Hallo
@oz75
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Danke für das entstürzen, eine Tätigkeit die ich analog am Vergrößerer nicht durchführe. Geht bis zu einem gewissen maße zwar ist mir aber zu umständlich. Das mit den stürzenden Linien ist mir bei dieser Aufnahme tatsächlich bis Du es geschrieben hast gar nicht ins Auge gefallen.
Lohnt sich doch anderen mal einen Blicḱ drauf werfen zu lassen.
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Das Bestreben, möglichst perfekte und einwandfrei ausgearbeitete Aufnahmen zu haben bzw. zu zeigen, ist eine Entwicklung, die uns die Digitalphotographie gebracht hat und der Grund, dass ich schon 1999 RADILKAL DIGITAL gegengen bin.
Tatsächlich kann man im Photolabor mit einem Luxusvergrößerer auch stürzende Linien korrigieren (nach dem Scheimpflug Prinzip).
Das Problem dabei ist aber, dass sich dabei die Lichtverteilung beim Ausbelichten zu der gestauchten Seite konzentriert, was (im Positiv) dann dort zu einer Abdunkelung des Bildes führt, die ein Profi natürlich durch
sog. "Handabwedelung" des Vergrößerungslichtes zu kompensieren wusste (oder immernoch weiß

).
Fakt eigentlich .... es wurde selten wirklich gemacht .... schon alleine deshalb, weil kaum ein Bildbetrachter überhaupt sensibel war, für solche "Bildveredelungen".
Mich stört's dann aber doch bei "analogen" Prints, weil ich die Perfektion digitaler Bildoptimierung quasi
internalisiert habe.
Umso interessanter finde ich deswegen den SWITCH zwischen konventioneller Filmphotographie und digitaler Bildoptimierung ... insbesondere die von mir beschriebene Option, auch digital optimierte Aufnahmen widerum klassisch auszubelichten.
Digitalphotos selber auf Photopapier ausbelichten .... geht das?
Nur mal so angedacht .... sind wir mal kreativ in alle Richtungen .....
Grüße und rettet Film
Klaus