holger66
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Hallo Forum,
quasi als Einstand möchte ich meine neueste Erwerbung vorstellen, neulich für 20 Euro auf dem Dorftrödel gekauft: eine Zeiss-Ikon Contessa LKE mit dem Tessar 2,8/50 und mit Beli und Entfernungsmesser. Quasi aus erster Hand vom verstorbenen Schwiegervater des Verkäufers konnte ich die Kamera erwerben, mit Gegenlichtblende, Tasche und einem Futteral mit 2 Filtern drin.
An sich bin ich eher der Voigtländer-Fan, da aber diese Zeiss-Ikon aus meinem Geburtsjahr 1966 ist und eben nur 20 Euro kostete, mußte sie mit.
Auf den ersten Blick ist die Konstruktion eigenwillig: der Zubehörschuh (schon ein hot shoe) liegt oben links, da wo man die Rückspulkurbel erwartet. Die wiederum liegt unten und hat ein Getriebe ! Man muß die Kurbel gegensinnig zum Drehsinn der Patrone drehen, Trotzdem dreht man rechts herum, weil die Kurbel eben unten liegt. Sowas hatte ich auch noch nicht.
Der Verschluß ist ein Prontor 500LK, der von 1/15 bis 1/500 reicht und natürlich "B" aufweist. Das Vorlaufwerk ist ein bißchen zäh, aber ansonsten funktioniert die Kamera einwandfrei, auch die Belichtungswerte stimmen noch, ich habe mit einem Lunasix 3 verglichen. Sie muß also beim Erstbesitzer lange Schrankaufenthalte gehabt haben.
Ansonsten haben die Zeiss-Konstrukteure ein Detail von der Voigtländer Bessamatic kopiert, das sehr sinnreich ist: die Blende-Zeit-Kombination wird in den Sucher eingespiegelt. Man kann also, während man an den Ringen des Objektivs dreht, um den Zeiger des Beli in die "Kimme" zu kriegen, genau beobachten, was man da macht, ohne die Kamera abzusetzen. Sowas hatte ich an einer Sucherkamera noch nie, auch nicht an der einst sehr noblen Yashica, die ich neulich von meinem Vater erbte - der sie wiederum von seinem Schwiegervater übernommen hatte, dem sie zu kompliziert war.
Das Auslösegeräusch ist dermaßen leise, man glaubt es kam. So rein mechanisch habe ich damit unter den Sucherkameras also eine neue Favoritin, die ersten Ergebnisse sind noch bei dm unterwegs.
Hier ein paar Bilder des Geräts.
H.




quasi als Einstand möchte ich meine neueste Erwerbung vorstellen, neulich für 20 Euro auf dem Dorftrödel gekauft: eine Zeiss-Ikon Contessa LKE mit dem Tessar 2,8/50 und mit Beli und Entfernungsmesser. Quasi aus erster Hand vom verstorbenen Schwiegervater des Verkäufers konnte ich die Kamera erwerben, mit Gegenlichtblende, Tasche und einem Futteral mit 2 Filtern drin.
An sich bin ich eher der Voigtländer-Fan, da aber diese Zeiss-Ikon aus meinem Geburtsjahr 1966 ist und eben nur 20 Euro kostete, mußte sie mit.
Auf den ersten Blick ist die Konstruktion eigenwillig: der Zubehörschuh (schon ein hot shoe) liegt oben links, da wo man die Rückspulkurbel erwartet. Die wiederum liegt unten und hat ein Getriebe ! Man muß die Kurbel gegensinnig zum Drehsinn der Patrone drehen, Trotzdem dreht man rechts herum, weil die Kurbel eben unten liegt. Sowas hatte ich auch noch nicht.
Der Verschluß ist ein Prontor 500LK, der von 1/15 bis 1/500 reicht und natürlich "B" aufweist. Das Vorlaufwerk ist ein bißchen zäh, aber ansonsten funktioniert die Kamera einwandfrei, auch die Belichtungswerte stimmen noch, ich habe mit einem Lunasix 3 verglichen. Sie muß also beim Erstbesitzer lange Schrankaufenthalte gehabt haben.
Ansonsten haben die Zeiss-Konstrukteure ein Detail von der Voigtländer Bessamatic kopiert, das sehr sinnreich ist: die Blende-Zeit-Kombination wird in den Sucher eingespiegelt. Man kann also, während man an den Ringen des Objektivs dreht, um den Zeiger des Beli in die "Kimme" zu kriegen, genau beobachten, was man da macht, ohne die Kamera abzusetzen. Sowas hatte ich an einer Sucherkamera noch nie, auch nicht an der einst sehr noblen Yashica, die ich neulich von meinem Vater erbte - der sie wiederum von seinem Schwiegervater übernommen hatte, dem sie zu kompliziert war.
Das Auslösegeräusch ist dermaßen leise, man glaubt es kam. So rein mechanisch habe ich damit unter den Sucherkameras also eine neue Favoritin, die ersten Ergebnisse sind noch bei dm unterwegs.
Hier ein paar Bilder des Geräts.
H.




