Makroschlitten als Panokopf

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  • Makroschlitten als Panokopf Beitrag #1
Steffen1207
Steffen1207
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8.722
Moin Leute,

seit Freitag bin ich im Besitz eines stabilen, feinfühlig verstellbaren Makroschlittens. Dieser mußte direkt mal zweckentfremdet verwendet werden. ;)

Mit einer Einschränkung läßt sich so ein Makroschlitten gut als Panokopf verwenden. Schließlich gibt er uns, genau wie ein "richtiger" Panokopf, die Möglichkeit, den richtigen Drehpunkt des Objektives (Eintrittspupille) über die Drehachse des Statives zu stellen. :daumen:

Zur Einschränkung: Mit dieser Montierung ist man natürlich an das für Panoramen relativ unbequeme Querformat gebunden! Um eine brauchbare Bildhöhe zu erzielen, muß man also mehrreihige Panos aufnehmen, was natürlich mit einem gewissen Maß an Mehrarbeit verbunden ist. Es sind im vergleich zum Hochformat natürlich mehr Einzelaufnahmen erforderlich, die natürlich auch entwickelt werden wollen. ;)

Trotzdem halte ich diese Methode für geeignet, im Gegensatz zu Freihandpanos passieren beim Zusammenfügen keine Stitchingfehler.

Hier mal ein erster Versuch von heute, zu sehen ist das Kastell Holten in Oberhausen. Das Pano besteht aus 2 Reihen zu jeweils 3 Einzelbildern, zusammengeklebt mit dem neuen MS-ICE.
Man hätte die Einzelbilder auch mit nem anderen Algorithmus verrechnen lassen können, dann würde das Bauwerk im fertigen Pano plan erscheinen. Mir gefällt das aber so mit den starken Verzeichnungen. :p





comp__DSC2132_stitch+.jpg
 
  • Makroschlitten als Panokopf Beitrag #2
Scheint ja gut zu funktionieren mit dem neuen "alten" Makroschlitten :D :daumen:

Irgendwie kam mir das Motiv/Gebäude bekannt vor :


Das neue Pano gefällt mir sogar etwas besser :)
Mit dieser krummen Darstellung isses eben Geschmackssache, jeder wie er möchte ;)
Anhand des Bodenpflasters kann man aber erkennen das das Bild seitlich 180° abdeckt, tolle Leistung :klatschen:

Wenn man im Querformat ungefähr mit 16mm (am Kleinbildformat) arbeitet braucht man nicht unbedingt
2 Reihen ablichten, da reicht manchmal auch eine Reihe an Bildern, kommt immer darauf an wie nah man
dem Motiv/Gebäude ist ;)










Gruss
JAN
 
  • Makroschlitten als Panokopf Beitrag #3
Moin Leute,

Zur Einschränkung: Mit dieser Montierung ist man natürlich an das für Panoramen relativ unbequeme Querformat gebunden! Um eine brauchbare Bildhöhe zu erzielen, muß man also mehrreihige Panos aufnehmen, was natürlich mit einem gewissen Maß an Mehrarbeit verbunden ist. Es sind im vergleich zum Hochformat natürlich mehr Einzelaufnahmen erforderlich, die natürlich auch entwickelt werden wollen. ;)


Anhang anzeigen 98902


Das Problem kann man doch eventuell mit einem L-winkel für Hochformataufnahmen ausgleichen oder liege ich da falsch.:)
 
  • Makroschlitten als Panokopf Beitrag #4
Das Problem kann man doch eventuell mit einem L-winkel für Hochformataufnahmen ausgleichen oder liege ich da falsch.:)

Gute Idee! :daumen: Wenn der Winkel sich so verstellen läßt, daß die optische Achse mittig über dem Drehpunkt des Stativkopfes landet, dann sollte das gehen.



@Jan: Ich habe mit 10mm an APS-C aufgenommen, also entsprechend 15mm an KB-Format, war aber tatsächlich sehr nah am Gebäude dran. ;) Aber solange sich Bilder aus mehreren Reihen anstandslos verwursten lassen, ist ja alles kein Problem. :D
 
  • Makroschlitten als Panokopf Beitrag #5
Hallo Steffen!

Gelungen! :daumen:
Eine Verständnisfrage: Dass es mit einem Makroschlitten ohne weiteres
möglich ist, die Kamera so zu positionieren, dass bei einem reinen
Horizontalschwenk ein parallaxenfreier Drehpunkt gewährleistet ist,
leuchtet mir sofort ein.
Aber wie hast Du das vertikale Verkippen für die "zweite Reihe" hingekriegt? :confused:

Schönen Sonntag Dir
vom Waldschrat :)




_
 
  • Makroschlitten als Panokopf Beitrag #6
Moin Waldschrat,
wenn für die horizontale Schwenks ein parallaxenfreier Drehpunkt gefunden ist, trifft das auch für vertikale Schwenks zu. Zumindest bei meinem Stativkopf (804RC2 von Manfrotto) kreuzt die vertikale Drehachse die horizontale exakt. Die Drehung erfolgt also horizontal wie vertikal quasi um den gleichen Punkt. ;)
 
  • Makroschlitten als Panokopf Beitrag #7
Ähm, das versteh ich jetzt nicht. Die horizontale und vertikale Drehachse sind aber doch unterhalb der Kamera. Also wird die Kamera beim nach oben/unten Schwenken aus der senkrechten Achse rausbewegt. Sonst bräuchte man ja keinen Nodaldingenskirchen...
Aber ich denke, durch den Makroschlitten fällt der Versatz in der anderen Achse nicht mehr so ins Gewicht :D

Nichts desto trotz ist das Pano echt klasse geworden! :D:D

Es gibt übrigens schon für sehr kleines Geld die L-Winkel. So ab paar-und-Zwanzig Euro :D
 
  • Makroschlitten als Panokopf Beitrag #8
...Also wird die Kamera beim nach oben/unten Schwenken aus der senkrechten Achse rausbewegt. Sonst bräuchte man ja keinen Nodaldingenskirchen...

Auch wieder richtig...:ups:

Aber wie auch immer, der erste Versuch hat jedenfalls geklappt. Weitere folgen natürlich. ;)
 
  • Makroschlitten als Panokopf Beitrag #9
Hier das Bild noch einmal in einer anderen Projektion. Für Freunde geradliniger Gebäude. ;)






comp__DSC2132_stitch1+.jpg
 
  • Makroschlitten als Panokopf Beitrag #10
He - wieso isn das Auto so komisch verzerrt :eek::)
Klasse! Jetzt bist du in 'meiner' Welt angekommen :D:D
Genau mein Ding. Und wenn man sieht, daß es verzerrt ist, dann merkt auch jeder, daß das Absicht war!
 
  • Makroschlitten als Panokopf Beitrag #11
Hallo Steffen,

danke für den ausführlichen Bericht.:daumen:

So ein Makroschlitten ist zweifelsfrei in der Lage, eine exakte Nodalpunktlage hinsichtlich der vertikalen Achse hinzubekommen. Ich schleppe einen solchen Adapter noch nichtmal mit sondern mache Ähnliches (so überhaupt erforderlich) mit einer ganz schlichten Langloch-Blitzschiene.

Ganz streng genommen muss die Kamera aber auch beim Drehen um die Querachse (also beim Kippen nach oben) exakt um den Nodalpunkt geschwenkt werden. Erfahrungsgemäß ist der Fehler aber dann gering und vernachlässigbar, wenn das Motiv keine kameranahen Objekte enthält, die sich dann nämlich verschieben würden. Insofern ist der oben geäußerte Einwand natürlich richtig. Wer mehrreihige Innenaufnahmen qua Panotechnik perfekt ablichten möchte, kommt ohne echten Nodalpunktadapter nicht wirklich aus.

Für sehr viele Landschafts- und auch die allermeisten Architekturaufnahmen (ohne kameranahe Objekte) darf man aber guten Gewissens ohne ganz exakten Nodalpunkt arbeiten ... es macht keinen wirklichen Unterschied, wenn mich jemand fragt. Beim Aufnehmen aus der Hand sollte man sich bewusst machen, dass der Nodalpunkt irgendwo zwischen Frontlinse der Optik und dem Bildsensor liegt. Die Kamera sollte also (UNGEFÄHR) um einen Punkt geschwenkt werden, der zumindet innerhalb der Kamera liegt.;)

Du siehst ... ich bin da auch ziemlich cool mit .... klar, dass das die waschechten Pano-Freaks natürlich viel genauer handhaben. Gepfuscht werden muss aber immer (das macht die Software dann), weil zumindest die geometrischen Fehler der Aufnahmeoptik bleiben und ausgeglichen werden müssen (Anisometrie praktisch aller Weitwinkel Objektive ... das sog. "Ziehen" zum Rand hin z.B. und natürlich auch die evtl vorhandenen Verzeichnungsfehler "Tonne/Kissen" praktisch aller Zooms).

Grüße und viel Spaß dabei

Klaus
 
  • Makroschlitten als Panokopf Beitrag #12
Wenn ich so wie von Steffen beschrieben mit den Makroschlitten an der Dampflok anfange komm ich keinen Schritt weiter.
Das Ganze verwirrt mich eher als das ich damit was anfangen könnte.
Und die Panos von Steffen gefallen mir leider nun gar nicht.
Das sieht wenn man genau hinschaut bei dem Ausgerichteten nicht sauber aus.

So kann ich mich auch Frei Hand vor die Dampflok stellen.:psst:

Panolehrlinggrüße aus LE
 
  • Makroschlitten als Panokopf Beitrag #13
Die Panos, die Steffen oben zeigt, sind IMHO fehlerfrei gestitched.
Das genaue "Ausrichten" muss eigentlich immer am PC gemacht werden.
Es wird immer sehr schwierig bleiben, einen Kamerastandpunkt zu finden, der exakt auf der geometrischen Mittenachse z.B. einer Architektur liegt.
Die Feinarbeit geht sehr gut mit z.B. Photoshop oder einer anderen EBV, die über die notwendigen Transformations-Tools verfügt.

Das perfekte Ausrichten zumindest der Hochachse hinsichtlich der Nodallage der Kamera ist zweifelsfrei möglich. Einreihige Panoramen lassen sich so absolut fehlerfrei aufnehmen.
Mehrreihige Panoramen (wenn mich einer fragt) immerhin hinreichend genau, wenn keine sehr kameranahen Objekte im Motivbereich liegen.

Grüße

Klaus
 
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