Früher oder später kommt jeder ambitionierte Hobbyknipser mal an die Schwelle der Belichtungsreihen und HDR´s und fängt
an sich damit auseinanderzusetzen und zu experimentieren......das ist in meinen Augen immer ein gutes Zeichen :daumen:
....das man eine Belichtungsreihe auch aus einer einzigen Aufnahme machen kann. Klar leuchtet ein und ist logisch.
Wenn man unbedingt ein Tonemapping aus einem Bild machen möchte dann ist es auf jeden Fall ratsam es aus einer RAW-
Datei anzufertigen, die hat immer mehr Dynamik-Reserven als eine JPG-Datei

Dann sollte man es beim Tonemapping nicht mit den Reglern übertreiben wenn man nur eine Belichtung zur Verfügung hat,
sonst werden aus den dunklen Bildbereichen schnell mal leicht rauschige Bereiche und aus den sehr hellen Bereichen weisse
kahle Stellen ohne Strukturen
Fazit : Man kann aus einer RAW-Datei bis zu einem gewissen Punkt mehr an Dynamik herausholen, das geht aber eigentlich
im RAW-Konverter noch am besten wenn man dort mit den Tiefen- und Lichter-Regler experimentiert, wenn man es unbedingt
durch eine Tonemapping-Software jagen möchte sollte man sehr dezente Reglerarbeit anwenden weil eine einzelne Belichtung
niemals so viel Dynamikreserven hat als eine ganze Belichtungsreihe
(sonst gehts in die Hose)
Ist diese aber auch so gut wie wenn ich diese vor Ort mit dem Stativ mache?
Ob man eine einzelne Belichtung mit einem Stativ macht oder nicht ist ja der HDR-Software völlich wurscht
Du meinst sicherlich ob man ein Einzelbild mit der Software verwurstet oder eine Belichtungsreihe die mit dem Stativ gemacht
wurde ?!?!
Eine korrekte und komplette Belichtungsreihe ist immer besser als ein Einzelbild.....logisch.....die "Reihe" deckt ja schon mehr
Dynamik und Helligkeitsstufen ab als man selber mit blossem Auge sehen kann

Das Stativ verwendet man hauptsächlich um deckungsgleiche Aufnahmen zu erhalten, so hat es die HDR-Software nicht so
schwer die Bilder übereinanderzulegen

Hat die Kamera eine recht schnelle Bilderfolge
(z.B. 6 Bilder/Sekunde) kann man auch eine Belichtungsreihe ohne Stativ hin-
bekommen
(natürlich nur wenn die längste Belichtung der Reihe auch im "Nicht-Freihand-Verwacklungs-Bereich" liegt)
Und macht es Sinn Nachts Belichtungsreihen zu machen
Kann man pauschal nicht sagen da es immer auf die Lichtstuation ankommt !
In der Regel benötigt man Nachts eher weniger eine Belichtungsreihe als am Tage, die Helligkeits- oder Lichtunterschiede sind
Nachts eben nicht so extrem oder dynamisch

Wenn überhaupt reichen dann meistens schon 2 Belichtungen
(Unterschied von ±2 AEB) aus um den kompletten Dynamikumfang
einer Nacht-Szene einzufangen

Hat man allerdings grosse beleuchtete Flächen bei der Nachtaufnahme siehts wieder etwas anders aus und das ist dann auch
"nicht die Regel" 
Man sollte sich also Nachts nicht von hellen Spitzlichtern in Lampen und Strahlern in die Irre führen lassen, die sollten nämlich
bei einem Tonemapping auch noch als helle Spitzlichter zu sehen sein und nicht als kontrastarme schwachleuchtende Teekerzen
Hoffe hiermit ein wenig Erleuchtung in Deinen Fragen bekommen zu haben
Zu Deine Bildern :
Wenn ich Bild 39 und 40 so sehe brauchst Du bald unbedingt weniger Brennweite

Die Aufnahmen sind noch so typisch mit der Kamera "nach oben gekippt" und sollte
(nicht muss) vermieden werden

Bild 41 find ich klasse und bei Bild 42 ist zu viel erkennbares Gewusel im Hintergrund, das müsste man mit viel offenerer Blende
unschärfer
(freigestellter) hinbekommen
Gruss
JAN
