf die Speicherkarte zu schreiben .... auch moderne schnelle Karten beschleunigen da nichts und sind somit Geldverschwendung.

Auch diese Kritik relativiert sich für mich dadurch, dass die ZD einen ausreichend bemessenen Pufferspeicher hat, der für bis zu 10 Aufnahmen ausreicht, die somit auch dann verschossen werden können, wenn die ZD noch mit dem Abspeichern gepufferter Aufnahmen beschäftigt ist.

Der "Füllstand" des Pufferspeichers wird im Sucher mit einem Laufbalken angezeigt, so dass man jederzeit sehen kann, wieviele Aufnahmen man noch "verballern" kann.

Für meine Art zu photographieren ist die ZD wirklich ausreichend schnell ... ein überlaufener Pufferspeicher hat mich nach nun knapp 1.000 Auslösungen noch nie behindert.

Schaltet man die ZD aus, wird natürlich trotzdem weiter gespeichert und die noch abzuspeichernde Anzahl der Bilder wird auf dem Schulterdisplay angezeigt. Erst anschließend schaltet sich die Kamera automatisch ab.

Ich lasse die Kritik mit (zu langsam) bedingt zu! Im Vergleich mit damaligen Kleinbild-D-SLRs ist sie ganz klar zu langsam, im Vergleich zur damaligen Mittelformat Konkurrenz ganz sicher nicht ... da ist sie ein Rennwagen!

Das LEAF Aptus 22 Back (gleicher DALSA Bildsensor, wie die ZD) bootet in völlig indiskutabelen 15s.

Die Mamiya (auch das ZD-Rückteil) sind nach jeweils knapp 2s schussbereit, das war damals spitze und geht auch heute noch gut durch.

Mein Phase One P45+ Back braucht gute 3s Einschaltzeit ... was ich auch noch erträglich finde, zeitgemäß heute natürlich nicht mehr.
Ferner hat die ZD mit 1,2 Bilder/s eine für damaliges Mittelformat wirklich "flotte" Serienbild-Frequenz (natürlich ist nach 10 Bildern erstmal Pause!)

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Phase One kam mit nur 0,8 Bildern/s deutlich langsamer daher und hatte ähnliche Abspeicherprobleme mit den für damalige Verhältnisse riesigen Datenmengen.
Auch die Mitbewerber arbeiteten damals mit Pufferspeichern ... allerdings mit etwas größeren.

Der Blick durch den Sucher ist aufgeräumt und übersichtlich. Da, wo BUF steht, kann man am Laufbalken ablesen, wieviele Aufnahmen der Pufferspeicher noch fassen kann. Jedesmal, wenn dann ein Bild auf die Speicherkarte gewandert ist, wird wieder ein Feld für eine weitere Auslösung angezeigt.
Der letzte Kritikpunkt war die Bildqualität der Kamera bei auch nur leicht angehobenen ISOs
Fast alle Juroren schrieben damals, dass die Bildqualität der ZD (natürlich auch des ZD-Backs) garade mal bei ISO 50 bis ISO 100 zu gebrauchen sei, und eben das ist wirklich Unfug.
Dass sie nur zwischen ISO 50-400 einstellbar ist (in Drittel-ISO-Schritten) war im Mittelformat damals normal, dass die angehobenen ISOs nicht zu gebrauchen sind, ist Quatsch ... man kann sogar ISO 800 noch sehr gut "pushen", ohne dass
da wirklich störendes Bildrauschen resultieren würde .... ich zeige das noch!

Das Problem war schlicht, dass die ZD (auch das Back natürlich) o.o.c JPGs erzeugen konnte (Leaf und Phase One Backs aus der Zeit können das gar nicht .... produzieren also nur RAWs!)

Aus lauter Faulheit, hat man sich damals nur die wirklich grottenschlechten JPGs angesehen und darauf verzichtet, auch mal die wundervollen RAWs zu entwickeln, was einen ganz anderen Eindruck in Sachen Bildqualität vermittelt hätte.

Mamiya hat es mit der eigentlich besseren Ausstattung der ZD gut gemeint, hätte das mit den Sofort-JPGs aber besser gelassen, oder besser gemacht! Es hat der Kamera und dem Rückteil leider geschadet.
Die ZD kann übrigens beides ... RAWs und JPGs gleichzeitig aufnehmen und speichern ... auch noch nicht selbstverständlich damals.

Die Mamiya ZD-DSLR hat eine wirkliche Besonderheit!

Damalige Mittelformat Rückteile wurden allesamt OHNE Tiefpassfilter gebaut und ausgeliefert. lediglich ein IR-CUT Filter war den Bildsensoren vorgelagert. Nur so war (und ist) die beachtliche Auflösung ohne Abstriche realisierbar.

Mamiya hatte die Idee, den IR-CUT Filter auswechslebar zu machen, damit man ihn gegen einen Tiefpassfilter (LOW-PASS-Filter) austauschen kann, wenn entsprechend kritische Motive abgelichtet werden sollten.
Man kann also sowohl bei der ZD-Kamera, wie beim Back die Filter gegeneinander austauschen. Für die ZD braucht man dafür UNBEDINGT ein mit der Kamera-geliefertes Spezialwerkzeug, ohne das man den IR-CUT-Filter nicht aus- und einbauen kann.

kritisiert wurde nun, dass man ja nicht wissen könne, welcher Filter nun gerade in der Kamera eingesetzt sei?!

Auch diese Kritik geht fehl! Wer sich damals mit der ZD beschäftigt hätte, hätte gewusst, dass die ZD das beim Einschalten auf ihrem LCD-Rückdisplay anzeigt .... man weiß also immer, welcher Filter verbaut ist.

Die Kamera hat im Auslieferungszustand NUR den IR-CUT Filter und ich empfehle einen Tiefpassfilter zur Reduzierung von Farbmoiré Fehlern ausdrücklich NICHT!

Die ZD (ebenso natürlich auch das BACK) neigen WENIG zu Moiré Problemen ... auch bei dafür eigentlich anfälligen Motiven nicht. Falls sowas mal stören sollte, empfehle ich smarte EBV-Lösungen .... kann ich bei Interesse gerne mal 'drüber schreiben.

Die Filter sind sogar noch lieferbar .... für mehrere hundert Euro .... wie gesagt .... ich empfehle den Tiefpassfilter ausdrücklich NICHT, weil der gute 300 Linienpaare Auflösung kostet!

Kamerabeschreibung:

Bild - 22.jpg

Die Mamiya ZD ist eine große und schwere DSLR 645 Mittelformat Kamera.
Viel kleiner und leichter ginge es wohl auch heute mit moderner EVIL-Spiegellos Technik auch nicht, denn man kommt am Auflagemaß des Kamerasystems nunmal nicht vorbei.

Das Kamerasystem nennt sich also "Mamiya 645" und ist mit 63,30mm das kürzeste aller echten 645 Mittelformat-Systeme.
Dieses besonders kurze Auflagemaß war vor einiger Zeit der ausschlaggebende Grund, warum ich mich für Mamiya/Phase One entschieden hatte.
Was nützt mir ein teures Kameragehäuse, wenn jedes Objektiv dann vierstellig bezahlt werden muss?!
Ich kann mit einem Kamerasystem nur glücklich werden, wenn ich mir auch sozusagen "alle" Objektive vom kurzen Weitwinkel bis zum langen Tele leisten kann ... und natürlich alles gebraucht.

Eine komplette 645 Hasselblad oder Phase One 645 Ausrüstung liegt bei ca. 80.000,-€ .... weit außerhalb dessen, was ich mir auch nur entfernt vorstellen kann!

Das Mamiya 645 System bietet die bestmögliche und weitreichendste Verglasungsmöglichkeit aller 645-Kamerasysteme.
Es gab, aus Gründen, die ich hier nur anreißen kann, keinen Systemwechsel, wie z.B. bei Hasselblad vom V-System zum H-System.

An einer modernen Hassy gehen auch nur moderne H-Objektive ... die eigenen alten V-Objektive sind nicht mehr nutzbar .... nicht mit mir bzw. nicht für mich!

An einer digitalen Mamiya (natürlich auch an den 645er Komponentenkameras) geht alles, was mal SEKOR-C hieß bzw. alles was je unter Mamiya 645 hergestellt wurde.

Das gilt auch für die später Phase One getauften Gehäuse, denn Phase One hat das komplette System ja übernommen.

Bis zur aktuellen Mamiya XF sind also enorm viele alte Objektive nutzbar und schaffen eine gute Auswahl bei sehr moderaten Preisen.

Ferner können aufgrund des kurzen Auflagemaßes praktisch alle manuellen Mittelformat Objektive anderer Hersteller genutzt werden.

Es ist kein Problem, mit einem Adapter Hasselblad-V Objektive an einer Mamiya 645 zu nutzen!
Auch Pentacon SIX, Kiev 66, Kiev 88 Objektive usw. können adaptiert werden ... das ist also mein System und nix anderes!


Zurück zur Mamiya ZD, die ich neuverpackt (tatsächlich also unbenutzt) zu einem
sehr angemessenen Preis kaufen konnte.

Ganz oben im Karton liegt ein Zettel mit der Ankündigung, dass es nur eine Kurzanleitung auf Deutsch gibt und dass eine deutsche Bedienungsanleitung nach Fertigstellung nachgeliefert würde.

Tatsache war und bleibt, dass es nie eine deutsche Bedienungsanleitung geben sollte.
Auch das ist typisch Mittelformat ... auch bei Hasselblad geht auf Deutsch nicht wirklich viel. Fast alles muss auf Englisch gelesen und verstanden werden.
Kaum verwunderlich .... auch eine englischsprachige Anleitung war noch nicht verfügbar!! Bei Fragen solle man sich doch bitte an den Händler wenden, der "instruiert" sei ... nun .... zumindest eine englischsprachige Anleitung wurde noch fertig und kann im Netz geladen werden.
Ferner gibt es einen weiteren Zettel im Karton, der davor warnt, eine Sensorreinigung selber vorzunehmen und dass die Kamera dazu VORERST nach Japan müsse, bis die Händler "geschult" seien. .... schon der Hammer .... finde ich!

Zur Sensorreinigung der ZD (sehr sehr wichtig!) schreibe ich später!

Die ZD hat den typishen, riesigen und hellen Mittelformat Sucher.
manuelles Fokussieren ist kinderleicht ... auch bei kurzen Brennweiten ist der Fokus problemlos zu erkennen.
Das AF System funktioniert ausreichend schnell und supergenau. Es gibt nur einen einzigen zentralen AF Messpunkt, dessen Größe aber zumindest einstellbar ist ... mal ehrlich ... mehr braucht doch auch kein Mensch ... ich bin zufrieden.

Viel wichtiger ... das AF-Messystem funktioniert auch bei manuellem Glas, zeigt nicht nur den Fokus-Treffer mit einem Punkt an, sondern zeigt auch an, wie herum man drehen muss, um den Fokus zu treffen.

Alle Mamiya/Phase One Objektive haben Rechtsgewinde am Fokusring (will sagen, Du drehst in Blickrichtung gegen die Uhr nach UNEDLICH). Das ist genau meine Sache .... bei NIKON z.B. ist es leider andersherum, was mich kissellig macht ... ich kann's einfach so nicht, würde immer falschherum "denken".
Die SEKOR-C Objektive fokussieren also für mich "richtigherum" und die Pfeile im Sucher zeigen demnach richtig an, wierum gedreht werden muss.
Auch das gilt wieder nicht nur für die ZD-Kamera, sondern auch für das Back in Verbindung mit einer Mamiya oder Phase One Komponentenkamera.

Was stimmt denn jetzt wirklich und möglichst ehrlich in Sachen Mamiya ZD-SLR bzw. in Sachen Mamiya ZD Back?

Kurz zum Rückteil:

Das Rückteil ist IMHO nicht eine Kleinigkeit schlechter als die vergleichbaren Rückteile von Phase One (P25 ... später ersetzt durch P25+) oder das sensorgleiche LEAF Aptus 22.

Nun habe ich zum Vergleich kein eigenes Leaf-Pendent, gehe aber nach allem, was ich mir anlesen konnte davon aus, dass das Mamiya Back nicht weniger Bildqualität aus dem gleichen DALSA Bildsensor herausholt, solange man mit RAWs arbeitet und die wirklich schlechten JPGs ungenutzt lässt! Nochmal ... Leaf und Phase One Rückteile aus der Zeit produzieren keine JPGs ... nur RAWs.

Die Sache mit dem zu kleinen Monitor möchte ich mal relativieren. Zumindest liefert das kleine Mamiya Display ein helles, klares tageslichttaugliches Bild.
Das Leaf 22 Back ist bekannt dafür, dass man es bei Tageslicht abschatten muss, um überhaupt etwas erkennen zu können. Kaum besser ist es beim P25 von Phase One, das zwar ein großes Display hat, das aber ebenfalls bei tageslicht Probleme macht. Erst das P25+ Rückteil hat ein verbessertes und helleres Display.
Es stimmt auf gar keinen Fall, dass Mamiya ZD nur bei ISO 50 und ISO 100 gute Bildergebnisse ermöglicht:

Hier mal ISO 400 Beispiele:

Bild - 45.jpg

Bild - 46.jpg

Bild - 47.jpg

Bild - 49.jpg

Bild - 48.jpg

Die ZD ist keine HIGH ISO Kamera aber sie liefert bis zu ihren maximalen ISO 400 prima Bildergebnisse ab. ISO 400 ist bei kurzen Verschlusszeiten also gar kein Thema (alle Aufnahmen hier aus der Hand!) und ich sage, dass man ISO 800 auch noch gut "pushen" kann (Belikorrektur auf -1 und dann im RAW Converter hochsteuern)

Ganz klar: Mit modernen CMOS Kleinbild-Kameras und deren modernsten Rückbelichtungssensoren kann die ZD nicht im geringsten mithalten! Die Kamera ist ein Oldtimer, das muss berücksichtigt werden.
Dennoch! Mit meinem SEKOR 80mm f:1,9 kann ich damit auch nachts und ohne Stativ durch die Hamburger City ziehen und meine Bilder in den Kasten kriegen.

Die Bildqualität der Mamiya ZD ist ansonsten hochgradig brillant.

Bild - 51.jpg

Der große Sensor macht einfach einen sehr schönen Look.
Selbst mit einem starken Weitwinkel (hier das SEKOR 35mm/3,5) kann mit selektiver Schärfe freigestellt werden.

Mir wird auch deutlich, dass Megapixelzahlen nur noch sehr bedingt was über Auflösung aussagen, wenn die Objektive optisch längst ausgereizt sind.

Im Vergleich mit meiner Phase One DF + Phase One P45+ Rückteil (39Megapixel) kann ich der ZD nur komplimentieren, dass da nicht wirklich viel fehlt ... auch wenn so eine 645 Kamera natürlich auch mehr als 22 Megapixel auflösen kann.

Die enorme Pixelschärfe darf gefallen:

Bild - 52.jpg

Ich will versuchen, eine ehrliche Einschätzung der Mamiya ZD SLR (und gleichzeitig auch des ZD-Backs zu schreiben und ja ... es gibt auch Mängel:

Was mich stört, sind folgende Punkte:

- Die ZD ist auch heute noch (für mich) eine ausreichend schnelle Kamera, die in der Praxis überhaupt nicht auf sich warten lässt.
Auch wenn die Datenverarbeitung insgesamt im Vergleich mit Modernem viel zu langsam ist, merkt man das in der Praxis nicht, weil der interne Pufferspeicher ja "Luft" für bis zu 10 schnelle Aufnahmen schafft.
Wer (wie ich) mit einer SIGMA SD9, einer CANON 1Ds MK I und MK II glücklich war und ist, hat garantiert auch mit der ZD gute Laune, denn damals war's halt noch langsamer, als heute.

Wo ist denn der Maßstab? Wer damals vom 120er Rollfilm kam, hatte mit einem ZD-Rückteil oder mit der ZD-Kamera unglaubliche Flügel ... so gesehen ist 'ne ZD dann wieder der Turbo!

Was aber wirklich stört, ist die Tatsache, dass die ZD dann, wenn sie aus dem Pufferspeicher abspeichert keine Aufnahmedaten der letzten (aktuellen) Aufnahme anzeigen kann!!

Ich habe die Kamera so eingestellt, dass sie mir in der Bildnachschau immer auch die Lichtwertverteilung (Histogramm) anzeigt.
Selbiges checke ich immer nach jeder Digitalaufnahme.
Solange die ZD (das Back natütrlich auch!) aber mit dem Abspeichern zuvor gepufferter Aufnahmen beschäftigt ist, wird die aktuelle Aufnahme nicht angezeigt.

Auch diese Kritik gilt nur Alt gegen Neu .... eine EOS 1Ds MKII kann das nämlich auch nicht .... moderne Kameras können das!

Das zu kleine Display hatte ich schon relativiert .... für mich kein Thema ... komme ich gut mit zurecht!

SENSORREINIGUNG:

Und da gibt es Probleme, die bei sämtlichen Reviews im Netz nichtmal angesprochen werden, in diversen Forenbeiträgen aber zum Thema wurden!

Die Idee, den IR-CUT Filter auswechselbar zu konstruieren (gegen einen alternativen LOW-PASS Filter war im Nachhinein doch nicht sooo genial!

Insbesondere bei der ZD-Kamera kann sich durch den riesigen SLR-Spiegel
und dessen Luftzug tatsächlich Staub zwischen Sensor und Filter ansammeln und für Frust sorgen!

Schon nach 200 Aufnahmen hatte ich das "Vergnügen", dass eine Fluse den Mittelformat-Spaß deutlich trübte.

Eine Sensorreinigung ist bei der Mamiya ZD-SLR eine sehr aufwendige Geschichte!

Bevor der Sensor gereinigt werden kann, muss immer der jeweilige Filter aus der Kamera ausgebaut werden und selber gereinigt werden.

Erst dann kann der eigentliche Sensor gereinigt werden.
Dann kann man den IR-CUT Filter wieder einbauen und hoffen, dass alles clean wurde, was dann Testaufnahmen zeigen.
Zum Ausbau des Filters ist Spezialwerkzeug erforderlich, das mit der ZD mitgeliefert wurde und nicht fehlen darf!!! Ohne diesen Kram, wird eine gebrauchte Mamiya ZD zum Problem, weil man sie gar nicht reinigen kann!

Wer das nicht selber machen kann, hat ein ganz gewaltiges und nicht lösbares Problem!

Es gibt praktisch keine Firma mehr, die sich mit der alten Kamera noch auskennt, denn sie ist einfach zu selten!

Wer keine Ahnung hat, und nicht weiß, dass der Filter unbedingt ausgebaut werden muss, wird bei einer nicht fachgerechten Sensorreinigung den IR-Filter
zerstören! Vermutlich durch die Splitter sogar die ganze Kamera!

Mamiya warnte per beigelegtem Zettel davor, eine Sensorreinigung selber vorzunehmen und merkt an, dass die Kameras "vorerst" nur in Japan gereinigt werden sollen .... in 2007 wie gesagt!

Heute gibt es kein "Mamiya" mehr und Nachfolger Phase One kennt die Kamera gar nicht mehr.

Kurz: Du musst sie selber warten können, denn es gibt für eine Mamiya ZD-Sensorreinigung keinen Ansprechpartner mehr.

Ich müsste hier ein Buch schreiben!

Wenn irgendjemand eine ZD Kamera hat und diesen Faden hier ergoogelt, darf er/sie mich gerne anschreiben .... dann erkläre ich gerne (bebildert, denn anders geht es nicht), wie man die ZD sensorreinigt.

Ich hab das geschafft und die nächsten 800 Auslösungen ist sie tatsächlich auch sauber geblieben.

Gibt es weitere Kritikpunkte?

Ja!

Die ZD-Kamera und auch das ZD Back können maximal 30s lang belichten.

Längere Belichtungszeiten gehen nicht, weil der DALSA Sensor zum Hotpixeln neigt.
Da ist er dem KODAK-Konkurrenten von damals tatsächlich unterlegen.

LEAF (der andere erfolgreichere DALSA Partner) hatte deswegen in das LEAF APTUS 22 Back eine aktive Kühlung eingebaut, um den Sensor bei längeren Belichtungszeiten mit einem Gebläse zu kühlen.

Gerade dieses Gebläse macht aber dem Back zu schaffen, weil es Staub im Inneren des Backs ansammelt und regelmäßige Wartung (in Eigenregie nach meinen Informationen nicht möglich) erzwingt.

Ob das LEAF 22 länger als 30s belichten kann, kriege ich nicht heraus ... ich finde zu diesem Punkt leider keine Angaben.

Wer sich für extreme Langzeitbelichtungen mit erschwinglicher Mittelformat-Technik interessiert, kommt wohl an einem Phase One P45+ nicht vorbei, das bis zu einer Stunde (ohne aktive Kühlung!) durchbelichten kann.

Konnektivität:

Sowohl die Kamera, wie auch das ZD Back können theoretisch auch "tetehred" also am Kabel vom Rechner aus ausgelesen und sogar gesteuert werden.

Praktisch geht das nur dann, wenn noch ein WIN XP-Rechner mit einer alten Fire Wire Schnittstelle zur Verfügung steht.

Windows 7 oder WIN 10 Treiber wurden nicht mehr geliefert ... klar ... Phase ONE will NEUES verkaufen

Für mich spielt das gar keine Rolle, weil ich niemals eine Kamera am Kabel betreiben würde ... auch im Studio würde ich das nicht machen! Ich hätte viel zu viel Angst, dass mir da jemand über das Kabel stolpert und die sündhaft teuren Sachen so zu Boden gingen.

Nun könnte man ja einen alten Klapprechner mit XP und Fire Wire-Schnittstelle günstig organisieren .... dennoch .... ich rate ab!!

Alle digitalen und nicht digitalen Mamiya Kameras gelten als außerordentlich hochwertig verabeitet und grundsolide. Man liest bis heute nix von Mamiyas, die kaputt gegangen wären oder besondere Wartung erfordern würden.

Ich habe aber zwei Berichte in Foren gelesen, wo ZD-Backs gestorben waren, nachdem sie an einer Fire Wire Schnittstelle angeschlossen wurden!!!

NICHT MACHEN!
Die Kameradaten einfach über einen CARD READER auf den Rechner übertragen und gut!

RAW-Daten Verarbeitung:

Mamiya hatte "damals" einen eigenen RAW-Converter, der sich "Mamiya Digital Photo Studio" nannte und immer noch nennt.

Installiert man den auf WIN 7 oder WIN 10, wird er nur dann funktionieren, wenn man ihn im "XP-Kompatibilitätsmodus" startet ..... das stellt man ein, indem man die Startmnenue-Verknüpfung rechtsklickt und dann "Im XP SP2 Modus ausführen" anklickt.

Die letzte verfügbare Version ist 1.3.0. Diese Version lag bei meiner 645 AFD III und dem ZD Back bei .... die ZD-SLR kam mit einer 1.1.0 Version, was darauf schließen lässt, dass ich da eine frühe ZD Kamera habe.

Wenn diese Software fehlt, kann man sie im Netz herunterladen ... ggfls. helfe ich da gerne.

Leider ist dei alte Mamiya RAW Software nicht die beste Option, maximale Bildqualität aus den Mamiya RAW-Files zu gewinnen.

Es gibt zwei viel bessere Möglichkeiten:

Capture One und Affinity Photo!

Beides tut sich nix .... das sind beides sehr gute RAW-Möglichkeiten, das Beste aus der alten Kamera herauszuholen

Verrückt! Capture One geht sogar kostenlos!

Phase One liefert Capture One GRATIS für alle hauseigenen Digital Backs.

Das geht dann so, dass man sich die Software bei denen herunterlädt und einfach installiert. Man benötigt dann KEINEN Freischaltcode! Die Software ist dann im sog. DB-Mode (Digital Back-Mode).

Leider haben die Jungs aber keinen Vertrag mit den alten Mamiya Konkurrenzbemühungen mehr, so dass das ZD Back in der aktuellen Version NICHT ohne Freischaltcode unterstützt wird. Mit einer Lizenz natürlich schon, die ist aber sehr teuer!

Durch einen Zufall habe ich es dann mal mit einer älteren Version probiert, die mal bei einer Zeitschrift kostenlos mitgeliefert wurde.

Kurz: Capture One 5.2 hat einen Programmierfehler und unterstützt die Mamiya ZD und natürlich auch das ZD Back (selbe RAW Dateien natürlich) voll und ganz!

Also: Capture One 5.2 herunterladen und im kostenlosen DB-Mode für die Mamiya ZD-RAWs nutzen.

Das Ende der ZD-Geschichte:

Mamiya hat es bekanntermaßen nicht geschafft! Aus einer anfänglichen "Kooperation" mit Phase One wurde dann eine wohl feindliche Übernahme.

Wer sich einliest und versteht, wie sich die Dinge entwickelt haben, der weiß, dass Phase One bis jetzt kein einziges Objektiv selber entwickelt hat ... wie auch .... das sind Experten für Digitalrückteile. Die Kamerasparte haben sie nur übernommen.

Gucken wir mal die Modelle chronologisch an, die digitaltauglich (also rückteiltauglich) sind:

Mamiya 645 AFD
Mamiya 645 AFDII
Mamiya 645 AFD III (baugleich PHASE ONE 645 AF)
Mamiya 645 DF (baugleich PHASE ONE DF)
Mamiya 645 DF+ (baugleich PHASE ONE DF+)
Phase ONE XF

Über Jahre konnte sich der zahlungskräftige Kunde aussuchen, ob Mamiya oder Phase One auf der Kiste stehen sollte. Man wollte so die vielen Mamiya Enthusiasten schleichend übernehmen.
Erst mit der neuen XF stirbt der Name Mamiya endgültig aus.

Dass die XF komplett neu entwickelt ist, ist erkennbar. Fakt ist aber auch, dass kein einziges Objektiv wirklich neu ist! Das sind allesamt noch von Mamiya damals entwickelte Sachen. Erst stand Mamiya 'drauf, dann Phase One und dann Schneider Kreuznach.

Mit den Labeln vervielfachten sich auch die Kaufpreise ... das hat schon wirklich was.

Glück für den nicht ganz so zahlungskräftigen Hobbyisten ....
Phase One konnte nicht wie Hasselblad ein neues Bajonett durchsetzen, um so den Digitalphotographen zu zwingen, mal wieder alles neu zu kaufen .... man hatte schlicht nix im Regal und kein Geld, selber was zu entwickeln.
Mamiya hatte in der kritischen Phase keine einsatzfähigen Rückteile und Phase One keine Kameras und keine Objektive ... man musste kooperieren.

Nur, weil damals mit den Rückteilen der Reibach möglich war konnte Phase One Mamiya übernehmen und nicht umgekehrt.

Was wurde aus dem ZD-Projekt?

Die ZD Kamera wurde abverkauft und nicht mehr weiterentwickelt. Das ZD BACK bekam noch eine Überarbeitung und wurde dann "ZD Doublebuffer" gelabelt.
Der Pufferspeicher wurde verdoppelt, so dass dann 20 Aufnahmen gepuffert werden konnten. Ferner wurde der SD- Karten Controller modernisiert, so dass die Beschränkung auf nur 2GB bzw. Standard-SD-Karten entfiel.
Von dieser "Double Buffer" Rückteil Variante gibt es nur noch eine Handvoll .... meins ist ein "normales", das mir völlig ausreicht.

Die ZD-Kamera war VIELLEICHT veraltet aber sie war und ist ein sehr hochwertiger 645 Mittelformater, der immer noch einzige integrale mit großem Sensor.
Die 2004 angedachten 22.000,-€ ließen sich 2007 dann nicht mehr durchsetzen .... die ZD ging für etwa 17.000,-€ in den Verkauf und floppte, weil die wenigen Starphotographen, die solche Preise bezahlen konnten, ihr Zeugs schon bei den Mitbewerbern gekauft hatten.

So weit ich weiß, hatte man bei Mamiya auch versäumt, ein Leasing-Geschäft aufzubauen, wie Phase One und Leaf das damals schon hatten.

Auch das ZD-Rückteil musste weit unter Kosten verkauft werden.

Die Tatsache dass ich sowohl ein Mamiya 645 ZD-Back Kit, wie auch jetzt die Mamiya ZD-SLR nach all den Jahren neuverpackt kaufen konnte, zeigt ja, dass es Ladenhüter gab, die gar nicht verkauft werden konnten.

Macht es Sinn, Mittelformat Zeugs von damals heute noch zu kaufen und zu nutzen?

Die Antwort müsste eigentlich ein klares NEIN sein, denn der Kram ist auch nach all den Jahren noch ziemlich teuer.
Sinn macht es eigentlich keinen, für einen Enthusiasten macht es einfach ungeheuren Spaß, sich sowas wie digitales Mittelformat dann doch mal erlauben zu können, nachdem das jahrelang finanziell absurd zu teuer war.

Fakt ist, dass man die alte ZD nicht an mangelnder Bidqualität erkennen kann und dass das Photographieren damit keinerlei Einschränkungen (was mich betrifft) bedeutet.

Ein Wort noch zu den Rückteilen ....

Man muss wirklich viel wissen, wenn man in das digitale Mittelformat viel Geld investieren will. Eine ganz entscheidende Frage ist nämlich, welches gebrauchte Rückteil geht mit welcher Kamera .... teilweise müssen sogar Firmware-Versionen kompatibel sein.

Auch hier kann das Mamiya ZD Back das Ass aus dem Ärmel ziehen!

Das ZD Back ist in allen erdenklichen Firmware-Varianten mit diesen Kameras kompatibel:

Mamiya 645 AFD
Mamiya 645 AFDII
Mamiya 645 AFD III (baugleich PHASE ONE 645 AF)
Mamiya 645 DF (baugleich PHASE ONE DF)
Mamiya 645 DF+ (baugleich PHASE ONE DF+)

Ab der DF muss es lediglich im Kameramenue angemeldet werden.
Erst an der aktuellen XF geht es nicht mehr, weil die XF die aktuellen Rückteile ganz anders integriert und steuert .... da gehen auch die Nachfolgegenerationen
an Rückteilen nicht mehr, da muss man wirklich alles neu kaufen oder leasen.

Ich habe fertig!

Dass nur die wenigsten bis hierhin mitgelesen haben ist völlig in Ordnung!
Nur das zu schreiben, was möglichst viele interessiert ist zwar vernünftig, aber ich bin schon an anderen Stellen vernünftig genug!

Was ich hier wissentlich richtig und chronologisch/systematisch ausführe, habe ich mir mit Mühe und in vielen Stunden aus meist englischsprachigen Quellen angelesen und mit eigenen Erfahrungswerten angereichert.

Irgendwann wird das jemand lesen, der ähnlich enthusiastisch wie ich, sich genau für diese Sache interessieren wird .... naja .... und allen anderen hat es ja nicht geschadet. Ich denke da gerade an meinen noch viel abgedrehteren ADOX-Golf 63 Thread ... und BINGO .... da meldet sich jemand hier im Forum nur deswegen an!

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
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07.11.2019
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gewa13

gewa13

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Moin Klaus,

Hammer !!!

Das ist seit sehr sehr langer Zeit die spannendste Lektüre, die ich morgens zu meiner Kanne Ostfriesischen Sonntagstees gelesen habe ...

Vielen vielen Dank dafür !!!
 
Andi

Andi

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Hallo Klaus

Ich habe mir deinen Bericht und der darin enthaltenen Kamerageschichte gerne "angetan".

Ich bin auch durch diese Zeit der digitalen Anfänge gegangen. Für mich war es damals und auch heute nicht vorstellbar, solche Summen auszugeben. Mich reizt moderne und bezahlbare Technik mehr, als die zweifelsfrei tollen, alten Schätze. Ein historischer "Rundgang" war aber höchst interessant und hat Spaß gemacht- danke dafür.🙂

Vlt. hatte Mamiya nur zu wenige Liebhaber wie dich gehabt? 👍 😇

Ein Problem hast du aber nicht "belichtet". Wer repariert bei Bedarf so einen Klasiker, gibt es Ersatzteile, Akkus...?

LG
Andi
 

kris-kelvin

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Also ich habe es mit Spannung bis zum Schluß gelesen und warte mit Spannung auf weitere Fotos.
👏
Liegt es an Deiner Bearbeitung oder hat die Kamara diesen angenehmen Bildeindruck ?
 
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Harald

Harald

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Faszinierend, was du alles zusammengetragen und gut verständlich aufbereitet hast.
Ich kann deine Begeisterung für "alte" Fototechnik und digitale Exoten 100% nachvollziehen, bei mir sammelt sich auch einiges an. Mittelformat wird allerdings nicht dabei sein.
 
Der Bü...

Der Bü...

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Hej Klaus...

Vielen Dank für die Mühe, die du dir gemacht hast. Habe wieder etwas gelernt. Das war ja alles lange vor meiner Zeit und finde es technisch hochinteressant.

Eine Frage habe ich noch zu dem Bild mit dem weiblichen Puppenkopf. Die linke Seite der Haare sind unscharf, obwohl die Nasenspitze davor, Haare daneben und Haare dahinter scharf sind. Wie kommt das?

Gruß, der Bü...
 
Fotomaler68

Fotomaler68

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Hallo Klaus,
ich bewundere deinen Elan so einen aufwändigen spannenden Bericht über diese tolle Mittelformat-Kamera von der legenderen Firma Mamya zu schreiben!
Vor Jahren habe ich mir mal eine Analoge RB 67 geleistet die jede Mark wert war und die Digitale ZD kannte ich gar nicht!
Großartiger Bericht!

Grüße aus Hagen
Friedhelm
 
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Hallo zusammen,

vielen Dank für Euer Interesse und die Kommentare.

Hej Klaus...

Vielen Dank für die Mühe, die du dir gemacht hast. Habe wieder etwas gelernt. Das war ja alles lange vor meiner Zeit und finde es technisch hochinteressant.

Eine Frage habe ich noch zu dem Bild mit dem weiblichen Puppenkopf. Die linke Seite der Haare sind unscharf, obwohl die Nasenspitze davor, Haare daneben und Haare dahinter scharf sind. Wie kommt das?

Gruß, der Bü...
Hallo Bülent,

Die Aufnahmen sind mit dem Sekor 80mm/1,9 bei ISO 400 und Offenblende aufgenommen worden. Das ist das lichtstärkste aller verfügbaren Objektive für das Mamiya 645-System. Da ist einfach bei dieser Sensorgröße keinerlei Tiefenschärfe mehr da.

Also ich habe es mit Spannung bis zum Schluß gelesen und warte mit Spannung auf weitere Fotos.
👏
Liegt es an Deiner Bearbeitung oder hat die Kamara diesen angenehmen Bildeindruck ?
Das Mamiya ZD-Back wurde gerne für die Portraitphotographie eingesetzt, weil es (ganz ähnlich wie das sensoregleiche LEAF APTUS 22 Rückteil) für einen ganz leicht "pastelligen" Look bekannt war.
Die Rückteile mit KODAK CCDs kommen etwas "knackiger" aber dafür auch eine Idee "undifferenzierter" in den Farben. Das kann ich zumindest für mein P45+ Back auch so bestätigen. Das sind aber Nuancen, die nur im direkten Vergleich auffallen.
Die Bilder sind schon bearbeitet ... aber sehr dezent. Das Bearbeitungspotential aus den RAWs heraus ist schon phantastisch.🙂

Zu den Akkus und den Fragen von Andreas schreibe ich auch noch ... habe das mit den Akkus wirklich vergessen .... muss jetzt nochmal los ...

Grüße

Klaus
 
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Hallo Klaus

(...)

Ein Problem hast du aber nicht "belichtet". Wer repariert bei Bedarf so einen Klasiker, gibt es Ersatzteile, Akkus...?

LG
Andi
Hallo Andreas,

wie oben schon ganz kurz angedeutet gibt es für die Mamiya DIGI-Alleingänge keinen wirklichen Ansprechpartner mehr

Die Mamiya Seite existiert zwar noch .......

Mamiya Cameravertrieb und Service für Deutschland GmbH - Home

wird aber seit vielen Jahren nicht mehr gepflegt. Ob da noch jemand zu erreichen ist, käme auf einen Versuch an ... ich hab' aber noch keinen Service benötigt.

Auch jetzt muss ich kurz ausholen:

Mittelformat Klamotten waren (UND SIND) so sauteuer, dass die Profiphotographen damit viel Geld verdienen MÜSSEN ... ansonsten sind solche Summen ja nicht zu rechtfertigen!

Nicht auszudenken, wenn so eine Kamera dann ausfällt und ein Shooting unmöglich macht bzw. verzögert, denn die Kosten laufen natürlich weiter!

Aus diesem Grund haben die Mädels und Jungs, die sowas beruflich einsetzen sog. Serviceverträge mit den bekannten Herstellern. Wenn dann eine Kamera ausfällt, wird beispielsweise von Phse One oder Hasselblad Ersatzhardware gestellt und notfalls "eingeflogen", damit nicht auf eine Reparatur gewartet werden muss, was für den Betroffenen ja ruinös enden würde.

Genau diese alten Reservekameras, die die Hersteller dann doch irgendwann zu Geld machen sind das, worauf ich lange warte und aus dieser Ecke kommt mit einieger Sicherheit auch meine neuverpackte ZD-SLR, die jahrelang vergeblich auf ihren Notfalleinsatz gewartet hat.

Solche Serviceverträge laufen im Mittelformat Genre etwa 7 - 10 Jahre, bis das Produkt dann eben aus dem Service komplett herausgenommen wird. Die Hardware ist dann komplett abgeschrieben und spielt keine wirtschaftliche Rolle mehr.

Genau das ist der Moment, wo die Preise vom "Unermesslichen" ins "Bezahlbare" fallen und evtl. auch für Liebhaber (wie mich) in den Bereich des Möglichen rutschen.

Hardware, die aus dem Service raus ist, rutscht dann eben auf teilweise weniger als 10% des ehemaligen Neupreises.

Ein Reparaturanspruch besteht dann natürlich nicht mehr und ich denke, es gibt auch keinen ... die Hersteller wollen (müssen) Kohle machen und das geht nicht mit altem Zeugs.

Wer sich also Mittelformat Sachen gebraucht kauft, muss mit dem Totalverlust im Schadensfall rechnen!

Das Risiko ist aber sehr kalkulierbar!

Die Klamotten sind extrem belastbar und hochwertig gebaut. Elektronik und Mechanik sind für 100.000ende von Auslösungen gemacht, damit eben im harten Profi-Einsatz möglichst gar nix ausfällt und dem Hersteller über die Serviceverträge finanziell schaden kann.

Ich sage mal VORSICHTIG, dass noch keine Mamiya ZD ausgefallen ist, denn ich habe wirklich JEDEN verfügbaren Forenbericht zu meinen Sachen auch gelesen!

Es hat ja nicht zufällig fast drei Jahre gebraucht, bis Mamiya sich sicher war, dass man die Kamera dann endlich ausliefern konnte.

Es ist für fast alle Kameras so, dass es schwierig wird, nach mehr als 5 Jahren eine ausgelaufene Digitalkamera noch repariert zu bekommen..... jedenfalls beim Hersteller. Fremdfirmen reparieren teilweise noch mit gebrauchten Teilen. Für Mamiya Produkte müsste ich mich da gegebenfalls informieren ... gebrauchter Ersatz wird fast immer günstiger sein.

Zu den Akkus mache ich (der Übersicht wegen) einen neuen Post auf!

Grüße

Klaus
 
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Hallo Klaus

(...)

Ein Problem hast du aber nicht "belichtet". Wer repariert bei Bedarf so einen Klasiker, gibt es Ersatzteile, Akkus...?

LG
Andi
Dann belichte ich hier auch noch das Akku-Problem, das erfreulicherweise keines ist! 🙂

Bei meiner ZD-Kamera sind zwei "neue" "Mamiya" Akkus dabei.
Interessant, dass die nach all den Jahren völlig neuwertig funktionieren!

Trotzdem muss das Akku Problem natürlich "geklärt" sein und natürlich hatte ich das zuvor auch gecheckt!

Originalakkus (auch für das ZD Back) sind noch vereinzelt zu horrenden Preisen im Handel, aber nicht mehr mit Sicherheit zu bekommen.

Erfreulicherweise hatte Mamiya aber damals keine eigenen Akkutypen entwickelt, sondern sich im Bereich der Standardtypen bedient und nur "umgelabelt".

Für die ZD-Kamera sind die folgenden Akkubezeichnungen exakt kompatibel:

-CS-SVD250MC
-Hitachi VM BLP13 / Hitachi VM BLP13A
-JVC BN-V814

Erfreulicherweise sind das Akkus, die in diversen Videokameras Verwendung fanden/finden, die in großen Stückzahlen unterwegs waren/sind, so dass die Akku-Versorgung für Kamera und Back gesichert ist!

Für das ZD-Back sind folgende Akku-Typen kompatibel:

Minolta NP-400
SIGMA BP-21
Pentax D-Li50

Das ist also der selbe Akku, der auch in einer SIGMA SD 14/15/ SD1 passt

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
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Hallo Klaus,
(...)
Vor Jahren habe ich mir mal eine Analoge RB 67 geleistet die jede Mark wert war und die Digitale ZD kannte ich gar nicht!
Großartiger Bericht!

Grüße aus Hagen
Friedhelm
Hallo Friedhelm,

Mamiya hatte über Jahre neben dem (zu Filmzeiten sehr erfolgreichen) 645er System auch das größere 67-System am Start.

Deine "analoge RB67" kann heute mit einem Adapter auch mit allen Mamiya 645 kompatibelen Rückteilen
verwendet werden. Natürlich gibt es keine 6x7cm Rückteile (den Traum träumen viele), so dass man mit einem starken CROP leben muss. Es gibt Schablonen mit Croplines, so dass man (auch im Schachtsucher) den genauen Bildausshnitt erkennen kann.

Hier ein Enthusiast für die RZ67 ... das funktioniert aber mit der RB67 genau so:


Ich bin da dezidiert anderer Meinung! Warum ein 645 Back an einer Film 67 verwenden?

Im Grunde braucht ein DIGI-Rückteil ja nur eine einzige Information, um mit jeder kompatibelen Film-Kamera zu arbeiten und das ist "VERSCHLUSSVORHANG 1 AUF".

Diese Info ist IMMER über ein Blitzsynchronkabel zu beziehen, das dann mit dem Back verbunden werden muss.

Komfortabel ist aber ANDERS! Ich würde immer dazu raten, eine 645er Lösung zu finden, die das Rückteil möglichst gut unterstützt ... das ist nicht wirklich teurer und viel sinnvoller!

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
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Die RB 67 habe ich nicht mehr,es war ein schwerer Brocken - Heute wäre sie mir zu schwer.
Eine Berufsfotografin deren RB 67 defekt war hatte über meinen Fotohändler dringend danach gesucht und ich konnte sie fast Verlustfrei verkaufen!
Eine Mamya 645 habe ich noch,aber die funktioniert leider nicht mehr.

Digitale Rückwände sind meiner Meinung nach viel zu teuer für einen Amateur und für mich sowiso.
Aber die Technik interessiert mich natürlich sehr!

Gruß

Friedhelm
 
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Janni Sonstige Kamerasysteme 8