LAB BOX .... Photo Filme komplett bei Tageslicht entwickeln!

Klaus-R

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Hallo zusammen,

seitdem ich mich ja nach zwei Jahrzehnten doch wieder für die Silberhalogenid-Photographie interessiere kriege ich natürlich auch wieder vieles mit, was ich ansonsten natürlich übersehen hätte.

Die LAB-BOX ist eine vielleicht interessante Neuentwicklung!
Dazu muss ich ganz klar sagen, dass ich Filme auch ohne LAB-BOX bei Tageslicht entwickele ... das ging immer schon!
Was das Gerätchen jetzt aber verzichtbar macht, dass ist der sog. Dunkelsack (oder Wechselsack), den der Hobbylaborant benötigt, um die Filme ohne Lichteinwirkung auf eine Entwicklungsspule zu fädeln. Sobald der Entwicklungstank (die Entwicklungsdose) dann beschickt ist, geht sowieso alles bei Tageslicht.

Super! Das geht mit 135er KB-Filmen ebenso, wie mit Typ-120 Mittelformat-Rollfilmen.

Das Einfädeln des Filmes auf die Spule ist das eigentliche Problemchen, weil das einiges Geschick erfordert (muss ja im Dunkelsack oder bei totaler Dunkelheit im Labor ohne Blickkontakt nur mit Haptik erledigt werden.)

Hier die klassische Methode mit Dunkelsack und Kippentwicklung:


Und hier die neue LAB BOX

«Lab-Box» – die neue Multiformat-Tageslicht-Entwicklungsdose - fotointern.ch – Tagesaktuelle Fotonews

Dass das wohl wirklich funktioniert, wird hier einmal für SW-entwicklung gezeigt:


.... und auch für den neuen DIGIBASE C41 Farb-Negativ Prozess:


Für Interessierte möchte ich DRINGEND empfehlen, auch bei der LAB-Box NICHT ohne Vorwässern und Zwischenwässern mit Prozesstemperietem
Leitungswasser zu verzichten. Natürlich ist das bei der Erstentwicklung egal ... alle weiteren Filme aber würden dann in verpanschter Photochemie entwickelt.
Insbesondere dann verpanschter Fixierer bedroht die Langzeitfestigkeit der Negative.
Ferner fehlt hier ganz klar die Endwässerung und das Stabilisierbad, ohne das die Freude ebenfalls geschmälert würde.

Für den Digibase C41 Prozess empfehle ich unbedingt die LOW-TEMP 20 Grad Raumtemperatur Entwicklung!! Dafür ist der Digibase Prozess ja gemacht und
das funktioniert klasse. Warum hier mit den schwierig zu haltenden 39 Grad gearbeitet wird, erschließt sich mir nicht?? Diese hohe Temperatur ist sowieso
mit diesen einfachen Mitteln nicht zu halten ..... genauer wird's IMHO bei 20 oder 25 Grad und den dazu vorgegebenen Prozesszeiten.

Leider sind noch keine Preise raus! Wann das Teil lieferbar sein wird, ist noch nicht bekannt. Ich befürchte auch, dass der Kaufpreis weit über einer klassischen Entwicklungsdose liegen wird!

Ob ich mir sowas kaufe, hängt stark vom Preis ab! Ich komme eigentlich sehr gut mit der Dunkelsack-Nutzung zurecht.

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
Zuletzt bearbeitet:
27.03.2019
#1

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Guest

Schau mal hier: LAB BOX .... Photo Filme komplett bei Tageslicht entwickeln! . Dort wird jeder fündig!

Gast11156

Guest
Hallo zusammen,

seitdem ich mich ja nach zwei Jahrzehnten doch wieder für die Silberhalogenid-Photographie interessiere kriege ich natürlich auch wieder vieles mit, was ich ansonsten natürlich übersehen hätte.

Die LAB-BOX ist eine vielleicht interessante Neuentwicklung!
Dazu muss ich ganz klar sagen, dass ich Filme auch ohne LAB-BOX bei Tageslicht entwickele ... das ging immer schon!
Was das Gerätchen jetzt aber verzichtbar macht, dass ist der sog. Dunkelsack (oder Wechselsack), den der Hobbylaborant benötigt, um die Filme ohne Lichteinwirkung auf eine Entwicklungsspule zu fädeln. Sobald der Entwicklungstank (die Entwicklungsdose) dann beschickt ist, geht sowieso alles bei Tageslicht.

Super! Das geht mit 135er KB-Filmen ebenso, wie mit Typ-120 Mittelformat-Rollfilmen.

Das Einfädeln des Filmes auf die Spule ist das eigentliche Problemchen, weil das einiges Geschick erfordert (muss ja im Dunkelsack oder bei totaler Dunkelheit im Labor ohne Blickkontakt nur mit Haptik erledigt werden.)

Hier die klassische Methode mit Dunkelsack und Kippentwicklung:


Und hier die neue LAB BOX

«Lab-Box» – die neue Multiformat-Tageslicht-Entwicklungsdose - fotointern.ch – Tagesaktuelle Fotonews

Dass das wohl wirklich funktioniert, wird hier einmal für SW-entwicklung gezeigt:


.... und auch für den neuen DIGIBASE C41 Farb-Negativ Prozess:


Für Interessierte möchte ich DRINGEND empfehlen, auch bei der LAB-Box NICHT ohne Vorwässern und Zwischenwässern mit Prozesstemperietem
Leitungswasser zu verzichten. Natürlich ist das bei der Erstentwicklung egal ... alle weiteren Filme aber würden dann in verpanschter Photochemie entwickelt.
Insbesondere dann verpanschter Fixierer bedroht die Langzeitfestigkeit der Negative.
Ferner fehlt hier ganz klar die Endwässerung und das Stabilisierbad, ohne das die Freude ebenfalls geschmälert würde.

Für den Digibase C41 Prozess empfehle ich unbedingt die LOW-TEMP 20 Grad Raumtemperatur Entwicklung!! Dafür ist der Digibase Prozess ja gemacht und
das funktioniert klasse. Warum hier mit den schwierig zu haltenden 39 Grad gearbeitet wird, erschließt sich mir nicht?? Diese hohe Temperatur ist sowieso
mit diesen einfachen Mitteln nicht zu halten ..... genauer wird's IMHO bei 20 oder 25 Grad und den dazu vorgegebenen Prozesszeiten.

Leider sind noch keine Preise raus! Wann das Teil lieferbar sein wird, ist noch nicht bekannt. Ich befürchte auch, dass der Kaufpreis weit über
einer klassischen Entwicklungsdose liegen wird!

Ob ich mir sowas kaufe, hängt stark vom Preis ab! Ich komme eigentlich sehr gut mit der Dunkelsack-Nutzung zurecht.

Grüße und schöne Photos

Klaus
.... interessante Info! vielen Dank fürs zeigen.

Gut Licht und vg-:)
 

Harald

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130€ bei Ars Imago im Shop für beide Filmgrößen.
Knackpunkt ist, das Filmende aus der Spule heraus zu fischen, oder eine Kamera zu haben , die es nicht aufspult.
 
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Hallo und danke für das Interesse.😊

Hmmm ..... also der nasse Film ist ja sehr weich und verformbar. Man kann das Filmende ja einfach
greifen und dann den ganzen Film aus der Spule herausziehen ... geht bei normalen Spulen auch so, auch ohne die Spulen auseinander zu klipsen.

Das letzte habe ich nicht verstanden? Was bedeutet " (...) Kamera, die es nicht aufspult"?

130€ bei Ars Imago im Shop für beide Filmgrößen.
Knackpunkt ist, das Filmende aus der Spule heraus zu fischen, oder eine Kamera zu haben , die es nicht aufspult.
Danke für die Preise .......

Hab' den Link jetzt auch gefunden:

ars-imago international s.r.l. - Lab-Box shop


Grüße

Klaus
 
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Haltstopp!! Nachdenken hilft! Jetzt verstehe ich, was Du meinst!
Du meinst sicherlich, "Den Film aus der Herstellerpatrone herausfischen?"😊😊

Ich habe früher immer darauf geachtet, die 135er Filme nie ganz zurückzuspulen, sondern sie immer noch aus der Patrone herausgucken zu lassen! Schon belichtete Kleinbildfilme machst Du dadurch kenntlich, dass Du am Filmanfang eine Ecke herausreißt (geht wirklich einfach!)

Versehentlich doch ganz in die Patrone zurückgespulte Filme waren früher für mich ärgerlich, dann musste ich die Patronen im Dunkelen aufbrechen (Flaschenöffner!).

Inzwischen habe ich das folgende Werkzeug für diesen Zweck gekauft:

Nennt sich FILM-PICKER:


Funktioniert super!

Ich hab's also immer schon so gemacht, dass ich nach Möglichkeit die Patronen nie aufgebrochen habe, sondern die 135er Filme immer aus der Patrone herausgezogen habe und direkt auf die Entwicklungsspule
gezogen habe. Der "Film-Picker" macht das jetzt auch dann möglich, wenn die Filme komplett in die Patrone
zurückgezogen sind.

Grüße

Klaus
 
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Harald

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Ja, sowas ähnliches hab ich auch von Hama. Vielleicht wende ich es falsch an, funktioniert jedenfalls nur selten bei mir.
 
Klaus-R

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Nochmal zur LAB-BOX ....

-Die Idee finde ich irgendwie klasse! Ich find's toll, dass Leute sich sowas (noch dazu in der digitalen Photo-Zeit) ausdenken und produzieren! Die 130,-€ finde ich ganz in Ordnung (zum Vergleich ... eine neue 500ml Kippdose mit einer Spule kostet ca. 35,-€ ein wertiger Wechselsack ca. 15,-€)😊

-Die Füllmenge (500ml) ist IMHO auch ideal.😊👍

Nüchtern betrachtet ist aber das Hauptargument "Entwickeln unterwegs" dann doch eigentlich Quatsch!

Man müsste nämlich die Photochemie ebenfalls mitnehmen, ferner braucht man die Möglichkeit zu wässern, was ebenfalls geflissentlich in den Videos weggelassen wird und auch die Möglichkeit, die Filme
staubarm zum Trocknen aufhängen zu können. Ferne braucht man ein Thermometer und die Möglichkeit überhaupt konkrete Prozesstemperaturen herzustellen.
Ganz sooo einfach ist die LAB-BOX also im Gesamtkontext der DIYS-Filmentwicklung dann doch wieder nicht.

Wer also mit der Dunkelsack-Methode eine normale Entwicklerdose laden kann, braucht nicht wirklich die LAB-BOX.

Irgendwie find' ich das Ding aber cool! Mal gucken .... wird ja irgendwann auch wieder Weihnachten!
Solche Ideen unterstütze ich mal sehr gerne!

FILM lebt jedenfalls ... und die Szene wächst, wenn man das mal aktuell verfolgt.

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
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LAB-BOX und 120er Film ...

Ich hab' hier noch einen sehr interessanten Messefilm gefunden, wo gezeigt wird, wie man 120er Film bei Tageslicht in die Box einlegt und wie man ihn vom Filmträger trennt (wirklich genial gelöst!)

Ferner wird hier eine (wohl ganz neue) Variante mit eingebautem Timer und Thermometer gezeigt (mit Sicherheit teurer als 130,-€.)


Was ich da als Problem sehe ist aber, dass es (je nach Filmstart der Kamera!) sehr knapp werden kann, sich das erste Filmfenster nicht zu belichten!! Bei 6x9 Kameras ist da nämlich sehr wenig Platz am Filmanfang.

Grüße

Klaus
 
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Tja ..... gerne hätte ich ja die "neue" Idee unterstützt und eine solche LAB-Box bestellt.

Pustekuchen! Die Firma Ars-Imago ist irgendwie nicht zu erreichen??! Die Verkaufspage funktioniert leider gar nicht mehr ... da kann nicht wirklich was bestellt werden.😟

Ob die Pre-Order Preise so noch gelten, ist auch ein gut gehütetes Geheimnis!

Aber ist nun die Sache mit der Tageslicht-Entwicklungsdose wirklich gestorben??!

Nein, denn die Idee ist ja gar nicht wirklich neu, wie weitere Nachforschungen schnell ergaben.

Die Idee und die Erstfertigung zweier nach exakt dem selben Prinzip arbeitenden "Tageslicht-Entwicklungsdosen" ist eine deutsche Idee der Firma Agfa Gevaert.

So kam Agfa tatsächlich schon 1950 mit den beiden hochgenialen Tageslicht-Entwicklungsdosen
RONDINAX 35-U (für KB-Filme) und der RONDINAX 60 für Typ 120 Rollfilm auf den Markt.

Hier mal die AGFA Rondinax 35-U im HOW TO DO .....


Und hier die AGFA RONDINAX 60 im HOW TO DO ....

....

Die Idee ist tatsächlich also ein wenig (geklaut) ..... trotzdem ist sie klasse!
Tatsächlich entsteht Agfa dadurch kein wirtschaftlicher Schaden, weil die RONDINAXen schon seit Jahren nicht mehr produziert werden.

Einzig neu ist allerdings die Idee, einen Universal-Tank zu verwenden und nur die Lademodule (Kleinbild vs. Rollfilm 120) auszutauschen.

Dennoch .... warum neu, wenn's auch alt geht?😊

Ich habe beide AGFA-RONDINAXen jetzt gebraucht erstanden ... sind aber noch unterwegs und es kann noch was dauern, weil die beide von weither anreisen.

Bezahlt habe ich für beide in etwa das Gleiche, wie für eine Presale-LAB-BOX fällig gewesen wäre, wenn man sie denn kriegen könnte!

Ich werde berichten!

Grüße

Klaus
 
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Klaus-R

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LAB BOX News:

Tja ... was gibt's denn Neues von der EASY Developing-BOX?!

Also nicht neu ist, dass sie nicht "sofort" lieferbar ist .... was auch immer "sofort" bedeutet?!

ars-imago international s.r.l. - shop online fotografico

Was alledings "neu" ist, ist eine saftige Preiserhöhung von 129,-€ auf 199,€.

Um so zufriedener bin ich inzwischen mit meinen beiden Originalen von AGFA.
Auch die RONDINAX 60 ist inzwischen ausprobiert und für klasse befunden ....
Auch 120er Rollfilme lassen sich prima bei Tageslicht einspulen und entwickeln.

Grüße und schöne Photos

Klaus