Anmerkungen zur bunten Meile in Plagwitz
Nach dem ich mehrere Nächte dort flaniert habe und diese Straße/Viertel auch schon seit Jahren etwas intensiver kenne erlaube ich mir mal einige persönliche Randbemerkungen.
Heute bei Tageslicht sah der Straßenzug zwischen Felsenkeller und Kaiserbad, ca. 600m, trostlos aus.
Der linken Straßenseite folgend stehen einer Unmenge von gastronomischer Einrichtungen gerade mal ein Seniorenklub, ein Modegeschäft, ein Optiker, ein Buchladen, ein Inteneur, zwei Bioläden, eine Spielbar, dass Cineding und ein Heilpraktiker gegenüber.
Viele gastronomischen Einrichtungen sind Fastfoot aisiatischer Herkunft.
Ein italienischer Spezialhändler und wohl ein irischer Burger Spezialist.
Diese gastronomische Präsenz ist erdrückend, da es auf der gegenüberliegenden Straßenseite nicht viel besser bestellt ist.
An Touristen, Studenten, Künstler und anderen menschlichen Couleurs hat das Viertel kein Mangel.
Der ursprüngliche urbane Arbeiterviertel Geruch ist raus und man merkt das diese "hippe" Geldschicht sich breitmacht und schon die "Alten Pioniere" rausgekantet haben.
Underground ist in eine Seitenstraße umgesiedelt, der russische Buchhändler gegenüber ist raus dafür ist da jetzt eine noble Klamottenbude für Frauen drinn.
Der sonnige Kerl mit seinen Fahrradladen ist auch weg,
Für mich ist bei Licht betrachtet so eine Sauf und Futtermeile keine Kultur.
Touristen werden es anders sehen und sich an der Vielfalt erfreuen.
Schaut man in die Seitenstraßen wo alles schon saniert ist kann man ahnen das hier bald keiner mehr preiswert wohnen und Party machen kann.
Möglich das alles anders und viel besser kommt, dies wünsche ich mir, aber wenn ich sehe was da so nach und nach "reingekommen" ist erinnert mich dies stark an ein anderes Viertel.
Dies ist meine aktuelle Meinung, diese muss nicht für bahre Münze genommen werden und sollte auch nicht all zu Ernst genommen werden.