Keine Schönheit ohne Makel.Ein Fall für "Schmiermaxen"

Frank Andree

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Bei einer vor jüngst erstandenen Agfa Isolette III, mit dem hochgelobten, von mir noch nicht erprobten, Solinar 3,5 75, bin ich auf eine weitere, mir im Zusammenhang mit Agfa, merkwürdige Entdeckung gestoßen. Die Solinare sollten ja eine Qualitätssteigerung der Isoletten, weg von der "Mittelmäßigkeit" mit auf den Weg bringen. Mit den ja allseits bekannten englischen Balgen, hatte man sich ja nicht nur Freunde gemacht. Wie ich nun an meinem Modell feststelle, ist das Gewinde an der Vorderlinse, sowie auch das aufnehmende Gewinde aus Aluminium. Beides in meinem Fall, total trocken. Abgesehen davon dass bei einer geplanten Wertigkeitssteigerung, an dieser Stelle Messing hätte verarbeitet werden müssen, nehme ich zur Kenntnis, dass die Entfernungskorrektur sehr sehr leicht läuft, fasst schon ein bisschen klappert. Meine Frage; könnte man mit einem bestimmten Fett, diesen Zustand verbessern. Desweiteren, hier ist natürlich mit Fett nichts zu machen,.:) fehlt der Filmstraffer. Hat mit diesem Zustand schon mal jemand eine Erfahrung gemacht. Ich stelle ein Bild zur näheren Erläuterung des Begriffs Filmstraffer ein. Einen schönen Tag für alle.
 

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13.05.2021
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nobbi26

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hallo Frank, ich kenne zwar die Kamera nicht, aber wie ich den Bildern entnehme handelt es sich um eine 6X6 Format Kamera. Aus meiner Erinnerung an eine Agfa Clak aus dem Jahr 1952, sollte der Film links eingelegt werden und nach rechts aufgezogen! Was das schmieren oder ölen betrifft, würde ich :
1. Die Linse von innen mit einem Wattepad (unsere Frauen verwenden das zum Abschminken😌) abdecken.
2. Mit einem Zahnstocher aus Holz ein Minitröpfchen Fahrrad noch besser Nähmaschieneöl an die jeweiligen Stellen der Transportknöpfe geben.
3. 10 min. einwirken lassen und dann den Transportknopf ein paar mal drehen. Das sollte die Korosion an den Knöpfen entfernen.
4. Bei Bedarf wiederholen.
5. Überschüssiges Öl entfernenund dabei gleich die Linsen von innen mit Iso-Propanol reinigen (Wattestäbchen)
Keine Gewährleistung für einen Erfolg, aber so würde ich es machen!
 
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Frank Andree

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Hallo Nobbi, da habe ich mich durch die Fotos falsch ausgedrückt. Es sind zwei Kameras. Beides Agfa Isoletten; bei der oberen fehlt auf der "Einlegeseite" der Filmspanner, bei der Zweiten darunter, ist er enthalten. Zu Frage des Schmierens, ich würde gerne wissen ob man mit einem geeigneten Fett, die zu große Leichtgängigkeit, bedingt durch den Wekstoff Aluminium hemmen kann.
 
nobbi26

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Hallo Nobbi, da habe ich mich durch die Fotos falsch ausgedrückt. Es sind zwei Kameras. Beides Agfa Isoletten; bei der oberen fehlt auf der "Einlegeseite" der Filmspanner, bei der Zweiten darunter, ist er enthalten. Zu Frage des Schmierens, ich würde gerne wissen ob man mit einem geeigneten Fett, die zu große Leichtgängigkeit, bedingt durch den Wekstoff Aluminium hemmen kann.
da würde mir in erster Linie ein Kettenfett wie man es für Kettensägen verwendet einfallen.
Hat den Vorteil, dass das Fett erst bei höherer Wärme dünner wird!
 
oz75

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Ich habe für ähnliche Zwecke Teflonfett im Zulauf.
 
Frank Andree

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Danke, ich werde das zuerst probieren. Es sollte etwas Konsistenz behalten, damit die beiden Alugwinde etwas gehemmt werden.
 
oz75

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So - ich habe das Teflonfett jetzt an einer Messinggewindepaarung (Frontlinse) der Super Ikonta 532/16 ausprobiert.
Zuvor hatte ich das Gewinde mit synthetischem Kettelöl geschmiert, was zu einem gewissen Stick-Slip-Effekt in der Nähe der Unendlichfokussierung führte. Ziemlich nervig!

Das Ergebnis nach dem Schmierstoffwechsel ist durchweg positiv. Stick-Slip ist nun Vergangenheit.

Von der Konsistenz ist es m.E. durchaus geeignet, auch etwas zu lockere Gewindepaarungen "spielfreier" zu machen.

Ansonsten ist zu sagen, dass dieses Fett auch sehr gerne von Freunden der Astronomie verwendet wird, um das Chinafett aus ihren Montierungen gegen etwas Hochwertiges auszutauschen.

Einsatzbereich des Fetts: -30°C bis 120°C.
 
Frank Andree

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Danke für die ausführliche Antwort. Das scheint mir wohl die Lösung meines Problems zu sein.